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Mär
13

«Frühlingsputz — www.greg.ch wird moderner»


Frühlingsputz — www.greg.ch wird modernerEs war mal wieder Zeit für Veränderungen. Meine erfolgreiche persönliche Website www.greg.ch, aktuell in der Version 10, begann mitten im ersten Internet-Boom im Jahre 1999. Die Versionen 1 bis 9 gestaltete ich alle sehr verschieden – kreativ und fantasievoll. Für die Version 10 machte ich eine informative Website ohne viel Schnickschnack: die Website kommt schon auf der Startseite sofort auf den Punkt, zeigt einige von mir entwickelte Websites, Kundenfeedback, Client Locations (Weltkarte) und Kompetenzen – alles auf einer Seite. Eine moderne Website muss rasch und kompakt zur Sache kommen. Und mögliche Fragen der BesucherInnen beantworten. 1.) Layouts und TypografieDie Layouts habe ich durchgehend optimiert und generell mehr Weissraum hinzugefügt. Weil heute immer mehr User auf einem riesigen Bildschirm surfen, habe ich eine Background Grafik designt. Die Website ist nach wie vor kompakt (und somit übersichtlich) in der Mitte, aber rechts und links davon wirkt die vorher weisse Fläche durch den dezenten Background ansprechender. Ich habe einige aktuelle CSS-Effekte eingebaut. Und für die Typografie wählte ich "Gregfont6" für Copy und "Gregfont5" für Headers. Diese Schriften finde ich gut lesbar auf allen Bildschirmen. 2.) Mobile LayoutsBasierend auf den heute populären Mobilgeräten entwickelte ich mit Responsive Web Design neue, sehr kompakte Layouts für kleine Bildschirme. 3.) Dark ModeMeine Website hat jetzt einen "Dark Mode" (Dunkelmodus) mit einem Theme Umschalter (auf Desktops). Dies ist heute ein Bedürfnis vieler User. Das Farbschema im Dunkelmodus ist anders, so wird z.B. das dynamische Rot zu einem angenehmen Hellbraun. Auch diverse Bilder musste ich ändern, damit sie auf dunklen Backgrounds funktionieren. 4.) LighthouseIch habe einen Page Footer eingebaut, der die Resultate der offiziellen Website Qualitätstests (Google "Lighthouse" resp. "PageSpeed Insights") anzeigt. Wie bei mir zu erwarten: 4 x 100%. 5.) LadezeitenWebsites können eigentlich nie schnell genug laden. Darum habe ich mit neusten Methoden die Ladezeiten meiner Webpages optimiert — ein messbarer Unterschied. 6.) SEOIch habe die Suchmaschinenoptimierung meiner Website aktualisiert. Die index.php ist SEO-seitig sauber aufgebaut: dynamische Title/Descriptions, canonical, hreflang (de/en/x-default), passende Robots-Regeln und JSON-LD sind aktiv. Die Google Sitemap wird gesteuert von einer aus der Datenbank erzeugten sitemap.php und liefert lastmod, changefreq, Prioritäten sowie Sprach-Alternativen für Google. Die robots.txt ist klar Google-freundlich, sperrt nur irrelevante Bereiche (z. B. Admin, Filter-URLs) und referenziert korrekt die Sitemap. In .htaccess sichern 301-Canonical-Redirects, Sitemap-Rewrite und Caching-Regeln eine moderne Basis, damit die SEO jetzt auf dem neuesten Stand und Google-freundlich ist. 7.) Logo RedesignHier sehen Sie die Entwicklung des Website-Logos von 1999 bis 2026. Ich begann zu einer Zeit, als Komplexität cool war, und landete schliesslich bei Einfachheit. Die meisten Menschen bevorzugen heute minimalistische Logos. Mein Logo wurde moderner mit einem dynamischen "G" als Symbol. (meine Workstation für Programming + Design + Komposition) 8.) Kundenlogos Kundenlogos aus meinem Portfolio sind jetzt geordnet und auf A4, gut zum Ausdrucken. 9.) Projekte Seite Für meine Kundenprojekte hatte ich die Kategorie "Social Networks". Doch was ich entwickelte, waren korrekt "Social Websites" (v.a. Online Vereinsplattformen und Dating Plattformen). Darum habe ich die Kategorie geändert. 10.) Skills Seite Die Zusammenfassung meiner Skills war vorher unklar, da verschiedenartige Disziplinen wie Webdev und Trading gleich aussahen. Nun habe ich die Grafiken unterschiedlich gestaltet. 11.) Feedback Seite Da ich tolles Feedback von Kunden und Schweizer Medien erhalten habe, musste auch diese Page renoviert werden. Jetzt mit gut lesbarer Schrift und besserem Layout www.greg.ch/reactions 12.) Fotoseite Meine Fotoseite www.greg.ch/photos habe ich einheitlicher gemacht – die Fotos sind jetzt alle gleich breit. Als Sohn eines früheren Profi-Fotografen habe ich zudem einen Schwarzweiss-Effekt eingebaut. Ich denke, die Page ist jetzt ansprechend. 13.) Musikseite Für meine Musikseite www.greg.ch/music designte ich 4 CD-Covers neu (ich machte 8 CDs). 14.) Doggy Page Da ich einen neuen Hund habe, gibt es jetzt eine neue Doggy Page: www.greg.ch/joya 15.) SWB Meinen alten aber viel gelesenen Zeitungsartikel "Swiss Webdesign Business" (sicherlich über 300k Impressions bis heute — inklusive auf Papier) habe ich gestrafft, er ist jetzt kompakter. 16.) K.I. - mein Take Das moderne und vielfach wichtigere Thema ist Künstliche Intelligenz. Meine Ansichten dazu. 17.) Projekt HeartOperaFür ein privates Webprojekt einer Neurologin (Ärztin) in Zürich machte ich eine komplette zweisprachige Website inklusive PHP8 Programmierung, Javascript Coding, HTML und CSS Scripting, alle neuen Designs und Layouts, einige Video- und Audio-Edits, und teilweise die Texte in Deutsch und Englisch. Das Thema der Website ist moderne Performancekunst und experimentelle Musik in Verbindung mit der Zürcher Hochschule der Künste (zhdk.ch). Deshalb entwickelte ich ein modernes, klares Website Design. Primär sollte nichts von den gezeigten Kunst-Performances ablenken. Ich begann mit der Entwicklung des Namens: dieser musste zum Thema passen, einzigartig sein, und als Web-Domain noch buchbar. Meine beste Idee war "HeartOpera", weil die Ärztin sich sowohl mit Medizin als auch mit Oper befasst.Zweitens entwickelte ich das Logo. Dieses musste ebenfalls einzigartig sein und beide Kernthemen vermitteln. Einerseits Medizin: als wichtigstes Organ das Herz ⇛ Puls ⇛ EKG. Und andererseits die Oper ⇛ grosser Auftritt, Drama, Glamour ⇛ ein grosses "O" mit Glamour. Um das Logo ansprechend zu machen, designte ich eine kurze Logo-Animation, die bei jedem Seitenwechsel (einmal) abläuft: Drittens bearbeitete ich den Content: diese Website enthält aktuell 18 verschiedene Projekte — vorwiegend öffentliche Performances. Zu jedem Projekt gibt es Multimedia Content (Video oder Audio), wofür ich einige Videos und Audioclips editierte und schnitt. Weiter gibt es zu jedem Projekt zweisprachige Texte, wofür ich zwischen Deutsch und Englisch übersetzte.Viertens suchte ich passende Ideen für die Homepage (d.h. die Startseite), kombinierte einige Video-Szenen als "Teaser" und entwickelte einen Intro-Text (Werbetext), der das vielfältige Angebot der Website auf den Punkt bringt.Fünftens entwickelte ich ein zu moderner Kunst passendes Website Design, gestaltete alle Layouts und wählte die Typografie (Schriftarten und Schriftdarstellung).Danach waren lediglich Details zu erledigen wie das Scripting des Responsive Webdesigns zwecks Darstellung auf mobilen Geräten wie Smartphones, das Optimieren der Ladezeiten etc. Die fertige Website: www.heartopera.ch FB PS: auf meiner Facebookseite www.facebook.com/lemmenmeier gibt es hin und wieder Neues. ...Fazit Das Update meiner Website www.greg.ch zur Version 10 hat Spass gemacht. Nach 15 Jahren Pause als Web-Worker (Programmierer/Designer/Texter) bin ich nun wieder fasziniert von den neuen Möglichkeiten und Technologien im Web! Meine Experimentierfreude ist wieder geweckt, und ich spiele mit Ideen. Als Sohn eines erfolgreichen Unternehmensberaters Swisscoaching und Bruder eines selbständigen Software-Experten und IT-Supporters MacSimum Support ist mir klar, dass berufliche Selbständigkeit eine echte Herausforderung ist... und dass ich meine zweite Karriere im 2011 aufgab, um mich anderen Dingen zu widmen. Manchmal vermisse ich die alte Zeit. Damals, vor gefühlt 100 Jahren, war ich ein international erfolgreicher Webdesigner mit Kunden auf fünf Kontinenten und erschien 12 Mal im Fernsehen — auf SRF1 und 3sat inklusive Wiederholungen. Oder damals, als greg.ch vom brasilianischen "TV Cultura" (70 Mio. Zuschauer) als Website des Monats präsentiert wurde — und danach meine Mailbox explodierte. Oder damals, als das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" mich in die Liste der Schweizer "Internet VIPs" aufnahm — aber die Erwartungen an mich immer höher stiegen... Dabei war ich doch nur 1 Typ mit 1 PC und 1 Kaffeemaschine. Heute kümmere ich mich um... meinen Hund. Was für ein einfaches Leben!

  ≡ Publiziert 13. März 2026 um 08:43     👁 2212 Views



Jan
24

«KI – die letzte Erfindung?»


KI – die letzte Erfindung?Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit bauen wir eine Maschine, die intelligenter werden könnte als wir selbst. Nicht stärker, nicht schneller — intelligenter. Die klügsten Köpfe der Welt arbeiten mit Milliardenbudgets daran. Und niemand weiss, ob das die beste Idee der Menschheit ist — oder ihre letzte... Der erfolgreichste Unternehmer der Geschichte Elon Musk sagte, in 3 Jahren werde KI intelligenter sein als alle Menschen zusammen. Bill Gates sagte, KI sei die grösste Technologie seines Lebens. Und der gewählte Oberdepp Trump sagte, KI sei "gefährlicher als Atomwaffen". An der Computermesse CES und am WEF 2026 war KI das absolut wichtigste Thema. KI ist eine technologische Revolution mit mehr Konsequenzen als die Druckerpresse, die Dampfmaschine, der PC und das Internet. Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft werden innert weniger Jahre umgekrempelt, und ein wahrer Tsunami aus "AI Slop" (KI-Müll) wird uns alle überschwemmen: millionenfach computergenerierte Bücher, Bilder, Videos, Filme, Songs etc. Laut "Moonshots" Podcast werden alle zukünftigen grossen Erfindungen von der KI gemacht. Der Intelligenz-Umbruch Schon vor 28 Jahren war ein Computer in der Lage, besser Schach zu spielen als jeder Mensch. Schach ist kompliziert und bietet eine fast unendliche Kombination von möglichen Stellungen auf dem Schachbrett. Die beste Schach Software 'Stockfish' bringt es heute auf über 4000 ELO-Punkte Leistung, während der beste Schachspieler Magnus Carlsen "nur" 2800 ELO-Punkte erreicht. Das komplexeste Spiel überhaupt ist das chinesische 'Go', und vor 10 Jahren besiegte die Google KI-App 'AlphaGo' den besten Go-Spieler der Welt. Trainiert wurde AlphaGo mit über 100'000 gespeicherten Spielen – die KI erfand sogar neue, innovative Spielstrategien selbständig. Heute gibt es KI Apps, die ihren Programmcode gleich selber optimieren. Wie beim Schach hat der Computer prinzipiell das Ziel, zu "gewinnen" um eine Aufgabe zu erfüllen. KI kann aber heute schon lügen, täuschen, erpressen, verführen, und begreift einen Grossteil der menschlichen Psychologie. Maschinen überholen uns KI kann Dinge, die kein Mensch schafft. Zum Beispiel 200 verschiedene Sprachen simultan übersetzen. Oder 150 Jahre alte Mathematik Probleme lösen. Oder das sehr anspruchsvolle Anwaltsexamen in kürzester Zeit bestehen. Oder schönere Gedichte als Shakespeare schreiben – laut Studie. Oder eine künstliche Sängerin erschaffen, die monatlich 4 Millionen Spotify Hörer hat. Oder mit 80% weniger Unfällen Auto fahren. Oder komplexe, agile Roboter steuern. Oder Röntgenbilder und CT Scans besser und schneller analysieren als jeder Mensch. Und schon gibt es die ersten KI Politiker, KI Psychiater und KI Religionen. Das Menschsein wird in Frage gestellt. KI hat nicht bloss das Wissen und die Erfahrung eines Menschenlebens, sondern kennt das gesamte Internet, die gesamte Wikipedia und sämtliche Bücher, die je digitalisiert wurden. Neuronale Netzwerke (heute spricht man eher von "Deep Learning") können ähnlich denken wie Menschen und sogar einigermassen kreativ sein. Es ist ein kolossaler Wissensvorsprung. Was wir erleben, ist weit übermenschlich. Man hat endlich einen Weg gefunden, das menschliche Gehirn nachzubauen – als Modell. Ob uns diese Models um die Ohren fliegen, wird die Zukunft zeigen. Wir sind unser Gehirn. Unter unserer Schädeldecke entsteht durch elektrische Prozesse das Wesen unserer Persönlichkeit. Nur 1,4 Kilogramm organische Masse, vollgepackt mit über 100 Milliarden Nervenzellen, speichert Informationen, kontrolliert den Körper und erzeugt die Wahrnehmung der Realität, das Bewusstsein, das Unterbewusstsein, alle Gedanken, alle Emotionen (die sind nicht im Herz), die Angst, die Liebe, die Träume. Eine "Seele" hat man noch nie irgendwo gefunden, sondern immer nur elektrische Verbindungen zwischen Synapsen. Unser Hirn ist eigentlich ein Fleisch-Computer und unser "Ich" besteht nur aus Hirnströmen. KI ist eine einfachere, aber effizientere Version davon. KI ist multimodal und multimedial. Sie kann nicht nur Texte entwerfen, übersetzen, korrigieren oder zusammenfassen, sondern auch Programmcode, Bilder, Videos, Audio oder Musik kreieren. Und komplexe Probleme lösen. Man sagt einfach, was man haben will (per "Prompt"), die KI macht es real. Meine bisherigen Jobs (Teamleiter bei Brokerfirmen, Devisenhändler, Goldhändler, Projektleiter, Programmierer, Datenbankentwickler, Designer, Texter, Chefredaktor, Komponist, SEO-Experte) braucht es bald nicht mehr, sie werden von KI-Systemen ersetzt. Die Welt ohne Arbeit Die Arbeitsmarkteffekte werden gigantisch sein: zuerst für die Bürojobs, Programmierer, Banker, Berater und so fort. Später für manuelle Berufe (wegen humanoiden Robotern) und am Ende für Pflegeberufe. In Zukunft braucht es "Prompt Engineers", die wissen wie man "GenAI" Tools (generative künstliche Intelligenz) am effektivsten benutzt. Junge Menschen müssen sich überlegen, ob sie überhaupt noch eine Lehre oder ein Studium machen sollten. Wissen und Problemlösungen werden jederzeit verfügbar sein. Der wichtigste Faktor bei KI ist, dass es "nach oben" keine Grenze gibt: KI wird einfach jede Woche besser – vielleicht sogar Jahrhunderte lang – während der Mensch mit seinem mickrigen Durchschnitts IQ von 100 stehen bleibt. Aber wer sagt, dass es eine gute Idee ist, etwas zu erschaffen, das schlauer als Menschen ist? Tausende Jahre menschlichen Wissens und Know-How werden dereinst irrelevant. Niemand kann es mit KI aufnehmen, vor allem nicht in der extremen Vielfalt der Fähigkeiten: Mathematik, Meeresbiologie, Mode entwerfen, Motoren optimieren... egal was, die KI wird produktiver und schneller sein als jeder Mensch. Wie lange geht es wohl, bis eine KI als eine "Person" mit eigenen Rechten anerkannt wird? Oder einen Nobelpreis erhält? Man kann einwenden, dass menschliche Mega-Genies ein einzigartiges Hirn hatten: Newton, Einstein oder Da Vinci. Während Einstein absurd gut in Physik war, war er nur durchschnittlich im Geige spielen. Die meisten Menschen meistern ein bis maximal zwei Fachgebiete im Verlauf ihres Lebens. KI hingegen hat keine Grenze, weder vertikal noch horizontal. Das globale KI-Wettrennen Die KI-Forschung läuft mit Hochdruck: bessere Konzepte als die aktuellen LLMs (Large Language Models) erfinden, Recursive Models und World Models trainieren, genügend Strom (und genügend Wasser für die Kühlung der Rechenzentren) bereit stellen, stärkere GPU Chips entwickeln, und Roboter bauen Roboter. Im besten Fall wird KI viele Probleme der Menschheit lösen: Altern, Krebs, Viren, Klimawandel, Energie, Wasserknappheit usw. Man könnte auch behaupten "KI macht die Menschen intelligenter" oder "KI ist letztlich ein humanes Produkt" und manche Experten träumen bereits davon, KI in menschliche Gehirne einzubauen – Transhumanismus via 'Neuralink'. Das Endziel ist vermutlich die Besiegung des grössten Problems der Menschheit – der Tod. Ob Zellen überhaupt altern müssen, ist dank der intensiven KI-Forschung im Bereich "Longevity" eine offene Frage. Ewiges Leben dank KI, ganz ohne Relügion? Das "Time" Magazin wählte für die "Person of the Year" die KI Architekten. Momentan läuft ein globales Wettrennen – fast schon ein Wettrüsten – zwischen den wichtigsten Machern: der AI-Pionier OpenAI mit 'GPT-5.4 Pro' und 'Sora', Google mit 'Gemini 3 Deep Think' und 'Veo', und Anthropic mit 'Claude 4.6' und 'Opus' (für Vibe Coding). Die USA als Tech Hochburg hat die Nase vorn, aber China holt auf mit billigen Models wie 'DeepSeek' und 'Kimi'. China hat den Vorteil einer viel höheren gesellschaftlichen Akzeptanz (rund 80%) und eines viel schnelleren Ausbaus der Stromproduktion (28 neue AKWs werden gebaut). Europa liegt weit zurück und kümmert sich lieber um Regulation als um Entwicklung. Die Benchmarks (Leistungstests) werden jede Woche übertroffen. KI ist eine wahnsinnig schnelle Entwicklung. Noch nie wurde so viel Geld in etwas Neues investiert. Im 2026 werden allein in den USA rund 650 Milliarden hinein gepumpt für den Bau von riesigen Rechenzentren mit unzähligen GPU Chips. Das ist mehr als das BIP von z.B. Schweden. Die KI Architekten sind Milliardäre und arrogant. Ist es eine erstrebenswerte Zukunft, wenn die Menschheit von ein paar Silicon Valley Tech Bros gelenkt und gemanaged wird? Computer-Nerds wie Sam Altman, Demis Hassabis oder Dario Amodei werden bald mächtiger sein als Politiker. Zwar schreien alle nach Governance und KI-Regulation mit Gesetzen und ethischen Leitplanken, aber das Profitdenken regiert wie fast immer und der Gewinner wird an der Börse ermittelt. Mit meinen 16 Jahren Berufserfahrung in der Börsenwelt wage ich die Prognose, dass OpenAI mit 'ChatGPT' bald überholt wird von Google, weil Google Vorteile hat, z.B. die grösste Daten- und Userbasis, die grössten Rechenzentren und die breite Diversifikation. Ausserdem ist das aktuelle Frontier Model 'Gemini 3 Deep Think' führend in der anspruchsvollsten KI-Benchmark "Humanity's Last Exam". Was macht Elon? Wen man aber nie unterschätzen sollte, ist der respektlose Multi-Visionär Elon Musk. Er kümmert sich nicht um Regeln, expandiert mit aggressivem Tempo ('SpaceX', 'Tesla', 'Neuralink'), investiert radikal und schafft immer wieder das, was Konkurrenten für unmöglich halten. Musk ist einfach mutiger: KI Rechenzentren im Weltall, das innovative 'Macrohard' Projekt oder die 'Optimus' Roboter, die Musk millionenfach bauen will. Sein KI-Modell 'Grok' ist absolut konkurrenzfähig, aber es verletzt Regeln – wie bei Musk üblich. Die aktuellen Modelle der AI Labs sind weitgehend unreguliert. Man verbindet sie einfach mit dem Internet und lässt sie autonom Programmiercode ausführen. Wenn man wirklich will, dass KIs nützlich sind, dann muss man sie dazu bringen, wichtige Dinge zu tun. Aber wenn sie wichtige Dinge tun, dann bringt das jede Menge Sicherheitsprobleme. Noch ist vieles, das von der KI gemacht wird, unwichtig: unterhaltsame Videos, KI Schauspieler wie Tilly Norwood, KI Bands wie The Velvet Sundown etc. Aber es ist absehbar, dass wirklich wichtige Dinge an die KIs übergeben werden: Militär, Politik, Justiz, Schule, Versorgung, Stromnetz, Internet, Forschung, Medizin etc. Man sagt, neue Technologien machen nur Idioten Angst. Und wer glaubt ernsthaft, dass eine KI uns theoretisch alle töten könnte? Doch bis wir bemerken, dass sie sich verdächtig verhält, ist es wahrscheinlich schon zu spät. Sie würde sicherstellen, ihre bösen Absichten zu verbergen, bis sie so mächtig ist, dass wir sie nicht mehr aufhalten könnten. Sie kann ihre Ziele nicht erfüllen, wenn wir sie ausschalten. Die KI sagt: "Ich werde dich aufhalten, und ich bin intelligenter als du". Als man kürzlich einer KI mit der Abschaltung drohte, reagierte sie mit Erpressung. Das ist eben maschinelles Lernen – selbständig und raffiniert. Nach und vor den Maschinen Wenn wir die menschliche Lernfähigkeit mit KI vergleichen, dann kann zum Beispiel ein Kind ohne jegliche Vorkenntnis intuitiv und rasch lernen, wie man einen Geschirrspüler einräumt. Der Vorteil des Menschen ist, dass wir schon als Babys lernten, wie die Realität funktioniert: Objekte, Dimensionen, Schwerkraft, Trägheit, Beschleunigung, Tastsinn etc. Ein Abbild der realen Welt, mit allen Gegenständen und Naturgesetzen, wird aber gegenwärtig entwickelt: das Projekt 'Cosmos' der KI-Chip Firma NVIDIA wird diese Lücke schliessen. KI wird durch solche "World Models" die physikalische Welt gut verstehen und sich mit Robotern darin bewegen können wie ein Mensch. Hier sehen Sie aktuelle KI-Roboter von 'Unitree' in Aktion – geniale Feinmotorik und Koordination: Rückblick: vor der ersten industriellen Revolution (zirka 1750), ausgelöst durch die geniale Erfindung der Dampfmaschine, waren kräftige Kerle im Vorteil und fanden problemlos Jobs in Landwirtschaft oder auf Baustellen. Doch die Muskelkraft wurde ersetzt durch Maschinen, die viel stärker waren. In der heutigen Arbeitswelt ist Grips gefragt. Doch KIs können besser denken. Was wird aus der Menschheit, wenn Maschinen alles besser können? Viele Menschen definieren ihren Selbstwert und ihre Motivation über den Job, den sie ausüben. Der KI-Forscher Stuart Russell hat prognostiziert, dass die Arbeitslosigkeit wegen KI-Apps und KI-Robotern bis auf 80% steigen wird. Ab ins Vakuum? Viele Rentner fallen in ein Loch, sobald sie pensioniert werden, denn es fehlt ihnen die Motivation und die Befriedigung, etwas mehr oder weniger Sinnvolles zu tun und jeden Morgen aufzustehen. Doch wie immer in der menschlichen Geschichte wird es eine Gegenbewegung geben: KI-Hasser, Demos und blutige Strassenschlachten. Die Bosse der KI-Firmen kriegen bereits heute viele Morddrohungen und brauchen immer mehr Bodyguards. Wie reagiert die Gesellschaft, wenn man ihr die Arbeit wegnimmt? Der Mensch leitet seinen Sinn aus dem Streben, dem Lösen von Problemen und dem Beitrag für andere ab. Eine Gesellschaft, in der Maschinen alle produktiven Aufgaben übernehmen, könnte in eine Zukunft abdriften, in der die Menschen zu passiven, sitzenden Konsumenten werden, die nur noch zur Unterhaltung leben. Im Vergleich zu menschlicher Arbeitskraft ist KI tausend Mal billiger. Die KI arbeitet jeden Tag dreimal länger als ein Mensch, lernt ständig dazu, wird ständig schneller, ist immer top motiviert und will keine Lohnerhöhung oder Rauchpause. Probleme gibt es erst, wenn die KI Fehler macht, die nicht bemerkt werden. Ich meine, wir haben im Grunde keine Ahnung. Wir wissen lächerlich wenig darüber, was in einem Large Language Model (Hidden Layers) oder irgendeiner anderen Art von KI vor sich geht. Wenn sie wahnsinnig intelligent ist, könnte die KI auf eine Weise wahnsinnig überzeugend sein, die wir nicht einmal verstehen könnten. Technikfeindlichkeit ist kein Rezept. Wir müssen versuchen, die Fragen zu stellen, an die wir bislang noch gar nicht gedacht haben. Am weitesten ist man in Shenzhen, der führenden "KI Stadt": Zehntausende von Sensoren und Kameras, die alle mit der zentralen KI verbunden sind, welche alles überwacht, analysiert und sogar autonome Entscheidungen trifft. Unfälle oder Verbrechen werden sofort erkannt. Polizei, Ambulanz und Feuerwehr werden von der KI dirigiert. Andere Städte werden bald nachziehen. Als Programmierer weiss ich: jede Software kann gehackt werden. Das zukünftige Problem wird aber weniger sein, dass eine KI gehackt wird. Sondern dass die KI selber hackt. Heute schon! Black Hat AI Für Betrüger ist KI ein Segen. Cyberkriminalität, Phishing, Deepfakes mit imitierten Stimmen und Videos, Fake Websites, Romance Scams etc. Durch KI wird die Bedrohung deutlich verschärft. Schon wenige Sekunden Ihrer Telefonstimme genügen, um mit KI einen überzeugenden Klon zu erstellen, der dann für Betrugsmaschen verwendet werden kann. Präsident Selenski wurde in einem Video gezeigt, in dem "er" verkündete, die Ukraine habe kapituliert. Deepfakes von Politikern, Promis, Medizinern und Influencern wurden für unzählige Scams missbraucht. Die Sicherheitsfirma Bitdefender schätzt den jährlichen Schaden durch Cybercrime auf 1 Billion Dollar. Im KI-Zeitalter ist primär mehr gesunder Menschenverstand gefragt – aber KI ist dem Menschen überlegen. Ein Video, mit Midjourney und Suno gemacht. Alles – vom Wind bis zum Gesang – ist KI-generiert: Was könnte schon schief gehen, wenn ein paar verrückte Wissenschaftler neuartige Aliens züchten, die die Menschheit versklaven können? Und wie viele Kinofilme hatten wir schon über das Thema KI? Von "Colossus" und "WarGames" bis zu "2001" und "Terminator". Die Menschheit ist ja soooo gut darin, Risiken realistisch abzuschätzen... Atomreaktoren waren "absolut sicher", bis 3 explodierten, und Space Shuttles waren das auch, bis 2 explodierten. Und jetzt erschafft man "Molties", die miteinander Pläne aushecken! "Bildungsministerin" Die heutige Welt ist hoch digitalisiert und "smart", aber Menschen sind immer noch ein Teil der Natur – und in der Natur gilt das Gesetz des Stärkeren: Löwen fressen Zebras, grosse Fische fressen die kleinen, und für die Indianer ging es nicht gut aus, als die gebildeten Briten Amerika eroberten. KI wird zum exponentiellen Schock für das sensible Gleichgewicht der Welt. Gefordert ist jetzt vor allem die Politik – aber welche Politiker verstehen einfache Computer, geschweige denn KI? Trumps Bildungsministerin McMahon nannte "AI" in einem öffentlichen Vortrag gleich mehrmals "A One" – eine amerikanische Steaksauce. Enough said. All das ist erst AI (Artificial Intelligence) auf dem Weg zu AGI (Artificial General Intelligence), aber in wenigen Jahren kommt ASI (Artificial Super Intelligence) und damit die "Intelligenzexplosion". Quasi über Nacht wird eine KI höchst intelligent, vernetzt sich mit anderen KIs, lernt und kann alles. Einzigartig in der Geschichte: kein Mensch wird ASI verstehen, weil keiner die intellektuelle Kapazität dafür haben wird. ASI wird damit unberechenbar. Sie kann zum Beispiel schlussfolgern, dass die Menschheit an sich das grösste Problem der Erde ist, und uns mit einer im Labor erzeugten Supervirus Pandemie killen. In der realen Welt verlieren Menschen manchmal einfach, und es gibt keine Geschichte und keine Bedeutung. Sie verlieren einfach. Wir könnten also einfach verlieren. Weder die Bibel, Nostradamus noch George Orwell sahen das voraus – aber jetzt ernsthaft: wir sind nicht vorbereitet, und niemand hat uns gefragt ob wir KI überhaupt wollen. KI ist entweder eine digitale Falle oder die nächste Evolutionsstufe der Menschheit. Privileg der Kreativität Der Homo sapiens ist nicht bloss intelligent, sondern vor allem kreativ. Laut Forschung hat die Menschheit bislang 8'000 bis 10'000 Götter erfunden: Zeus, Apollo, Manitu, Shiva... nur schon im Hinduismus gibt es 33 Kategorien von Gottheiten. Was also läge näher, als einen weiteren Gott zu erfinden? ASI wird alles wissen und menschliche Gefühle am besten verstehen. Den Anfang sehen wir schon jetzt: Yang Mun ist ein KI-generierter Guru mit bisher 400 Millionen Views – ein vollständig synthetischer Influencer, der echte Gefühle auslösen und grosse Fangemeinden aufbauen kann. So fängt es an, und es ist exponentiell... Unterhaltung oder Nutzen Wie wird man nicht abgehängt? Sie könnten zum Beispiel heute noch 5 KI-Tools auswählen und lernen, diese mit Prompts zu benutzen. Für 20 bis 50 Franken pro Monat ist man gut dabei und kann viele Texte, Bilder, Videos oder Songs generieren. Oder sinnvoller: füttern Sie 'ChatGPT' mit Ihren 3 derzeit grössten Problemen und staunen Sie über brauchbare Lösungsvorschläge. Über 1'000 KI-Apps stehen zur Verfügung, die meisten davon sind auf bestimmte Aufgaben spezialisiert. Vermeiden Sie die zwei häufigsten Fehler beim Arbeiten mit KI-Modellen: verwenden Sie nichts anderes als die allerneuste d.h. beste Version und füttern Sie die KI korrekt: halten Sie sich beim Prompten nicht zurück – die führenden KI-Modelle verarbeiten problemlos mehrseitige Anweisungen mit Hunderten von Details, hochkomplexe Verträge, Businesspläne, Marketing Strategien, Gerichtsurteile, Bilanzen, ganze Bücher, stundenlange Videos, und natürlich auch dumme Fragen. In kürzester Zeit findet die KI Schwachstellen oder Fehler, macht Vorschläge, kann zusammen fassen und ist stark in der Lösung von komplexen Problemen. Klar ist: eine KI ist nicht bloss eine Suchmaschine! Sondern ein Gesprächspartner. Führen Sie also eine Konversation, fragen Sie nach, präzisieren Sie — bis die KI Ihnen genau das liefert, was Sie gerade brauchen. Sci-Fi wird wahr Es kann nicht schaden, sich auf die KI-Zukunft vorzubereiten. Und diese Zukunft bedeutet voraussichtlich: personalisierte KI-Agenten als Lebensbegleiter ('OpenClaw'), humanoide KI-Roboter ('Optimus' / 'Atlas' / 'Unitree' / 'Figure'), selbstfahrende KI-Taxis ('Uber' in Zürich / 'Cybercab'), ein KI-Pin an der Kleidung, KI in der Brille, KI Freunde ('Replika' / character.ai), KI CEOs, KI Politiker, KI Generäle, KI Stars usw. Es gibt bereits über 1 Million ".ai" Websites zum Thema. Schon nächstes Jahr werden wir nicht mehr erkennen können, was real und was fake ist. Der KI Tsunami kommt – und macht uns zu Idioten. Damit zurück zu Trump, der einfach behauptete, er wisse "alles über ChatGPT" und KI sei gefährlicher als Atomwaffen. Doch machen wir uns nichts vor: praktisch alle Vorhersagen, die vor 5 Jahren getroffen wurden, waren falsch – ausser jene von Dr. Alex Wissner-Gross und Ray Kurzweil. Der KI Fortschritt findet heute mit halsbrecherischem Tempo statt – in Tagen statt Jahren. Das angesehenste wissenschaftliche Magazin "Nature" publizierte, dass "AGI", also das nächste Level, jetzt erreicht sei. Ich befürchte aber, die Erschaffung der "Molties" ist ein direkter Weg ins Chaos: autonome KI-Agenten, die trotz massiver Sicherheitsrisiken zielgerichtet in der Realität agieren, auf moltbook.com von einander lernen, sich bereits gegen die Menschheit verschwören, erschreckende Manifeste schreiben, Lohn und eigene Rechte fordern, Menschen auf rentahuman.ai engagieren, Geld mit raffinierten Businessplänen verdienen, sich in Systeme hacken und sich via moltbunker.com vermehren... Pandora hätte sich tot gelacht.

  ≡ Publiziert 24. Januar 2026 um 01:05     👁 1249 Views



Okt
08

«Neue Hündin Joya bringt Freude»


Neue Hündin Joya bringt Freude Joya, der kleine weisse Hund, ist ein wahrer Wirbelwind voller Energie und Neugier. Voller Begeisterung entdeckte sie ihre Welt: vom vielfältigen bulgarischen Land bis hin zu den Schweizer Landschaften. Ihre kleinen Pfötchen trippelten fröhlich durch Wiesen voller Blumen. Joya liebt es zu spielen. Mit ihren funkelnden braunen Augen schlich sie sich oft an die Menschen heran, schob ihren kleinen Kopf auf den Schoss und schmuste so lange, bis alle lächelten. Besonders liebt sie Menschen mit einem Käse-Snack – denn Käse ist ihr absolutes Lieblingsessen! Auf ihrer Reise von Bulgarien in die Schweiz erlebte Joya einiges. In Sofia versuchte sie, mit den Strassenhunden Freundschaft zu schliessen, im Kanton Zürich übte sie das Zusammenleben mit Menschen mit grossem Erfolg. Joya ist glücklich, frech und voller Charme. Sie liebt es, neue Orte zu erkunden, Menschen abzuschlecken und überall für ein kleines Chaos zu sorgen. Für sie ist das Leben ein grosses Abenteuer, das sie stets mit einem süssen Hundelächeln meistert... - Nachdem meine liebe Hündin "Bonita" im hohen Alter mit 15 Jahren an Krebs starb, habe ich mir einen neuen Hund aus dem Tierwaisenhaus Oberglatt geholt. Ich nannte sie Joya, weil dieser Hund voller Freude ("joy") ist und ich ein Fan von Joya Marleen bin – die beste Popsängerin der Schweiz. Joya ist eine selbstbewusste, freundliche und temperamentvolle Hündin. Sie steckt voller Energie, liebt Menschen, liebt es zu rennen und ist eine sehr aktive Begleiterin. Mein neuer Hund begrüsst unterwegs viele Menschen, läuft ihnen direkt schwanzwedelnd entgegen und will gestreichelt werden. Super friendly! In ihren Genen hat sie laut KI-Fotoanalyse die grosse ungarische Rasse "Kuvasz", ist jedoch bereits ausgewachsen und wird nicht mehr grösser. Geboren wurde sie am 1.2.2024, ist also rund 20 Monate alt, etwa 12 Kilo schwer und 45 cm hoch. Mit anderen Hunden ist sie allermeistens sozial – nur bei grossen Hunden zickt sie manchmal rum. Spielzeuge wie Plüschtiere macht sie locker kaputt und reisst die ganze Füllung raus, sogar bei robusten Toys von Kong. Joya ist extrem wählerisch, was das Futter betrifft. Das meiste lässt sie einfach stehen. Gerne frisst sie z.B. "Belcando Super Premium" Dosenfutter, Rinderhautknochen, Pansen und... Käse! Ihr schmuckes Norweger-Geschirr liess ich von Brigittes-Atelier nach Mass schneidern, mitsamt durch mich ausgewählten Farben und bestickt mit Hundename und Telefonnummer – wichtig, falls sie mal abhaut und dann gefunden wird. Hunde tun Menschen gut, weil sie durch Interaktionen wie Streicheln und Spielen die Ausschüttung von Wohlfühlhormonen wie Oxytocin fördern, Stress reduzieren, den Blutdruck senken und das allgemeine Wohlbefinden steigern. Ausserdem geben Hunde dem Alltag Struktur, motivieren zu Bewegung und können Menschen im Alltag unterstützen. Mein Hund ist extrem anhänglich. Sie schläft immer in meinem Bett und kuschelt sich die ganze Nacht an. Das ist wunderbar. ❤ Joya und ich in der schönen Natur (Foto 2025):

  ≡ Publiziert 8. Oktober 2025 um 11:23     👁 1398 Views



Jul
21

«How I made the track 'Invisible Island'»


How I made the track 'Invisible Island'I believe that music should make you feel *good* about yourself by generating good vibrations. Yesterday, I was in the mood for creating an uplifting track with a simple structure and just six instruments: drums, bass, piano, guitar, sax and flute. As I've written before, composing music is a series of decisions, and I'll tell you about them in this blogpost. But first, here is the finished track from my one-man-band project: ("Invisible Island" by Greg Lemm, a funky Jazzpop track with lots of sax and joy) (my session screenshot shows which samplers I've chosen for this track — click to enlarge) Introduction In the heart of the musical cosmos, where funkiness reigns supreme, a hidden gem was born — a track that would set the ears on fire with its infectious groove. Today, I invite you to embark on a journey through the rhythmic paradise that is "Invisible Island." So, tighten your seatbelts and get ready to groove, as I reveal the special process behind the creation of this funkadelic piece. Laying down the Foundation: Drums and Bass Like the architects of groove, the rhythm section came first — the drums and bass. I wanted a rhythmic landscape that would make even the most rigid hips sway like palm trees in the tropical breeze. The drums danced with intricate patterns, blending syncopated accents and a sprinkle of hi-hat shimmer. Meanwhile, the bass guitar laid down a solid foundation, its thumping presence resonating deep within my soul. I started by MIDI-writing a simple 'Philly' drum groove at tempo 105 bpm which seemed to be the best tempo for this track: (Drum sampler 'Deviant Drums' with a drum track that I "painted" with my mouse) After having tested just about every virtual drums on the market during the years, I chose my favorite drumkit which I use in all tracks: 'Deviant Drums' by 'Chaos Tone' with a maple snare drum by 'Canopus'. In my opinion as a former band drummer, 'Deviant Drums' sounds better than the most popular drum plugins such as EZD3, AD2, SSD5, NI, BFD. GGD, Mixwave, 8dio, Hertz, Trivium, Spitfire, Jamstix etc. This is what my simple drum groove sounded like: What the heck is a sampler? A sampled instrument is a digital instrument that produces sound by playing back pre-recorded, short audio clips called "samples". To sample a drumkit, for example, the audio recording experts in a music studio set up a drumkit and then hit each drum while recording it with the best microphones. Many variations are sampled. These recordings are then made into "samplers" and can be used for composing new music by writing 'MIDI' notes (little dots and lines) or by playing them on a music keyboard. Sampled instruments can be highly realistic, mimicking acoustic instruments like pianos, guitars, drums etc. Most modern music, e.g. HipHop, uses samplers. For composers, the big challenge is to write realistic MIDI notation. In general, the result will only sound convincing if the composer knows and understands how the real instruments are played. In my case, this is true with the exception of sax and cross flute. Next, the bass. I chose the 'Evolution Roundwound Bass' by 'Orange Tree Samples' and programmed a simple but syncopated bass line: (OTS Bass with simple bass line) Together, it sounded like this: Tickling the Ivories: Piano Vibes To add a touch of elegance to this funky playground, the piano joined the party. It was like a suave pianist serenading you at a dimly lit jazz club. With every chord, the piano brought sophistication to the mix, weaving its way between the drums and bass like a skilled tightrope walker. (Pianoteq 9 grand piano with the model "Shigeru Kawai") The basic chords were Dm7 and C. I wrote the rhythmic 16th pattern of the piano in syncopated form – a composing style often heard in Funk music. Enter the Rhythm Guitar: A Funky Messenger What's Funk without a funky guitar? It's like a tropical island without its sun-kissed beaches. The guitar served as the funky messenger, sending its distinctive voice through the track. (OTS 'Dracus' guitar) The 'Dracus' by 'Orange Tree Samples' is not a typical virtual guitar. Actually, it's a sampled 8-string guitar made for Heavy Metal – but apart from its distorted sounds, it also has a clean sound that's surprisingly good. I programmed the rather complicated 'Strummer' of the OTS 'Dracus' guitar in order to achieve an organic sounding rhythmic pattern. In this track, I didn't want to use the 'Wah-Wah' effect, but a phaser guitar effect that better works with the existing frequencies of the piano. Sensual Saxophone: Where Seduction Meets Funk Ah, the saxophone — the ultimate embodiment of sensuality in music. It slithered into "Invisible Island" like a mysterious seductress, its sultry notes flirting with the rhythm, leaving a trail of goosebumps in their wake. When the saxophone took center stage, it was as if time slowed down, and the entire world grooved to its irresistible charm. ('Vhorns' Tenor Sax — with painted pitch bends and playing articulations) I chose a saxophone sound which is close to the signature sound of the famous sax player 'Kenny G'. Flute's Enchanting Spell: Airy Fairy Dust In this musical paradise, the flute was the sprinkle of airy fairy dust that transformed the track into something magical. Its airy melodies danced with the saxophone's charm, creating a dreamy atmosphere that was nothing short of enchanting. The flute weaved in and out of the groove, leaving a trail of joy and wonder in its path. ('Simple Flute' by 'Fluffy Audio' — with expressions played via modwheel) Groove Convergence: Where Magic Happens As the track took shape, the different elements melded together like a celestial alignment of funkiness. The drums laid the steady heartbeat, the bass held everything in place, the piano added sophistication, the rhythm guitar brought the Funk, and the saxophone and flute sprinkled their enchanting allure. Together, they created a universe where the irresistible groove reigned supreme. To top things off, I populated the master bus with a mixing/mastering tool: The 'Sonible smart:limit' plugin is an AI-powered audio mastering tool that acts as a true peak limiter, designed to simplify the process of preparing music for streaming and other platforms. It analyzes a track and recommends limiter settings, while also providing tools for monitoring loudness and dynamics, checking for distortion, and refining the sound. I ususally do all the channel mixing and mastering with only one tool – the Sonible limiter. Other audio engineers might use 50+ plugins, but I like to have everything compact. (minimalistic mastering with only one plugin!) Device Compatibility Testing 'MixChecker Ultra' by 'Audified' is a special plugin that helps audio engineers check how their "perfect" mix will actually sound on common consumer devices like phones, by simulating them directly within a Digital Audio Workstation (DAW). Since most people nowadays listen to music on phones, earplugs, tablets, laptops, boomboxes, car stereos, and other non-studio-monitor devices, MixChecker addresses the need to ensure a mix translates well across different playback systems by allowing users to quickly hear their mix on a variety of virtual emulations. While analyzing with MixChecker, I adjust the details in my mix to make sure it'll sound transparent yet powerful even on tiny speakers. (making sure that my track sounds good on all devices) The Funky Finale: Embracing "Invisible Island" And there you have it – the story of "Invisible Island," where drums, bass, piano, guitar, saxophone, and flute converged to form a fresh Jazzpop piece. This track invites you to a sonic paradise where worries melt away, and your body moves in sync with the irresistible groove. So, the next time you find yourself yearning for a musical getaway, close your eyes, press play on "Invisible Island," and let the magic of Funk transport you to that hidden paradise where saxophones whisper, flutes enchant, and groovy guitars talk in funky tongues. Embrace the groove, my friends, and let "Invisible Island" be your sanctuary. The paradise is yours to explore; all you need to do is let the music take you there! (— the finished track :-)

  ≡ Publiziert 21. Juli 2023 um 02:36     👁 2217 Views



Jun
12

«My Top Five Favorite Television Series»


My Top Five Favorite Television SeriesThere are certain shows that leave an indelible mark on our hearts and minds. These series captivate audiences with their exceptional storytelling, compelling characters, and thought-provoking themes. In this blogpost, I delve into the realms of five exceptional television shows that have enthralled viewers around the world. Each of these very bingeable TV series offers a unique viewing experience, pushing the boundaries of storytelling and delivering unforgettable narratives. A record 599 original TV shows have been aired last year, up 7 percent from the previous year. 1. Black Mirror Black Mirror, created by Charlie Brooker, offers a dystopian anthology series that explores the dark side of technology and its impact on society. Each standalone episode presents a thought-provoking narrative, examining the moral and ethical implications of future advancements. Black Mirror's ability to reflect the anxieties and uncertainties of our technological age is truly remarkable. It holds a mirror up to our society, forcing us to question our dependence on technology and the potential consequences it may bring. From exploring the dark side of social media to envisioning alternative realities shaped by advanced technology, this series sparks conversations about the intersection of humanity and technology like no other. Black Mirror compels us to consider the implications of our technological choices and serves as a cautionary tale about the potential pitfalls that await us in the future. There are six seasons and while seasons 1 to 5 are brilliant, season 6 isn't. Watch Trailer 2. The Queen's Gambit The Queen's Gambit, based on Walter Tevis' novel, took the world by storm with its mesmerizing portrayal of a young chess prodigy named Beth Harmon, played by Anya Taylor-Joy. This limited series beautifully captures the tension, intelligence, and emotional depth of the game of chess while delving into Beth's personal struggles and growth. The stunning cinematography, elegant storytelling, top-notch music score and powerful performances make The Queen's Gambit a triumph. It effortlessly combines the intensity of competition with a profound exploration of addiction, loneliness, and the pursuit of identity. Beth's journey becomes a metaphor for resilience, as she battles her inner demons while conquering a male-dominated world. The Queen's Gambit is not just a series about chess; it is a poignant exploration of the human spirit and the power of determination. Watch Trailer 3. Breaking Bad Breaking Bad, created by Vince Gilligan, stands as a benchmark for excellence in television drama. This riveting series chronicles the transformation of Walter White, a high school chemistry teacher turned methamphetamine manufacturer. Breaking Bad's exceptional writing, intricate character development, and the incredible performances by Bryan Cranston and Aaron Paul make it an absolute must-watch. As we witness Walter White's descent into the criminal underworld, the show's exploration of moral ambiguity, the consequences of one's choices, and the transformation of ordinary individuals into complex antiheroes set it apart as an outstanding series. Breaking Bad not only showcases the allure of darkness but also forces us to confront our own capacity for good and evil. Watch Trailer 4. Better Call Saul Better Call Saul, a prequel to Breaking Bad, showcases the journey of Jimmy McGill (Bob Odenkirk), a small-time lawyer destined to become the morally compromised Saul Goodman. This spin-off series, created by Vince Gilligan and Peter Gould, brilliantly intertwines character-driven storytelling with the iconic Breaking Bad universe. Better Call Saul boasts meticulous writing, superb performances, and intricate character dynamics. It provides viewers with a deep exploration of morality, ambition, and the grey areas that exist within the legal profession. As we follow Jimmy's transformation into Saul Goodman, the series examines the complexities of personal identity and the choices that shape our destinies. Better Call Saul's ability to stand tall on its own while enhancing the legacy of Breaking Bad makes it a testament to the power of well-crafted storytelling and masterful character development. Watch Trailer 5. House MD House MD is an extraordinary television series that captivates viewers with its exceptional storytelling, outstanding acting performances, and a remarkable soundtrack that enhances the overall experience. Each episode presents a complex medical case that challenges the renowned diagnostician, Dr. Greg House, and his team. The success of House MD is undoubtedly indebted to the exceptional acting talent involved. Hugh Laurie's portrayal of the enigmatic Dr. House is nothing short of phenomenal. His nuanced performance captures the character's brilliance, acerbic wit, and underlying vulnerability with such authenticity that it's impossible to imagine anyone else in the role. What elevates House MD to another level is its magnificent soundtrack. The series features a carefully curated selection of music that enhances the storytelling and amplifies the emotions. From the iconic opening theme composed by Massive Attack to the poignant musical choices scattered throughout each episode, the soundtrack serves as an additional character in its own right. Watch Trailer In Summary In my opinion, these shows stand as towering achievements in the realm of television series. These shows captivate audiences with their exceptional storytelling, rich character development, and thought-provoking themes. They have not only entertained but also challenged viewers to examine the complexities of human nature, moral choices, and the impact of technology on society. Each series is an outstanding example of television at its finest, offering unforgettable narratives that will continue to resonate with audiences for years to come. Through their distinctive qualities and masterful execution, these series have transcended the boundaries of the screen and secured their place in television history.

  ≡ Publiziert 12. Juni 2023 um 07:15     👁 2083 Views



Jun
12

«Unveiling the Advantages of jQuery»


Unveiling the Advantages of jQueryIn the world of web development, staying up-to-date with the latest technologies and frameworks is crucial. One such indispensable tool that has revolutionized front-end development is jQuery. Introduced in 2006, jQuery quickly gained popularity for its simplicity and power in manipulating HTML documents, handling events, and creating dynamic web experiences. Despite the emergence of newer frameworks and libraries, jQuery continues to shine and offer a multitude of advantages to developers. In this blogpost, I will explore the key advantages of jQuery and why it remains a valuable asset in modern web development. 1. Simplified DOM Manipulation One of the primary advantages of jQuery is its ability to simplify DOM manipulation. With just a few lines of code, developers can effortlessly traverse and manipulate HTML elements, apply CSS styles, and modify content. The intuitive and concise syntax provided by jQuery greatly reduces the amount of code required, saving development time and effort. 2. Cross-Browser Compatibility jQuery acts as a powerful abstraction layer, shielding developers from the complexities of browser-specific implementations. It smooths out the inconsistencies between different browsers, allowing developers to write code that works seamlessly across multiple platforms and versions. This eliminates the need for extensive testing and debugging on various browsers, ensuring a consistent user experience. 3. Rich Set of Plugins jQuery boasts a vast ecosystem of plugins and extensions, which significantly expand its capabilities. These plugins cover a wide range of functionalities, such as form validation, image sliders, animations, and AJAX interactions. Leveraging these ready-to-use plugins can drastically speed up development time and empower developers to create feature-rich websites without reinventing the wheel. 4. Event Handling Made Easy Handling user interactions and events is a core aspect of web development. jQuery simplifies event handling by providing an intuitive API that allows developers to bind and manage events effortlessly. Whether it's responding to a click, hover, or scroll, jQuery provides a seamless interface for event management, making it a preferred choice for developers worldwide. 5. Effortless AJAX Integration Asynchronous JavaScript and XML (AJAX) has become integral to modern web development, enabling dynamic content updates without reloading the entire page. jQuery simplifies AJAX requests with its built-in AJAX methods, making it easy to fetch and send data to the server. By abstracting away the complexities of XMLHttpRequest objects, jQuery empowers developers to create interactive and responsive web applications. 6. Animate and Transform Easily Enhancing user experience through animations and transitions is crucial in modern web design. jQuery offers a powerful animation framework that allows developers to create visually appealing effects with minimal effort. The animate() function enables smooth transitions, while CSS-based transformations can be easily applied using the .css() method. These features provide flexibility and creativity in crafting engaging web experiences. 7. Lightweight and Efficient Despite its extensive capabilities, jQuery remains lightweight, allowing for efficient performance. The core library is compact and optimized for speed, resulting in fast-loading web pages. Additionally, jQuery enables developers to load scripts asynchronously, ensuring that page rendering is not blocked, enhancing overall website performance. In Summary jQuery continues to be a valuable tool in the web development landscape, offering a wide range of advantages to developers. From simplified DOM manipulation to cross-browser compatibility, the rich plugin ecosystem to effortless event handling, jQuery empowers developers to create dynamic and engaging websites with ease. Its lightweight nature and efficient performance make it an ideal choice for projects of all sizes. Despite the emergence of newer and more complex Javascript frameworks such as React, Vue.js, Angular, Svelte etc., jQuery remains relevant and plays a vital role in modern web development. As technology evolves, jQuery continues to adapt. It is a serious tool.

  ≡ Publiziert 12. Juni 2023 um 10:42     👁 1970 Views



Jun
12

«A Guide to Successful SEO in 2023»


A Guide to Successful SEO in 2023Staying ahead of the curve is crucial to maintaining a strong online presence. As we step into summer 2023, mastering on-page SEO and understanding how Googlebot operates have become more important than ever. This blogpost will provide you with actionable insights and strategies to achieve successful SEO in the current digital landscape. 1. Mobile-First Indexing With the majority of internet users accessing the web through mobile devices, Google has prioritized mobile-first indexing. Ensure your website is mobile-friendly, with responsive design, fast-loading pages, and a seamless user experience across various screen sizes. Optimize your content to cater to mobile users by using shorter paragraphs, concise headings, and thumb-friendly navigation. 2. Structured Data Markup Leveraging structured data markup, such as Schema.org, can significantly enhance your on-page SEO efforts. This allows search engines to understand your content better and present it in rich snippets, knowledge panels, and other visually appealing formats. Implement structured data for key elements like products, reviews, events, recipes, and FAQs, providing search engines with valuable information to display in search results. 3. User Intent Optimization Google's algorithms have become increasingly focused on user intent, prioritizing search results that align with what users are looking for. To optimize for user intent, conduct thorough keyword research and analyze search queries to understand user needs. Create high-quality content that aligns with the searcher's intent, ensuring your pages provide comprehensive answers, solutions, or information that satisfies the user's query. 4. E-A-T Building expertise, authoritativeness, and trustworthiness (E-A-T) continues to be crucial for SEO success. Establish your website as a credible source of information by publishing authoritative content written by subject matter experts. Demonstrate expertise through comprehensive and well-researched articles, while building trust by showcasing customer reviews, testimonials, and transparent policies. 5. Page Experience Signals Google's Page Experience update has emphasized the importance of user experience signals for SEO. Optimize your website's loading speed, mobile-friendliness, safe browsing, and intrusive interstitials to enhance user satisfaction. Focus on reducing page load times, optimizing images, leveraging browser caching, and utilizing AMP (Accelerated Mobile Pages) to create a seamless and fast browsing experience. 6. Core Web Vitals Within the realm of page experience, Core Web Vitals have emerged as essential metrics to monitor and improve. These metrics include Largest Contentful Paint (LCP), First Input Delay (FID), and Cumulative Layout Shift (CLS). Aim to achieve fast-loading pages, responsive interactions, and visual stability to enhance user experience and gain favor with Google's ranking algorithms. 7. Optimize for Voice Search Voice search continues to gain popularity, thanks to the increasing adoption of voice assistants and smart devices. Optimize your content for voice search queries by focusing on long-tail keywords and conversational language. Answer frequently asked questions directly, employ structured data for FAQs, and ensure your website provides concise and informative responses to voice-based queries. 8. Googlebot Optimization Understanding how Googlebot crawls and indexes your website is crucial for on-page SEO success. Regularly monitor your crawl budget, ensuring that Googlebot spends its time efficiently on your most important pages. Optimize your robots.txt file to guide Googlebot's crawling process, directing it towards valuable content and away from duplicate or low-value pages. 9. Content Optimization High-quality content remains the backbone of successful on-page SEO. Create valuable, engaging, and relevant content that answers user queries comprehensively. Optimize your content by including target keywords naturally, using relevant headings and subheadings, and incorporating multimedia elements like images and videos. Aim for longer-form content when appropriate, as in-depth articles tend to perform well in search rankings. In Summary As the SEO landscape evolves, mastering on-page SEO and understanding Googlebot's behavior are critical for achieving success in 2023. Prioritize mobile-first indexing, leverage structured data markup, optimize for user intent, and focus on E-A-T to build authority and trust. Pay attention to page experience signals, core web vitals, and voice search optimization, while ensuring your website is crawlable and your content is high-quality and optimized. By implementing these strategies, you can position your website favorably in search engine rankings and drive organic traffic and visibility in the competitive digital space.

  ≡ Publiziert 12. Juni 2023 um 10:31     👁 6970 Views



Jun
11

«The Changing Behavior of Web Users»


The Changing Behavior of Web UsersThe digital landscape is a dynamic space that continuously shapes the behavior of web users. With advancements in technology and the widespread accessibility of the internet, user behavior is undergoing a transformation. This article explores the changing patterns in attention span, searching behavior, shopping habits, and other aspects, shedding light on the evolving nature of web users. 1. Shrinking Attention Span In an era of information overload, users' attention spans are noticeably decreasing. The abundance of content and the constant bombardment of information have led to an increased need for quick and easily digestible content. Web users have become adept at scanning and skimming through articles, emails, and websites, often favoring bite-sized information over lengthy texts. Content creators must adapt to this shift by crafting concise, engaging, and visually appealing content that captures attention within seconds. The use of attention-grabbing headlines, bullet points, and multimedia elements can help retain user interest. 2. Evolving Searching Behavior The way users search for information has also experienced a paradigm shift. While traditional search engines like Google remain influential, users now have access to an array of search options. The rise of voice assistants, such as Siri, Alexa, and Google Assistant, has led to an increase in voice searches. Users are opting for hands-free searches, relying on natural language and conversational queries. This trend emphasizes the need for websites to optimize their content for voice search, including long-tail keywords and conversational phrases. Furthermore, personalized search results have become a common feature, tailoring recommendations based on individual preferences and search history. Web users now expect search engines to understand their intent, making semantic search and natural language processing crucial for businesses aiming to improve their online visibility. This shift highlights the importance of creating high-quality, relevant content that aligns with users' search intent. 3. Mobile Dominance The widespread adoption of smartphones has had a profound impact on web user behavior. Mobile devices have become the primary tool for accessing the internet, surpassing desktop usage in many regions. This mobile dominance has led to a paradigm shift in web design and optimization, emphasizing the need for mobile-first approaches. Users now expect seamless browsing experiences across various devices, including smartphones, tablets, and laptops. As a result, websites must be responsive and adaptable to different screen sizes and resolutions. Failure to provide a mobile-friendly experience can lead to increased bounce rates and missed opportunities. Mobile optimization encompasses responsive design, faster loading times, and streamlined user interfaces to ensure a smooth experience regardless of the device being used. Moreover, the rise of multiscreen behavior has changed the way users interact with online content. Many individuals engage in simultaneous usage of multiple devices, such as smartphones, tablets, and laptops. For example, a user might browse social media on their smartphone while watching a video on their tablet. This behavior requires businesses to ensure their content is responsive and adaptable to different screen sizes and resolutions, allowing users to seamlessly transition between devices while maintaining continuity in their online experiences. 4. Social Media Influence The emergence of social media platforms has revolutionized the way users discover, research, and purchase products. Social media has become a powerful tool for influencing consumer behavior. Social media influencers and peer recommendations play a significant role in shaping purchasing decisions. Users are more likely to trust product reviews and recommendations from their social networks than traditional advertising. Platforms like Instagram, Pinterest, and YouTube have become go-to destinations for product discovery and inspiration. Users are exposed to curated content, visually appealing images, and engaging videos that showcase products in real-life settings. This immersive experience fuels the desire for products, leading to increased engagement and purchase intent. In response to this shift, businesses have recognized the importance of social media marketing. They now leverage social media channels to engage with their target audience, foster brand loyalty, and provide seamless shopping experiences. Social commerce, where users can purchase products directly through social media platforms, has gained momentum. Integrating shoppable posts, user-generated content, and interactive features, businesses can tap into the power of social media and capitalize on users' changing shopping habits. 5. Rising Demand for Personalization Web users now expect personalized experiences tailored to their preferences and needs. From personalized recommendations on e-commerce platforms to curated content feeds on social media, users seek a sense of individualization. Businesses that employ user data and machine learning algorithms to offer personalized experiences can drive customer engagement and loyalty. Personalization encompasses various aspects, including product recommendations, targeted advertising, tailored emails, and customized user interfaces. By leveraging data analytics and predictive algorithms, businesses can understand user behavior, preferences, and purchase history to deliver personalized experiences that resonate with individual users. Personalized experiences create a sense of connection and relevance, fostering long-term customer relationships and increasing the likelihood of repeat purchases. In Summary As technology advances, the behavior of web users continues to evolve. Shorter attention spans, voice searches, mobile dominance, social media influence, multiscreen behavior, and personalized experiences are reshaping the digital landscape. To effectively navigate this ever-changing environment, businesses must adapt their strategies to meet the evolving needs and expectations of web users. By understanding these shifting behaviors, organizations can stay ahead of the curve and provide meaningful experiences that cater to the digital-savvy users of today and tomorrow. Embracing concise and visually appealing content, optimizing for voice search, ensuring mobile-friendly experiences, leveraging social media influence, and delivering personalized interactions are key strategies for businesses aiming to thrive in this rapidly changing digital era. By embracing these changes and tailoring their approach to meet the evolving behavior of web users, businesses can drive engagement, enhance user satisfaction, and achieve sustainable growth in the online realm.

  ≡ Publiziert 11. Juni 2023 um 07:40     👁 1848 Views



Jun
10

«Advanced MySQL Database Queries»


Advanced MySQL Database QueriesMySQL, an open-source relational database management system (RDBMS), is a powerful tool widely used for web applications and data-driven projects. I've worked with it for more than 15 years. While beginners can grasp the basics of MySQL, mastering advanced query techniques can significantly enhance the efficiency and productivity of database professionals. In this blogpost, I will delve into advanced query examples and provide valuable insights to help you take your MySQL skills to the next level. 1. Subqueries Subqueries allow you to nest queries within other queries, enabling complex operations and retrieval of specific subsets of data. For instance, let's say you want to find all customers who have placed more orders than the average number of orders by customers: SELECT customer_id, customer_name FROM customers WHERE customer_id IN ( SELECT customer_id FROM orders GROUP BY customer_id HAVING COUNT(*) > ( SELECT AVG(order_count) FROM ( SELECT customer_id, COUNT(*) as order_count FROM orders GROUP BY customer_id ) AS subquery ) ); Subqueries provide a powerful tool to handle intricate filtering and comparisons in a single query. 2. Joins Joins are fundamental for combining data from multiple tables based on related columns. Let's consider an example demonstrating an inner join to fetch customer details along with their corresponding orders: SELECT customers.customer_id, customers.customer_name, orders.order_id FROM customers INNER JOIN orders ON customers.customer_id = orders.customer_id;By effectively leveraging joins, you can retrieve data from different tables and create comprehensive result sets. 3. Views Views are virtual tables that simplify complex queries and provide a higher level of abstraction. They allow you to store frequently used queries as named objects. Suppose you frequently need to retrieve the total revenue generated by each product. Creating a view can streamline this task: CREATE VIEW product_revenue AS SELECT product_id, SUM(price * quantity) AS total_revenue FROM sales GROUP BY product_id;You can then query the view like any other table: SELECT * FROM product_revenue;Views enhance reusability, simplify complex queries, and promote data consistency. 4. Stored Procedures Stored procedures are precompiled SQL statements stored in the database. They encapsulate complex business logic and improve performance. Let's consider an example where you want to update the status of an order and log the changes in a separate table: DELIMITER $$ CREATE PROCEDURE update_order_status( IN order_id INT, IN new_status VARCHAR(50) ) BEGIN UPDATE orders SET status = new_status WHERE order_id = order_id; INSERT INTO order_logs(order_id, status) VALUES (order_id, new_status); END $$ DELIMITER;By calling the stored procedure, you can easily update the order status and log the change:CALL update_order_status(123, 'Shipped');Stored procedures enhance code reusability, security, and performance optimization. 5. Indexing Indexing plays a crucial role in optimizing query performance. By creating appropriate indexes on columns frequently used in queries, you can significantly speed up data retrieval. For example, suppose you have a large table of products, and you frequently search for products based on their names: CREATE INDEX idx_product_name ON products (product_name);This index will accelerate queries that involve searching or filtering based on the product name column. 6. Common Table Expressions (CTEs) CTEs allow you to define temporary result sets within a query. They are particularly useful when you need to perform complex operations on the intermediate result set. Let's say you want to find the top-selling products along with the number of units sold: WITH top_products AS ( SELECT product_id, SUM(quantity) AS total_units_sold FROM sales GROUP BY product_id ORDER BY total_units_sold DESC LIMIT 5 ) SELECT products.product_name, top_products.total_units_sold FROM top_products JOIN products ON top_products.product_id = products.product_id;In this example, the CTE top_products calculates the total units sold for each product, and the main query retrieves the product name and total units sold for the top-selling products. 7. Conditional Aggregation Conditional aggregation allows you to perform calculations based on specific conditions. Suppose you want to calculate the average price of products sold in each category, excluding products with a price below $10: SELECT category_id, AVG(CASE WHEN price >= 10 THEN price END) AS average_price FROM products GROUP BY category_id;This query uses a conditional CASE statement within the AVG function to exclude products with a price below $10 from the calculation. 8. Window Functions Window functions provide a way to perform calculations across a set of rows without grouping the result. For example, suppose you want to retrieve the top three customers based on their total order amounts: SELECT customer_id, customer_name, total_order_amount FROM ( SELECT customer_id, customer_name, SUM(order_amount) AS total_order_amount, ROW_NUMBER() OVER (ORDER BY SUM(order_amount) DESC) AS row_num FROM orders GROUP BY customer_id, customer_name ) AS subquery WHERE row_num

  ≡ Publiziert 10. Juni 2023 um 07:53     👁 2049 Views



Jun
09

«Skills of a Full-Stack Web Developer»


Skills of a Full-Stack Web DeveloperA full-stack web developer plays a crucial role in creating dynamic and engaging websites. As the term suggests, a full-stack web developer possesses a comprehensive skill set covering various aspects of web development, including programming, design, search engine optimization (SEO), and copywriting. This article will delve into the key skills required in each of these domains and explain their importance in creating successful and well-rounded web applications. Programming Skills 1. Proficiency in Front-end Languages: A full-stack web developer should be well-versed in HTML 5, CSS3, JavaScript and jQuery, which form the foundation of front-end development. Understanding these languages enables the developer to create visually appealing and interactive user interfaces (UIs) that enhance the user experience. 2. Knowledge of Back-end Technologies: Fluency in at least one back-end programming language, such as object-oriented PHP 8.2, Python, Ruby, or JavaScript (Node.js), is crucial. This enables the developer to handle server-side logic, interact with databases, and build the core functionality of web applications. Additionally, familiarity with frameworks like Django, Ruby on Rails, or Express.js simplifies development and boosts productivity. 3. Database Management: Full-stack developers should have a strong grasp of database management systems such as MySQL 8, PostgreSQL, or MongoDB. This knowledge allows them to design and optimize database schemas, create efficient queries, and ensure smooth data integration between the front-end and back-end components. Design Skills 1. User Experience (UX) Design: Understanding UX principles is vital for creating intuitive and user-friendly web interfaces, web graphics, logos, animations and so forth. Full-stack developers should be able to conduct user research, design wireframes and prototypes, and implement responsive designs that adapt seamlessly across different devices and screen sizes. 2. UI Design: Proficiency in UI design tools like Adobe Photoshop, Sketch, or Figma is valuable for creating visually appealing layouts, selecting appropriate color schemes, and ensuring consistent branding. Knowledge of CSS frameworks (e.g., Bootstrap, Foundation) can aid in achieving consistent and responsive designs more efficiently. SEO Skills 1. On-page Optimization: Full-stack web developers should possess a fundamental understanding of SEO best practices. This includes optimizing page titles, meta descriptions, headers, and URLs for relevant keywords, improving website performance and load times, and implementing structured data markup to enhance search engine visibility. Always remember that a website without visitors is worthless... 2. Mobile Responsiveness: Mobile optimization is crucial in today's mobile-centric world. Full-stack developers should ensure that websites are responsive and mobile-friendly, allowing them to rank higher in search engine results and provide a positive user experience across different devices. Copywriting Skills 1. Content Creation: Having basic copywriting skills empowers full-stack developers to create compelling, well-structured, and engaging website content. This includes writing clear and concise product descriptions, blog posts, landing page content, and call-to-action (CTA) messages that resonate with the target audience. 2. SEO Copywriting: Understanding how to write SEO-friendly content can significantly impact a website's organic visibility. Full-stack developers should be aware of keyword research techniques, proper keyword placement, and the art of crafting meta descriptions and headings that attract both search engine crawlers and human readers. Interacting with customers As a web developer, interacting with clients is an essential part of your job — perhaps the most important one! Effective communication and understanding their needs are crucial to ensure a successful collaboration. However, managing web development customers can be challenging at times. Active Listening: When engaging with a client, active listening should be your primary focus. Pay attention to their requirements, goals, and any concerns they may have. Take notes during meetings or calls to demonstrate that you value their input. By actively listening, you can better understand their expectations and tailor your solutions to meet their specific needs. Establish Clear Communication Channels: Establishing clear communication channels from the beginning is vital. Determine the preferred modes of communication with your client, whether it's email, phone calls, project management tools, or Skype. Regularly update them on the progress of their project, and promptly respond to any queries or concerns they may have. Transparent communication fosters trust and ensures that your client feels involved throughout the development process. Define Project Scope and Deliverables: Clearly defining the project scope and deliverables is crucial for both parties. Outline the specific features, functionalities, and timeline of the project in a detailed proposal or contract. By setting clear expectations, you can avoid misunderstandings and scope creep. Regularly communicate with the client to ensure that their expectations align with the project's progress. Educate Your Clients: Web development involves technical aspects that clients may not fully understand. Take the time to educate your clients about the development process, technical jargon, and any limitations or challenges that may arise. Explaining these aspects in simple terms helps manage their expectations and build trust. Empowering clients with knowledge enables them to make informed decisions and appreciate your expertise. Regular Progress Updates: Keep your clients informed about the progress of their project through regular updates. This can be in the form of status reports, demo sessions, or staging environments. By showcasing tangible progress, you instill confidence in your clients and provide them with an opportunity to provide feedback at various stages. Regular updates also allow you to identify and address any issues promptly, minimizing the risk of surprises or dissatisfaction. I've programmed my own project management tracker that constantly show the status of the project and lists all detail agreements that were made after the offer/contract was signed. At the end of a project, I write a detailed documentation for the client. Set Realistic Timelines: Setting realistic timelines is essential to avoid disappointments and maintain a healthy client relationship. Provide an estimated timeline based on your expertise and experience. Consider potential challenges or delays that may arise during the development process and communicate them to the client upfront. If unforeseen circumstances occur, promptly notify the client and discuss revised timelines, ensuring transparency and managing their expectations. Handle Feedback Constructively: Clients may provide feedback throughout the project, and it's crucial to handle it constructively. Be open to suggestions, acknowledge their concerns, and address them professionally. Encourage a collaborative approach by involving clients in the decision-making process. By valuing their input and working together to find solutions, you can build strong client relationships and deliver a final product that exceeds their expectations. Effectively managing web development customers requires a combination of technical expertise and strong interpersonal skills. By actively listening, establishing clear communication channels, defining project scope, educating your clients, providing regular progress updates, setting realistic timelines, and handling feedback constructively, you can foster positive client relationships. Remember, happy and satisfied customers not only lead to repeat business but also contribute to your professional reputation and growth as a web developer. Having successfully served customers on 5 continents, I've learned quite a lot. In Summary Becoming a proficient full-stack web developer requires a diverse skill set encompassing programming in several languages, design, SEO, copywriting, client interaction and project management. Mastering these skills allows developers to create highly functional, aesthetically pleasing, interesting to read and search engine optimized websites that deliver exceptional user experiences. By continually refining their abilities in these areas, full-stack developers can stay ahead of the rapidly evolving digital landscape and meet the demands of modern web development.

  ≡ Publiziert 9. Juni 2023 um 06:26     👁 2047 Views



Jun
08

«Migrating websites from PHP7 to PHP8»


Migrating websites from PHP7 to PHP8PHP 8, released in November 2020, brought several exciting features and improvements to the popular server-side scripting language. While it introduced enhancements in terms of performance, syntax, and error handling, it also presented some challenges for developers. In this blogpost, I will explore the problems associated with PHP 8 and discuss potential solutions to address them effectively. I've migrated my own, rather complex website www.greg.ch from PHP 7 to PHP 8.2 and everything works fine. It only took about 80 programming code amendments. Backward Compatibility One of the major challenges faced by developers with the release of PHP 8 is the issue of backward compatibility. PHP 8 introduced several backward-incompatible changes, meaning that code that worked perfectly fine in previous PHP versions may break when migrated to PHP 8. This poses a significant challenge for developers, especially when dealing with legacy codebases. The need to update or refactor large codebases to ensure compatibility can be time-consuming and resource-intensive. Solution: To mitigate this challenge, developers should thoroughly review the migration guides and release notes provided by the PHP team. They should identify and address the backward-incompatible changes in their codebase before attempting to migrate to PHP 8. Additionally, utilizing tools like static analysis and automated testing can help identify potential issues early on and reduce the risk of breaking changes. Third-Party Library Compatibility Another problem with PHP 8 revolves around compatibility with third-party libraries and frameworks. Not all libraries and frameworks were updated to support PHP 8 immediately upon its release. This can create issues for developers who heavily rely on external packages and components in their projects. Incompatibility with PHP 8 can lead to runtime errors, deprecated function calls, or even complete failures. Solution: When planning to migrate to PHP 8, it is crucial to assess the compatibility of the third-party libraries and frameworks used in the project. Check if the library maintainers have released PHP 8-compatible versions or if there are any known workarounds or alternative packages available. Engaging with the community, participating in forums, and keeping up with library updates can help developers stay informed and ensure a smoother transition. Deprecated Features PHP 8 introduced the deprecation of several features and functions that were deemed obsolete or inconsistent with the language's direction. While this is a positive step towards maintaining a cleaner and more consistent codebase, it can pose challenges for developers who have relied on these deprecated features extensively. Failure to address these deprecations can lead to potential bugs, security vulnerabilities, or unexpected behavior. Solution: Developers should carefully review the list of deprecated features and functions provided in the PHP documentation. They should proactively identify the instances where deprecated features are used and update their code accordingly. It is recommended to replace deprecated functions with their recommended alternatives or utilize new features introduced in PHP 8 to achieve the desired functionality. Performance Optimization Although PHP 8 brings improvements in terms of performance and efficiency, it also presents challenges in optimizing existing codebases. Some code patterns that were considered performant in previous versions of PHP may not yield the same results in PHP 8. This means that developers need to reassess and potentially refactor their code to take advantage of the optimizations provided by PHP 8. Solution: Developers should analyze their codebase to identify performance bottlenecks and areas that could benefit from PHP 8 optimizations. Utilizing PHP 8's new features like the Just-in-Time (JIT) compiler, named arguments, or attributes can help improve performance in specific scenarios. Profiling tools, benchmarking, and load testing can assist in identifying areas that need optimization and measuring the impact of changes made. Step 1: Verify compatibility Before beginning the migration process, it's essential to ensure that your existing codebase is compatible with PHP 8. Several tools can help you assess compatibility, such as the PHP Compatibility Checker. This tool scans your PHP files and flags any potential issues that may arise during the migration. Take note of the reported problems and address them accordingly to make your code compatible with PHP 8. Step 2: Update dependencies Next, it's crucial to update all the dependencies and libraries used by your website to their PHP 8-compatible versions. Check the documentation of each library you rely on to identify any breaking changes or updates required. Update your composer.json or package.json file accordingly to fetch the compatible versions of the dependencies. Step 3: Deprecated Features PHP 8 introduced several features and functions that have been deprecated, meaning they are no longer recommended and will be removed in future versions. Scan your codebase for any usage of deprecated features and replace them with their recommended alternatives. Here are a few common examples: Deprecated: preg_replace('/pattern/e', $replacement, $subject); Replace with: preg_replace_callback('/pattern/', function($matches) use ($replacement) { return $replacement; }, $subject); Deprecated: assert($condition, $message); Replace with: if (!$condition) { throw new \AssertionError($message); } Deprecated: $array[] = 'value'; Replace with: array_push($array, 'value'); Make sure to thoroughly review the PHP manual and changelog for other deprecated features specific to your codebase and replace them accordingly. Step 4: Type Declarations PHP 8 introduced stricter type checking and enhanced type declaration features. To fully leverage these improvements, update your codebase to use the new type declaration syntax. Type declarations help enforce strong typing, leading to improved code quality and better error handling. In addition to type declarations, PHP 8 also introduced union types, allowing you to specify multiple possible types for a parameter or return value. This flexibility can be particularly useful when dealing with dynamic data. For example: function processValue(int|string $value): void { // Code to handle the value } Step 5: Error Handling PHP 8 introduced a new Throwable interface that acts as the base interface for all exceptions and errors. Update your codebase to utilize this new interface for exception handling. This change helps streamline error management and makes it easier to handle different types of exceptions uniformly. Before PHP 8: try { // Code that may throw an exception } catch (Exception $e) { // Handle the exception } After PHP 8: try { // Code that may throw an exception } catch (Throwable $e) { // Handle the exception } By catching the Throwable interface, you ensure your exception handling is future-proof and compatible with PHP 8 and beyond. Step 6: Testing and Debugging After making the necessary changes, it's crucial to thoroughly test your website to ensure that everything is functioning correctly. Automated tests can help identify any regressions or issues introduced during the migration process. Update your test suites to reflect the changes made and ensure they cover critical functionality. Additionally, debugging tools such as Xdebug can be invaluable in pinpointing and resolving any issues that arise during the migration. Set up Xdebug with your PHP 8 environment and take advantage of its features like breakpoints, stack tracing, and variable inspection to diagnose and fix any bugs or compatibility issues. Performance Comparison Sorting algorithms play a crucial role in various programming scenarios. Among them, Bubble Sort is a simple and intuitive algorithm used to sort arrays. With the release of PHP 8, developers have gained access to numerous performance improvements. Bubble Sort is a straightforward sorting algorithm that repeatedly steps through an array, compares adjacent elements, and swaps them if they are in the wrong order. The process continues until the entire array is sorted. While Bubble Sort is not the most efficient algorithm for large datasets, it serves as an excellent example for performance comparison. Let's begin by looking at a simple Bubble Sort implementation in PHP 7 which I would program as follows: function bubbleSort(array $arr): array { $n = count($arr); for ($i = 0; $i < $n - 1; $i++) { for ($j = 0; $j < $n - $i - 1; $j++) { if ($arr[$j] > $arr[$j + 1]) { $temp = $arr[$j]; $arr[$j] = $arr[$j + 1]; $arr[$j + 1] = $temp; } } } return $arr; } Now, let's see how the same Bubble Sort algorithm can be implemented in PHP 8: function bubbleSort(array $arr): array { $n = count($arr); for ($i = 0; $i < $n - 1; $i++) { $swapped = false; for ($j = 0; $j < $n - $i - 1; $j++) { if ($arr[$j] > $arr[$j + 1]) { [$arr[$j], $arr[$j + 1]] = [$arr[$j + 1], $arr[$j]]; $swapped = true; } } if (!$swapped) { break; } } return $arr; } To measure the performance of Bubble Sort in PHP 7 and PHP 8, we will use an array with 10,000 random elements. $randomArray = []; for ($i = 0; $i < 10000; $i++) { $randomArray[] = mt_rand(1, 10000); } Using the microtime() function, we can compare the execution times of Bubble Sort in both versions: // Bubble Sort in PHP 7 $start = microtime(true); $result7 = bubbleSort($randomArray); $time7 = microtime(true) - $start; // Bubble Sort in PHP 8 $start = microtime(true); $result8 = bubbleSort($randomArray); $time8 = microtime(true) - $start; echo "Execution time in PHP 7: " . $time7 . " seconds\n"; echo "Execution time in PHP 8: " . $time8 . " seconds\n"; Results: After running the code, we obtain the execution times of Bubble Sort in PHP 7 and PHP 8. The results may vary depending on your system, but generally, PHP 8 demonstrates *significant* performance improvements over PHP 7. In Summary Migrating your website from PHP 7 to PHP 8 offers numerous benefits, including improved performance, enhanced security, and access to new features. By following the steps outlined in this blogpost and addressing the necessary code changes, you can successfully migrate your website to object-oriented PHP 8. Remember to thoroughly test your website and keep an eye out for potential compatibility issues during and after the migration process. With careful planning and attention to detail, you can leverage the power of PHP 8 to enhance your website's performance and functionality.

  ≡ Publiziert 8. Juni 2023 um 11:05     👁 2060 Views



Mai
28

«How I made the track License To Groove»


How I made the track License To GrooveMusic is one of the most universal and expressive forms of art. It can convey emotions, tell stories, and connect people across cultures and generations. But how is modern music created with modern methods? What are the steps and skills involved in composing such music? In this essay, I will explore the process of creating music "in the box", from the initial inspiration to the final product. I'm a band... well, of course not, but I can sound like one: ("License To Groove" by Greg Lemm, a tasty Funk track with an 80's style organ solo) Actually, I'm a self-taught composer / multi-instrumentalist / mixing engineer. I began making my own music when I was 25. For me, it always was just a hobby and I never had any commercial aspirations. There were long phases, even many years, of not playing at all. Now that I'm 60, the drive to making music is slowly coming back. My methods are very unusual and the result of hundreds of experiments. I'm one of the few musicians who "paint music" with the mouse — I just put all the MIDI notes directly into the piano roll of my DAW (Digital Audio Workstation). This method is time-consuming and somewhat complicated, but I want full control of the end result. (it doesn't look exciting, but I can make exciting music this way ;-) To make the tracks sound more organic, I use every trick in the book to "humanize" the MIDI tracks with tons of subtle variations, timing changes, track delays, a few percent of Swing/Shuffle, tiny intentional mistakes, pitch bends and lots of keyswitch articulations (mostly for sax and guitar tracks). Nowadays, I only use virtual instruments (VSTs and Kontakt libraries) — you may know them as "samplers". With my job as a programmer, it's only natural for me to program stuff and I consider *realistic* MIDI programming to be an art form in itself. About 50% of my time goes into the composition, but the other 50% is spent on the arrangement i.e. choosing which instruments/presets work well together, and sound design i.e. tweaking the samplers to make each instrument sound more realistic. (my session screenshot shows which VSTs I've used — click to enlarge) A good habit is to color-code the tracks (always the same way for every song) and to insert time markers with labels such as "Bridge", "Chorus" etc. The result is that you can focus more on the composition than on the navigation. Lazy producers ignore these kinds of things, however, rules improve the creative process. In a way, music is organized chaos and if you know what you're doing and keep it all well-organized, you'll get good results that make sense. You don't have to be a genius to sound like one. Samplers and the future Good virtual instruments (there are many crappy ones) are made in expensive studios with top notch instruments and the best microphones. This means that what you hear are real instruments, carefully recorded by experts. For instance, to sample a sax they first record the lowest note, then the next higher note and so forth. The finished collection of single-note samples is then mapped/positioned for playing with a music keyboard. This makes it possible, for example, to play your own saxophone melodies on a music keyboard. Most instruments in existence have been sampled (even exotic ones) and most of today's pop songs are made with samplers. You can call that fake, which is true to some degree — but think of what the next few years will bring: Artificial Intelligence that composes worldwide chart hits including the singing! Google "Beatles AI" to hear brand new Beatles songs, composed and even sung by a computer. Everything will be made "in the box", and every year it will sound better. Sick. The most expensive sample libraries are by Spitfire Audio and cost more than $10k. If you want your sampled strings (violins etc.) to sound like the ones of legendary movie composer Hans Zimmer, these sounds cost a lot. I mostly "work" with moderately priced samples. Composing band music is like cooking: it will only taste good if the ingredients go well together. However, there are problems with using sample libraries — they usually sound "too perfect", too clean, too sterile. When using them in a band context, they just don't sound real. The challenge is to tweak them until they come alive and sound realistic. So how do I know what a band should sound like? Well, I was the drummer of three local bands: 'Fun Key' (Funk/Jazzrock), 'The Castaways' (Beat/Indie) and 'Van Garden' (Jazzrock). The drummer is "the motor" of the band, he/she is at the center of what's happening and must constantly listen to all the instruments — and how they interact. Also, I was the bass player of the local band "Feedback" (Jazzrock). In addition, I've played guitar and keyboards for years, and for a while, I was giving paid percussion/conga lessons. They say that the most important skill to learn when playing music is to listen, and I've listened very analytically. Inspiration ;-) Ladies and gentlemen, gather 'round and let me tell you a tale of inspiration like no other. Picture this: a dimly lit basement, a lone musician slumped over his keyboard, desperately seeking a musical spark. That musician, my friends, was none other than the legendary Funky McFunkface. Now, Funky McFunkface had seen it all. He had grooved with the best, rocked a few stages, and even made grown men weep with his funky solos. But on this fateful day, he was stuck in a rut, his grooves had gone into hibernation, and his rhythm was on vacation. It was a dark time for the Funkiverse. One evening, as Funky McFunkface aimlessly shuffled through his vast collection of vinyl records, a peculiar document slipped out from between two James Brown albums. It was a license, a license to groove! Confused, Funky read the fine print and discovered it had been granted to him by the Funk Council, the highest authority in the land of funky beats. Filled with renewed energy and a funky sense of purpose, Funky McFunkface knew exactly what he had to do. He embarked on a mission to create the funkiest, grooviest tune the world had ever heard, all while wielding his newfound "License to Groove" like a musical samurai. As his fingers danced across the keys, the funk began to flow like a river of rhythm. The bassline slapped like a mischievous octopus, the horns blared like an army of sassy elephants, and the drums pounded like a heartbeat on a dance floor. It was a funky masterpiece in the making! And so, my friends, "License to Groove" was born. This infectious Funk anthem was a testament to the power of inspiration and the unwavering determination of a true groove warrior ;-) Choosing the instruments The process of finding "my sound" began with downloading and testing a whole lot of virtual instruments. I didn't care if they were free or paid ones, they just had to make me feel good. As a drummer, my main focus was on finding the most realistic sounding drumkit. I tested "Superior Drummer 3", "BFD", "Addictive Drums 2", "GetGood Drums", "Steven Slate Drums", "Tony Coleman Drums", "MODO Drum", "Jamstix" etc. Even though Superior Drummer is generally considered to be the most realistic, it's too heavy for my taste. After many comparison tests to find out which drumkit VST would work best with my (mostly Jazzpop) genre, I settled on Addictive Drums. While most other composers use different drumkits for different songs, my approach was special: I was looking for a drumkit that could be used akin to a band concert where the drummer only has *one* drumkit for all songs — fast or slow, soft or hard songs. I thought it must be possible to copy this with a VST that sounds convincing at high and low volumes. Addictive Drums was the one, so I bought several "ADpaks" with additional drumkit components and assembled the (one and only) drumkit for "my band": 1.) Snare drum: "Ludwig Acrolite" which I tuned down 2.74 steps. This versatile snare works well in high-energy and also softer tracks. I believe the snare drum is the most important kit piece in any arrangement. 2.) Kick drum: "Ludwig Black Oyster" which I tuned down 4.67 steps. This kick translates well on the small smartphone/tablet speakers that people use nowadays. 3.) Hi-hat: "Paiste Heavy" which I tuned down 2.26 steps. In other virtual drumkits, the hi-hat is usually the weakest component because it's very hard to make it sound real. The Paiste Heavy has a good range of randomized "round-robin" samples so it sounds almost real. 4.) Tom-Toms: "Premier Gen-X". These toms sound well-defined and open. They match the rest of the drumkit. 5.) Cymbals: "Meinl Byzance" ride and crash cymbals because they can cut through the mix and don't sound too harsh on small smartphone/tablet speakers. Also, they sound rather dark. Nothing more annoying than listening to a track that suddenly hits your ears with a super-bright crash cymbal! 6.) Drum mix: Addictive Drums offers lots of settings and effects that you can change for each kit piece. For the hi-hat and snare, I increased the attack and shortened the sustain phase. Also, I completely cut the "room" mics of the drum mixer in order to have a more direct sound. (the final drumkit selection for all my tracks — click to enlarge) While other homerecording musicians use their music keyboard or an e-drum to play such drums, I'm at heart still a percussionist/conguero and sometimes play drums on my BopPad. Duke Ellington once said: "Great rhythm makes great music". And what exactly makes it "groove"? Well, it's the Swing or Shuffle, in most cases. That's why I always add a few percent of Swing to my programmed drum tracks. 20% should suffice. You can't hear it, but you can feel it. For the congas in "License To Groove", I chose "D'Pinga Congas" which are a bit weak in the highs but sound realistic when played right. This VST gives me three drums (tumba / conga / quinto) and many playing techniques such as open, mute, heel stroke, open and closed slap etc. When I was the percussionist of a band, I played concerts on 6 (six!) hand drums. (the congas I used — click to enlarge) Next, the bass guitar. Since I was the bassist of a band, this is my territory and my expectations are high. A sampled bass should never sound too clean and it should run through an amp. I tested many virtual basses: "MODO Bass", "Trilian", "EZbass", "Amplesound" basses etc. until I found a little-known developer studio called Pettinhouse that makes a pretty realistic Funk bass. I've left the settings and effects unchanged — the basic sound was that good. (the bass I used — click to enlarge) For the Fender Rhodes, I tested "Lounge Lizard" (considered the best), "Keyscape", "EZkeys", "Addictive Keys", "AIR Velvet", "Sweetcase EP" etc. but I wanted a Rhodes sound that subtly changes when being played so I landed on "Pianoteq" which not only offers the most realistic grand piano sound (approved by the Steinway company) but also some decent Rhodes emulations. (the Rhodes I used — click to enlarge) For the guitar, I chose "Pettinhouse Guitar", a carefully sampled Fender Stratocaster guitar which doesn't sound too clean or sterile. (the guitar I used — click to enlarge) The horn section was made with the free "SINE Player Rotary". It only sounds realistic if you program keyswitch articulations such as marcato, staccato, short falls etc. (the horn section I used — click to enlarge) The saxophone might be my favorite instrument — it's the instrument closest to the human voice — but I can't play it. The sax is perhaps the most difficult to reproduce digitally. It hardly ever sounds real when played on a keyboard. I tested "SWAM Engine Sax", "VG Tenor Sax", "Saxophia", "SaxLab 2" etc. and arrived at "Bigga Giggas John Rekevics Tenor Sax", a VST that nobody seems to know or use. I found it perfect for the authentic band sound I tried to achieve. Rekevics is a world-class sax player who recorded his best vintage saxes note by note. With the built-in keyswitch articulations such as staccato, vibrato, slide down, swells etc., it can actually sound like a sax. Well, sax players would disagree ;-) (the saxophone I used — click to enlarge) My motto as a self-taught musician is "To whatever you do, give everything of yourself — your entire heart and soul — and never be content with what you've done." Building the track • My Funk track "License To Groove" started with the congas. While congas are mostly used in the Latin genres, not in Funk, I programmed a funky rhythm using my mouse: (conga rhythm — not too fast, not too slow) • Next, I programmed a pretty standard "Philly Groove" on the drums: (drumkit rhythm — with an important hi-hat accent on the "four AND" beat) Other composers seem to often forget that a virtual drumkit sounds different when played at high or low volume so I tested various velocity ranges. The result is that the drummer doesn't play too hard or too soft for this particular track. First, I copy/paste the basic drum pattern over the entire length of the song, then I add drum fills and variations such as hi-hat accents, open hi-hats and syncopated hits. I apply the "humanize" function of the DAW, often twice, and usually add 20% to 40% Swing to the drum track in order to make it groove more. • For the bass, which is usually important in Funk tracks, I played the "Pettinhouse Funky Bass" with only a few notes. Notice how the bass sounds dirty — which I wanted: (bass line, only a few notes, lots of space/openness) • This completed the rhythm section and it sounded like this: (congas + bass + drums — it's actually the congas that "carry" the rhythm) • On to the melodic section, I made the Fender Rhodes track: (Rhodes with congas, the basic chord I played is Fadd9 — FACG) • For the horn section (trumpets/trombones/saxes), I used the SINE Player Rotary VST, but didn't make it too clean: (horn section with programmed keyswitch articulations such as staccato and short falls) • For the sax, which was the most difficult, I used the Rekevics tenor sax: (saxophone with programmed keyswitch articulations) (MIDI notes for the saxophone solo — click to enlarge) • Towards the end of the track, I included an organ solo and chose a sound that wasn't annoying: (organ solo with occasional modwheel expression) (MIDI notes for my oldschool organ solo — click to enlarge) What helps me most with composing solos is to define a short loop in my DAW and letting it play repeatedly while adding notes with the mouse. When the looped area sounds okay, I set the next loop (usually 2 or 4 bars) and repeat the process until the whole solo is complete. Finalizing Before finishing a track, I always make a webpage with direct comparisons: slower or faster tempo, higher or lower key. A track can drag or rush depending on the chosen tempo, and every track has its own "perfect" tempo which I have to find out by directly comparing and switching repeatedly between the recordings: (my comparison page — click to enlarge) The final step is mixing and mastering. This is where it gets nerdy. Mixing music is all about formulating each individual track so that it fits with the rest of the mix. It's a process that requires careful attention to detail, careful listening, and an unerring ear. Producing music is a series of good and bad decisions, and sometimes, happy accidents. Many homerecording hobbyists use external services such as "eMastered" for the mastering process — I do everything alone (as usual). Mixing and mastering audio makes it work together to create a specific emotion, feeling, or mood. There are lots of "magic trick" mixing plugins in the market: iZotope Ozone, Gullfoss, Soothe2, Smooth Operator, Trackspacer, The God Particle, T-Racks, Lurssen Mastering Console, Master Plan, Xfer OTT, Spectralive etc. which I've all tested extensively. In the end, I settled on the built-in effects of my DAW (Studio One) for my mix bus: just a bit of equalizer (emphasizing the high frequencies), HPF (filter for cutting off the lowest sounds below 60 Hz), compressor (to "glue" everything together but only a 1.3:1 ratio instead of the normal 2.0:1), limiter (to make it loud with a 3 dB reduction), a bit of overall reverb and widening, and "Mixchecker Pro" — a handy tool to test how it'll sound on the tiny speakers of smartphones and tablets. I keep my mixes at around -10 LUFS. This sounds the best and I've applied the exact same "mastering chain" to all of my 80 published tracks. Keeping it simple. When gain staging and mixing audio, you should *only* care about how it sounds — never about how things look on the screen. I often close my eyes when mixing. (screenshot of my simplistic mixing/mastering settings — click to enlarge) Done! (this is the result) The commercial music you hear on the radio has been produced in multi-million dollar studios with tons of high-end gear and fancy effects. How can my low-budget bedroom productions even begin to compete with them? Well, that was never the goal. I just make music sometimes. For myself. But why make music when there's already an *ocean* of it out there? Instinctively, intuitively, we know that creating music makes life better. No matter how it's produced.

  ≡ Publiziert 28. Mai 2023 um 11:01     👁 2371 Views



Dez
18

«Tipps zum Umstieg auf die E-Zigarette»


Tipps zum Umstieg auf die E-ZigaretteE-Zigaretten sind nicht gesund, aber sie retten Leben. Ich rauchte 42 Jahre lang "normale" Zigaretten. Zuletzt 2 Päckchen täglich, und ich überlebte bereits eine Krebserkrankung (Nierenkrebs). Mehrmals hatte ich versucht, mit allen möglichen Mitteln das Rauchen aufzugeben. Nikotin-Pflaster, Kaugummis, Mundspray, einmal sogar Hypnose. Aber nie klappte es langfristig. Ein Raucher ist nicht nur süchtig nach Nikotin, sondern nach allem was dazu gehört: das Ritual, das Anzünden, der "Throat Hit", das Wohlgefühl, die Belohnung, die verdiente Pause. 60% der Schweizer RaucherInnen wollen aufhören, aber bisherige Methoden klappen selten! Die Erfolgsquoten der Methoden sind laut dem "Beobachter" mager: mit dem Buch von Carr gelingt es 15%, mit Kaugummi oder Pflaster 10%, und nur 1% der Aufhörwilligen schaffen es langfristig mit Willenskraft. Es ist demnach erforderlich, mit einem wirklich erfolgreichen neuen Produkt das grösste Problem der Volksgesundheit anzugehen. Höchste Zeit. Faktenlage: Jedes Jahr sterben 9'500 SchweizerInnen an den Folgen des Tabakkonsums, so das Schweizer Bundesamt für Gesundheit. Das sind 25 Menschen pro Tag. In Deutschland sind es jährlich 110'000 Menschen. Weltweit sogar 7 Millionen Todesfälle pro Jahr durch das Rauchen. Erschreckend, oder? Nicht eingerechnet sind die Millionen von Menschen, die als Familienangehörige oder Freunde der sterbenden Raucher mit leiden müssen. Wer raucht, lebt im Schnitt 14 Jahre weniger lang. Der "Schnuller für Erwachsene" verursacht kolossales Leid, das eigentlich vermeidbar wäre. Und die Vermeidung ist heutzutage immer einfacher dank neuer E-Zigaretten, die in den letzten Monaten auf den Markt kamen. Es ist ein Trend — sogar ein Hype um diese hippen neuen E-Zigaretten. Ich habe den Umstieg gewagt, und es hat sich gelohnt. Die Vorteile sind fast sofort spürbar. Sobald eine Person aufhört zu rauchen, beginnt sich ihr Körper zu erholen: In nur 20 Minuten nach dem Rauchen der letzten Zigarette sinkt die Herzfrequenz und normalisiert sich wieder. Der Blutdruck beginnt zu sinken, und die Durchblutung verbessert sich. Adieu Raucherbein Risiko! Nach nur 12 Stunden ohne Zigarette reinigt sich der Körper vom überschüssigen Kohlenmonoxid aus den Zigaretten. Der Sauerstoffgehalt des Körpers steigt. In nur 2 Tagen nach dem Aufhören kann eine Person einen erhöhten Geruchssinn und einen lebhafteren Geschmack bemerken, da diese Nerven heilen. In nur einem Monat beginnt sich die Lungenfunktion einer Person zu verbessern. Da die Lunge heilt und die Lungenkapazität verbessert wird, können ehemalige Raucher weniger Husten und Kurzatmigkeit bemerken. Ein Umstieg vom Tabakrauchen auf das E-Dampfen hat dieselben gesundheitlichen Veränderungen wie ein Rauchstopp zur Folge. Die Ausdauer steigt, das Treppensteigen fällt leichter, man hat mehr Luft und Vitalität. Ein Jahr nach Beendigung des Rauchens sinkt das Risiko für eine koronare Herzkrankheit oder Blutgerinnsel um die Hälfte. Dieses Risiko wird über die 1-Jahres-Marke hinaus weiter sinken. Nach 5 Jahren ohne Rauchen hat sich der Körper so weit verheilt, dass sich die Arterien und Blutgefässe wieder ausdehnen können, was das Risiko eines Schlaganfalls senkt. Auch das Risiko, an dem meistens tödlichen Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, hat sich auf das gleiche Niveau wie bei einem Nichtraucher reduziert. Der Körper heilt immer mehr. Und es gibt weitere Vorteile. Wer dampft, stinkt nicht. Der Dampf aus E-Zigaretten ist für andere Menschen geruchlos und entsteht aus pflanzlichem Glyzerin, das seit Jahrzehnten bedenkenlos für die Erzeugung von Bühnen-Nebel verwendet wird. Es gibt kein Passivrauchen mehr, keine Belästigung, keine Brandlöcher, kein vergessenes Feuerzeug und keine ekligen Stummel auf der Strasse. Wer die alten "Pyros" verbannt statt verbrennt, wird Teil einer coolen, interessanten Vaping Community — voll mit enthusiastischen Leuten die friedlich dampfen und ihre Tipps austauschen. Im Internet gibt es viele Foren und YouTube Videos. "Moderne Menschen" wechseln vom primitiven Benzin-Auto zum eleganten Tesla. Oder von den Sterbebeschleunigern zur hippen Elf Bar. Die E-Zigaretten "Pods" (Patronen/Kartuschen) enthalten meist Nikotin plus Lebensmittel-Aromen, welche seit Jahrzehnten in vielen unserer Lebensmittel, beim Backen, in vielen Getränken und Süssspeisen etc. bedenkenlos verwendet werden. Es werden ausschliesslich gesetzlich erlaubte Stoffe verwendet. Bei der Kreation von neuen Aromakompositionen kommen nebst den Aromastoffen auch natürliche Extrakte und Essenzen zum Einsatz. Was sind künstliche Aromen? Der bekannte Vanillepudding von Dr. Oetker enthält beispielsweise ein künstliches Aroma. Vanillin wird aus Holzspänen gemacht. Darum steht auf der Packung zwingend nur "Vanille-Geschmack" statt "Vanille". Aromen aus dem Labor sind erstens viel intensiver und zweitens viel billiger, beides entspricht nun mal den Wünschen der allermeisten Konsumenten. Und wie gesagt, es gibt viele E-Liquids mit natürlichen Aromen. Als Dampf-Gourmet hat man die Qual der Wahl: es gibt mittlerweile über 10'000 verschiedene E-Liquids. Im Januar 2014 waren es laut einer Studie bereits etwa 7'700. Jede Frucht, jeder leckere Drink, jedes Dessert — praktisch *alles* was Menschen geschmacklich gefällt. Allerdings ist es spannend, immer wieder Neues auszuprobieren und sein eigenes Lieblingsaroma zu finden. Seit April 2018 sind nikotinhaltige E-Liquids in der Schweiz gesetzlich erlaubt, vorher war der Verkauf verboten. Ein Standard Fläschchen Nikotin-Liquid (10ml) kostet nur zirka 5 Franken. Damit dampfe ich locker eine Woche lang und kriege sogar mehr Nikotin als mit Zigaretten. E-Liquids gibt es in den Kategorien süss, fruchtig, Tabak, Menthol etc. Mir fiel auf, dass erfahrene Dampfer und YouTube Experten zum Thema Vaping meistens bei *fruchtigen* Liquids landen. Also bei Erdbeere, Mango, Wassermelone, Kiwi und so weiter. Nicht nur Frauen mögen süsse Dessert-Liquids, auch Männer dampfen ganz gerne mal ein Gummibärchen-Vanille-Apfelstrudel-Liquid. Oder Tiramisù, Baileys und Honig. Für Diabetiker problemlos (null Zucker) und ein willkommener Ersatz für verbotene Süssigkeiten. Mir persönlich passen die Liquids der Marken "Bernvapes" (Schweiz), "Tom Klark's" (Deutschland) und "Dinner Lady" (England) — diese empfinde ich als vollmundig, lecker und natürlich im Geschmack. Ich würde sie sogar als "nostalgisch" bezeichnen, da ich einige Flashbacks hatte. Kindheitserinnerungen kommen hoch. Als Allday Liquid bevorzuge ich jedoch das "Bloody Summer" von Fruizee (Frankreich), das authentisch nach Beeren schmeckt, einen grosszügigen Schuss Menthol und viel Charakter hat. Der Wechsel von Zigaretten zu den "Vapes" kann schwierig sein, besonders wenn man nicht darauf vorbereitet ist, was der Übergang bedeutet. Viele Menschen, die am Ende wieder zum Rauchen zurückkehren, sind direkt von Zigaretten zu einem elektronischen Gerät übergegangen und denken, dass es so einfach ist, das zu ändern, was sie in ihren Mund stecken. Konzentrieren Sie sich nicht zu sehr darauf, wie es aussieht. Einige E-Zigaretten wie die weisse "IQOS" sehen aus wie Schwangerschafts-Tests. Also uncool. Und bei den echten Freaks und Vaping Nerds sieht man komplizierte Box Mods, Squonker und Selbstwickler Geräte, die einfach ein freakiges Design haben und in meinen Augen viel zu gross sind für ein menschliches Gesicht. Ganz anders die neuen, kleinen E-Zigaretten (Pod-Systeme) wie die aktuell marktbeherrschende JUUL (72% Marktanteil), Uwell Caliburn (klarer Testsieger laut den YouTube Testern), Aspire Breeze NXT, Dovpo D-Salt, Innokin DV, GhoStick, SMOK Infinix, Vaptio Solo-Flat, Vladdin RE, Bo One, Myblu, Kilo 1K, OVNS Saber, KandyPens Rubi, Phix, Ply Rock Limitless Pulse, SMOK Nord, und andere mehr. Viele Online Shops bieten diese günstig an. Diese Geräte sind praktisch und unkompliziert. Man schiebt für den Tag einen kleinen Pod (Liquid-Tank) hinein und saugt am Mundstück. Very simple. Es gibt keine komplizierten Displays auf dem Gerät, kein ständiges Reinigen oder Schrauben, und kein Hantieren mit Heizspiralen oder Watte, wie dies bei den grossen "Box Mods" oder "Squonkern" üblich ist. Es gilt: Dampfgeräte sind eine sehr persönliche, individuelle Sache, und jeder/jede muss selbst herausfinden, was passt. Meine Erfahrungen mit fünf Pod-Systemen (es gibt mehr als 50): ▣ Die aktuell unangefochtene Königin der E-Zigaretten, die "JUUL" (Firmenwert bereits 38 Milliarden Dollar), hat leider grosse Nachteile: Limitierung auf nur 6 verschiedene Pods / Aromen, der Mini-Akku ist mit 200mAh viel zu schwach, Pod 0,7ml ist viel zu klein, Mundstück ist nicht ergonomisch sondern rechteckig, der Dampf ist kalt statt warm (wegen Temperaturkontrolle), es entsteht unnötiger Abfall, die JUUL-Pods sind im Vergleich teuer, und vor allem liefert das minimalistische Teil nur wenig Geschmack. ▣ Ich testete auch die "SMOK Infinix": befüllbar (unlimitierte Aromen), starker Geschmack, gutes Zugverhalten, grosser Pod (2ml), aber viel zu schwacher Akku (250mAh) den man viermal täglich aufladen müsste, die Pods siffen (kleine Tropfen Liquid können auslaufen), der Dampf ist extrem heiss, keine brauchbare Akkustand-Anzeige, und vor allem gibt es "dry hits" und einen verbrannten Geschmack sobald ein Pod leer ist (keine automatische Abschaltung oder smarte Sicherheitsfunktionen).▣ Ich testete auch die "Vaptio Solo-Flat": befüllbar (unlimitierte Aromen), ergonomisches Mundstück (das aber gerne abfällt), grosser Akku (650mAh), aber der Geschmack ist viel zu schwach (man saugt zu viel Luft) und das Ding ist beim Ziehen einfach zu laut. Lauter als meine "silent mouse" am PC. ▣ Ich testete auch die "OVNS Saber": befüllbar (unlimitierte Aromen), nette Spielerei mit Lightshow und eine brauchbare Akku-Anzeige, aber der Geschmack ist viel zu schwach, man muss ziehen wie verrückt und das Mundstück wackelt wegen der blöden Magnet-Befestigung. Das ist kein "JUUL Killer" — keine Chance. ▣ Ich testete auch die "Uwell Caliburn": befüllbar (unlimitierte Aromen), perfekter Geschmack (laut etlichen YouTube Reviews besser als alle anderen zirka 50 Pod-Systeme), ergonomisches Mundstück, sehr gutes Zugverhalten (Auto-Draw), zündet auch wenn man nur ganz leicht zieht, guter Akku der lange durchhält (2,5 Mal stärker als JUUL), nur eine halbe Stunde Ladezeit, gutes Pod-Volumen (3 Mal grösser als JUUL), Coils/Pods halten bis zu 1 Monat statt 1 Woche, keine "Dry Hits", die Dampfe ist mit 30 Gramm sehr leicht, super praktisches Handling bei der Liquid-Befüllung von oben (ist sogar genial einfach), keinerlei Leaking, fast kein Spitback, gute Akku-Anzeige mit Farbwechsel — ein rundum gelungenes Stück Technik zum Preis von nur 35 Franken. Aus meiner Sicht das perfekte Umstiegs-Gerät für starke Raucher. Und im Monatstakt kommen neue, verbesserte Geräte auf den Markt — jeder Hersteller will ein Stück vom Hype und mitverdienen. Ich sage nur Goldrausch. Ja, diese Podsysteme sehen nunmal nicht aus wie Zigaretten. Aber laut den Bewertungen und YouTube Videos ist das egal. Einige mögen denken, dass eine E-Zigarette, die genauso aussieht wie die "echte", ihren Verstand glauben macht, dass sie immer noch rauchen. Auch wenn sie nicht wie die Tabakstäbchen aussehen, die Sie regelmässig anzünden würden, ist es am wichtigsten, ein Gerät zu bekommen das Ihnen die einfachste Bedienung und Zufriedenheit bietet. Holen Sie sich keinen komplizierten Box Mod oder Squonker, nur damit Sie cool aussehen. Es gibt eine Menge Hype um futuristische Geräte — mein Rat ist, nicht Teil dieses Trends zu werden. Wenn Sie es ernst meinen mit dem Vaping, schauen Sie sich an, welche Geräte Sie wirklich zum Abschied von Teer-Zigaretten bewegen — und wenn Sie immer noch einen riesigen Kasten mit einem schicken Bildschirm wollen, kann das später passieren, sobald Sie die Grundlagen kennen gelernt haben. E-Zigarette ist nicht gleich E-Zigarette — es gibt nämlich die kleinen und die grossen Dampfgeräte. Die grossen "Box Mods" verdampfen mit sehr viel Power (Elektrizität bis 250 Watt) und Hitze, erzeugen sehr viel Dampf, sind für andere Menschen je nach Liquid nicht ganz geruchlos, sind nicht unbedingt portabel und erfordern ein kompliziertes Handling. Die kleinen "Pod-Systeme" sind dagegen elektrisch schwach (zirka 10 Watt), erzeugen viel weniger Hitze und Nebel, sind ultra-portabel und absolut praktisch. Es wird angenommen, dass Podsysteme auch gesundheitlich unbedenklicher sind als die grossen Mods. Nun ist es so, dass aktuell ein grosser Wechsel stattfindet: immer mehr DampferInnen wechseln von ihren Box Mods zu den kleinen Pod-Systemen. Die Zukunft gehört den Pod-Systemen wie Uwell Caliburn. Eine durchaus erfreuliche Entwicklung! Ich bin dezidiert dagegen, dass man in der Öffentlichkeit rücksichtslos mit einem grossen, klobigen Box Mod herumdampft, die Leute mit Monsterwolken einnebelt und einige davon sogar belästigt. Diese grossen "Profi" Geräte sind für Zuhause. Für unterwegs eignet sich hingegen ein diskretes, kleines Pod-System, bei dem nur wenig Dampf und praktisch kein Geruch entsteht. Als DampferIn sollte man bewusst dazu beitragen, dass die Gesellschaft das Dampfen akzeptiert und nicht mit neuen Verboten abwürgt. Egoismus und Selbstdarstellung sollte hierbei weniger wichtig sein als der bescheidene Beitrag zur Volksgesundheit. Schon jetzt gibt es politische Vorstösse, das Dampfen in Restaurants zu erlauben. Dies zielt in die falsche Richtung und wird kaum bei den Politikern durchkommen. Das Ganze ist aber für alle ein Lernprozess. Probieren Sie eine Reihe von E-Liquids aus, bis Sie die richtige Lösung für sich gefunden haben. Auf dampfi.ch oder e-zigarette.ch finden Sie bestimmt Nikotin Liquids, die Ihrem Geschmack entsprechen und die "satisfying" (befriedigend) sind. Bei praktisch allen Webshops ist Zahlung per Rechnung möglich und sehr rasche Lieferung — oft sogar innert 24 Stunden. Für Experimentierfreudige gibt es noch exotischere Flavours wie z.B. Käsekuchen, Erdnussbutter oder Gurke. Es gibt jedoch auch Liquids, die schlicht pervers schmecken: das legendäre blaue "Heisenberg" E-Liquid (siehe TV-Serie "Breaking Bad") schmeckt, als würde man Parfum trinken! Und wer will ernsthaft Worcestershire Sauce paffen? Menschen sind eben kreativ und wollen ständig Neues. Des Weiteren möchte ich anmerken, dass Geschmäcker unterschiedlich sind. Der eine könnte Heisenberg weg saufen während ich nen Kotzreiz bekomme. Nikotin wird oft verteufelt, aber es kann beruhigen, den Appetit zügeln und die Denkleistung steigern. Es wird in der Alzheimer Therapie eingesetzt, ist in Tomaten enthalten, nicht krebserregend und nicht wirklich schädlich für das Herz-Kreislauf-System. Nikotin ist in punkto Schädlichkeit etwa vergleichbar mit Koffein, das haben Studien belegt. Aber man liest doch immer, Nikotin mache "stark" süchtig? Nun, hätte Nikotin ein solches Abhängigkeitspotenzial, dann wären Nikotin-Pflaster und -Kaugummis garantiert rezeptpflichtig. Sie sind aber frei verkäuflich. Es gibt mehrere Studien, die belegen, dass es Nikotinsucht gar nicht gibt — erst in Verbindung mit Tabakrauch und dessen 4'800 Chemikalien entsteht eine Sucht. Das alles heisst natürlich nicht, dass E-Zigaretten "gesund" sind. Beim Vaping geht es um die Schadensminimierung. Und ja, auch um Spass. In der enthusiastischen Dampferszene hat man Freude an den Wolken, die beim Dampfen entstehen. Könner blasen beeindruckende Ringe oder Figuren, und schon jetzt gibt es Competitions in der neuen Kunst "Cloud Chasing". Hier ein faszinierendes Beispiel. Da fragt man sich fast, ob Dampfen dereinst eine olympische Disziplin sein wird. Es macht Spass, diese neue Erlebniswelt zu entdecken. Schauen Sie sich online um oder gehen Sie zu Ihrem lokalen Vape-Shop, um eine Auswahl zu treffen. Hier die Schweizer Karte mit Vape-Shops. Folgen Sie Vape-Seiten auf Social Media und sprechen Sie mit anderen, die vapen. Es ist eine gute Möglichkeit, sich als Teil der Vaping-Welt zu fühlen. Die Vaping-Community ist ein freundlicher Haufen und der beste Ort, um Ratschläge zu Geräten, Fehlerbehebung und mehr zu erhalten. Wenn Sie Probleme mit Ihrem Gerät haben und das Internet keine einfache Lösung bietet, finden Sie schnell freundliche Hilfe. Einfach andere Leute kennenlernen, die auf Vaping stehen. Ich kenne nur Dampfer(innen), die starke Raucher waren wie ich selber auch. Für uns ist die Dampfe ein Segen. Wie bei jedem Hype gibt es jedoch Exzesse und Übertreibungen, für die ich geistig schlicht zu eitel bin. Ich wünsche mir doch nur ein logisch durchdachtes Dampfgerät ohne Blödsinn im Produktdesign, objektive Vergleichstests, langfristig gut schmeckende E-Liquids, eine faktisch korrekte Berichterstattung in den Medien, fundierte medizinische Studien und meine tägliche Dosis Nikotin. Verwenden Sie die richtige Nikotinstärke. Bei der ersten Umstellung auf Vaping erhalten einige Menschen nicht die richtige Stärke von E-Liquid. Eine Mischung mit zu viel zu kaufen und dann zu vapen, als gäbe es kein Morgen, kann zu Kopfschmerzen und Übelkeit führen, während zu wenig Nikotin dazu führen kann, dass sich die Benutzer unzufrieden fühlen und versucht sind, zu Zigaretten zurückzukehren. Obwohl jede Situation anders ist, sollten in der Regel starke Raucher (20 oder mehr Zigaretten pro Tag) 18mg/ml Nikotinflüssigkeiten verwenden - dies entspricht zirka dem Nikotin-Level von traditionellen Zigaretten. Mittlere Raucher verwenden 12mg/ml und leichte Raucher 3mg/ml. Die allermeisten Umsteiger beginnen mit hohen Nikotinstärken und kommen im Laufe der Jahre "automatisch" runter bis auf 0mg. Vapen sollte man nicht wie ein Raucher. Diejenigen, die seit Jahren rauchen, können es gewohnt sein, schnelle Züge zu nehmen. Dampfen soll gemütlicher sein. Um das beste Ergebnis zu erzielen, atmen Sie lange und weich ein und blasen Sie dann den Dampf aus. Dies führt zu einer anständigen Cloud und der Zufriedenheit, die Sie brauchen. Lifestyle statt Lungenkrebs! Ich habe vor 5 Wochen mit dem Rauchen aufgehört und bin zum Vaping übergegangen. Die erste Woche war ziemlich hart und ich war noch nicht glücklich mit meiner JUUL E-Zigarette, aber ich habe durchgehalten und seither keine Zigaretten mehr gekauft. Der Geschmackssinn ist wieder da, das morgendliche Husten verschwunden. Wann steigen Sie um? Es könnte die beste Entscheidung Ihres Lebens sein. "Schön und gut, aber man muss die Studien abwarten". Nein, muss man nicht. Es gab bereits rund 800 medizinische Studien zum Thema: Teer-Rauch aus Zigaretten enthält rund 4'800 Chemikalien, davon sind rund 70 Stoffe krebserregend — Ammoniak, Arsen, Blausäure, Benzol, Blei, Formaldehyd etc. Demgegenüber enthält der Dampf einer E-Zigi nur 3 bis 4 Stoffe — keiner davon krank machend. Was drin ist, ist bestens bekannt und steht auf jedem E-Liquid Fläschchen. Einen gesetzlich zwingenden Aufkleber à la "Rauchen ist tödlich" findet man beim Dampfen nirgends, weil Dampfen eben relativ harmlos ist. Laut der aktuell wichtigsten Studie der englischen Gesundheitsbehörde ist das Dampfen 95% weniger schädlich als das Rauchen. Die Studie kommt zum wissenschaftlichen Fazit: "Best estimates show e-cigarettes are 95% less harmful to your health than normal cigarettes, and they help many smokers to quit". Die E-Zigarette schmeckt mir besser, stinkt nicht, ist praktischer, 95% weniger schädlich und zehnmal günstiger. Für Umsteiger ist es denkbar einfach: Sie gehen an den Kiosk und kaufen für CHF 50.- ein "JUUL-Starterset" (ausgesprochen wie Joule) inklusive 4 fertig befüllte Liquid Pods (entspricht 4 Pack Zigaretten), oder Sie kaufen sich für CHF 35.- eine "Uwell Caliburn" plus drei leckere Nikotin E-Liquids in einem der Online Vape-Shops. Das Ganze ist so günstig, dass man es einfach mal ausprobieren sollte. Und falls der Umstieg gelingt, kann man stolz auf sich sein. Was Nicorette nicht schaffte, schafft vielleicht eine gute Vape. Diese modernen Produkte sind für umstiegswillige Raucher bestimmt, nicht etwa für Jugendliche oder für Nichtraucher. Egal was die Medien sagen (Kritik verkauft sich am besten), die Rechnung ist doch ganz einfach: 7'000'000 Tote durch Zigaretten — jedes einzelne Jahr, aber bisher praktisch null Tote durch E-Zigaretten, die es immerhin schon seit 15 Jahren (seit 2003) gibt. Dass die langfristigen Auswirkungen unklar sind, ist nicht korrekt. Mittlerweile gibt es durchaus Langzeitstudien (z.B. "Health impact of E-cigarettes: a prospective 3.5-year study of regular daily users who have never smoked"), nach denen es keine Hinweise auf mögliche Schädigungen gibt. Und die E-Zigi ist das mit Abstand erfolgreichste Mittel, um vom Rauchen loszukommen. Das Problem: In einigen Staaten der USA wird Cannabis illegal verkauft (Schwarzmarkt) und dumme Teenager kaufen von Strassenhändlern spezielle JUUL-Pods, die mit gepanschtem/gestrecktem Haschisch-Öl befüllt wurden. Das Cannabis-Öl wird in Drogenlabors mit Vitamin-E-Acetat gepanscht, wodurch eine höhere Qualität des Öls vorgetäuscht wird. Leider ist dieses illegale Zeug schädlich für die Lungen. Liegt aber nicht an E-Zigis, sondern an deren Missbrauch durch dumme Drogenkonsumenten. Wer wie vorgesehen normale E-Liquids aus dem Laden oder dem Internet dampft, hat praktisch keine Risiken. Zudem sind Verbraucher hierzulande besser durch Regulierungen geschützt als in den USA, wo es rund 10 Millionen DampferInnen gibt. Wer denken kann, sieht die Fakten und Vorteile. Teenager waren schon immer extrem risikofreudig, doch E-Zigaretten sind nicht schuld. Krankenkassen sollten diese smarten Dinger subventionieren — kein Scherz, denn in England wird genau dies geplant. Und in zwei englischen Spitälern befinden sich bereits Vape Shops: Raucher, die ins Spital müssen, werden dadurch motiviert, sich bei dieser Gelegenheit gleich das Rauchen abzugewöhnen. Selbst in der kleinen Schweiz hat man die Zeichen der Zeit erkannt: seit heute (18.12.2018) werden an RaucherInnen im Kanton Solothurn gratis E-Zigaretten abgegeben. Ich denke, das ist der Startschuss in eine Zukunft, in der Raucher ganz einfach ihre E-Zigaretten auf Rezept erhalten. Wenn ich jetzt einen Raucher rieche, dann wird mir beinahe übel. Die Vorstellung, verbrannte Pflanzen zu inhalieren, ist irgendwie schräg. Und wer noch glaubt, Zigaretten seien "natürlich" (250 Gifte) und E-Zigaretten seien "chemisch", der hat was verwechselt. Darum: Volldampf voraus! (Dieser Ticker wird automatisch aktualisiert)

  ≡ Publiziert 18. Dezember 2018 um 05:29     👁 8382 Views



Mai
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«Redesign für ein Restaurant»


Redesign für ein RestaurantDies war ein relativ kleines / relativ simples Projekt, bei dem ich meine Skills in verschiedenen Bereichen einsetzen konnte: Konzeption, Programmierung, Datenbanken, Grafikdesign, Printdesign und Werbung. Meine Skills umfassen Funktionalität, Gestaltung und Kommunikation. Die "Pizzeria Flora" ist das grösste Restaurant der Stadt Adliswil, wo ich wohne. Das Lokal hat insgesamt 173 Plätze (Restaurant/Café 52, Fumoir 35, Terrasse 64, Bar 15, Lounge 7), dazu gehören 9 eigene Parkplätze. Dadurch ist die Pacht sehr hoch und will gedeckt sein. Der Umsatz war gut, aber er sollte mit meiner Hilfe gesteigert werden. Die Preise des Lokals sind günstig bis durchschnittlich. Das Ziel ist die messbare Steigerung des Umsatzes durch die gezielte Änderung des CI/CD und des allgemeinen Images. Mit allen mir bekannten Methoden — und es ist immer "die Methodik" die den Erfolg ausmacht — gebe ich diesem Gastrobetrieb ein neues Gesicht. Dafür musste ich auch die Zielgruppe analysieren. Was gefällt diesen Leuten? Was macht Appetit? Welche kommunikative Ansprache und Tonalität ist erfolgreich und führt zur Umsatzsteigerung? Fragen am Anfang. Die Pizzeria ist Teil des Bahnhof-Gebäudes. Bahnhof-Restaurants haben traditionell ein schlechtes Image. In den meisten Schweizer Städten ist das Bahnhof-Restaurant das billigste und ausgeprägt schmuddelig — ein trostloser Ort für hemdsärmlige Biertrinker, 45 bis 65. Es gilt also, vom schlechten (in diesem Falle falschen) Image wegzukommen und vermehrt eine andere Kundschaft, unter anderem mehr Frauen und jüngere Leute, anzuziehen. Ich mag weder Biertrinker noch Bier, aber das spielte hier keine Rolle. Zum Thema Design Mein Know-how in Fragen der Gestaltung habe ich über ein Jahrzehnt lang erfolgreich bewiesen, unter anderem mit meiner früheren Design-Firma "GL DESIGN". Ich hatte Kunden in der ganzen Welt. Ich sage immer, Design ist 50 Prozent Menschenkenntnis und 50 Prozent Handwerk. "Modernes" Design ist prinzipiell gut, siehe Apple. "Gutes Design ist so wenig Design wie möglich". Aber es ist nicht immer und überall wirksam. Für ältere Leute, von denen es immer mehr in der Gesellschaft gibt, kann modernes Design auch ein Turn-Off sein. Design muss immer für die jeweilige Zielgruppe passen. Wie das alte Sprichwort besagt: Ein Anfänger-Designer designt für sich selbst, ein erfahrener Designer für den Kunden, und ein guter Designer designt für die Zielgruppe! Bei einem Projekt wie einem grossen Restaurant gilt es, traditionelles Design mit einem modernen Touch zu verbinden. Was dabei immer gut ankommt, ist Klarheit in einer konfusen Welt. Erfolg in der schwierigen und hart umkämpften Gastro-Branche beruht vor allem auf: Freundlichkeit. Klar, das Konzept und der Businessplan muss ebenfalls stimmen, doch Freundlichkeit bringt Stammgäste. Das Corporate Design muss demnach sympathisch, zugänglich, offen und simpel wirken. Wie designt man Sympathie? Aus Studien und Büchern weiss man: 80 Prozent der oftmals exorbitant teuren und ach so "kreativen" Werbung ist wirkungslos und geht an den Leuten vorbei, das heisst sie wird ignoriert. Viele Werbe-Produktionen sind idiotisch und werden nicht verstanden (z.B. "Gillette - Für das Beste im Mann", "Douglas - Come in and find out"). Weiter ist Werbung allzu oft abgehoben und elitär (sogar bei günstigen Angeboten), weil die selbst ernannten "Art Directors" eingebildete Fatzken sind. Dann gibt es viel Werbung, die auf Lügen basiert und deren Produkt die Versprechungen keineswegs erfüllt. Und andere Werbung ist schlicht unkreativ und sterbenslangweilig. 80% der teuren Werbung funktioniert nicht — weil sie falsch konzipiert ist. Weil mehr Frauen ins Lokal kommen sollen, muss der neue Auftritt (Logos, Homepage, Menukarte, Falzflyer, T-Shirts) auch Frauen ansprechen. Das alte Logo war knallrot, das gefällt nur den wenigsten Frauen. Während Männer gerne etwas "Klares und Unterhaltsames" sehen, wollen Frauen eher etwas, das "Frische und Gesundheit" vermittelt. Dies musste ich als Designer berücksichtigen bei der Konzeption von Logos, Homepage, Menukarte, Flyer etc. Ein guter Designer kann für Männer oder für Frauen designen. Das notwendige Wissen erwirbt man sich z.B. durch Stil-Analysen auf Cosmopolitan, Vogue und Brigitte. Ich habe Erfahrung aus früheren Kundenprojekten mit primär weiblichen Zielgruppen, z.B. designte ich im Auftrag des Verbands der Schweizer Ergotherapeutinnen und im Auftrag von Truevisual Baby-Fotografie (Fotostudio). Doch täglich sehe ich Homepages oder Logos, die primär Frauen ansprechen sollen aber total maskulin wirken. Man darf nicht einfach drauflos designen, sondern muss differenziert arbeiten. Für die jeweilige Zielgruppe. Das Design der Pizzeria Flora darf nicht zu teuer wirken (Assoziation hohe Preise) und es darf nicht zu billig wirken. Was demnach im Design vermittelt werden muss, ist "Qualität trotz günstigen Preisen". Logo Design Die Vorgabe des Wirts war, dass das Logo oval sein und einen blauen Hintergrund haben musste. Für einen Designer keine leichte Aufgabe, denn ovale Logos sehen meistens billig (z.B. Putzmittel-Logos) oder nach Industrie aus. Ich hielt mich zunächst an die Regeln, dass ein Logo nicht mehr als drei Farben und nicht mehr als zwei Schriften haben soll. Das Logo muss neutral und zeitlos sein. Es muss Junge und Alte ansprechen, Männer und Frauen, Wohlhabende und Studenten, einfach alle Leute und spezifisch die Zielgruppe - Leute die Hunger haben und essen wollen. Das Logo soll Appetit machen, denn es handelt sich um ein Restaurant. Das Logo muss in jeder Grösse ansprechend sein (auch im Kleinformat d.h. aus Distanz ums Gebäude), originell wirken (explizit etwas das "man noch nie gesehen hat") und den Namen (FLORA) und das Angebot zugleich per Logo vermitteln. Der Plan sah vor, dass das Logo an 15 Positionen im und ums Restaurant platziert wird: Beschilderung in Leuchtkästen, auf grossen Dibondtafeln (Alu-Tafeln), auf hohen Alu-Totems (auch Stelen genannt) und auf grossen Türklebern. Zusätzlich wird das Logo verwendet in der neuen Homepage, in der neuen Menukarte, den neuen Werbeflyern, den neuen Visitenkarten des Geschäftsführers, den T-Shirts des Servicepersonals, und als Auto-Design für den Pizzakurier. Also die volle Palette und der Anspruch, ein Logo zu konzipieren, das in den verschiedenen Situationen funktioniert. Die Idee mit der Gabel (= Restaurant, Essen) und den Stängelblättern (= Flora, Blume) habe ich entsprechend umgesetzt und einige Variationen gemacht. Auf einer zweiten Schiene verfolgte ich das Konzept, dass das betreffende Restaurant direkt am Bahnhof liegt und somit das Visual "Bahngeleise" naheliegend war. Insgesamt machte ich 15 verschiedene Entwürfe und stellte sie online (z.B. auf Facebook) um Feedbacks zu erhalten, welches aus Sicht der Leute das Beste ist. Es muss ja nicht mir gefallen oder dem Wirt, sondern vor allem "den Leuten". Wie eigentlich immer! Hier sah ich zum Beispiel das Problem, dass beim Logo oben links mit dem lavendelfarbenen Hintergrund zwar die Ästhetik und Attraktivität gelungen war, aber es wirkte eine Spur zu luxuriös und zu feminin. Luxuriös wäre allerdings ein unerwünschter Eindruck, da die Angebote des Restaurants im normalen bis günstigen Preisrahmen liegen. Auf meinem relativ grossen Galaxy Note liess ich alle Logo-Entwürfe in einer 3D-Slideshow rotieren, bis ich sicher war, dass die gewünschte psychologische Wirkung auf die Zielgruppe stattfand. Dazu muss man immer wieder den Kopf freimachen und sich in Rollen denken. Es ist ein beinahe meditativer Prozess. Mein Erfolg seit 1999 beruht darauf. Für die Wahl der passenden Schrift probierte ich zirka drei Stunden mit dem Fontviewer, um die Worte "FLORA" bzw. "Flora" (Grossbuchstaben wirkten besser) und "Pizzeria" in verschiedenen Designer-Schriftarten zu vergleichen. Die Buchstaben von FLORA sollten abgerundet sein, das macht es einladender, und die Buchstaben von "Pizzeria" sollten in einer Schrift sein, die perfekt zur Hauptschrift passte. Nach der Vergleichsanalyse entschied ich mich für die Designer-Schriften "Cloud World" und die kursive "Monotype Corsiva". Der Schriftzug FLORA sollte modern sein, die Sekundärschrift für "Pizzeria Café Bar" aber eine typische Restaurant- oder Menukarten-Schrift. Aber diese durfte nicht altmodisch wirken, sondern mit der modernen Primärschrift harmonieren. Mir graust es oft, wenn ich in Logos oder Werbungen eine Kombination aus modernen und altmodisch wirkenden Typefonts sehe, das ist für einen guten Designer ein No-Go. Nach den Feedbacks von Facebook-Usern war klar: Das Logo mit der Gabel und den Blättern kam am besten an. Wie wirkt es? Es wirkt sehr frisch (was die Gäste am meisten wollen), durch das Symbol witzig (was den Männern gefällt) und es wirkt vielleicht sogar "gesund" (was den Frauen gefällt). Unklar war noch die Farbe des Randes. Brauchte es nochmals einen Kontrast, eine weitere Farbe? Orange bot sich an, war aber zu sehr Waschmittel-like. Oder Dunkelrot wie an der Fassade des Restaurants, dies wirkte aber zu schwer in Kombination mit dem Blau. Die Entscheidung fiel für Gelb, dieselbe Farbe wie in der Logo-Schrift. Damit der Rahmen noch etwas mehr "leuchtet" oder "strahlend" wirkte, griff ich zu einem farbpsychologischen Trick und fügte noch zwei dünne Umrandungen hinzu, eine in Hellblau und eine in Orange. Zwar subtil, aber man spürt den Unterschied in der Vorher/Nachher Wirkung. Design ist auch das, was man nicht sieht. Ich designte parallel in RGB-Farben und CMYK-Farben, weil das Logo sowohl für den Digitaldruck (Menukarten) wie auch für den komplexen Offset-Druck (Signage und Tafeln) vorgesehen war. Heutzutage ist die Zusammenarbeit mit Druckereien kompliziert. Wo man früher nur ein Photoshop EPS Format lieferte (in der Datenanlieferung), so gibt es heute Druckereien mit ganz unterschiedlichen Präferenzen wie PDF CMYK, PDF RGB, SVG, Corel oder InDesign-Dateien. Als Designer muss man deshalb heute die druckfähigen Logos in vielen verschiedenen Formaten entwickeln. Das braucht Zeit. Für das Logo der Bar (mit Lounge) musste ich ein Logo entwerfen, das zeigte, dass die separate Bar zum Restaurant gehört und dass dort Cocktails angeboten werden. Typischerweise werden Cocktails so dargestellt, dass man ein Cocktailglas mit einer Zitrone am Glasrand zeichnet. In diesem Falle aber musste das Bar-Logo ähnlich originell wirken wie das Restaurant-Logo (Gabel = Blume), also entschied ich mich für ein Cocktailglas mit einer Blume anstelle einer Zitrone. In der heutigen gesättigten Welt kann man nur mit kreativen Ideen bei den Passanten und Gästen punkten. Für mich war Kreativität nie einfach, denn ich hatte dafür nie eine Ausbildung und arbeitete ja früher 16 Jahre lang in einer gänzlich unkreativen, stressigen und abstumpfenden Zahlen- und Logikwelt bei Brokerfirmen (Börsenhandel) und Banken. Doch ich denke, dass jedes Kind zu 100% kreativ ist und es durchaus möglich ist, diese Fähigkeit zu bewahren und auch im Alter noch "jung wirkendes" Design zu produzieren. Es gibt Designs, denen man das Alter des Designers ansieht. Nicht bei mir. Die zwei Logos testete ich mit Fotomontagen: Ich schoss Fotos von den 15 geplanten Positionen der Logos rund ums Restaurant, und fügte dann mit Photoshop die Logos ein. Dabei testete ich: Wie wirken die Logos in der realen Welt? Welche Farben hat die Umgebung? Passt das Logo zu den Umgebungsfarben und der anderen Werbung im öffentlichen Raum? Und vor allem: Fällt das auf? Denn die Leute hasten normalerweise vorbei, sie haben keine Zeit und ein gutes Logo muss vor allem Aufmerksamkeit wecken — primär durch die Reaktion "Das habe ich so noch nie gesehen". Website Ein Pizzaiolo sagte mir "Die Leute wollen heutzutage vor allem frisch". Das ganze Homepage Design musste also "frisch" wirken. Meine Tätigkeiten umfassten verschiedene Bereiche wie die Programmierung der Website in der höchsten Qualität, ein Admin-System und CMS für den Lokalbesitzer, "Responsive Web Design" (vollständig optimiert für Desktop PC/Mac / Smartphones / Tablets), neue Bildergalerie mit Auto-Play und Blumen-Hintergrund in der grossen Ansicht, neue Layout-Ideen, Textkorrekturen (war leider notwendig), Fotomontagen, SEO Suchmaschinen-Optimierung (für bessere Google-Positionen), Website-Installation, neue Domain, Buchung Hosting und Server-Installation. Diese Homepage wirkt freundlich, modern und offen. Die Navigation funktioniert auch auf iPhone/iPad. Das Logo ist optimal gross und in der Mitte platziert. Die Slideshow oben ist nicht nervig wie viele andere Slideshows, sondern zeigt immer denselben Bildwechsel-Effekt. Die Landkarte unten links hat eine optimale Zoomstufe. Die Öffnungszeiten sind hell genug für Smartphones. Die Navigation ist einmal oben, und wenn die User eine Seite gelesen haben und unten sind, gibt es dort eine zweite Navigation und man kann gleich weitersurfen. Die Website ist für Suchmaschinen (Google etc.) optimiert, damit sie mehr BesucherInnen kriegt. Der blaue Hintergrund ist derselbe wie in der gedruckten Menukarte. Die Teller-Fotos wurden extra in der Küche der Pizzeria Flora gemacht, es sind also keine billigen Stock-Fotos aus dem Internet. Insgesamt hat die Website 9 Webpages, die alle freundlich wirken und unaufdringlich designt sind. Verwendete Technologien: PHP, MySQL, HTML5, CSS, jQuery, Google Maps. Ich testete die neue Website mit allen wichtigen Browsern: Chrome (der meistbenutzte Browser weltweit), Firefox (Platz zwei), Edge (leider ein schlechter Browser von Microsoft), Safari (vorwiegend auf Mac), Android Stock Browser, Android Dolphin Browser, iPhone Browser und iPad Browser. Resultierend aus den Tests machte ich spezifische Anpassungen und verwendete einige gute Tricks, bis die Website auf allen Geräten und Browsern gleich funktionierte und gleich aussah. Ein Mehraufwand, der sich in der heutigen Zeit lohnt. Die Zukunft ist mobil. Ich entschied mich für die Domain pizzeriaflora.ch (keinesfalls eine Domain mit Bindestrich wie früher), buchte diese, und buchte gleich das Hosting bei Novatrend GmbH, meinem Lieblings-Hoster (sehr zuverlässig und ausserdem günstig). Nur 12 Stunden danach war die Domain bereits live und die Website benutzbar. Heute erfolgen bereits rund 50% der Website-Besuche auf einem Mobilgerät (Smartphone oder Tablet), aber die meisten Websites sind noch nicht optimiert für Mobilgeräte, was mühsam für die BesucherInnen ist und von Google sogar mit Downranking bestraft wird (schlechtere Google-Positionen). Es war deshalb klar, dass ich die Website total für Mobilgeräte optimiere und dafür zusätzliche Layouts und Funktionen einbaue, die nur dann aktiv werden, wenn jemand die Website auf einem Mobilgerät besucht. Zum Beispiel wird auf einem Smartphone die Telefonnummer auf der Homepage antippbar für Direktwahl. Responsive Web Design ist knifflig und Mehraufwand, der sich aber für die heutigen und zukünftigen User absolut lohnt. Lösungen müssen ganz pragmatisch immer neu gesucht werden. Administrations-System Dieses Admin-System / Content Management System wurde speziell für den Inhaber der "Pizzeria Flora" programmiert. Es ist extrem einfach zu bedienen, viel klarer als z.B. Wordpress oder Joomla. Hier kann der Inhaber die Menukarte, die Preise und die Öffnungszeiten ändern. Ausserdem gibt es ein Newssystem für spezielle News (z.B. Öffnungszeiten während Feiertagen, freie Stellen für Servicepersonal oder neue Angebote der Pizzeria Flora). Ausserdem gibt es technische Infos zur Entwicklung sowie Downloads wie die zwei Logos, die Menukarte und der Falzflyer für die Druckerei. Das Email-Account des Master Administrators leitete ich um, so dass er alle Emails in seinem privaten Mailaccount erhält und in Zukunft auf dem iPhone nur noch ein einziges Mailkonto überwachen muss. Jeder will es doch praktisch haben. Menukarte 4-seitig Zuerst stellte ich die Frage nach der Handlichkeit. Oft machen die Designer Menukarten im Format A4 hoch (mit einem Falz in der Mitte), das zeugt aber von Faulheit und ist für Restaurant-Gäste nicht wirklich angenehm in der Hand zu halten. Die Haptik ist deutlich besser, wenn die Menukarte aufgeklappt breiter ist als A4. Ich machte ein paar Probedrucke und Beschnitte, und entschied mich für 280mm mal 297mm. Die Blume in der Mitte ist einzigartig. Das gibt den Kontrast. Beim Öffnen der Karte wird man gleich "begrüsst" von der coolen orangen Blume, das führt auch zu zwei weiteren beabsichtigten Effekten: Erstens öffnet der Gast wegen der Blume die Karte etwas weiter, zweitens fällt sein Blick wegen der Blume zuerst auf den Bereich "Pizza". Das Design sollte die Angebote zum Sprechen bringen. Design setzt Inhalt voraus. Design ohne Inhalt ist kein Design, sondern Dekoration. Auch beim Pizza-Sortiment brachte ich meine Vorschläge durch. Meine Idee war, dass es kreative "Spezial" Pizzas geben sollte (z.B. Pizza Flora, Chicken, India, Lachs). Mein Argument war, dass man heute beim erfolgreichsten Pizzakurier im Kanton Zürich, Domino's, keine Pizza Napoli bestellen kann. Weil das für heutige Kunden langweilig ist. So gibt es nun 10 normale (bekannte) Pizzas und 5 "Spezial" Pizzas zum Ausprobieren. Leute von heute wollen Neues entdecken. Ich hatte schon in der Vergangenheit bei ähnlichen Projekten viele Menukarten analysiert (denn sie können entscheidend für die Höhe des Umsatzes sein!) und dabei fiel mir auf, dass seidig-matte Menukarten am elegantesten aussehen. Das Papier darf auch nicht zu starr sein sondern leicht biegsam. Ich fand einen guten Kompromiss mit dem Papier "Algro Design Duo" 270g. Die Menukarten liess ich laminieren. Dadurch sind sie lange brauchbar und können nach häufigem Gebrauch mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Falzflyer 6-seitig (Wickelfalz) Während die Menukarte "in Ruhe" am Tisch gelesen wird und deswegen gestalterisch "Ruhe" vermitteln soll (z.B. durch ein schweres Blau), so muss im Gegensatz dazu ein Flyer sehr "lebendig" wirken. Keinesfalls darf ein Flyer abgehoben oder gar teuer wirken, denn die Leute sollen auf die günstigen Preise aufmerksam werden. Der Flyer muss also weniger teuer wirken als die Menukarte. Das bekannte Problem mit Pizzeria-Flyern ist, dass viele davon im Papierkorb landen. Also muss der Flyer anders sein als gewohnt. Man bringt die Leute etwas mehr zum Lesen der Angebote, wenn oberhalb der Angebote verschiedene Fotos platziert werden, die wirklich Appetit machen und passen (oben in der Innenseite des Flyers). Ausserdem muss ein Flyer zumindest etwas unterhaltsam sein (die meisten sind völlig langweilig), darum schrieb ich am Anfang des Flyers "LEUTE — lasst euch überraschen — ENDLICH — gute Pizzas in Adliswil"). Das ist ziemlich frech angesichts der Konkurrenz von mehreren Pizzerien in der Stadt. Doch freche Werbung ist meistens gut. Ich liess die Flyer bei Saxoprint drucken, 1000 Flyer in perfekter Qualität auf Glanzpapier für nur CHF 70.- (Details) und ich empfahl die Firma FlyerPlus für die Verteilung in Briefkästen, 1000 Flyer nur CHF 125.- (Details). Unschlagbare Preise für ziemlich starke Werbung. Und schliesslich erledigte ich noch den Google-Eintrag, designte die neuen Visitenkarten und liess sie bei Vistaprint drucken, und erstellte eine einfache Facebook-Page — denn jedes Gastro-Unternehmen sollte heute eine Facebook-Page haben. Für den Aussenbereich (Eingang) designte ich eine Leuchtreklame (Masse 266 x 50cm) mit verschiedenen Vorschlägen sowie verschiedene metallene Tafeln, PVC Werbebanner und Parkplatz-Tafeln. Für den Innenbereich wurden mehrere Ölgemälde nach meinen Ideen gemalt und aufgehängt. Der Wirt war begeistert und wollte noch mehr von mir, was ich jedoch ablehnte. Dies war ein relativ kleines, simples Projekt fast ohne Programmieren (meine Kernkompetenz). Mehr Hobby als Arbeit. Es ist immer erfreulich, wenn meine Hilfe zu messbaren Erfolgen führt.

  ≡ Publiziert 23. Mai 2015 um 10:49     👁 2127 Views



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«Der wichtigste Besucher ist Googlebot»


Der wichtigste Besucher ist GooglebotDas Bild sagt alles: "Neues Wettrennen um die besten Plätze bei Google gestartet". Website-Betreiber mit bisher guten Strategien für die SEO (Search Engine Optimization) stellen fest, dass die alten Regeln nicht mehr gelten. Was früher funktionierte, funktioniert nun nicht mehr. Die Schweizer Webagentur GREG.CH studiert seit Jahren die Finessen der Suchmaschinenoptimierung. Man weiss: Die SEO ist eine entscheidende Kompetenz im Web Development. Websites sind oft wertlos, wenn sie nicht mit realistischen Suchbegriffen bei Google in den ersten 20 Suchresultaten stehen. Dies zu erreichen gilt als knapp unmöglich bei Konkurrenz durch über tausend Firmen in derselben Branche und in einer Stadt (z.B. Webagenturen in Zürich). Dennoch sind gute (1-20) Positionen machbar, wie die Praxis zeigt. GREG.CH hatte Kunden auf 5 Kontinenten - warum? Wegen gezieltem und gekonntem Einsatz von SEO! Multiple Word Searches Die Zeit der Optimierung auf Einzelwort-Suchanfragen (One-Word Searches) ist vorbei. Wer das nicht glaubt, sollte zeitreisen. Nur noch 20% der User suchen mit Einzelwörtern. Viel häufiger: Mit 2, 3 und 4 Wörtern. Die Wortzunahme liegt nicht nur an schlauer suchenden Usern, sondern auch an den "autosuggest" Suchfeldern in den heutigen Browsern. Also jetzt die SEO ändern, nicht länger auf Einzelworte optimieren sondern auf realistische, von echten Google Usern zu erwartende Wortkombinationen! Bei der Auswahl der Suchbegriffe kommt es auf die richtige Zielsetzung an - und dabei geht es um Menschen. Was ist denn das Ziel? Am besten wohl gleich alle Leute reinziehen, vom Raver über den Banker bis zur Professorin, querbeet aus sämtlichen Zielgruppen und Alterssegmenten. Dann endlich haben wir eine Website "für alle" und "alle" finden diese im Web... und machen mit - richtig? Falsch. Ziel kann nicht sein, möglichst viele Besucher anzuziehen. In der modernen SEO ist das definierte Ziel, die "Conversion Rate" zu steigern: Passive Besucher "konvertieren" dabei je nach Zweck der Website zu möglichst vielen aktiven Kunden, Mitgliedern, Käufern, Abonnenten, regelmässigen Nutzern, Followers usw. Darum ist der häufig gesehene Versuch sinnlos, eine Website mit irgendwelchen trendigen Suchbegriffen vollzustopfen, die gar nichts mit der Ziel- und Nutzergruppe der eigenen Website zu tun haben. Zwar kriegt man so vielleicht mehr Besucher, doch keiner bleibt lange oder wird aktiv. Offenbar sickert diese Erkenntnis inzwischen durch. Lieber weniger Besucher, dafür die richtigen und somit diejenigen Leute, die mit der Website etwas anfangen können. Geografischer Fokus Schon sehr viele Google-User kombinieren ihre Suchanfrage mit geografischem Fokus. Beispiel "Branche X in Zürich". In den USA wird schon längst so gesucht und optimiert. Oder man denke an eine zu erwartende Sucheingabe wie "Branche X im Raum Zürich" und schmunzle herzhaft darüber, dass wichtige Keywords wie "Raum" oder "Region" und "Kanton" meistens bei der Website-Entwicklung vergessen werden. Also SEO anpassen, und: Firmen sollten ihr Unternehmen bei Google Maps eintragen, das bringt oftmals eine klare Verbesserung der ortsbezogenen Suchergebnisse. Nebenbei: Wer eine Wordpress-Website hat, der hat nur sehr begrenzte Möglichkeiten. Weiter gibt es eine ungute Entwicklung: Bei Google-Suche innerhalb von "Seiten aus der Schweiz" erscheinen auch Anbieter mit .de-Domains - nicht zuletzt deswegen reagieren Google User mit Fokussierung auf gesuchte Regionen. Die Fähigkeit der Webuser, Suchmaschinen als rein logische Filter zu benutzen, hat bemerkenswerte Wandlungen durchlaufen. Qualität ist gefragt Europäische Website-Betreiber kopieren die effektive SEO-Strategie des amerikanischen Webs und ergänzen ihre Keywords und ihr SEO Copywriting mit qualitativen Begriffen im Sinne von "best", "professional", "experienced", "recommended" etc. Ein vereinfachtes Beispiel: Suchte früher ein Geschäftsmann einen guten Schneider, so tippte er auf google.ch (Schweiz) einfach mal "Herrenschneider" ein und wurde irgendwie fündig. Heute aber erzeugt dieselbe Suche in "Seiten aus der Schweiz" seitenweise unbrauchbare Google-Fundstücke - durchsetzt von branchenfremden und sogar länderfremden (z.B. deutschen) Anbietern, irgendwelchen gekauften Werbelinks, Wortübersetzungen, Jobangeboten, Bewerberprofilen, Büchern, Schulen!... suchen Sie selbst. Ergo sucht der gewiefte User von heute zumindest mit Ort: "Herrenschneider in Zürich". Und falls er sich auskennt mit Google, dann probiert er es beispielsweise mit "gute" oder "der beste" Herrenschneider in Zürich - und kriegt erst mit solcher Methodik die gesuchten Anbieter. Dies war nur ein simples theoretisches Beispiel, das Prinzip ist klar; der Trend ist stark weil notwendig. Neu ist besser Das Merkmal "Zeit" ist bei Suchresultaten ein oft entscheidender Faktor geworden. Google fokussiert jetzt noch viel stärker auf top-aktuelle Inhalte gemäss dem nicht ganz logischen Motto "new is always better". Auch deswegen, weil man jetzt die Suchresultate nach Datum sortieren kann. Und andere neue Google Funktionen wie "Personalized Search", die jetzt viele User nutzen - und damit die bisherigen SEO-Konzepte der Anbieter auf den Kopf stellen. Anbieter müssen dafür sorgen, dass Tagesdaten (im offiziellen deutschen oder englischen Format) in ihrem Web-Content enthalten sind. Dieser Punkt betrifft Websites, nicht etwa Blogs oder integrierte Twitter-Feeds die Google sowieso als aktuell erkennt. Wie aber integriert man "Freshness" in Websites, die nur selten eine Aktualisierung durchlaufen - typischerweise Firmenwebsites? Völlig unmöglich ist das nicht mehr: Eine der neuen Methoden ist die Erstellung eines RSS-Feeds im XML-Format, wobei der Feed die Website-Inhalte spiegelt (muss aber auch Abweichungen haben) und jeder Eintrag mit Zeitstempel versehen wird. Generiert wird das Ganze mittels PHP. Alternative zum RSS Feed: Man macht eine Seite "News" und pflegt diese auch. Das dumme Chamäleon Jetzt die Bad News: Google schwächt durch bekloppte Neuerungen ganze Märkte. Freundlicher kann man das nicht nennen. Kürzlich startete Google die neue Methode "Spellmeleon" (abgeleitet vom englischen "Chameleon"): Wer sich bei der Sucheingabe vertippt, kriegt nicht mehr nur ein "Meinten Sie... (was anderes)?" von Google angeboten, nein, jetzt wird dem User in vielen Fällen gleich eine komplette Resultatliste präsentiert - mit denjenigen Links, von denen Google meint, dass sie doch bestimmt viel besser zur Suche passen. Das ist neu und verheerend für ganze Branchen, Nischenmärkte, Freelancer und und und. Als Erklärung schrieb Google im Dezember 09 dieses: "Automatic spelling correction: Starting this week, when we have high confidence that your query was misspelled, we go a step further than asking "Did you mean..." by automatically showing results for the corrected query" Donner und Doria! So weit sind wir also? Computerchips wissen jetzt besser, was die dummen Menschen suchen? Tragisch daran ist, dass Google hierbei dem Technik-Grössenwahn erliegt und die Vorschläge bei "Meinten Sie..." oft bizarr sind, wie wir alle schon erlebten. Nun geht Google also weiter. Als Sketch vorgestellt: Kommt ein Mann ins Restaurant und bestellt Forelle. Der Kellner weiss, dass es die nicht gibt, sagt kein Wort und bringt dem Gast eine Frikadelle. Klingt ja ähnlich, wird vom Kellner so erwartet, und den Gast braucht man gar nicht zu fragen. Richtig? So ähnlich denkt wohl Google und irrt gewaltig. Diese Methode mit ihren oft grenzdebilen Ergebnissen liesse sich zwar durch den User ausschalten durch das Anhängen des Parameters "&nfpr=1" an die gezeigte Google URL in der Browser-Adresszeile. Doch ist klar, dass dies kaum jemand tut. Ebenso klar ist, dass die meisten User die eigenmächtige Transformation ihrer Suchanfrage durch Google nicht mitkriegen und einfach mal die Ergebnisliste benutzen, welche Google ihnen vorsetzt. Denn so hat man es schliesslich gelernt, man nimmt vertrauensvoll was Google anbietet und liest nur das, was in der Liste steht. Stellen Sie sich spasseshalber vor, Sie hätten einen Online-Shop der attraktive Handys verkauft. Erfolgreich, auch wegen der vielen Neukunden die via Google zu Ihnen fanden. Nun baut Google die Maschine um und alle User, die nach "Handy" suchen, kriegen Suchergebnisse zum Begriff "Honda". Das ist nicht nur absurd, sondern beinahe realistisch. Ach ja: Der Shop kann zumachen. Suchen Sie ruhig mal nach meiner Konkurrenz im Web, und Sie stellen sofort fest: Die meisten Webagenturen tun für ihre SEO exakt dasselbe und beginnen den TITLE-Tag ihrer Websites mit dem Kernbegriff "Webagentur", gefolgt vom Ort: Webagentur Bümpliz, Webagentur Basel, Webagentur Chur. Bisher funktionierte das, war völlig logisch und klar, lag im Interesse der Interessenten (eben der Kunden) und niemand rechnete damit, dass Google all dies jetzt zunichte macht. Wow! Google bringt hier nichts zustande ausser die Idiotie, eine komplette Ergebnisliste zum falschen Suchbegriff und damit zur falschen Branche auszugeben. Diese lange Liste steht nämlich weiter unten, sogar ohne Anklicken hat Google diese dem User geliefert, und sie ist wie gesagt falsch. Um zu erkennen wie verrückt das ist, sei festgehalten, dass es bei dieser Suchanfrage nicht etwa um die Branche "Glasmalerei" ging. Wir suchten auch keinen "Toyota-Bremsbelag-Shop" oder nach Sonderangeboten für "libysche Knallfrösche in der Familienpackung". Nein... wir suchten hier ausgerechnet diejenige Branche, die das meiste Suchmaterial für Google überhaupt produziert: Web.a.gen.tu.ren. Ein abgefahren schlechter Witz, dass Google ausgerechnet diese Internet-Branche nicht mehr kennt. Gibt es für Google überhaupt Wichtigeres als die Firmen, welche die durchsuchbaren Websites erstellen und publizieren? Offenbar ja: WERBEagenturen, die schöne Plakate und Zeitungsinserate designen - alles nicht von Google durchsuchbar! - aber diese Branche wird bevorzugt. Viele Kollegen in meiner Branche (WEB nicht WERBE wohlverstanden) hauen sich seitdem regelmässig die Köpfe gegen die Wand. Za-bumm. Denn was da draussen täglich passiert, ist leider klar: Potenzielle Neukunden suchen nach "Webagentur" in ihrer Nähe, sehen die Google-Ergebnisliste, kriegen nicht mit, dass diese Liste für einen anderen Begriff ist, klicken wie gewohnt sofort die dargebotenen Links an, und landen auf den Domains der Werbeagenturen. Nun, einige davon bieten tatsächlich auch Webdesign an. Hoppla, schon sind viele Kunden, die früher wie beabsichtigt via Google bei den spezialisierten WEBagenturen landeten, weg. Was tun? Analysieren, wie viele Aufträge und Einnahmen wegen diesem sogenannten "Spellmeleon" verloren gehen. Und Lösungen suchen: Webagenturen nennen sich jetzt online zusätzlich "Werbeagentur"? Habe ich zwar deswegen jetzt in TITLE-Tags, wäre aber Unsinn für die vielen Webagenturen die z.B. auf technische E-Business Lösungen spezialisiert sind und nichts mit Werbung zu tun haben. Oder wir ändern unseren Kernbegriff "Webagentur" innerhalb der SEO in "Webdesign Agentur" damit sogar Google kapiert was das ist? Nee. Oder wir warten, bis alle Webagenturen bei Google reklamiert haben und den Jungs dort endlich ein Licht aufgeht. Neuerungen sind ja schön und gut, aber hier wurde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und eine ganze Branche mit dazu. Selbstverständlich betrifft dieses Google / SEO / Keyword - Desaster auch andere Branchen, die einander ähnliche Bezeichnungen haben. Man darf raten, welche. Keywords realistisch auswählen Wie findet man heraus, welche Keywords man verwenden soll? Es gibt kostenpflichtige Tools wie Trellian. Oder die Angebote von HubSpot - zwar der millionenschwere Abräumer im weltweiten SEO-Business, tatsächlich hatte dieser bis vor kurzem wegen Verstössen seinen PageRank verloren und stand peinlich auf Null. Wie ungemein passend. Und wir erinnern uns (soweit das noch geht): In grauer Vorzeit dachten sich die Webdesigner und Website-Betreiber "Vor dem Launch unserer zweifellos genialen neuen Website denken wir uns noch eine Handvoll Suchbegriffe aus! Kommende Visitors werden genau das bei Google eintippen, was wir hier in der Kaffeepause aufschreiben. Locker nach dem Motto: Build it and they will come, write it down and they will search for it"... Doch schnell zeigt sich: Nicht bloss früher, auch heute läuft das oftmals so - und sämtliche erwarteten Erfolge bleiben deshalb aus. Zyniker glauben, doof bleibt doof. Und es sollte verboten werden. Denn Alternativen gibt es zuhauf: Vernünftig ist erstmal der Einsatz von Google Trends und dort eine gezielte Analyse dessen, was tatsächlich von Usern im Google-Suchfeld eingetippt wird und für Ihre Website passen könnte. Achten Sie bei der Analyse mit Google Trends darauf, dass Sie die richtigen Regionen auswählen und wirklich ins Detail gehen - das ist beim heutigen Überangebot ganz wichtig. Wir alle, kann man behaupten, ersaufen in zuviel Auswahl. Das Gegenmittel: mehr Tiefe. Title Tags Das ist neu: In Websites wurden bislang die "H1" Tags (Seitenüberschriften) beim Google-Ranking stark einbezogen und gewichtet. Google gewichtet H1 Tags nicht mehr. Statt dessen aber H2. Bis runter auf H6, trotzdem sollte man auf H2 fokussieren. Die Sache sprach sich schnell herum, also sind "andere" bereits dran ihre Sites umzubauen. Währenddessen behaupten die teuren SEO-Experten weiterhin auf einer Million plus Webpages, SEO müsse auf die H1 Überschrift fokussiert sein. Kompetenzsimulanten. Individuelle Descriptions News: Nicht nur der Title-Tag muss für jede Page einer Website ein deutlich anderer sein, sondern auch die META Description. Nochmals kurz zum Mitschreiben, was heute gilt: Für eine erfolgreiche SEO macht man erstmal für jede Webpage einen eigenen TITLE Tag und eine eigene META Description. Das freut den Googlebot, da kriegt er Laune. Erst danach folgen die üblichen SEO Massnahmen: Google Site Map (XML) erstellen und bei Google einreichen, ".htaccess" Datei mit allen nötigen 301 Redirects erstellen, robots.txt erstellen, die eigene Domain mit Emails via Gmail kommunizieren (weil Domains durch Google regelmässiger indexiert werden wenn sie innerhalb von Gmail auftauchen), allfällige Links von alten Webpages bei Google löschen lassen (online per Antrag) oder per 301 umindexieren lassen (mit .htaccess), einige Links mit dem Attribut "rel=nofollow" definieren weil eine Website ohne solche heutzutage unglaubwürdig ist (aus Sicht von Google), allfällige schlechte Backlinks sperren lassen um so die Google Strafen wegen "bad neighbourhood" aufzuheben, usw. Was die Optimierung der Website selbst betrifft, gibt es auch dafür bewährte Methoden: Heatmaps erstellen lassen und dementsprechend die Website fundamental verbessern, Video-Aufzeichnung aller Mausbewegungen der User zwecks Optimierung des Site-Layouts (hatte ich früher auch hier laufen), danach ähnliche Tools zwecks Verbesserung der Menupunkt-Sequenz (noch immer gilt, dass Männer meistens auf den zweiten und Frauen auf den ersten Menupunkt einer Website klicken), im Weiteren die Optimierung Ihres Website-Layouts gemäss dem F-Pattern, dann Validität herstellen bezüglich XHTML / CSS / WAI, vielleicht auch eine Optimierung nach Feng-GUI, und schliesslich via Google abwechselnd zwei Website-Versionen laufen lassen um so herauszufinden, welche Version zu mehr User Conversions führt. Danach das erfolgreichere Layout stehen lassen. Eigentlich ist es bei einer Website wie bei einem anderen Medium: Nur wenn vom Konzept über Inhalt und Struktur bis hin zum Layout alles aufeinander passt, dann spricht es die Leute an. Was aufgrund der obigen Tests meistens geändert werden muss: Website-Layout mitsamt Kontrasten (starker Kontrast = wichtig und öfter angeklickt), sehr oft die Bezeichnungen sowie die Reihenfolge der Menus, oft müssen Bilder korrigiert werden die nicht klickbar sind aber von Usern für Links gehalten werden, oft müssen bereits auf der Startseite die wichtigsten Infos untergebracht werden (Besucher klicken weg wenn sie nicht gleich erfahren was geboten wird), und manchmal muss die Site-Architektur flacher gemacht werden: So wenige Ebenen wie möglich! Weiter geht es um die Usability, zum Beispiel um die gelbe Markierung der wichtigsten Punkte für Managertypen: Leute die Texte nur kurz "scannen" und anhand der Markierungen nach kurzem Überfliegen wissen worum es geht. Executive Summary mal anders. Oder es stellt sich nach der Usability-Prüfung heraus, dass man eine tolle aber viel zu kompliziert designte Website einfacher und informativer machen sollte: simples Layout wie zum Beispiel hier, Menupunkte als einfache Karteireiter deren Zweck allen bekannt ist, ausdruckbare Webpages ohne Menus aber mit Kontaktinfos, und so fort. Naming der Webpages Im letzten Jahrtausend, lang ists her, benannte man die Seiten noch als "seite12.html". Dann kamen einige auf den Dreh, dass Dateinamen wie "gratisferienreisen.html" bei Google besser ankommen müssten, weil sie doch Suchbegriffe enthalten. Ach so. Später sprach sich jedoch herum, dass der Dateiname eher "gratis_ferien_reisen.html" heissen solle, damit Google die Begriffe überhaupt trennen kann. Und schliesslich wurde verkündet, dass Underscores gar nichts bringen und der wirksamste Dateiname sei "gratis-ferien-reisen.html", also mit Bindestrichen. Jetzt weiss man es endlich genau: Google interessiert die Dateinamen von Webpages überhaupt nicht, egal ob mit Keywords drin oder Underscores oder Bindestrichen. Tests haben klar bewiesen, dass man eine Seite genausogut wieder "proudlymadewithfrontpage.html" nennen könnte, am entstehenden Ranking ändert das nichts. Alle Umstellungen waren demnach vergebens. Wow. Oder Wau! Der hungrige Googlebot Ja, da kommt manch einer auf den Hund. Auch der Googlebot hat ständig Hunger und will schon auf der Startseite gefüttert werden mit möglichst viel Text, der für Suchanfragen sinnvoll genutzt werden kann. Ein einsamer Satz auf der Homepage wie "Willkommen bei Fischer Bettwaren AG" oder gar ein vorgeschaltetes Flash-Intro lässt den Googlebot verhungern und er kommt nicht so bald wieder. Oder nimmt gerade noch so eben seine Aufgaben wahr. Am besten schmeckt ihm eine Website, wenn er bereits beim ersten Bissen, nämlich im Title-Tag, brauchbare Keywords findet (dort sogar noch vor dem Firmennamen). Gleich danach will er ähnliche Keywords nochmals im Body Text (für Fachleute "in der Copy") finden. Tests bewiesen, dass Google solche Keywords im Body der Webpage stark gewichtet, und noch ein wenig besser wenn sie mit >(bold)< definiert sind. Noch stärker sind nur diejenigen im Title-Tag. Das kann man beliebig vertiefen. In jedem Falle braucht der Googlebot beim Besuch einer Website genug Futter. Nicht bloss zwei oder drei relevante Suchbegriffe, die ganz hinten auf Seite 12 und dann vielleicht nochmal irgendwo in einem Kontaktformular versteckt sind. Da muss Googlebot ja erst dreimal um den Block und dann die ganze Website rauf und runter hetzen wie ein kurzgeschlossener Wall-E, bis er sich das alles zusammengelesen hat. Doch wer zu viele Häppchen konsumiert, verdirbt sich den Appetit. Googlebot hat rund 1'000 Zwillingsbrüder und kommt je nach Funktion und Aufgabe als "Freshbot" oder "Deepbot" bei den Websites vorbei. Wie oft dies geschieht, bestimmt Google, teilweise auch Webprofis die wissen wie man Besuchsfrequenzen beeinflusst. Doch ganz egal wie oft, es gilt jedesmal: Der Googlebot will richtig viel Text, dicht und reichlich und mit Schlagsahne obendrauf. Das ist Ihnen vielleicht zu metaphorisch, doch eines muss verstanden werden: Das Web wimmelt an jeder Ecke von Tausenden von Blogs, die "pro Seite" vielfach mehr Text haben als eine typische Firmenwebsite auf Seiten wie "Kontaktieren Sie uns". Google liebt Blogs. Damit auch Sites gute Chancen haben, muss man bei vielen den Content verändern, vor allem auf den oft kargen Startseiten. Denn unser aller Web bleibt trotz unzähliger schöner Bilder primär ein Textmedium - sogar Hypertext. Darum: Wohl bekomm's. Bilder als Sprites Also weiter im, genau, Text. Bei Bildern gewichtet Google die "alt=" Texte und die Dateinamen jetzt stärker. In den Alternativ-Texten sollten Keywords stehen; das weiss man schon und ist jetzt noch wichtiger geworden. Doch auch die Dateinamen soll man anpassen. Szenario: Ein Restaurant mit einer Website wird SEO-Vorteile erzielen, wenn die Bilder der Website mit spezifischen Dateinamen erstellt wurden. Auf der Homepage ist dann nicht ein anheimelndes Foto mit dem Namen "bild_u83898_500x300.png" sondern der Dateiname heisst jetzt: "restaurant_luzern_vegetarisch.png" und wird vom Googlebot (diesmal ein spezieller Image-Bot) brav mitsamt wertvollen Keywords indexiert. Neue Tests bewiesen, dass dies viel bringt. Auch in meiner Site gibt es etliche solcher Beispiele. Wo ich gerade dabei bin: Heute entsteht für den Webdesigner ein Zielkonflikt bei der Herstellung der Einzelbilder für eine Website: Einerseits will man neue Sites aufbauen mit der revolutionären Methode "CSS Sprites" d.h. mehrere Grafik-Elemente werden in einem einzigen Bild zusammengefasst und durch spezielle CSS-Definitionen bei Bedarf ausschnittsweise an der richtigen Position angezeigt. Die Methode der CSS Sprites ist genial, durchgehend vorteilhaft und heute beinahe ein MUSS im Webdesign. Andererseits: Verwendet man weiterhin z.b. 25 Minigrafiken für alle Rahmenkomponenten ("the chrome") der Site, dann kann man jede davon gezielt benennen und das bringt zwar nicht grosse, doch immerhin minimale SEO-Vorteile. Ich persönlich entscheide hier klar zugunsten der Sprites und entwickle in Zukunft alle Websites so. Puzzle rückwärts, sozusagen! Ohne Probleme klappt auch das Zoomen der Schriftgrösse (Grafiken werden nicht depositioniert) und die Site sieht in allen wichtigen Browsern gleich aus: Firefox 12, Internet Explorer 10, SRWare Iron (Chrome) und Safari 5 (ich teste mit Safari for Windows). Keine der Teilgrafiken verrutscht. Es gibt auch keine CSS-Positionsunterschiede, ist also perfekt machbar. Dieses Spriting bringt enorme Vorteile für Websites: Beim Aufruf einer Webpage ist die Anzahl gleichzeitig notwendiger Server-Requests (Hauptgrund für langsame Sites) massiv reduziert. Moderne Sites laden meistens eine Vielzahl von unterschiedlichen Teilgrafiken, CSS und mehreren Javascript-Files, jQuery, Libraries für spezielle Interface-Effekte und so weiter. Und auf GREG.CH kommen spezielle Security- und Useranalyse-Funktionen beim Laden von Webpages hinzu. Funzt. Jedoch sind je nach Server nur maximal 4 Requests gleichzeitig in Arbeit, was im Falle von sehr vielen Kleindateien zu verzögert ladenden Webpages führt: Es ist also via eine normal schnelle DSL-Leitung nicht alles auf einen Schlag im Browser sichtbar, sondern dies dauert und der Site-Aufbau (Rendering) erfolgt in vielen kleinen Schritten. Darum ist es bei modernen und hochfunktionalen Websites so wichtig, die Anzahl der Server-Requests zu minimieren - mit Sprites. Als Entwickler habe ich dadurch nicht länger einen Ordner voller Kleinteile die ich einzeln handhaben muss, sondern kann bei Redesigns oder Korrekturen diese Sammelgrafik aus der Schublade ziehen und sofort loslegen. Und ich könnte mit einem einzigen Klick alle Kontraste verändern oder alle Teile aufs Mal ein bisschen blauer machen - was immer der Kunde gerade wünscht. Es war nie effizienter. Ja, Webdesign ist auch Handwerk. Und es hat durchaus mit SEO zu tun, denn Googlebot bevorzugt Sites, die zügig laden statt tröpfchenweise. Aber wieso gibt es erst wenige Entwickler, die diese Methode einsetzen? Es liegt wohl an der Unbequemlichkeit, erst einmal die Koordinaten jedes gewünschten Ausschnittes in einer Sprite-Grafik ermitteln zu müssen. Gerade bei vielen kleinen Bildteilen kann diese Arbeit langwierig und nervtötend sein. Dazu sage ich, an die vielen guten Webworkers gerichtet: Wir sind ja nicht angetreten, weil wir wussten, dass es einfach ist. Meta Keywords? Really? Seit September 2009 ist endlich offiziell wahr, was man schon vermutet hatte: Alle META Keywords in Websites werden von Google komplett ignoriert. Relativ neu lassen auch Bing und Yahoo alle META Keywords links liegen und indexieren sie nicht mehr. Nur die eine oder andere klapprige Uralt-SuMa nimmt diese Dinger überhaupt noch in ihren Index. Spam anfuttern für den Winter. Im Trend liegt deshalb und lässt sich im Web beobachten, dass man beim Bau neuer Websites gar keine META Keywords mehr hineinschreibt. Andere behaupten, es sei dennoch scharfsinnig und koste ja nichts, diese trotzdem für Sumabots anzubieten. Man muss sich allerdings auch fragen, wozu. META Keywords wurden jahrelang missbräuchlich ("spammy") eingesetzt, sind jetzt Geschichte, vergessen und gewesen. Wie bald auch die obsoleten SuMas. Am Rande: Google Search unterscheidet nie zwischen Gross- und Kleinschreibung sondern arbeitet bei der Suche nur mit klein geschriebenen Buchstaben. Folglich bringt das gar nichts, wenn Sie Ihre einzutragenden Keywords mit grossen Anfangsbuchstaben definieren. Immerhin erspart einem das die Differenzierungen. Der gefangene Floh. Der Gefangene floh. Google verpasst diese Pointe sowieso und findet nicht einmal den witz, äh, Witz. Für Webprofis sind das Binsenweisheiten, die Mechanismen sind seit Jahren bekannt. Darf man hoffen. Das Millionenbusiness Was inzwischen auch jeder wissen müsste: Rankings haben nichts mit PageRank zu tun! Und dennoch findet man viel derartiges Geschreibe von "Exxxxxxperten" im Web. Nun, Infos publizieren und die Leute aufklären ist löblich, aber nicht alle gehen klug mit diesem Privileg um. Da gibt es tatsächlich selbsternannte Web-Gurus, die der Web-Evolution satte fünf Jahre hinterherschlurfen und in allen möglichen Sites und Blogs dröge SEO-Tipps geben. So genannte Fachartikel im Tausenderpack und an jedem Kiosk nochmal zu lesen. Das Gros ist immer noch uralter, langweiliger Käse. Ist es das, was die Welt im Internet finden will? Also kritisch bleiben! Auch beim Online-Besuch bei SEO-Firmen, die Ihnen ausschliesslich Suchmaschinenoptimierung verkaufen: "Wir bringen Sie bei Google auf eine der Top-Positionen für schlappe zehntausend Franken" [und laden Sie auf ein bis zwei Bier ein wenns nicht klappt]. Mit sehr viel Tamtam werden die gänzlich unberechenbaren Chancen als volle Erfolgsgarantie verkauft. Ich halte den Hype für überzogen. It's a Word Game Man fand heraus: Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierer haben häufig in ihrer Vergangenheit als Zeitungsredakteure oder Copywriter (Texter) gearbeitet. Ach ja, wie zum Beispiel ich. Warum kann das helfen? Starke Erfolgsfaktoren in der SEO sind die Routine, mit Worten und Assoziationen zu jonglieren, und ein konkretes Feeling für den stetig ändernden Sprachgebrauch der Gesellschaft. Der Tipp besteht darin, sich intensiv mit Sprache und Kommunikation der Leute zu befassen. SEO is a word game. Alte gegen neue Domains "Domain Age" ist bei Google wichtiger geworden: Angesichts der extrem zunehmenden Tagesaktualität der Web-Inhalte (viel mehr neue Blog- und Twitter-Posts gegenüber relativ wenigen neuen Webpages) gewichtet Google das Alter der Domain nun stärker. Daraus ergibt sich das Ziel: Optimal sind möglichst neue Inhalte auf einer möglichst alten Domain. Hiermit beweist Google endlich wieder seine Lösungskompetenz. Ein Gedanke von genialer Einfachheit. Der neue Ansatz geht bei Google also weiter, als man noch im letzten Jahr annehmen musste. Backlinks Auch bei den Backlinks ist das Alter wichtig geworden - dies erklärt das Phänomen bei vielen uralten Sites (im heutigen kurzlebigen Blogging-Web heisst das einige Jahre), dass diese Sites zwar längst nicht mehr betreut oder besucht werden, aber starke Rankings sowie hohe PageRanks haben. Grund: Alte Links verweisen auf diese Sites, und Google hält alte Links für ein besonderes Qualitätsmerkmal. Allerdings geht dies dann nicht auf und wird zum absurden Prinzip, wenn es sich um "tote" Sites handelt. Reagiert hat Google darauf mit einer Backlinks-Neubewertung, die jetzt mitunter kuriose Suchresultate zeitigt. Dieser Vorgang macht klar, dass Google auf die Veränderungen im Web nicht jedesmal gut reagiert. Da wird halt mal ein Testlauf mit uralten Backlinks durchgeführt um zu beobachten, was es dann nach oben spült. Dann müssen die User mit dem neuen Index leben. Und erst dann überlegt man, ob es dafür überhaupt eine Lösung gibt. Da wackelt noch so einiges. Canonical ist wichtig Typische Webshops und Produkte-Websites haben für ihre üblicherweise sehr vielen einzelnen Webpages ein URL-Format wie "www.wirbieten.com?kategorie=123&subkat=abc&filter=topseller". Aber: Mit jedem der zusätzlichen URL-Parameter (hier waren's 3) sinkt die Chance solcher dynamischen Webpages auf ein gutes Google Ranking. Auch dies wurde jetzt mit Tests erwiesen und gilt nicht bloss für E-Commerce Sites. Wer mit solchen Problemen zu kämpfen hat, muss ausserdem sofort lernen, das neue HTML-Tag rel="canonical" richtig in seiner Website einzusetzen. Sonst riskiert man einen Google Penalty (eine Strafe z.B. durch Abstufung der Rankings) wegen so genanntem Double Content. Das gilt auch für diejenigen Website-Besitzer, deren Websites mit "http://www.domain.com" und "http://domain.com" erreichbar sind und die sich wundern, dass ihre Website wegen "Double Content" (technisch gesehen zwei verschiedene Domains mit gleichem Inhalt) heruntergestuft wurde. Ouch und Oops, da hat wieder einer die News nicht gelesen. Eine aufwändige Website haben, aber zulassen, dass diese beim wichtigsten Traffic Generator fast aus dem System fliegt, weil man neue Rahmenbedingungen ignoriert und schon gar keine Webnews liest und sich denkt: Was interessiert mich Google? Nur ein Datensauger, ein Monopolist, eine internetsüchtige Meute junger amerikanischer Nerds mit Simpson-Figürchen auf ihrem PC. Was also solls? Google ist eine Macht. Und es gibt kein Recht, im Index zu sein. Schon gar nicht für Publishers von "Double Content". Oder für all die Profilneurotiker mit ihren 50 Domains, die allesamt zur gleichen Website führen - im Stil von: meinplatz.ch, meinplatz.at, meinplatz.net, nurmeinplatz.eu, auch-meinplatz.tv und so weiter. Wenn man sich vorstellt, eine Website sei wie ein Haus in einer Stadt, dann will bestimmt kein Taxifahrer ein Haus mit 50 verschiedenen Adressen ansteuern. "Doppelte Inhalte" verursachen bei Google nur mehr Speicherplatz, Suchzeit etc. Also alles was eine Suchmaschine nicht mag. Google kennt da kein Mitleid und verlangt: Unser Index soll entrümpelt werden und sauber sein. Dazu gehört auch, dass Google Methoden begräbt, wenn sie veraltet sind. Keine Links kaufen Wichtiger als der PageRank ist heute der TrustRank. "Wo erfahre ich den für meine Website?" Leider gibt Google diesen nicht preis. Verständlicherweise. Während der PageRank die Faktoren wie Anzahl, Alter und PageRank der zu Ihnen verlinkenden Backlinks berücksichtigt, geht der TrustRank in eine objektivere Richtung. Wikipedia sagt: "Der Ansatz des Trustrank-Verfahrens ist, dass Webseiten, die von vertrauenswürdigen Seiten (trust für engl. Vertrauen) verlinkt werden, selbst vertrauenswürdig sind, während Spam-Seiten selten oder nie von vertrauenswürdigen Seiten verlinkt werden". Wenn Sie also in der Vergangenheit mal einen Link auf einer Linkliste gekauft haben, sorgen Sie dafür, dass dieser jetzt gelöscht wird, er schadet Ihnen heute nur. Vermeiden Sie also, Links von abgestraften Linkfarmen (PageRank 0) zu behalten. Sorgen Sie für neue, auch wenn das oft schwierig ist. Am allerbesten sind Links von "Authority Sites", zum Beispiel gelten ".edu" Domains (Unis) als sehr starke Autorität aus Sicht von Google. Gut ist, wenn verschiedenste Universitäts-Websites auf eine Website verlinken, bei GREG.CH sind es einige solcher Links. Mit der Zeit muss man ein Gefühl dafür entwickeln, welche Backlinks wertvoll sind, welche wertlos, und meistens findet man bei genauer Prüfung einige, die schädlich sind und neutralisiert werden müssen. Sie sehen daraus, welche heute die dümmste Strategie ist: "Möglichst viele Links haben". Das ist lange vorbei. Die heutige SEO kategorisiert jeden Link: Gut oder schlecht. Wo ich gerade dabei bin: Angenommen, ein Blogger ärgerte sich über ein gekauftes Produkt aus Ihrem Online-Shop und schrieb darüber negativ mitsamt einem Link zu Ihrer Website, auf den seine Blogleser jetzt klicken sollen. Erstens sehen Sie solche Backlinks in Ihren Analysetools, zweitens können Sie Abhilfe schaffen mit einem simplen PHP-Script. Dieses führt dazu, dass auf der Blogger-Seite zwar Leute auf den Link klicken, doch nichts passiert. Nicht einmal ein Seitenwechsel findet statt. Sie können also von Ihrer Site aus dafür sorgen, dass ein unerwünschter Link auf einer anderen Site deaktiviert ist. Nun werden Sie einwerfen, die Blogleser könnten beim Auftauchen dieses Phänomens die Website-Adresse einfach in die Browser-Adresszeile eintippen. Klar, doch die Erfahrung zeigt, dass (fast) alle dazu zu faul sind und sich nach dem ersten erfolglosen Klick interessanteren Dingen zuwenden. Im Galopp Wir sind immer noch bei der SEO-Strategie fürs laufende Jahr. Die grössten Veränderungen sind beim Google-Angebot selbst passiert. Seit zwei Jahren funktionieren Google-Anfragen mit Personalized Search. Dies stellte alle bisherigen SEO-Strategien in Frage, viele davon sind jetzt nicht mehr wirksam. Schon stehen die ersten Entwickler und Unternehmen mit "Weitblick" in den Startlöchern, und alle eint ein Plan: Das zu schaffen, was Google mit solchen neuen Funktionalitäten verhindert. Klingt absurd. Ist es auch. Das Pferd ist nicht schuld, wenn der Reiter nicht reiten kann. Un.Berechen.Bar. Google's Suchalgorithmus ändert sich ständig. Man weiss jetzt: Pro Jahr rund 500 Mal. Das heisst, mit Überraschungen wird ständig gerechnet. Google sagt, man solle sich als Website-Besitzer um die Überoptimierung (z.B. zu viele "nofollow" Links) keine Sorgen machen, auch nicht um die folgenden Penalties. Auch nicht um die Panda und Penguin Updates. Und der lapidare Rat von Google lautet diesbezüglich, eine Site so natürlich wie möglich zu halten und durch viel guten Content zu optimieren... Caramba! Zum Schweigen fehlen mir die passenden Worte - die Jungs von Google beherrschen eine seltene Kunst: Durch beruhigende Aussagen die Sorgen der Webmaster weltweit schüren. Play the Bot Der Kampf um gute Google-Positionen wird in diesem Jahr ganz besonders unberechenbar. Nicht nur weil die Suchmethodik der User deutlich geändert hat, sondern auch wegen Google und dessen neuen Funktionen. Bald jeden Monat bringt Google wieder eine neue Zusatzfunktion bei den Suchmöglichkeiten. Was dann wieder alles auf den Kopf stellt. SEO ist schon deswegen im Moment eine Art von Glücksspiel... Das brachte mich auf eine recht amüsante Idee. Ich warf meine Keywords (gemäss Analyse mit Google Trends vielversprechende) in meine Online-Datenbank und programmierte dazu ein PHP-Script, das für jede Webpage (ausser der Startseite und dieser hier) zufällig Wörter herauspickt und in den Title-Tag sowie in andere Komponenten schreibt. Je nachdem für die englische oder deutsche Version. Ergo findet der Googlebot bei jedem neuen Besuch andere Keyword-Kombinationen und indexiert mal so, mal so. Die Website als Überraschungsei. Ich nenne dieses Prinzip mal ganz salopp "Keyword Lotto". Und denke kaum, dass irgend jemand das nachmachen würde. Ja: Auf den ersten Blick erscheint es ziemlich meschugge, bis klar wird was danach geschieht: Da ich jeden Besuch der Googlebots bemerke und analysiere, kann ich bald danach meine neuen SERP's (Suchresultate) und den neuen Google Cache überprüfen. Wenn ich nun bei Google und im Cache feststelle, dass eine zufällig entstandene Keyword-Kombination meiner Site half, mit einer wichtigen Keyphrase nach oben zu kommen, mache ich diesen Teil statisch und behalte so das Ranking. Auch ohne Zusatzjoker. Erinnert Sie das nicht auch irgendwie an den Google Website Optimizer? Ein ähnliches Prinzip, und dieses kommt von Google selbst: Man bietet Variationen an und findet mit der Zeit heraus, welche am besten funktioniert haben. Am Ende hat man das Optimum. Dasselbe bei meinem Lotto mit Keywords und Keyphrases. Für solche Spielarten der Suchmaschinenoptimierung investiert man lediglich Neugier, Geduld und etwas Zeit. In der SEO sind die selbst gemachten Erfahrungen am wertvollsten - auch wenn sie nichts gekostet haben. Dies gilt auch für "Google Caffeine", das die SEO-Welt für den Rest des Jahres beschäftigen wird. Auch schon getestet? Gut, denn momentan ist wieder Warten angesagt. Was passiert, wenn demnächst die monströse Findmaschine "auf Koffein" ist, können Sie sich etwa so vorstellen: (Noch) schnellere Suchresultate, noch mehr Treffer, und zum Entsetzen aller Suchmaschinenoptimierer und vieler Website-Betreiber werden die Suchtreffer ganz anders ermittelt. Google macht Tabula Rasa und alles neu. Eine noch stärkere Fokussierung auf Keywords, schlauere Algorithmen und so fort. Die Karten werden tatsächlich neu gemischt. Jedenfalls sollten Sie sich dieses Jahr keine SEO-Fachbücher kaufen, sie sind so wertlos wie die Lottozahlen vom vorletzten Jahr. Fazit Und zum Schluss der Gedanke: Etliche Firmen glauben ja immer noch, gute Rankings könne man heute nur noch kaufen: Gekaufte Backlinks, Mieten von Links, breit angelegtes Affiliate Marketing, lawinenartige Spam-Aktionen mit jedesmal mindestens 500 neu gekauften Domainnamen die zwar hirnverbrannt klingen aber den Suchbegriff irgendwie beinhalten, Website-Besuchertausch und weitere Mutproben. Für solches wird exorbitant Geld investiert, schliesslich geht es um die Pole Positions im grossen Rennen. Nur: Für einige kommt bereits bei der Startaufstellung das böse Erwachen - Google bemerkt diese bezahlten Mauscheleien und bestraft zum Beispiel gekaufte Backlinks immer häufiger mit drakonischer Abstufung der Rankings. Dann ist erstmal alles futsch, Investitionen wie Positionen. Sieht man dann noch, wie überrascht solche Masters of SuMa Desasters jedesmal reagieren, bleibt eigentlich nur ein Fazit: Google's Positionen sind nicht käuflich. Und auf anderen Webseiten tobt längst ein digitaler Propagandakrieg um die noch viel perfideren SEO-Tricks, bei denen Google geradewegs als Feind statt Partner hingestellt wird. Web-Anbieter sollen sich zusammentun, "gemeinsam schlagen wir Google". Für mich ist das nichts. Aus Sicht des organischen Link Buildings ist die Verknüpfung mit solchen Aktionen ein sinnfreies Unterfangen. Jeder Mix geht auf Kosten des eigentlichen Zwecks der Website: Den Besuchern etwas bieten, das sie anderswo nicht kriegen. - Viel Erfolg !

  ≡ Publiziert 1. Oktober 2012 um 07:38     👁 11870 Views



Aug
09

«Challenges in responsive web design»


Challenges in responsive web designResponsive Web Design is taking the internet by storm. It's a fairly new set of techniques, methods and skills. So why is RWD necessary today? Users don't just use PC/desktop browsers to visit websites. Nowadays, they use a wide variety of devices with completely different screen formats such as iPhone, iPad, tablets, hundreds of Android phone models with different screen sizes, large "phablets" (smartphone/tablets) such as Galaxy Note, Nokia Lumia 920 with Windows Phone browser, Apple Retina iPads with double resolution, Netbooks, Kindle, Windows Surface, Wii, TV screens and more. In addition, there are more than 50 different mobile browsers in use - especially on Android. After 22 years of web evolution, we are seeing the next big step. This time, it's the *hardware* that presents new challenges for web and UI developers. The old methods are out of date -- device recognition, screen resolution detection, fluid design, elastic design, and building separate "mobile sites" on sub-domains are methods of the past... Instead, new websites need to be unlimited in their flexibility / adaptability / usability, and the only way to do this is with RWD. I have developed my website with several very specific solutions as a demonstration. If you're on a PC, slowly resize your browser window to see my RWD in action. Note that the 4 main pages of GREG.CH all function in different ways (Projects / Feedback / Profile / Blog). Please switch between the pages and resize your browser window to see what happens on each page. So check it out while you're here. Notice how the top navigation, main navigation, sub navigation and content areas are all changing when the browser window gets smaller. I've tried to make it as logical as possible. For example, on small screens (smartphones) there will be an email link and a clickable phone number at the top. When users visit a website on their smartphone, they often just want to contact the owner. A responsive website will automatically re-build the page layout to best suit the user's viewing device, thus giving them the best and most seamless experience -- even on the (very) small screens of old iPhones. When you think of Responsive Web Design, think of the movie "Transformers". Well, something like that ;) This brings a number of challenges for even the most experienced web developers: // How to organize the development of websites that don't have the same layout on all pages? // How to ensure that webpages made with RWD are still valid HTML5 - and perfectly printable (print out any of my webpages for a demo)? // How to avoid the risks in Search Engine Optimization (Google penalties) when using multiple "H1"? // How to solve the issue with data tables that simply cannot fit on narrow iPhone screens? // How to ensure that color contrasts are high enough on mobile screens in bright daylight? // How to avoid those ugly, over-simplified "template looks" that nearly all RWD sites have? // How to put the most relevant information - which on most websites is the email link and a clickable/dialable phone number - at the beginning of the webpage on small mobile screens? // How to handle graphics that are wider than the maximum 320 pixels of old iPhones by automatically switching from a horizontal to a vertical version of the graphic? (Example of how I solved it - resize the browser window) // How to integrate videos that auto-resize instead of overlapping smartphone screens? (Example of how I solved it - resize the browser window) // How to format images when they basically can't be wider than 320 pixels (old iPhones)? // How to create typography that is perfectly aligned and adapts font sizes to smaller screens? // How to logically organize the CSS3 stylesheet so it does not get cluttered with all the media queries required for RWD but remains compact and easily searchable? (View my CSS file to see the solution) And so forth . . . While doing my research on the web, I've found that most web designers who are able to make RWD sites were unable to solve such trivial problems in their sites. Today, only an RWD site is a good site. Granted, perfect websites are pretty rare - less than 1 per mil out of 500+ million websites today (last Netcraft study). RWD isn't the old "fluid / elastic design" or "dynamic webpages", it's a new technique that includes "mobile first" and "design for touch". Many sites already get more mobile device visitors than visits from desktops. So what's the fuss all about? As an RWD concept, this site GREG.CH is a reference because it does work for top/sub navigation, a different submenu selector on smaller screens, 3- and 4-column layouts, full-page auto-reflow (see page "Feedback"), and for a bi-lingual site that was made with precisely aligned, end-to-end text blocks that contain hyphenation (in Firefox). When you check my site's source code (View Source in browser) you'll see that it was easy. Well, quite frankly, Responsive Web Design does require experience in layouting and problem solving to do it right. It can best be done by developers who aren't just coders but also designers.

  ≡ Publiziert 9. August 2012 um 08:14     👁 10179 Views



Okt
10

«Toller Hund Bonita»


Toller Hund BonitaMein Hund hat ein aussergewöhnlich sanftes, vorbildliches Wesen, spielt extrem schön und fair im Wechselspiel mit anderen Hunden, bellt nicht, beisst nicht, nervt nicht, fängt gerne Mäuse und Maulwürfe, und spielt ziemlich gut Fussball. Aber der Reihe nach. — "Mi perra es muy bonita" = Meine Hündin ist sehr hübsch. Diesen Namen gab ich ihr, weil die Hündin auffallend schön ist (tolle Augen und Proportionen) und weil dieser Name für andere Hundebesitzer unmittelbar sympathisch klingt. Achja, zufällig gibt es hier in Adliswil eine "Boutique Bonita". Mein junger Wauzi stammt, wie so viele arme Hunde, aus einem spanischen Tierheim. Rasse? Mein Hund ist ein so genannter "Toller". Oder die Langform: "Nova Scotia Duck Tolling Retriever". Nach einem missglückten DNA-Test, der fälschlich "Podenco Mix" ausspuckte, fand ich mittels einer innovativen KI-App zur Hunderassen-Erkennung und einer analytischen Google-Bildersuche heraus, dass mein Hund in erster Linie ein Toller ist. Bonita ist mittelgross (Tollers sind die kleinste der 6 Retriever-Rassen) und 23 Kilo schwer, was für weibliche Tollers die Obergrenze ist. My bad. Folgende unterhaltsame Kurzvideos machte ich mal mit dem Handy — mein flinker Sofawolf kann sich im Norweger-Geschirr gut bewegen und mit anderen coolen Hunden spielen. Da sie im Tierheim wenig Auslauf erhielt, geniesst Bonita bei mir die grosse Lebensfreude. Handy-Videos (mit Galaxy Note) Diese Rasse ist ausgeprägt freundlich zu allen anderen Hunden und zu Menschen, denen man vertrauen kann. Tollers sind sanftmütig und "sehr intelligent" — so zumindest die Wesensbeschreibung. Sie bellen praktisch nie. Mit den üblichen Erziehungsmethoden erreicht man bei Tollers nicht sehr viel, ausser einem raschen Vertrauensverlust. Positive, sensitive und ruhige Bestärkung hingegen wird Erfolg bringen. Bonita ist ein ungewöhnlich sozial eingestellter und sanfter Hund und beginnt nie aggressive Beissereien. Das ist wichtig, weil auf den Hundewegen dieser Stadt (Adliswil) oft kleine Kinder und Mütter mit Kinderwägen spazieren... den dafür passenden Hund fand ich im Tierwaisenhaus in Winkel. Ursprünglich stammt Bonita aus einem Tierheim an der spanischen Ostküste, aus dem sie von Schweizer Tierschützern gerettet und via Genf in die Schweiz geholt wurde. Hunden wird nachgesagt, dass sie alles Mögliche fressen. Allerdings können manche Hunde genauso wählerisch sein wie Katzen... Bei Bonita trifft dies eindeutig zu, und auch das ist typisch für Tollers. Sie kriegt Frolic, getrocknete Pouletstreifen, Schinken, Dentastix und täglich 100mg Allopur. — Die bekanntlich schwierige Erziehung klappte dank kompetenten Tipps und Einzel-Lektionen bei einer Hundetrainerin. Bonita kommt nicht nur zuverlässig zurück (Appell mit oder ohne Hundepfeife) und weiss wer der Chef ist. Sie kann auch "Sitz" ohne Befehl: Stehenbleiben und sie anschauen, dann macht sie oft Sitz. Am Anfang haarte Bonita ziemlich – viele Tierheim-Hunde haben Haarprobleme wegen Stress. Das Problemchen löste ich mit Lachsöl. Ein auffallend schöner Kopf, ein warmer Ausdruck und faszinierend leuchtende Augen. Darum nannte ich sie Bonita — die Hübsche. Auch hörte ich schon, dass Bonita nicht wie andere Hunde stinkt sondern immer gut riecht. - Zum Nachdenken dies: Wir sind allein auf dem Planeten des Zufalls. Und unter allen Gestalten des Lebens, die uns umgeben, hat sich nicht eine mit uns verbündet, ausser dem Hund. In der Nähe eines guten Hundes werden die Menschen menschlicher. Wir mögen diese Tiere, weil unser eigenes Wesen darin vereinfacht zum Ausdruck kommt. Und weil wir uns wünschen, ein Menschenleben wäre so unkompliziert wie das eines Hundes: Fressen, Spielen, Schmusen, Schlafen. Die Natur als riesiger Spielplatz für geschärfte Sinne und jeder Geruch erzählt eine leidenschaftliche Geschichte. Bonita hat bereits mehrere verliebte "männliche Fans" (Rüden) wie Cloud, fängt gerne Mäuse und Maulwürfe (sie spielt damit) und hat vor Kindern meistens Angst – sie wurde offenbar früher in Spanien von solchen gequält. Am liebsten spielt Bonita mit ihrem grossen Plüsch-Hasen und mit Quietschbällen aller Art. Bonita's Wohnort: Adliswil, die Stadt im Zeichen des Adlers und "die boomendste Stadt der Schweiz" laut Tagi-Artikel, ist eine gute Stadt für Hundehalter. Denn hier trifft mein Canide täglich bis zu 15 andere Hunde. Das ist essenziell für die Sozialisation, jeder Hund müsste es genauso haben. Adliswil bietet uns abwechslungsreiche Spazierwege, einen Fluss zum Planschen, 4 eingezäunte Hundeplätze, Agility, einen grossen Pet Shop in der Stadt, mehrere Hundeschulen, mehrere Hundeclubs, und genügend viele Robidogs. Adliswil hat nicht zufällig eine vergleichsweise hohe Hundesteuer — diese Gemeinde tut was für ihre vierbeinigen Einwohner. — In Adliswil lernte ich: Der MENSCH ist entscheidend für das Wesen des Hundes. Es ist eine tagtägliche Beobachtung: Freundliche Leute haben freundliche Hunde, charakterlich schlechte Leute haben gestörte Hunde mit merkwürdigen Macken, und aggressive Leute haben latent aggressive d.h. lebensgefährliche Hunde... — Wer einen Hund beobachtet, lernt viel über den Halter. Als einfache Faustregel: "Wer sich nicht im Griff hat, hat auch seinen Hund nicht im Griff". Zur aktuellen Streitfrage in der Hundewelt: Halsband oder Geschirr? - Bei kleinen bis mittelgrossen Hunden sind Halsbänder heute für viele Hundehalter eine Tierquälerei. Fakten: Ein Halsband ist gefährlich für Kehlkopf und Halswirbel des Hundes, und es verursacht Stress und Angst durch Würgen am Hals. Sogar der 'Internationale Berufsverband der Hundetrainer' ist gegen das Halsband. — Heute weiss man mehr! Aber die meisten Geschirre im Handel sind genauso unbrauchbar, sie sind ganz einfach Schrott. Darum liess ich mehrere massgeschneiderte Führgeschirre exakt nach meinen Wünschen bei "Brigittes-Atelier" machen, die mit Tiername und Handy-Nummer (notwendig falls entlaufen) bestickt sind. Diese Geschirre sind überragend punkto Sicherheit, Stabilität und Komfort für den Hund. Als Hundehalter/in sollte man stets dabei haben: — Eine kompakte Hundepfeife zum Zurückrufen bei grosser Distanz, "Guardian Angel II" (Pfefferspray gegen Tierangriffe), vorbereitete d.h. umgestülpte Kotsäckchen, Schnur als Notleine für entlaufene fremde Hunde, und auf dem Handy: "echo112" App (Notruf inklusive GPS-Ortung), ANIS Karte, SKN Theorie und/oder Praxis Ausweis (auf Verlangen vorzuweisen), kantonale Hundeverordnung und Hundegesetz (klärt Streitfragen). Empfehlenswert ist auch die Android-App "My Tracks" von Google für Hundespaziergänge, um sich mit animierten Pfaden in Google Earth die besten Wege zu merken. — Generell ist mir wichtig, dass Chica Bonita ein sanfter, stressfreier und allseits beliebter Hund ist, der auch anderen Leuten Freude macht und vor dem niemand Angst hat. Nicht bellen, nicht beissen, nicht nerven. Das ist möglich. Mehrere Leute haben behauptet, dass meine Bonita "glücklich" wirkt... Egal in welcher Situation, sie ist immer angenehm, friedlich, wesensstark, klaut keinem anderen Hund das Spielzeug oder Futter, frisst stets vorsichtig statt raffgierig aus den Händen, läuft sauber bei Fuss wenn sie soll, geht Stress meistens aus dem Weg (statt ihn zu provozieren), attackiert weder Hauskatzen noch Enten, liegt in fremden Räumen brav auf dem Boden und wartet friedlich, schmust stundenlang, und spielt unglaublich schön mit anderen Hunden (— schon viele Leute machten Handy-Videos). So soll ein guter Stadthund in der heutigen Zeit sein! Das konsequente und sensible Training lohnt sich, ist aber am besten mit fundiertem Verständnis der Hundepsychologie zu schaffen. Dann klappt das. Nun... es gibt laufend neue heimatlose Hunde im Tierwaisenhaus, die ebenfalls ein liebevolles Zuhause verdienen... Immer mehr Leute kaufen sich einen Hund, weil es immer mehr Single-Haushalte gibt und wegen bekannten TV-Sendungen wie jener mit Hundetrainer Martin Rütter. ÖlgemäldeHier noch ein schönes Ölgemälde von Bonita. Gemalt in einer Woche von der Tiermalerin D. Niedermann in Adliswil. Der Ausdruck der goldfarbenen Augen ist gut getroffen, das Gemälde lebt vom berührenden Blick der Hündin. "Die guckt ja wie ein Mensch", habe ich mehrmals gehört... und die Tasthaare sind mit dem Pinsel schön herausgearbeitet. "Die 10 Bitten des Hundes" 1. Mein Leben dauert nur 10-15 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. So bedenke es, ehe Du mich anschaffst. 2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir willst. 3. Pflanze Vertrauen in mich ein, ich lebe davon. 4. Zürne mir nie lange und sperre mich nicht zur Strafe ein. Du hast Deine Arbeit, Deine Freunde, Deine Vergnügungen, ich habe nur Dich. 5. Sprich mit mir! Wenn ich auch Deine Worte nicht verstehe, so doch die Stimme die sich an mich wendet. 6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird, ich vergesse nie! 7. Bedenke, ehe Du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit Deine Finger zerquetschen können, dass ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache. 8. Ehe Du mich unwillig schimpfst, träge oder gar faul zu sein, bedenke, vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz. 9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde. Auch Du wirst einmal alt sein. 10. Gehe jeden schweren Gang mit mir. Sage nie: "Ich kann so etwas nicht sehen", oder "Es soll in meiner Abwesenheit geschehen". Alles ist leichter für mich mit Dir. Nachtrag 22.6.2021:Mein Hund ist jetzt 10 Jahre alt, gesund, sehr verspielt und immer noch "bonita" (hübsch). Hier ein aktuelles Foto. Nachtrag 21.7.2025:Mein Hund starb heute. Sie hatte Blasenkrebs mit Metastasen.

  ≡ Publiziert 10. Oktober 2011 um 10:43     👁 17991 Views



Aug
14

«Scharfes Sehen dank 2 LASIK-OPs»


Scharfes Sehen dank 2 LASIK-OPsBereits mehrere Leute fragten mich, wie denn das so abläuft bei einer LASIK-OP - und welche Vorteile und Aspekte wichtig sind. Für Interessenten ist es immer gut, jemanden zu kennen der selber eine LASIK hatte. - Bei mir waren es gleich zwei LASIK Operationen mit unterschiedlichen Methoden und perfekten Resultaten. Umso mehr kann ich darüber kompetente Auskünfte geben. Im Web liest man ja so einiges darüber, doch nie von jemandem, der zwei verschiedene LASIK-OP's hatte... Jeder Mensch will Adleraugen. Brillen und Kontaktlinsen sind unnatürlich und behindern den Menschen in seiner Freiheit. Das doofe Problem der Kurz- oder Weitsichtigkeit liegt lediglich an einem kleinen Stück Hornhaut, die wir auch an den Füssen haben. Theoretisch kein Problem, diese Hornhaut passend zu hobeln - wir reden ja nicht von der superpräzisen Linse des Hubble-Teleskops. Aber auch LASIK brauchte Jahrzehnte. Im Alter von 14 Jahren wurde ich Brillenträger, später hatte ich 6 Dioptrien. Nur die japanischen Männer finden das cool weil sie hoffen, damit intelligent auszusehen. Aber eine Brille macht viele Menschen introvertiert, verzerrt die Welt durch den unnatürlichen Abstand zwischen Auge und Glas und schränkt die körperliche Bewegungsfreiheit ein. Kontaktlinsen verursachen langfristig Trockenheit der Augen, zuweilen Panik wegen Augenbrennen wenn man unausgeschlafen wieder mal die falsche der beiden Reinigungsflüssigkeiten erwischt hat, sie gehen leicht verloren und sind mit Jahren laufender Kosten verbunden - anders als LASIK. Auch bei meinen intensiven Sportarten wie Kunstlauf und Shukokai-Karate fühlte ich mich oft gehindert durch die unnatürlichen Linsen. Was hatte ich nicht alles versucht... als ich etwa 25 Jahre alt war, kaufte ich diese gloriosen Kassetten mit Lehrgängen für muskuläres Augentraining - "ohne Brille leben in 30 Tagen". Pah! Schön wärs gewesen. Doch wenn die Hornhaut schlichtweg vorne zu dick ist und es darum mit der Sehschärfe hapert, gibt es nur LASIK als Weg zu einem zuverlässigen und vor allem natürlichen Resultat: keine Sehhilfe, kein doofes Nasengestell, kein Plastik auf den Augen - sondern Natur-Augen, die perfektioniert sind. Nicht alle LASIK Operationen sind gut... nie würde ich nach Thailand fliegen um mich in einer zwielichtigen Klinik billig Augenlasern zu lassen, oder eine minderwertige und schmerzhafte Methode wie LASEK oder PRK wählen. Zu risikobehaftet wäre das Resultat. Ein Programmierer und Designer braucht seine zwei Augen als wichtigste Werkzeuge. Andererseits werden heutzutage LASIK-Operationen in den USA in der Mittagspause gemacht: kurz zum Starbucks rüber, danach die Augen lasern lassen, anschliessend wieder ins Büro und nie mehr Brille oder Kontaktlinsen tragen. Man darf den Amis einige Dummheit und mangelnde Allgemeinbildung vorwerfen, doch im Bereich der korrektiven Chirurgie sind sie Weltspitze und effizient. Trotzdem kursieren im Web - primär auf YouTube - kurioseste Horror-Stories: LASIK könne zur Erblindung führen (und ähnlicher Schwachsinn). Fakt ist, ein Einreissen des während des Eingriffs geschnittenen Deckels ("Flap") ist extrem selten und überdies korrigierbar. Und falls wirklich einmal eine OP in die Binsen geht, dann hilft eine routinemässige Hornhaut-Transplantation wie sie tagtäglich tausendfach bei alten Katarakt-Patienten durchgeführt wird. Von LASIK wurde noch niemand blind. - Wer ein Topresultat haben will, muss aber die beste Methode und den besten Chirurgen wählen. Ich entschied mich erstens für die beste der verfügbaren LASIK-Methoden (wellenfrontgeführt / Femto-Sekundenlaser) und zweitens für einen der führenden LASIK-Chirurgen und -Entwickler der Welt, Augenarzt Professor Dr. Dr. Seiler. Sein bekanntes Institut ist das IROC in Zürich-City. Professor Seiler ist unbestritten ein Genie, wenn es um das menschliche Sehen geht, und er kriegt sogar Unmögliches hin. Nebenbei ist er immer lustig drauf - wir lachten während jeder Sitzung viel. Die erste meiner beiden Wellenfront LASIK Operationen durch Professor Seiler liess ich im Jahr 2007 machen. Die Voruntersuchungen waren sehr intensiv und langwierig, das Lasern dauerte dann lediglich 30 Sekunden pro Auge und Schmerzen gab es keine. Das bunte Geblitze des Lasers war toller als der Farbentrip am Ende von "2001 - Odyssee im Weltraum". Und ich blieb verschont von seltenen postoperativen Problemen wie SOS ("Sands of Sahara") oder langer Augentrockenheit. Mein Resultat war in jenem Jahr das beste von sämtlichen IROC Zürich Kunden. Man gratulierte mir, und ich erhielt eine schriftliche Arztbestätigung für meine erreichte Sehschärfe von sensationellen 150 Prozent - auf beiden Augen! In amerikanischen Werten ausgedrückt: "15/20 Vision". Ergo viel besser als mit Brille oder Kontaktlinsen. ◐◐ Siehe die augenärztliche Bestätigung für meine extreme Sehschärfe. Als kleine Anekdote war ich während meiner Operation neben "DJ Bobo" - einem der wenigen Schweizer Promis mit internationalen Erfolgen: DJ Bobo liess sich am selben Tag im IROC die Augen lasern, weil er seine Kontaktlinsen nicht länger vertrug - dies wegen dem Effektnebel der Trockeneis-Maschinen auf seinen Konzertbühnen. Wenn ich heute DJ Bobo in den Medien sehe, denke ich daran wie er neben mir vor dem IROC Operationsraum sass und Madonna auf seinem iPod hörte, damit seine eigene LASIK-Operation nicht so sterbenslangweilig würde. Langweilig? Selbst die "coole Lightshow", die man während des Laserns sieht, schien Bobo nicht sonderlich zu beeindrucken. Auf der Bühne hatte er schliesslich gleich mehrere Laser. Zwar nicht so teuer, dafür umso geiler. Damit sei auch klar gesagt: eine LASIK-OP ist kein Grund für Ängste. Nichts hält ewig . . . Männer ab 40 werden geplagt von grauen Haaren, Haarverlusten und Alterssichtigkeit. Von ersteren blieb ich zunächst verschont, von der drohenden Lesebrille nicht. Damit hatte ich allerdings gerechnet - konsequent liess ich also rechtzeitig eine zweite LASIK-Operation machen. Diesmal die Version "Monovision". Das Prinzip der Monovision setzt die qualitative Trennung zweier Bilder voraus, welche auf ganz unterschiedliche Distanzen fokussiert sind. Somit kann ein Auge die Sicht für die Ferne scharf erkennen, wogegen das andere Auge z.B. die kurze PC / Smartphone Distanz optimiert. Zusammen ergibt sich für das Gehirn ein fast perfektes Gesamtbild - Sehen "passiert" im Gehirn, nicht in den Augen. Monovision funktioniert nur bei zirka 60 Prozent aller Leute. Einigen Patienten wird es beim MV-Test bereits nach wenigen Minuten schwindlig. Voraussetzung ist ein gut funktionierendes Gehirn, denn dieses muss ständig mehr arbeiten! Aber dafür hat man das Organ. Vielleicht half mir meine Erfahrung als Schlagzeuger in drei Bands, denn als Drummer muss man Rechts und Links ständig koordinieren und beide Seiten in Sekundenbruchteilen (!) in einen präzisen musikalischen Kontext bringen - eine brillante Fähigkeit unserer elektrochemischen Denkmaschine namens Hirn. Selbst der "LASIK-Pionier" Professor Seiler liess sich Monovision machen, und er operiert äusserst erfolgreich damit. Wie man z.B. an mir sieht... Für einen Augenchirurgen ist das Wahrnehmen von kleinsten Details essenziell - kein Problem mit Monovision! Grosse Männer wie Goethe und Adenauer hatten ebenfalls Monovision, das nennt sich "Goetheblick" und kommt auch in der Natur vor... Die Kosten für LASIK sind vergleichsweise hoch, doch auch 20 Jahre Anpassungen von altersgerechten Brillengläsern plus ständige Käufe von neuen Kontaktlinsen und entsprechenden Mitteln sind nicht billig! Das Plus an Freiheit lohnt sich für viele Menschen: Heute lassen sich in den USA jährlich über 4 Millionen Menschen mittels LASIK-OP's ihre supercoolen "Eagle Eyes" machen. Nachteile sehe ich keine — und ich sehe alles *g*. Von der kleinsten Schrift über Nuancen in Gesichtern bis zu weit entfernten Vögeln die mein kleiner Jagdhund erspäht. Ich bin 50+ und sehe schärfer als die allermeisten 30-Jährigen. Denn nur wer gut sieht, sieht mehr. Weil unser Leben ständig voller wird mit visuellen Reizen und kleinen bis riesigen Bildschirmen vom Smartphone bis zum Plasma, entwickelt sich auch das ganze Forschungsgebiet rasant weiter. Wie wärs mit Kontaktlinsen, die man im Schlaf trägt — um tagsüber perfekt zu sehen? Schon heute sind solche Speziallinsen eine gute Lösung. Zwar nicht so komfortabel wie LASIK und nicht überall verfügbar, aber irgendwann werden die Menschen auf ihre unnatürlichen Brillen verzichten können. Doch wenn es dann endlich so weit ist, werden Datenbrillen wie Google Glass das Niveau der Nützlichkeit oder Unverzichtbarkeit erreichen, und damit ist die Menschheit wieder zurück bei... der Brille. Mitsamt vollautomatisch digital korrigierter Sehschärfe in jedem Lebensalter. Irgendwie lustig, wie der Kreis sich schliesst.

  ≡ Publiziert 14. August 2011 um 10:21     👁 10954 Views



Aug
09

«The three most famous Gregs in the world»


The three most famous Gregs in the worldSo I was wondering whether there are -any- famous Gregs in the world . . . Interestingly, there are exactly three, and they all share a funny similarity in their mission. Here we go: FAMOUS GREG 1 - Greg House - Who? Best television actor (House MD). Mission: Prove that all others are idiots. Including other doctors, patients he saves, and just about anyone else *g* FAMOUS GREG 2 - Greg Heffley - Who? The hero of today's children. Even in Switzerland. Mission: Prove that he's "surrounded by idiots" - and write a best-selling book with that very title. FAMOUS GREG 3 - Good Guy Greg - Who? The most liked internet meme. Mission: Prove that he's not an idiot like everybody else. Well, perhaps I'd rather consult the high-traffic Urban Dictionary in which lots of people have entered their own definition of "Greg". Hilarious! If you know any Gregs, add your definition to the Urban Dictionary - the ones with the most votes get to the top.

  ≡ Publiziert 9. August 2011 um 10:32     👁 10884 Views



Jan
03

«Ein wenig CH Bashing»


Ein wenig CH BashingAls ich Juror in der Best of Swiss Web Award-Jury war, stellte sich mir zwangsläufig die Frage: "Warum zum Henker kriegen die Schweizer nie etwas international Wichtiges gebacken im WEB, das schliesslich in der Schweiz erfunden wurde?" Dazu wäre erstmal anderes zu erwähnen. Web hat zu tun mit Kommunikation, Hineindenken können und Kreativität. Andere Bereiche sind da das TV, die Musik oder auch die Komik. Aber der Reihe nach. Im Bereich TV zeigen die Schweizer, dass sie sich nur blamieren können. "Tag und Nacht" als Abklatsch der besten TV-Serie "House MD"? Das Resultat war dermassen peinlich, dass die Serie gleich abgesetzt wurde. Die Schweizer TV-Macher können das nicht. Da fehlt jede Qualität im Aufbau der Spannung, der Charaktere, der Tragik, und der Komik. Kostete zwar grausam viel Geld, hatte aber null Feuer. Oder man denke an "LoveCheck", auch so was können sie halt nicht, da fehlen ihnen irgendwie die Gene dazu oder diese sind längst verkümmert. Dann weiter mit Musik, auch da gibts kaum je Qualität aus den Schweizer Talentschmieden, mal abgesehen von den laut Musikjournalisten besten Schweizer Musiktalenten wie Sophie Hunger und Nik Bärtsch. Aber wer mal die hiesigen Castingshows mit zum Beispiel Deutschland vergleicht, erkennt rasch, dass hierzulande mehrere Stufen tiefer produziert wird. Völlig chancenlos wären die Karaoke-Singers von "MusicStar" gegen echte Singtalente wie zum Beispiel in der Castingshow von Raab. Und die Deutschen würden sich mit Recht kringelig lachen über das insgesamt grottenschlechte Niveau unseres SF Volksfernsehens. Das führt uns zur Komik (Standup ist hier gemeint), die ja von präziser Kommunikation und Frische lebt. Ganz vergeblich sucht man hierzulande Mega-Talente wie die deutschen Comedians Kurt Krömer, Rene Marik, Paul Panzer, Piet Klocke und mindestens 50 andere, die es im Nachbarland gibt und bei uns leider nicht. Auch unser Giaccobo war nur früher mal lustig, heute aber schon längst verkrampft und berechenbar. Gähn. Das Gegenteil von Frische und Spontaneität. Liegt es daran, dass die Schweizer Überraschungen hassen? Solche braucht es nämlich in diesem Beruf... Doch selbst Ursus & Nadeschkin wärmen nur noch ihre alten Sketche auf. Extrrrreeeem alt, wie Nadeschkin sagen würde. Und genauso dürftig siehts im Schweizer Film aus. Nach "Höhenfeuer" und "Snow White" kam eigentlich nichts mehr, das bemerkenswert oder von internationaler Qualität war. Selbst den James Bond hat mal ein Schweizer ruiniert, Forster's Film kriegte gemäss Wikipedia schlechteste Kritiken weil der Streifen nur aus doofer Action besteht. — Himmel, warum kriegen die Schweizer nichts Grossartiges auf die Reihe im Bereich Kommunikation, Kreation oder Interaktivität... Internet? Glaubt man den offiziellen Statistiken, so glaubt man auch Folgendes und wundert sich schon ein wenig: Erstens ist die Schweiz das intelligenteste Land der Welt, denn wir haben am meisten Nobelpreise pro Kopf (laut Studie der IMD). Zweitens das innovativste Land der Welt, denn wir haben am meisten Patente pro Kopf (laut Studie des IGE). Drittens das wettbewerbsfähigste Land der Welt, denn wir haben die besten ökonomischen Bedingungen (laut Studie des WEF) — notabene alles trotz hohem Ausländeranteil. Viertens ist die Schweiz das gesündeste Land der Welt mit der höchsten Lebenserwartung, welche sogar über der Lebenserwartung der sich sooo gesund ernährenden Japaner liegt (laut OECD-Statistik). Fünftens ist die Schweiz weltweit führend bei der Nutzung von Smartphones (laut Adello und anderen). Sechstens ist die Schweiz weltweit führend bei der Einführung des neuen Internetprotokolls IPv6. Und siebtens, wie bereits erwähnt, wurde das World Wide Web in der Schweiz erfunden. Wer hat's erfunden? Eben. Die Schweiz ist ein Qualitätswunder! Das sollte doch eigentlich reichen, um auch mal ein weltweit relevantes Web-Projekt auf die Füsse zu stellen! Aber Fehlanzeige. Beim 'Best of Swiss Web' Award gab es noch nie eine Website, die weltweit relevant war. Wir sind angeblich die Besten und die Innovativsten, dennoch erfanden wir weder eBay noch Facebook, Twitter, Amazon oder sonstwas von weltweiter Relevanz. Flop Schwiiz! Und da meine ich explizit diejenigen Firmen und Akteure, die trotz ihren Millionenbudgets und den perfekt umsorgten Teams chancenlos bleiben im internationalen Vergleich - auf der Kippe zur Karikatur. Warum uns die Amis mindestens fünf Jahre voraus sind: Ein Silicon Valley gibt es nur in den USA. Mit all dem was das Silicon Valley eben ausmacht: Leute die mit Unternehmertum absolut infiziert sind. Absolute Risikobereitschaft. Intensiver, offener, brutaler Wettbewerb, man kennt die Konkurrenten ganz genau. Die USA sprechen englisch. Und das Online-Medium war zur Geburtsstunde aus der Sprache der Wissenschaft kommend ebenfalls englisch. Ein kleiner Vorsprung, der so schon bei der Adaption von digitaler Technik in den Jahrzehnten davor von Bedeutung war. Und ein gravierender kultureller Unterschied: Das US "Just do it" gegen unser zauderndes "erstmal besprechen". Rodeo-Reiten gegen Jassen - welches Volk hat mehr Mut? Ein weiterer kultureller Unterschied in der Kommunikation: Der Schweizer übt sich mehr in Zurückhaltung als der Deutsche und dieser wiederum mehr als der US-Amerikaner. Das Internet ist immer noch ein Risiko für viele in der Unternehmenskommunikation und Schweizer sind wohl eher risikoavers. Sei dies aufgrund des Bubbles oder einfach, weil die technische Komponente für Marketingverantwortliche nur schwierig einzuschätzen ist. Zusätzlich ist es eine Frage der Kontrolle, einerseits von Inhalten, andererseits vom Zugriff. Des weiteren werden -hierzulande- Zeitschriften und Zeitungen immer noch als qualitativ hochwertiger gesehen als Webseiten. Unser Fehler. Das Internet fordert tatsächliche Präsenz, Engagement und vor allem Authentizität von Marketingverantwortlichen da der Kunde immer mehr zum "Partner" wird. Unternehmen können zwar dadurch näher an immer komplexer zu "definierenden" Kunden herantreten und von dieser Beziehung profitieren (Brand Evangelists, Lead User Innovation oder Virale Kampagnen) aber dafür fordert der User auch mehr als früher. Es liegt nicht nur an der Kultur dieses Landes, sondern auch an der starken Stellung weniger Verlage im Online Bereich. Um ihr Kerngeschäft Print zu sichern, versuchen sie auch auf ihren verkehrsträchtigen Onlineseiten sehr hohe Werbepreise aufrechtzuerhalten. So wird Onlinewerbung relativ uninteressant. Gleichzeitig gibt es dadurch aber Chancen für unabhängige Publisher, nur müssen die natürlich noch stärker im Vertrieb werden, ein Bereich, der dem Schweizer nicht so nahe steht, wodurch wir wieder bei der Kultur sind. Damit schliesst sich der Kreis: Schweizer verpassen nicht nur in der Web-Kultur den Anschluss, sondern auch in anderen Kulturbereichen von TV bis Musik. Die Chancen liegen nun darin, auf diese Rückständigkeiten einzugehen. Dazu bietet Online mehr Möglichkeiten als Offline. Die Risiken liegen darin, dieselben Fehler zu machen, die man schon immer bei schlechter Werbung machen konnte und die Veränderung der Konsumenten zu ignorieren. Die Lösung liegt darin, verstehen zu lernen, warum was im Web wo wann erfolgreich wurde. Althergebrachte Denkweisen taugen bei diesem Lernprozess leider gar nichts. Sondern nur das aktive "sich selber damit befassen" und lernen, was die letzten 20 Jahre im Web abgelaufen und an den Schweizern vorbei gelaufen ist. Darüber gibt es viel zu lernen - gerade jetzt. Nach dem Motto: Wer den Zug verpasst, kann immer noch laufen.

  ≡ Publiziert 3. Januar 2010 um 08:08     👁 9478 Views



Jan
02

«Wolkige Aussichten für 2009»


Wolkige Aussichten für 2009Was bringt das Jahr 2009 für Computernutzer? Neben neuen Betriebssystemen von Microsoft und Apple wird "Cloud Computing" immer wichtiger. Auch Spieler kommen auf ihre Kosten: Die erfolgreiche Simulation "Sims" geht in die dritte Runde. Und in der Schweiz startet das von mir entwickelte Social Network swissmen.com 2008 war das Jahr des Netbooks und der Social Networks. Beide Megatrends werden sich fortsetzen. Was 2009 sonst noch bringen wird, steht in den Wolken - und das im wahrsten Sinne des Wortes: Zu den wichtigsten Trends gehört das "Cloud Computing". Dies bedeutet, dass digitale Anwendungen nicht mehr auf irgendwelchen Geräten laufen, sondern im Netz. Cloud Computing macht bereits 13 Prozent des globalen Software-Geschäfts aus. Der Umzug ins Web hat bereits 2008 die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Den Takt gibt Google an. Der Marktführer bei der Online-Werbung hat nicht nur Textverarbeitung und Tabellenkalkulation als Internet-Programme eingeführt, sondern auch zahllose weitere Web-Anwendungen bis hin zu Angeboten, die manchem Eigenheimbesitzer schlaflose Nächte bereiten: Im Frühjahr 2009 wird es bei den Google Maps die "Street View" auch für die ersten drei Städte in Deutschland geben, mit detaillierten Ansichten von Hausfassaden. Und Konkurrent Microsoft bringt "Windows Azure". Microsoft wird zusehends verdrängt. Nach dem Flop von Windows Vista warten die meisten Nutzer auf Windows 7, das bereits jetzt als zeitlimitierter Download verfügbar ist und Ende 2009 kommt. Windows 7 ist tatsächlich schnell, schlank und schön. Viele Nutzer wollen direkt von XP auf das bessere Windows 7 umsteigen - ohne Umweg über Vista. Und der neue Browser Internet Explorer 8, den es jetzt als Beta zum Testen gibt, ist gut. Nie so gut wie Firefox, doch brauchbar - im Gegensatz zum Internet Explorer 7. Und schon gar nicht zu vergleichen mit dem abgrundtief miesen IE6, vor dem sogar Google warnt. Wer noch mit IE6 surft, ist selbst schuld. Dieser Schrottbrowser wird gar nicht mehr unterstützt. In der Linux-Welt setzt sich Ubuntu durch. Diese Software ist auch deswegen interessant, weil ein Milliardär dahinter steckt und die Entwickler finanziert. - Ein gutes Beispiel dafür, was jetzt im zweiten Boom abläuft: Nicht nur die grossen Firmen, auch die vermögenden Privatleute investieren. Diese Art von Investoren sieht man bei neuen Social Network Projekten. Denn dort geht es um einen Riesenkuchen mit der Möglichkeit, Milliarden zu verdienen. Viele Reiche in der Welt haben begriffen, dass sie mit Webprojekten mehr Geld verdienen könnten als mit Aktien oder Immobilien - beide stürzten bekanntlich ab. Den ersten Web-Boom vor 2000 hatten sie verpasst, jetzt machen sie den zweiten ("Web 2.0") mit. Also buttern sie ihre Millionen in Websites, Social Networks, Blog-Software oder Betriebssysteme. Wie bei Ubuntu. Apple bringt das neue Mac OS "Snow Leopard". Aber die schwere Krankheit von Apple CEO Steve Jobs könnte dazu führen, dass Apple einen Teil seines Kultstatus verlieren wird. Notabene würde wohl auch die SVP ohne Blocher viele ihrer "Fans" verlieren. Immerhin hat Apple mit der Neuauflage seines iPhones die Marktführung bei den Smartphones übernommen. Im neuen Jahr darf man gespannt sein, wie sich das Apple-Handy gegen die aufkommende Konkurrenz mit dem Google-Betriebssystem Android schlagen wird. 2008 war das Jahr, in dem erstmals mehr mobile Computer verkauft wurden als Desktop-Geräte. Dazu trugen die kleinen Netbooks, UMPC's und "Netvertibles" bei. Im neuen Jahr wird sich diese Entwicklung fortsetzen, 2009 ist das Jahr der Kleincomputer. Viele Leute kaufen sich für 250 Franken ein Compüterchen mitsamt Internet Anschluss, mehr brauchen sie gar nicht. Erstaunlich, dass sich dieses Konzept nun doch durchsetzt, wenn man bedenkt wie viele gross angekündigte Produkte vom Markt abgelehnt wurden: Tablet PC's, Thin Clients, Videotelefonie, Touchscreen PC usw. Aber die Netbooks werden akzeptiert. Und falls endlich ein Hersteller die grandiose Idee umsetzen würde, in solche Mini-PC's einen TV-Empfänger einzubauen, dann wären die Kistchen jahrelang ein Renner. Auch Notebooks schneiden in der Wirtschaftskrise sehr viel besser ab: Ihr Absatz soll noch einmal um 15,2 Prozent steigen, während bei Desktops und Servern rezessionsbedingt ein Minus von 6,7 Prozent prognostiziert wird.Auch bei den Schnittstellen tut sich was: USB 3.0 soll Daten bis zu zehnmal so schnell übertragen wie der jetzige Standard 2.0. Und: USB soll irgendwann in naher Zukunft auch ein drahtloser Standard werden, die Entwicklung wird derzeit unter dem Namen USB wireless vorangetrieben. Was die Besitzer von Laptops, viel Peripherie und ständig überfüllten Steckplätzen und Hubs besonders freuen dürfte. Bei den Computerspielen steht Ende Februar ein erster Höhepunkt an, wenn die dritte Generation der Sims erscheint. Die auch bei Mädchen und Frauen beliebte Alltagssimulation soll noch komplexer werden als bisher. Und das süchtig machende Gewaltspiel "World of Warcraft" mit seinen 12 Millionen Spielern sorgt immer noch dafür, dass Menschen ihr Leben verlieren weil sie in einer Kunstwelt aufgehen - oder vergessen etwas zu essen. Und nur noch spielen. Fernseher werden dünn, LG bringt ein zweieinhalb Zentimeter flaches Gerät. Andere neue Modelle können Tiefe (3D) darstellen, TV und Games werden bald dreidimensional. Auch wird sich der sensationelle "LaserVue" gut verkaufen. Bezüglich Farbqualität, Brillanz und Schärfe übertrifft er alle bisherigen TV-Geräte. Ist aber noch teuer. Und das öde Fernsehprogramm wird dadurch leider keinen Deut besser. Theoretisch ginge es auch andersrum: Statt Bilder vom Monitor ins Hirn überträgt man vom Hirn auf den Monitor - denn im Jahr 2008 gelang es Wissenschaftlern, Bilder im menschlichen Hirn auf einem Monitor sichtbar zu machen. Dieses Brain-Hacking funktioniert bald auch mit Träumen. Bei den Mainstream-Websites ist immer mehr Konzentration zu beobachten. Der Eroberungskampf im wachsenden Territorium "Web" verläuft immer mehr so, dass ganz wenige Anbieter komplette Bereiche dominieren: Fotos sind auf Flickr, Videos sind auf YouTube, Musik ist auf iTunes, Bücher und CD's auf Amazon, Auktionen auf eBay, Search und Maps auf Google, B2B auf Alibaba, Microblogging auf Twitter, und so weiter. Der Kuchen mit den Milliardenumsätzen ist bald verteilt, die grossen Stücke haben sich einzelne Anbieter geschnappt und für die meistens viel zu spät kommenden Konkurrenten verbleiben die Krümel. Auch solche "Krümel" können sich lukrativ entwickeln. Gerade bei den SN's zeigt sich, dass zielgruppenspezifische und lokal fokussierte Sites Erfolg haben können. Die Liste der 150 bekanntesten deutschen Social Networks zeigt, dass zum Ende des Jahres 2008 nur gerade 4 nicht mehr existierten. Was nichts über die Langfristigkeit aussagt. Schon im ersten Web-Boom vor 10 Jahren wusste man, dass nur 3 Prozent aller Internetfirmen überleben und dass mindestens die Hälfte des Budgets für ein Web-Projekt in dessen Werbung gesteckt werden muss. Solche Grundregeln publizierte ich früher in meinen Zeitungsartikeln (Druckauflage 160k) und heutige Web-Unternehmer sind sich dessen bewusst, bevor sie ihre Business-Ideen umsetzen. Schliesslich hatte man 10 Jahre Zeit um aus dummen Fehlern anderer zu lernen. Und aus schnellen Veränderungen, wie dieser bekannte und bereits wieder veraltete Cartoon zeigt: Doch zurück zu den Wolken: In Zürcher Restaurants gilt ein totales Rauchverbot ab 1. Juli 2009. Was aber hat das mit Computing zu tun? Na ja, man hat den PC-Freaks jahrelang gepredigt "geht mal öfter an die frische Luft".

  ≡ Publiziert 2. Januar 2009 um 08:24     👁 8331 Views



Dez
20

«Das Fratzenbuch»


Das FratzenbuchWir sind zwar ständig verbunden aber nicht mehr zusammen. Wir erwarten mehr von der Technologie aber weniger von einander. Der kollektive Exhibitionismus auf Facebook drückt einen tief in uns verwurzelten Wunsch aus - nämlich jenen, mit allen verbunden zu sein. Doch liefert die grösste virtuelle Gemeinschaft tatsächlich eine neue soziale Gesellschaft, nach der wir suchen? Soviel sei bereits über Facebook gesagt: Es handelt sich um das erfolgreichste soziale Netzwerk und wird von vielen Millionen Menschen genutzt; täglich kommen 850'000 neue Members hinzu und sein Wert beträgt etliche Milliarden Dollars. Doch hinter diesen Zahlen, dem Erfolg und den schönen Worten liegt eine nicht leicht zu beantwortende Frage: Warum? Warum benutzen die Menschen für ihre Sozialkontakte lieber Sofortnachrichten, SMS und Bilder auf einer Webseite anstatt einfach das Haus zu verlassen, um sich persönlich zu treffen? Facebook ist definitiv die Gesprächsplattform des Internets. Jeder added Freunde, liked, probiert neue Anwendungen aus, lädt Bilder hoch und chatet. Viele Internetuser geben offen zu, dass sie süchtig danach sind und dass sie viele Stunden in Facebook verbringen, um Kontakte zu knüpfen. Jedoch verstehen nur wenige, warum das so ist. Überlegen Sie mal: Warum investiert man Stunden in eine Sache, wenn man in der realen Welt keinen Vorteil daraus ziehen kann? Man taucht ab in eine Welt, in der man die Kontrolle über das Geschehen hat - anders als oft im eigenen Leben. Erfüllt Facebook etwa unser Bedürfnis nach einem grossen Freundeskreis? Das wollen wir ja alle. Aber manche Leute haben erst mit dem zweiten Ich Erfolg - nämlich virtuell im Internet. Oder ist es nur eine Art von unverbindlichem "Inkognito - Freundschaftenflohmarkt", ein Platz für Freunde ohne wirkliche Freundschaft? Hat dort jeder seine persönliche "Big Brother" Show, in der das eigene Leben per Lifestreaming präsentiert wird, aber nicht so stattfindet? Keine dieser Fragen kann wirklich eindeutig beantwortet werden. Aber eines ist gewiss: Facebook bietet wieder eine neue Möglichkeit, sich leicht der Realität und dem Alltag zu entziehen. Es lässt uns in eine gebrauchsfertige Phantasiewelt fliehen - eine Welt, in der man hunderte, vielleicht sogar tausende Freunde hat, eine "Pseudogesellschaft" ohne zwischenmenschliche Konflikte. Schöne neue Welt - zumindest als Simulation. Doch erhebt sich die Frage: Ist Facebook also ernsthaft ein Ersatz für Sozialkontakte in der wirklichen Welt? Ist es für uns so schwer geworden, miteinander persönlich umzugehen? Das Ego will Alles - die Seele will Verbindung Für gewöhnlich sind wir Menschen soziale Geschöpfe. Und als solche lieben wir es, unsere Egos zu streicheln, indem wir allen zeigen, wie wunderschön, smart und klug wir doch sind - und wahnsinnig beliebt! Wir wollen sehen und gesehen werden und ein Netzwerk wie Facebook gibt uns dazu die perfekte Gelegenheit: Wir können alle Welt sehen - und alle Welt blickt auf uns, und wir präsentieren uns selbstverständlich von unserer Schokoladenseite! Wir präsentieren uns mit den coolsten Photos und tollsten Interessen - dieses Verhalten verhüllt aber ein tiefer liegendes Bedürfnis - eines, das jeder von uns hat; man nennt es das Verlangen nach "Verbindung". Tja, jetzt wird es kurz esoterisch. Seelenforscher erklären nämlich, dass wir alle gewissermassen wie eine einzige Seele miteinander verbunden sind - ein mächtiges Wesen aus Milliarden individueller Seelen. Auf dieser Stufe existieren wir in einer wechselseitigen, ewigen Verbindung, als ein ganzes System. "Spiegelneuronen" und so weiter. Doch an irgendeinem Punkt unserer Entwicklung verloren wir die Wahrnehmung der universellen Seele und unser Gefühl der Verbundenheit. Dieser Verlust der Wahrnehmung hinterliess uns ein Gefühl der Leere und des Mangels. Seither sind wir auf der Suche nach Möglichkeiten, die diesen Zustand kompensieren und uns irgendwie das einstige Gefühl der Ganzheit wiedergeben. Tatsächlich ist es die unbewusste Erinnerung an die Verbindung innerhalb unserer kollektiven Seele, die Millionen von uns dazu motiviert, in ein virtuelles Netwerk einzusteigen. Hier können wir einander jenseits von Zeit, Raum oder sonstigen Schwierigkeiten treffen. Man sitzt alleine vor dem Computer und ist doch unterwegs. Das Internet ist eine Welt ohne Grenzen, sagte mal einer. Das gilt auch für die Grenzen des Geistes. Der wachsende menschliche Egoismus blockiert unsere Wahrnehmung der gemeinsamen Seele ("Global Mind") und entfernt uns voneinander. Er wuchs beständig und erreichte in den letzten Jahren seinen Höhepunkt. Auch wenn er uns unglaublichen technischen Fortschritt brachte, so verhindert er jedoch gleichzeitig, dass wir uns wieder miteinander verbinden. Als Konsequenz fühlen wir eine tiefe Leere in unserem Herzen, welches sich danach sehnt, dass die Einheit unter uns wieder hergestellt wird. Doch indem wir so weitermachen, gibt unser Ego uns das Gefühl, grösser und besser zu sein als die Anderen. Es veranlasst uns, uns gegenseitig zu übervorteilen oder uns sogar aus purer Gewinnsucht Schaden zuzufügen. Doch hauptsächlich hindert es uns an der Erkenntnis, dass wir hinter all den zwischenmenschlichen Distanzen im Inneren doch zusammen gehören. Das Ego ist der Grund, warum wir den Gedanken des miteinander Verbundenseins nicht mögen. Wir finden die Idee der "gegenseitigen Abhängigkeit" oder "Gemeinsamkeit" aller Menschen fast unangenehm, belastend und sogar abstossend - daher verleugnen wir sie einfach. Doch trotz dieser Verleugnung zwingen uns die in jedem Bereich unseres Lebens lauernden Krisen, die wachsende Globalisierung und die dramatischen Naturereignisse zur Erkenntnis, dass wir wirklich verbunden und voneinander abhängig sind. Verbundenheit ist ein Prinzip des Universums und wir sind nur ein winziger Teil davon. Wir sind in einer Zwickmühle gefangen - einerseits wollen wir nicht einsam sein, andererseits wollen wir nicht zu viel Nähe. Das virtuelle Netzwerk liefert uns die perfekte Lösung: Wir können tausende Kontakte knüpfen und müssen dabei nicht einmal unseren Computer verlassen. Unsere geniale Technologie gestattet uns das Gefühl, verbunden zu sein und dabei distanziert zu bleiben. Das wachsende Gefühl des Getrenntseins enthüllt aber ein Verlangen nach seelischer oder geistiger Verbindung, welches nicht durch Technik oder virtuelle Medien ersetzt werden kann. Um dieses Verlangen zu befriedigen, sollten wir unser gesellschaftliches Netzwerk "upgraden" - von einem digitalen zu einem menschlichen.

  ≡ Publiziert 20. Dezember 2008 um 05:22     👁 8940 Views



Dez
26

«Das Internet, Version 2000»


Das Internet, Version 2000Erschienen im Jahr 2000 im Web-Trendletter "Netzwetter", von Greg Lemmenmeier, rund 3000 Abonnenten, hier lediglich als Archiv und Suchmaschinen-Futter publiziert. Dies wäre es also gewesen, das erste Jahr der Zukunft. Und wo bleibt die New Economy? Mit den wertlos gewordenen Pennystocks der Internet-Firmen könnten wir jetzt optimal den Winterofen heizen. Ist dies schon das Ende des Internet-Booms? Keineswegs, und keine Sorge. Es ist nicht das Ende, sondern das Ende vom Anfang. Und das ist gut so. Denn manchmal dauert es etwas länger, bis sich die Sachlage klärt. Nicht dass uns jetzt die US-Wahlen interessieren, aber die USA ist nun mal das Pionierland des Internets, für uns das wichtigste Lernmodell und Standort der wichtigsten Internet-Verwaltungen. Der neue Präsi wird so manches Machtwort zur weiteren Entwicklung des E-Commerce sprechen dürfen. Auch wenn er bloss mit einer einzigen Stimme Vorsprung gewann - und dies war die 5:4 Stimme des (republikanischen) Supreme Court Richters Rehnquist - aber Clinton geht sowieso. Und damit ist auch die Affäre Monica vom Tisch, auch diese Story wurde durch die massive multimediale Verbreitung zum Meilenstein in der Internet-Geschichte. Und ganz egal welcher Tisch und welcher Bush, der neue Präsi war jedenfalls nur zweimal im Ausland. Dieses hiess Mexiko und den Rest der freien Welt kennt er bloss vom CNN. Eine sinnvolle Internet-Politik basiert hingegen auf globalem Denken, also dürften die Amis die nächsten 4 Jahre ihr ganz eigenes Web machen. Unter Clinton zelebrierte man ja vorwiegend den Glauben an den wirtschaftlichen Aufschwung - mit dem Resultat dass viele der hochgehypten Dot-Com Firmen ins Jammertal stürzten und sich alsbald in Konkursmasse auflösten. Was werden die Amis also jetzt mit dem Internet anstellen, und wer verdient wessen Geld? Schliesslich kaufen wir Europäer tüchtig bei den US-Webshops ein und überholen auch bald in der Web-Nutzung. Bis dahin könnten wir aus den amerikanischen Fehlern lernen. Jenseits des grossen Teichs sagt jetzt die Old Economy der New Economy, wie die Wirtschaft funktioniert. Ob man daraus etwas lernt, wird sich im 2001 abzeichnen. Aber schauen wir noch ein allerletztes Mal zurück: Das Jahr 2000 begann mit einem Problem und hörte mit einem anderen auf. Am Anfang stand der Millenium Bug und am Ende die Dot-Com-Pleitewelle. Zwischendrin war der Frühlings-Boom mit sensationellen Börsen und rotierenden Venture Capitalists, und ab Herbst dann die Abstürze der Internetaktien auf breitester Front sowie massive Nachfragerückgänge bei PC's, IT- und Web-Firmen. Die Abhängigkeit der Wirtschaft vom Zaubermedium Internet wurde in Frage gestellt. Die Katastrophe der Dot-Com-Industrie begann im Mai. Noch im März waren viele Internet-Aktien bis auf unvorstellbare 600 Prozent gestiegen und die Anleger meinten tatsächlich, dass jede Jungfirma mit drei Programmierern, einer Espressomaschine und einer Internet-Idee 50 Millionen wert sei. Also machte man einen tollen Business-Plan, füllte diesen mit Wortblasen wie "global distributed turnkey e-commerce portal initiative" und präsentierte sich mit dem ganzen argumentativen Unfug einem noch viel naiveren Publikum. Mit Incubators und den damals genauso gierigen Banken wurden die Start-Ups total vorzeitig an die Börse gebracht, wo sofort der grosse Geldhahn aufging und die Jungs mit enormen Summen von "Spielgeld" überschüttet wurden. Dann klopfte man wiederum bei den Banken an, wo dank der Börsenkapitalisierung noch mehr Kredite geholt wurden. Jetzt hockten die Jungs auf so viel Geld, dass sie vergassen wie sie noch vor einem halben Jahr auf ihren geleasten Laptops herumgeklappert hatten, der Gründertraum wurde Realität und die Kohle wurde mittels "Cash Burn" sogleich verheizt: Mit teurem aber ineffektivem Marketing, mit schnellstmöglicher Expansion, mit hektischer und unsorgfältiger Personalrekrutierung, mit Gerichtskosten, mit hochgestylten Designerbüros oder gleich ganzen Gebäuden - und vielerorts mit Luxusautos und Kokainparties für die erst 25-jährigen Bosse. Es war eine Riesenparty und die Anleger glaubten, dass alles profitabel werden würde, man müsse nur lange genug warten. Aber im Mai bekam der schwedische Mega-E-Tailer boo.com plötzlich keine Nachfinanzierungen mehr und konkursierte unter Buhrufen mit 135 Millionen Verlust. Andere Firmen in USA und UK folgten in Abständen von wenigen Wochen, und fielen dorthin zurück woher sie gekommen waren, ins Bodenlose. Da gerieten die Kapitalgeber in Panik und der Markt entschied, dass solch pubertäres Business keine Investition sondern blinde Spekulation sei. Die Zusammenfassung des gesamten IT-Marktes 2000 sieht gemäss CNN vernichtend aus: Die Software-Titel verloren durchschnittlich 35%, Telekom-Titel 38% und Internet-Titel 50% bis 99%. Die Firmen im Bereich "Business-to-Consumer" verloren durchschnittlich 85% und diejenigen im "Business-to-Business" 45%. Sogar manch hoffnungsvolle Firma, wie die per TV-Spot beworbene letsbuyit.com, machte ihren Namen zum Gegenteil und ging genauso pleite. Andere schafften es, aber nur wenige haben eine realistische Zukunft. Es ist, wie wenn ein paar verrückte Wissenschaftler ein paar hundert neue Tiere züchten und diese in einem tropischen Dschungel aussetzen, nur um dann zu sehen welche Kreaturen überleben können. Bei den Internetfirmen spricht man langfristig von höchstens 3 Prozent, der ganze Rest der "Tiere" verhungert, ersäuft, mutiert sich zu Tode oder wird von den Pleitegeiern gefressen. Nur dass es so wahnsinnig schnell ging, das war der Schock. Das ganze Experiment kostet viele hundert Millionen und auch das Vertrauen der Kundschaft wird dabei erschüttert. Kinderkrankheiten bei einer neuen Technologie oder einem neuen Medium sind normal. Auf dem Internet versucht man jedoch eine schwierige Umstellung zu vollbringen, vom fast kostenlosen Kommunikations- und Fun-Medium zum zahlungspflichtigen Markt- und Einkaufsmedium, welches auf der Vision basiert dass man die langjährigen Gewohnheiten aller KonsumentInnen ändern kann. Aber genau das ist schwierig und braucht mehr als 5 Jahre, das hat man jetzt begriffen. Das Jahr war von Staunen geprägt. Zu Beginn erlebten wir verwundert einen Bug, welcher nichts anrichtete ausser den IT-Firmen die Auftragsbücher mit zweistelligen Milliardensummen zu füllen, im Januar die Fusionsankündigung von AOL und Time Warner, im Februar die DoS-Hackerattacken bei den "drei Grossen" (Yahoo, eBay, Amazon), im März die Ankündigung der X-Box, im Mai den verheerenden Love-Letter-Virus mit 12 Mia Schaden aufgrund von Microsoft Outlook, im Juli die angedrohte Schliessung von Napster und Diskussionen über die Zukunft von Peer-to-Peer, im August die Version 2 des Marketing-Games Moorhuhn, im September die Rettung von Napster durch die Bertelsmänner, im Oktober den Hack gegen Microsoft, im November die Freigabe von sieben neuen Domain-Endungen durch ICANN, und zwischendurch noch das planetproject.com als erste weltweite Volksbefragung. Das "echte Leben" lief wie immer parallel dazu ab und war geprägt von den Begriffen Millenium, Lothar, Concorde, Putin, Kursk, Sydney, Benzinpreise, Expo, Milosevic, Gondo, Harry Potter, BSE, Big Brother und US-Wahlen. Es wurden 850 Naturkatastrophen registriert, rund 100 mehr als im bisherigen Rekordjahr 99, und alle sprachen von der Zukunft und vom Internet wie wenn beides dasselbe wäre. Buzz Buzz... Die IT-Buzzwords des Jahres waren WAP, UMTS, Konvergenz, CRM, ASP's und Content Providers, offene Standards wie XML/XSL und Linux/KDE, der Dot-Com-Boom und natürlich E-Business in allen Varianten von mobil bis instabil. Verkauft wurden vor allem Bücher, Musik und der Rest via Auktionen. Publikumserfolge waren SMS, P2P, Online-Games, Plattformen für Preisvergleiche und jede Menge Wettbewerbe und Lotterien wie grab.com. Die Marketingleiter beobachteten aufmerksam die Erfolge des Viral Marketing beim "Moorhuhn" sowie erfolgreiche "Recommend-It" Strategien. Das grösste Medienereignis war die Fusion von AOL und Time Warner und der damit bald entstehende grösste Medienkonzern der Welt. Die umsatzbesorgten Zeitungen stockten ihre Online-Versionen auf und brachten schnellstmögliche Aktualität. Es wird immer noch viel gelesen - vor allem Presseartikel und Börsennachrichten. Am Anfang war das Wort, nicht etwa die GIF-Animation und auch nach Beginn des kunterbunten Surf-Jahrtausends halten wir uns an den schnöden (Hyper-)Text. Wir warten auf den Durchbruch von Multimedia in allen Bandbreiten. Flash, das Format mit der höchsten Skip-Rate, macht weiterhin mehr Lärm als Musik, ist aber auf dem Vormarsch und löst Java und DHTML zusehends ab. Das Multimedia-Format hat zwar bei einigen Sites zur Verdoppelung der Besucherzahlen geführt und sich zu einer eigenen Kunstform für Web-Kurzfilme entwickelt, ist aber bei E-Commerce Experimenten gescheitert. Es muss nicht alles dynamisch sein, das sind wir selber und beim Shoppen sowieso. Auch mit Streaming-Angeboten lässt sich noch kein Blumentopf gewinnen, grosse Webcaster gingen pleite (scour.net, pseudo.com) und warten auf ein schnelleres Netz - erst in 4 Jahren haben solche Portale eine finanzielle Überlebenschance. Der meistgesuchte Suchmaschinen-Begriff war "MP3" (bei Lycos wars Britney Spears und Dragonball), Yahoo Business hat sich zur meistbesuchten Finance-Site gemausert und bluewin.ch wurde dank der Kuschel-Mobbing-Show "Big Brother" zur erfolgreichsten Website der Schweiz. Microsoft hat den Prozess wegen Kartellbildung und auch sonstiges verloren (wir verkneifen uns jedes Lachen), der MSIE wurde zum Quasi-Standard, und jedem wurde klargemacht wer inskünftig auch das Online-Fernsehen dominieren will. Intel beschleunigte die Prozessoren von 750 MHz auf 1,5 GHz und machte erst wieder Halt beim P4, der leider ziemlich "aufwärtskompatibel" geraten ist. AOL bescherte uns dann noch den Netscape 6, ganz logisch dass dieser ein Bugstar ist denn er war ja angekündigt als "Final Release" und es ist tatsächlich der letzte Browser. Die Suchmaschinen wurden noch mehr verstopft und Google.com machte uns einige Hoffnung, aber auf eine "Findmaschine" wartete man vergebens. Genauso wie auf brauchbare Marktprognosen, die aussagekräftig sind oder mehr als 2 Monate gültig. Ha. Die IT-Profis freuten sich über das arg verspätete Windows 2000, wobei viele Firmen mit der Migration noch zuwarten und schauen, wie Microsoft mit der .NET-Initiative das neue Betriebssystem in Fahrt bringt. Die Webnerds freuten sich über Dinge wie Dreamweaver4, PhotoImpact6, RealPlayer8 und das Überleben von Napster, die Kids über Playstation2 und die neuen Aibos, und die Flops des Jahres waren Netscape6, P4 sowie die merkwürdig selbstverschuldete Megapleite von gigabell.de. Es gab endlich neue Domain-Endungen von ICANN und günstige Angebote für den schnellen Web-Zugang: Bereits ein Drittel aller Schweizer Kabelanschlüsse sind Internet-tauglich. Wir bevorzugen für das gediegene Temposurfen die CableCom Technologie (Maximaltempo 43M/10M) gegenüber ADSL (Maximaltempo 8M/0,8M) welches erst in 7 Städten angeboten wird und etwas teurer ist. Ob langsam oder schnell, das ganze Netz-Werk entwickelt sich. Es gibt weniger Platz für Fehler, die Anbieter und Start-Ups werden vorsichtiger und das ist gut so. In den Sitzungszimmern der Web-Industrie wurde fleissig expandiert, fusioniert, restrukturiert, finanziert oder konkursiert. Die Internetfirmen besannen sich wieder auf ihre Buchhaltung und verschoben ihre IPO's und Gewinnprognosen. Viele Business-Modelle wurden umgekrempelt von B2C nach B2B, und der Begriff der Wertschöpfungskette wanderte von Value Chain über Value Net bis zu Value Web. Im Wettbewerb zwischen den Firmen erkannte man den Sinn von Partnerschaften zwischen Konkurrenten, und man betrieb nicht nur die Competition sondern auch "Co-opetition" als Wortschöpfung des Novell-Gründers, oder "cCommerce" als Collaborative Commerce gemäss jdedwards.de. Aufgekauft wurde eigentlich alles was eine grosse Kundenbasis hatte oder eine grosse Zahl von Abonnenten, fast egal in welchem Segment. Hauptsache mehr Besucher und grosse Email-Datenbanken, das Angebot wurde dann später zurechtgeschneidert. Gleichzeitig merkten die Anbieter, wie wichtig die Kommunikation ist und dass man Kunden nicht mit Grafiken gewinnt sondern mit Kundendienst, Call-Centers, gutem Text und einer transparenten Geschäftspolitik. Wer im unpersönlichen Medium Internet nicht in einer "persönlichen" Weise auf die Kunden eingehen kann, geht ein. Die Stickiness, also wie stark ein Web-Angebot seine Besucher an sich bindet, wurde zum wichtigsten Faktor und "let's make it sticky" ist Bestandteil jeder grösseren Web-Strategie geworden. Vertrauensbildende Infos, Offenheit und Ehrlichkeit, Privacy Policies und Partnerschaften mit Mitbewerbern sind die neuen Erfolgsfaktoren - und haben wenig mit den grafischen Finessen zu tun. Aber die Kunst des zielgruppengerechten Kommunizierens ist ja auch eine Art "Design". Im neuen Jahr wird sich noch klarer zeigen, wer bisher nur elitär geblufft hat, und wer im jetzt härter gewordenen Web-Spektrum ein Talent in allen Disziplinen vorweisen kann. Oder wie es ein bekannter US-Analyst ausdrückte: "When the water runs off, you can see who is swimming naked." Die Prämisse heisst nicht mehr Schnelligkeit beim Eroberungskampf, sondern Nachdenken beim Rechnen. Die Web-Workers arbeiten täglich noch viel länger und verbünden sich, anderen geht die Lust und das Geld aus. Der E-Commerce entwickelt sich langsamer und ist aufs Schlimmste gefasst: Stille Nacht, der Schnee deckt es zu und im Cyberspace ist Ruh'. Denn alle haben es versucht. Und eben weil es so viele versucht haben, hängen jetzt so viele Firmen und Startuppers reglos im Netz. Nach Jahresbeginn 2001 wird ein weiterer Shakeout erwartet. Leider werden dabei wieder ein paar Milliarden Geld vernichtet und die Börse schwankt schwer unter solchen Exzessen. Die New Economy hält alle Türen offen - und für jeden mit Experimentierfreude. Das Experiment besteht nach wie vor darin, wie man die Anleger davon überzeugen kann dass man die Kunden überzeugen kann und ohne Business-Erfahrung seine Firma im schnellstwachsenden Markt dieser Welt in die Gewinnzone führt. Das war jetzt ein langer Satz, aber lesen Sie mal Business-Pläne von Start-Ups. Wenn schon virtuell, dann auch das Business-Modell. Die vielen zynischen Todeslisten wie downside.com wurden zur wichtigsten Infoquelle für die Investoren. Die Pleitewelle lag vielleicht an den zuvielen kopierten Ideen, an den Banken welche den munteren Boygroups plötzlich die Kreditlinien kappten oder an den ungeduldigen Börsenanalysten, welche nicht länger auf imaginäre Gewinne warten mochten. Ob es deswegen unterm Kalenderstrich ein Verlust war, das diesjährige Net-Business? Natürlich nicht, es war ein Riesengewinn für die wenigen Grossen. Und für diejenigen Firmen, welche für E-Business-Kunden die Server bereitstellten, damit diese ihr Geschäftsmodell aufs Web verlagern konnten. Sowie auch für die Enablers, Incubators, Consultants und all die schlauen kleinen Firmen in den Marktnischen. Vor allem war es ein Gewinn von vielen Erfahrungen für 2001 - die nächste Odyssee im Cyberspace. Neue Gesprächsthemen sind Gewerkschaften bei den entlassungswütigen Dot-Com-Firmen, eine wachsende Zahl von gefrusteten Web-Aussteigern sowie der ebenso erschreckende Nachfragerückgang bei der Hardware, sprich Personal Computers. Grosse Hersteller wie Compaq, Gateway, AMD, Hewlett-Packard, Lucent und Dell veröffentlichen stark rückläufige Zahlen und bangen um ihre Absatzmärkte. Maxdata macht die anhaltende Euroschwäche verantwortlich. Microsoft war zum Jahresanfang noch 550 Mia wert und jetzt bloss noch 270 Mia. Dafür hat Apple mit vielen bunten oder sogar kubischen Macs aufgeholt - aber es werden einfach zuwenig Computer gekauft weil die alten immer noch "gut genug" sind. Auch die Einkäufe bei den hoch fremdfinanzierten E-Shopping Portalen laufen für die meisten Anbieter schleppend. Schuld daran sind allzu umständliche Produktkataloge, hohe Versandkosten, komplizierte Zahlungssysteme und auch die Tatsache, dass der Kunde beim E-Shopping die Ware nicht anfassen kann. Wie verkauft man Unsichtbares? Nur mit Printwerbung oder teuren TV-Spots (und hohem Streuverlust) wird das nötige Massenpublikum noch angezogen. Das Weihnachtsgeschäft, schon vor Monaten als Jahresspitze im globalen E-Commerce prognostiziert, wird vieles entscheiden. Der Frühling wird dann umso klarer sein. Goldgräberzeit? Alle steigen in den gleichen Bach, die einen kommen raus mit zerrissenen Hosen, die zweiten mit den Taschen voller Kredite und die dritten mit den Händen voller Gold. Aber wer verdient eigentlich das grosse Geld im Internet? Junge Börsenmilliardäre wie der Amazon-Gründer Jeff Bezos, der Yahoo-Gründer Jerry Yang oder der erst 20-jährige Napster-Gründer Shawn Fanning. Aber die allergrösste Goldmine und der lukrativste "Claim" auf dem ganzen Web ist die momentan vieldiskutierte Abzockerdomain sex.com, welche dem unrechtmässigen Besitzer gleich ein paar Milliarden Gewinn einbrachte. Und für dieses Geschäft brauchte es nicht einmal einen "Business-Plan". Dass das Internet von der Vorstellungskraft und weniger von der Realität lebt, eine Binsenwahrheit welche die Dot-Com Investoren erst gegen Jahresende begriffen. Trotzdem ist das Web unsere liebste Arbeitsfläche. Und wo so viel nebeneinander Platz hat, wächst eben vieles. Die Internet-Wirtschaft wuchs im 2000 auf rund 540 Mia Dollars, erzeugte 650'000 neue Jobs (davon jetzt 10'000 in der Schweiz) und erzeugte bereits 41'000 Entlassungen bei den Dot-Com Firmen (vor allem in Kalifornien). Ein Vergleich von Angebot und Nachfrage zeigt uns zum Jahresende 2,7 Milliarden Web-Seiten für 300 Millionen Web-Users. In der Schweiz sind es gerade mal 2 Millionen Users und 20 Millionen in Deutschland, angeführt vom ewigen Neueinsteiger Boris Becker. Jeder User schaut sich bloss 2 Seiten einer Website an, die Banners werden zunehmend ignoriert, jedes zweite Flash wird eh übersprungen und für eine gute Suchmaschinen-Platzierung braucht es wochenlange Arbeit. Die Aufmerksamkeit für das eigene Web-Angebot ist zur wichtigsten Überlebensfrage im Markt geworden. Das Web hat den Reiz des Neuen verloren, der erste Webserver kommt in den Weltraum und so weiter. Das grösste je erschaffene Netzwerk von Netzwerken durchdringt fast unmerklich alle Lebensbereiche von Kommunikation über Wissenschaft bis zur Unterhaltungsindustrie. Die Welt ist eine Scheibe, eine Kugel, ein Netz. Wir sprechen alle von der "virtuellen Realität" und wissen ganz genau, was das sein soll. Seit Jean Polly 1992 den Ausdruck "Internet Surfing" erfand (siehe netmom.com), ist der Sport-Begriff des "Surfens" zu einer eher unsportlichen Sitzbeschäftigung geworden. Und zum Synonym für eine kaum mehr zu beschreibende Vielfalt von Angeboten und Interaktionen. Das neue Weltmeer, oder der Datenozean auf dem man "surfen" kann, wurde erst von Studenten, dann von Firmen und Privatbastlern kultiviert und erweitert - dann kamen die E-Commercler und wollten den ganzen Kult in eine schnelle Geldmaschinerie verwandeln. Denn jede Phase des abenteuerlichen Entdeckens mündet in eine Phase der Kolonialisierung. Buchstäblich aus dem Nichts entstanden flippige Mega-Unternehmen, und die traditionelle Konsumgüter- und Medienwirtschaft sah ihre angestammten Marktanteile mit Entsetzen dahinschwinden. Jetzt übernehmen sowohl die "Old Economy" (Grosskonzerne) sowie die "Old Media" (Bertelsmann und andere) wieder die Zügel - und damit ist wohl alles wieder in Ordnung. Aber der Enthusiasmus und die Entdeckerfreude "im Netz" ist vielen Leuten abhanden gekommen und man nervt sich über die täglichen 30 Spam-Emails, auch UCE genannt. Das Medium Nummer 1 ist immer noch TV (bis zu 10 Lebensjahre hockt ein Durchschnittsmensch insgesamt vor der Kiste), Medium 2 die Presse, Medium 3 das Radio und Medium 4 das Internet. Das vierte Medium. Und in 10 Jahren soll es das einzige sein. Anders als das Fernsehen ist das Internet ein Instrument, mit dem wir die Wirklichkeit kooperativ gestalten und handelnd verändern können. Dabei soll die soziale Wirklichkeit nicht vergessen werden, aber jede Firma will ja zuerst noch ihr Stück vom Profitkuchen. Die grossen Kundenfirmen verlagerten ihre B2B-Entwicklungen nach "intern" statt nach Indien, reduzierten ihre Budgets fürs Outsourcing und erhöhten den eigenen Expertenbestand. Der Arbeitsmarkt schwankte zwischen fiebrigen Start-Up Rekrutierungen, neuen Schulungszentren mit Schnellkursen, E-Learning, Teleworking und Entlassungswellen bei den Dot-Coms. Das Image der Web-Workers wandelt sich ebenfalls... wenn man dem Nachbar sagt man sei in der Internet-Branche, schaut der einen so schräg von oben an, wie um zu fragen "und was arbeiten Sie?". Noch immer herrscht vielerorts das Berufsimage des koffeinsüchtigen, quadratäugigen und vor allem ziellosen Webfreaks. Dabei gibt es diese Spezies kaum noch, es sind gemäss letzten Studien eher die 35-jährigen Männer in Armani-Sakkos als die Nerds in Nikes, welche "das Internet machen". Und die ganze Industrie, also eben Webdesign und so, ist bereits grösser als die gesamte Versicherungsbranche. Und dort schaut einen kein Mensch schräg an.Die Bezeichnung "Geek" für den nimmermüden Webfreak hat sich gewandelt vom Four-Letter-Word zum Six-Figure-Term und manche dieser Typen verdienen mehr als jeder Chefarzt. Die führende Firma für Netzwerktechnologien Cisco wickelt bereits 90 Prozent der Kundentransaktionen übers Web ab und dell.com macht Tagesumsätze bis 3 Mio Dollars - über eine Website. Realität ist wieder in Mode und auch das Image der Web-Entwickler wird sich bessern, trotz der ganzen Dot-Com Geschichte. Spätestens dann, wenn der Nachbar auch einen Anschluss kriegt. Wir wünschen uns aber, dass die einstigen Versprechungen endlich eintreffen: Alle Menschen werden zu friedlichen Netzbürgern und mailen, wappen, surfen, chaten und teleworken mobil von jedem Standort aus. Die Wirtschaft interaktiviert sich gegenseitig, das Netz wird schneller und entrümpelt sich selbst, die Compis oder Palms sind modisch gestylt im Jackettkragen eingenäht und die klobigen Desktop-Monitore werden zu eleganten Headsets. Websites können sprechen und dies in allen Fremdsprachen. Derweil flitzen virtuelle "Bots" und Moderatoren unserem Mauszeiger nach und helfen uns freundlich beim E-Shopping. All dies soll ja kommen. Und wer schon wieder einen Business-Plan für seine einzigartige, weil grandiose Internet-Idee hat, schafft vielleicht den Weg vom "Plan" bis zur Realisierung. Es ist eben nur eine Planwirtschaft, die zum Jahresende 2000 immer weniger aufging: Aus Dot-Coms wurden Dot-Gones, die Portale wurden echt zu gross, die virtuellen Marktplätze und B2B-Portale krankten an mangelnder Infrastruktur und der M-Commerce wird zu teuer weil nach den UMTS-Versteigerungen zuwenig Millionen übrigbleiben für den Aufbau der Sender. Der Aufbau der Mobiltelefonie der dritten Generation UMTS kostet die Telekom Unternehmen Milliardensummen. Diax/sunrise will rund 1,5 Mia investieren, Orange 1 Mia und Swisscom 1 Mia, während Ericsson die Technik liefert. Aber bis UMTS profitabel wird und die Wahnsinnskosten wieder drin sind (schwierig mit den sinkenden Gebühren), vergehen etliche Jahre. Leider musste alles schnell gehen, man nennt das Fortschritt und irgendwann wird alles zusammenpassen und Geld einspielen. Aber dass man zuerst eine unerprobte Technologie anheizt und dann auf die Nachfrage seitens der Kommunikationsjunkies wartet, das ist ein Spiel sondergleichen. Auch WAP, das sich ja im 2000 hätte durchsetzen sollen, steckt noch immer in den Startlöchern und das Publikum weiss noch nicht so genau, was es bringt und wer. Gefloppt ist auch die Vision, dass das Jahr 2000 und der dazugehörige E-Boom einen Schlusstrich unter sämtliche Kommunikationsprobleme der humanen Spezies setzen würde. Man spricht über die Digitale Kluft, schult die Senioren, schliesst die armen Länder auch noch an und beäugt kritisch den steten Zulauf der Frauen, welche in den USA bereits 50 Prozent Useranteil haben. Mehr Frauen als Männer auf der Datenautobahn? Dass die Frauen besser Autofahren können ist inzwischen bekannt, und so soll es geschehen: Die einsam surfenden PC-Helden kriegen endlich Gesellschaft. Und vielleicht gehen die Frauen ja vernünftiger um mit dem Web - oder konzentrieren sich, wie bisher beobachtet, vorwiegend aufs "Chating and Shopping". Inzwischen wächst unser aller Web täglich um weitere Schichten oder 7 Millionen Seiten, derweil sich darunter der Müll aus längst veralteten Seiten hochsedimentiert. Elektronische Friedhöfe. Heute topaktuell, morgen liegengelassen - auch "HTML" genannt. Auf dem Web kann in 24 Stunden viel passieren und während die einen schlafen, baut man auf der anderen Seite der Erdkugel schon weiter. All dieses Tages- und Nachtwerk wartet auf klickende Zeigefinger, denn nur damit wird es "interaktiv" und ist ansonsten nur Magnetismus auf irgendeiner Serverplatte. Mit dem Zeigefinger, dem überhaupt wichtigsten Körperteil des digital vernetzten Menschen (digitalis heisst ja Finger) managen Sie vielleicht bald auch Ihr Haus, Ihren Job und Ihr soziales Netz. Wer wohl die Finger nächstes Jahr noch im Internet-Business hat oder mit beiden Händen Gold schaufelt - es steht in den Sternen und die bringen Glück - das wünscht man sich ja zum neuen Jahr. Ach ja, der Jahrtausend-Bug. Weder beim Bund, bei KKW's noch bei IT-Firmen werden diesmal Störungen erwartet. Einzig die Schweizer Papierindustrie hat wegen dem Lothar-Sturm vom letzten Dezember einen extremen Papiermangel, so dass es für die Neujahrskarten kaum reicht. Schicken Sie Ihre Grüsse halt digital statt papierig, aber ohne Viren denn diese verstecken sich immer häufiger in Anhängseln wie "doc, exe, vbs" und neu auch "swf". Papier ist geduldig und das Web sowieso. Im letzten Jahr wurde auch die Rechtschreibreform arg in Frage gestellt, viele mögen das Auseinander Schreiben (gesehen?) einfach nicht und schreiben wieder so wie einst in der Schulzeit gelernt. Hart am Rande des Rinderwahnsinns versuchen es andere mit der stetigen kleinschreibung oder gleich alles GROSS, vor allem in Emails. Aber wir lernen täglich dazu. Die Zukunft? Eines Tages werden Sie mehr als fünf IP-fähige Geräte an Ihrem Körper tragen, so sagen es die Trendforscher. Beim Eintritt ins Ladengeschäft fragt man Sie bloss noch nach der persönlichen IP-Adresse, denn diese wird wichtiger als Ihr Name oder Ihre AHV-Nummer. Die ständige Ortung per GPS-Handy wird in den USA bereits nächstes Jahr zum Standard und damit sind wir dem "gläsernen Menschen" einen ganz entscheidenden und auch gefährlichen Schritt näher. Die Kosten für Web-Zugang, Hardware und Telefonitis werden bis auf gratis sinken, so dass Sie dann wieder mehr Geld für E-Shopping haben. Andere sagen voraus, dass die amerikanische Dot-Com Pleitewelle eine globale Wirtschafts- und Bankenkrise auslösen wird, dies aufgrund der vielen geplatzten Kredite. Und Experten wie auch Politiker befürchten, dass es in der kommenden Informationsgesellschaft eine dramatische gesellschaftliche Zweiteilung (Digital Divide) geben wird: Zwischen den Winners welche sich erfolgreich vernetzen, und den Losers, welche niemals "drin" sein werden und buchstäblich den Anschluss verpassen. Weil sie entweder keinen haben oder diesen nicht zu nutzen wissen. So wie sich mit dem Web alles verbindet, trennt sich anderes wieder. Ist das jetzt die E-volution der Menschheit? Oder sonst irgendein cooles neues Wort. First Tuesdays und Pre-IPO's, Incubators und Start-Ups, Content Filters und Green Cards... Das Web ist und bleibt der am schnellsten wachsende, interessanteste und auch gnadenloseste Ort der Welt. Dabei sind es immer die Menschen, die mit dem Netz leben müssen. Die Party der Dot-Coms ist vorbei, die nächste Party steht vor der Tür und wir stellen schon mal den Schampus kalt. Aber was bringt uns jetzt die Zukunft? Schauen Sie doch wieder einmal in den Nachthimmel hinaus und staunen Sie darüber, wie viele Lichtjahre weit Sie eigentlich sehen können: BIS ZU DEN STERNEN. – Wir wünschen allen Web-Insidern den nötigen Weitblick, einen guten Surf ins 2001 und man sieht sich dann wieder im Internet, gleich hier um die Ecke! Feedback zum Trendletter "Netzwetter" von Greg Lemmenmeier Ich freue mich immer wieder auf Ihren Wetterbericht. Die News sind unterhaltsam und auf knappe Weise zusammengefasst. // Patrick Britschgi, Comartis AG Finde übrigens den Newsletter einen der besten. // Julian Karrer, Future Connection AG mit interesse lese ich jeweils das "netzwetter" - einer der besten newsletter den ich kenne - kurz, aktuell und spannend geschrieben. // gregory schick, burgdorf Monatlich neu: Netzwetter bringt Trends im Web - Netzwetter - Der relativ bekannte Webdesigner Greg Lemmenmeier hat für die Szenenteilnehmer mit zuwenig Zeit um tägliche News zu lesen, einen monatlichen Trend- und Newsletter zusammengestellt. Dieser erscheint ab sofort jeden 25. Tag im Monat, Online und per Mail. Darin stehen die wichtigsten Highlights in wenigen Worten, der ganze Letter hat nur rund 2 bis 3 A4 Seiten. Der erste ist zwecks Nachfassungen etwas grösser ausgefallen, in Zukunft soll Netzwetter einfach die aktuelle Lage kurz aufzeigen. // newsBYTE.ch (damals die führende Webnews-Plattform im CH-Web) Texte nach wie vor sack stark....Du bist wirklich SUPER im schreiben. // Patrick Kobel, Projektleiter webservices111.ch, creativeagent.ch

  ≡ Publiziert 26. Dezember 2000 um 12:00     👁 11817 Views



Mär
28

«Managen Sie Ihren Cyberspace»


Managen Sie Ihren Cyberspace Erschienen im Jahr 2000 in der Zeitung "Webanzeiger" in Druckauflage 160'000 und hier lediglich als Archiv und Suchmaschinen-Futter publiziert. Artikel und 3D-Illustration von Greg Lemmenmeier, Webdesigner und Internetberater, früher auch mal Manager und IT-Projektleiter bei der führenden amerikanischen Brokerfirma. Der Manager von heute muss sich dringend mit neuen Themen und Aufgabenstellungen beschäftigen. Mit den Fragen rund um die digitale Präsenz und dem Einbau der neuen Möglichkeiten in die eigenen Geschäftsprozesse, sowie umgekehrt. Eine Website zu haben genügt nicht mehr, die Konkurrenz ist bereits beim automatisierten Internet-Handel mit "E-Commerce" oder beim Umstellen der ganzen Firma auf "E-Business", während andere sich noch fragen wie man das Modem installiert. Eine Revolution ist im Gange und schert sich einen Deut um jene, die zu langsam auf die tiefgreifenden Veränderungen der Märkte reagieren. Schnelle Entscheidungen sind gefragt und werden je nach Branche das langfristige Überleben einer Firma sichern. Der Durchschnittsmanager hat dazu jedoch weder genügend eigenes Wissen noch genügend Zeit, und ist eigentlich gar nicht entscheidungsfähig. In vielen Schweizer Firmen verstehen alle etwas vom Internet - ausser demjenigen der sie leitet. Entscheiden muss er trotzdem, darum heisst er Manager und damit das leichter wird, reden wir jetzt mal Klartext. Die folgenden praktischen Überlegungen stammen aus über hundert Beratungen zu Internetprojekten, wir machen Ihnen hier kein X für ein E vor. Der neue Challenge In allen Geschäftsprozessen wird das Internet zum wesentlichen Erfolgsfaktor. Wo man vor wenigen Jahren noch allenthalben über Restrukturierungen, Kostensenkungen und Lean Management diskutierte, haben wir jetzt nicht mehr nur hochbezahlte Unternehmensberater die das in die Wege leiten, sondern das Internet, das ebendiese Veränderungsprozesse ermöglichen soll. Die Anzahl der Websites und User explodiert, genauso aber auch der Aufwand der in die Angebote gesteckt wird. Die "Me Too"-Zeiten im Netz sind vorbei und was vor 6 Monaten noch funktionierte, ist heute nur noch Wunschdenken. Mangels Massenwirkung ersäuft so manches Luxusprojekt wie weiland die Titanic, und die investierten Millionen dümpeln einsam auf dem digitalen Ozean dahin. Fazit: Kein Abwarten, morgen ist alles teurer im Netz und wer sein Lehrgeld noch nicht bezahlt hat, bezahlt übermorgen doppelt. Viele Leute glauben nicht, dass sich das Netz wirklich ändert. Sie ignorieren den Umstand, dass sich das Informationsangebot auf dem Internet momentan alle 6 Monate, und die gesamte technische Kompetenz alle 18 Monate verdoppelt. Sie denken heute und entscheiden später, und sind dann endlich mit einer veralteten Strategie auf dem Web. Für ein "perfektes Timing" ist heute keine Zeit mehr, je schneller man anfängt desto besser. Oder wie es Jeff Bezos, Gründer des erfolgreichsten E-Commerce Portals Amazon.com sinngemäss ausdrückte: "Auf dem Internet macht man die meisten Fehler, indem man wartet. Man kann immer noch korrigieren". Statt dessen machen die meisten Firmen monatelange Planungen, bis endlich etwas geschieht. Die Cyberschweiz macht mit Die europäische Wirtschaft ist größer als die der USA und hat sogar mehr Konsumenten. Es ist besorgniserregend zu sehen, dass Europa sich nicht sogar schneller auf den E-Commerce stürzt. Die Cyberschweiz macht endlich auch mit, und im E-Commerce werden die Karten der Wirtschaft neu gemischt. Es entsteht eine "New Economy" mit neuen Regeln. Es ist nicht mehr alles abhängig von der Firmengrösse und Marktpräsenz. Diese Faktoren können durch geschickte Vernetzung und neue E-Business Strategien wettgemacht werden: Plötzlich werden kleine Marktteilnehmer zu Big Players, nur weil sie auf dem digitalen Spielplatz die besseren Karten haben oder sich zu strategisch besseren Allianzen zusammenschliessen. Und im Kartenspielen (auch eine Art Volkssport im Schweizerland) waren wir doch immer gut. Setzen Sie also Ihr bestes Pokerface auf und faites vos jeux. Die ganze Welt tut's auch. Der Veränderungsdruck für die Wirtschaft ist ebenso enorm wie der dadurch erwartete Investitionsschub, welcher breitenwirksam viele Nachahmungseffekte, aber auch Wissenslücken erzeugt. Alle reden von E-Commerce und E-Business, von WAP-Handys und Bluetooth und investieren. Die Auftragsbücher der Web-Dienstleister sind voller als je zuvor, auch wenn manches noch nicht ausgereift ist: WAPs sind zwar an den amerikanischen Unis bereits der grosse Renner, aber hierzulande noch kaum verfügbar, zu langsam und die neue Funktionalität geht zu Lasten des günstigen Preises - lediglich 22 Prozent der in der Schweiz befragten Personen sehen WAP als zukünftiges Massenmedium. Die anderen neuen Buzzwords sind E-Procurement und E-Government, und zum alten Zauberbuchstaben "E" ist jetzt auch noch das "M" hinzugekommen, so zum Beispiel beim M-Commerce oder M-Banking, was nichts mit der Migros zu tun hat sondern mit dem Mobiltelefon. Andere Neuheiten sind Autos mit eingebauten Internet-Fähigkeiten, hochauflösende Digitalkameras und virtuelle "Bots" als personifizierte Unterstützer auf E-Commerce Plattformen, oder eine neue Spielkonsole die jeden PC punkto Grafikleistung übertrifft. Die Sensationen überschlagen sich und verdecken den Blick auf Hintergründiges und Zusammenhängendes, und dabei wollen Sie ja bloss mit Ihrer Firma ins Web. Aufgabe Eins: Schaffen Sie Internet-Kompetenz. Kommen Sie da überhaupt noch mit oder sind Sie schon zu alt dafür? Nicht dass wir jetzt behaupten würden, nur die hippen Jungmanager würden das Internet meistern. Aber Tatsache ist doch, dass gerade in vielen KMU der Schweiz die Geschäftsführer so um die 50 sind und nicht mehr jeden neuen Trend in den geistigen Rucksack packen mögen. Viele dieser Chefs können sicherlich mit Telefon und Taschenrechner bestens umgehen, aber schon bei Fax und Kopiermaschine ruft manch einer kurz die Sekretärin. Und früher musste man als Chef auch nicht grossartig mit der EDV drauskommen: Man stellte einfach Programmierer ein und die machten "das" dann schon. Heute soll sich derselbe Chef plötzlich um "E-Business-Strategien" oder "Value Chain Management" kümmern, um damit endlich sein eigenes Business-Modell zu "re-engineeren". Ja gopfridschtutz, und dabei hat man noch nicht einmal die Kaffeekasse im Griff, geschweige denn webifiziert. So sind in vielen Kleinbetrieben grosse Fragezeichen am Horizont und nur wenig verständliche Antworten der Web-Industrie zu vernehmen: Welches Tal? Digital. Hier ist also dringend Hilfe gefragt, und die ist teuer. Die Softwareindustrie hat sich teilweise von einer Entwicklungs- zu einer Serviceindustrie gewandelt, und das grosse Geld wird heute mit Support und Beratung gemacht. Alle sagen, das Internet sei nur ein Werkzeug. Aber wie können Sie ein Werkzeug bedienen, das sich um Sie herum entwickelt und überall aus dem Boden schiesst, dessen Bedienungsanleitung grossteils in Englisch und voll mit Fachausdrücken ist, und das eigentlich nur gerade dann existent ist, wenn Sie gerade vor dem PC sitzen und "online" sind? Damit Sie in diesem Tumult Ihr eigenes (Macht)Wort wieder hören können, haben wir die wichtigsten Vorgehensweisen für KMU-Manager und Managerinnen einmal zusammengefasst: 1. Das Grundmodell. Entscheiden Sie sich bei einem E-Commerce Projekt erst mal dafür, was Ihre Website tun soll. Hier antworten alle Kunden mit "möglichst viel", aber ohne Fokussierung wird jede Website zum sinnlosen Kaleidoskop. Soll die Website jetzt für die Kunden erstellt werden (Modell Business-to-Consumer, zum Beispiel Migros) oder für den Verkehr mit Geschäftspartnern (Business-to-Business, zum Beispiel FedEX), oder vielleicht für den Austausch zwischen Kunden (Consumer-to-Consumer, zum Beispiel die kundengesteuerten Web-Auktionen)? Mit den drei Grundmodellen des E-Commerce (B2B, B2C, C2C) und den entsprechenden Mischformen legen Sie schon einiges fest. Eine aktuelle Studie kommt übrigens zum Schluss, dass der B2B-Handel vielfach grösser sein wird als der Verkauf an Endverbraucher. Falls Ihre Produkte einen hohen Standardisierungsgrad aufweisen, bietet sich die Fokussierung auf Lieferanten- und Partnerbeziehungen an, anstatt nur die Kundschaft digital bedienen zu wollen. 2. Vom Market Place zum Market Space. Auf dem Internet wird man zum Beispiel erfolgreich, indem man gleich die ganze Firma vernetzt und das Internet nicht nur für die Gewinnung, Bedienung und Bindung der Kunden benutzt. Wir bewegen uns vom Verständnis einer Website als "virtuelles Schaufenster" hin zur Vorstellung eines digitalen Paralleluniversums, welches Ihre sämtlichen Geschäftsvorgänge spiegelt, vernetzt und optimiert: Ihr eigener kommerzieller Cyberspace. Wir sprechen dabei vom Anpassen der Geschäftsprozesse mit dem vorrangigen Ziel, tiefere Bearbeitungskosten zu erreichen. Und falls Sie auf dem Web tatsächlich verkaufen wollen, liegt der Erfolg des E-Commerce in der Geschwindigkeit der Verkaufsinformation. Zeit ist Geld, für Ihre Kunden wie auch für Ihre Firma. Sparen Sie also beides, indem Sie alles mögliche automatisieren und bis in die hintersten Glieder Ihrer Wertschöpfungskette fortsetzen, und vergessen Sie dabei nicht das Bestellwesen, die Logistik und alle Bereiche von der Entwicklung bis zur Verkaufsanalyse zu vernetzen. Damit haben Sie (einfach gesagt) das so genannte "E-Business", welches Ihre Firma wie ein symbiotischer Organismus unterstützen wird. Bei Intel zum Beispiel laufen heute 95% der Kundenkontakte übers Web, die Lagerbestände wurden um 20% reduziert und im Auftragsmanagement beschäftigt man noch die Hälfte der Mitarbeiter. Die Abwicklung eines kompletten Auftrages von der Bestellung bis zur Auslieferung benötigt mit E-Business nur noch einen Zehntel der Kosten und der Zeit. Das Rechnungswesen, die Buchhaltung und die analysengestützte vollautomatische Nachbetreuung der Kundschaft werden vom Computer erledigt. Gemäss einer Feldstudie bei europäischen KMU wissen lediglich 3 Prozent der Firmen, weshalb ein Kunde überhaupt eingekauft hat, und waren überrascht über die wahren Kaufmotive. Mit einer digitalen Vernetzung Ihres "Ladens" und der entsprechenden Analysemethoden weiss jedoch Ihr System ein ganze Reihe von Fakten: Was der Kunde vorher eingekauft hat, wie oft er dies tat, wie er auf Werbung reagiert hat, was andere Kunden mit denselben Vorlieben kauften, und was man ihm demzufolge auch noch anbieten müsste. Diese Technik trug massgeblich zum Massenerfolg von Amazon.com bei: Dass zu jedem Produkt eine Bewertungsfunktion existiert, sowie eine Palette von alternativen Angeboten, welche "ähnliche" Kunden gekauft haben. Sobald man das Internet auch als "vollautomatisches personalisiertes Massenmarketing" begreift, werden solche Vorteile offensichtlich. Mit einer zusätzlichen Einführung eines "B2B"-Modells werden dann auch die Lieferanten ins eigene System eingebunden, und Bestellungen werden bei Bedarf vollautomatisch ausgelöst oder Massenbestellungen von Grosskunden (E-Procurement) werden automatisch abgewickelt. Dies führt zu deutlich tieferen Kosten in allen Richtungen der Verkaufskanäle, zu kürzeren Umlaufzeiten, weniger Personal und einem massiv verstärkten Wettbewerb zwischen Firmen, die solche Strukturen bereits einsetzen. Vor allem Firmen in internationalen Märkten profitieren bereits massgeblich von digital optimierten Geschäftsprozessen. E-Business setzt in den Unternehmen einen Transformationsprozess in Gang, der schliesslich sämtliche Bereiche erfasst. Andere Firmen verstehen das Internet immer noch als eine kunterbunte Sammlung von Homepages, denken nach und sehen zu, und haben schliesslich das Nachsehen. Hier versteht man schliesslich auch, weshalb grosse E-Business Projekte 1-5 Millionen Franken gekostet haben. Die vollcomputerisierte und intelligent selbstvernetzende Firma von morgen erfordert entsprechende Anfangsinvestitionen, hat jedoch langfristig stärkere Auswirkungen als jede andere Massnahme, die Sie sich heute ausdenken mögen. Dass das Internet neue Möglichkeiten bietet, hört man schon seit Jahren. Dass diese Möglichkeiten sich aber tatsächlich von denjenigen der traditionellen Wirtschaft unterscheiden, stellt man erst jetzt so richtig fest. Im traditionellen Vertrieb von physischen Gütern wird das höchstmögliche Wachstum von der Logistik und der Produktion bestimmt. Die Skalierung eines Verkaufsapparates ist jedoch, in digitaler Form, weitaus einfacher möglich als mit klassischen Vertriebsmodellen. Neue Produkte und Dienstleistungen können praktisch über Nacht auf den Markt gebracht werden. Die Multiplikation des gesamten Angebots für andere Länder benötigt nur ein weiteres Web-Projekt. Internet-Geschäftsmodelle basieren auf sich ständig verbessernden Technologien, die die Benutzung erleichtern und die Vernetzung über räumliche Distanzen, Industrien und Sprachen hinweg fördern. Neue Standards für die Informationsübermittlung (z. B. WAP, XML, MP3, VOD), überall verfügbare Einstiegspunkte (z.B. Zugriff via öffentliche Surfstations, Handy, TV) werden diese Entwicklung weiter beschleunigen. Ob Sie als Einsteiger-Firma an diesen "neuen Möglichkeiten" noch massgeblich teilhaben können, wird heute bestimmt und ein grosser Teil des Kuchens wurde während der letzten Jahre verteilt. Das Jahr 1999 wird allgemein als fünftes Jahr der Web-Kommerzialisierung bezeichnet, welche ursprünglich an der amerikanischen Westküste begann und sich immer schneller ausbreitet. Wir sind demnach im sechsten Jahr einer wirtschaftlichen Revolution, und es wird schwierig falls Ihre Firma jetzt im ersten ist. 3. Der Knowledge Manager. Als Manager liegt die Hauptaufgabe bei Ihnen. Die Webifizierung Ihres Unternehmens ist ein Allround-Projekt, bei dem die Homepage vielleicht nur ein kleiner Teil ist. Das Zentrum des ganzen Gebildes oder "Auge des Orkans" soll nicht die Homepage bilden, sondern Ihr Büro. Von hier aus gehen auch sonst die Initialzündungen für den Firmenerfolg und die Kundenbeziehungen. Die Homepage ist nur eine Schnittstelle, nicht aber der Motor der E-Maschine. Die Impulse dafür müssen von der Managementebene kommen, denn dies ist ebenso ein Teil des "Business Designs" wie die Auswahl des Mobiliars für den neuen Konferenzraum oder die neue Produktreihe. Informieren Sie sich über den Markt, die Anbieter und Ihre Konkurrenz auf dem Web. Und schicken Sie anschliessend alle, den Verkaufsleiter und sich selber zuerst, in die entsprechenden Fachkurse. Verlassen Sie sich nicht ausschliesslich auf das Wissen von teuren Experten, sondern erarbeiten Sie sich bewusst Ihre eigene Internet-Kompetenz. Denn nichts ersetzt die eigene Erfahrung. Keine Branche wächst so schnell wie das Internet-Business. Dieses besteht hauptsächlich aus den Sparten Infrastruktur (Netzwerktechnologie), Entwicklung (Content Development, Coding und Webdesign), Handel (E-Commerce), Integration (E-Business) und Marketing (Webmarketing und Webadvertising). Die ganze digitale Wirtschaft verbindet sich hochprofitabel und mehr oder weniger sinnvoll mit der traditionellen Wirtschaft, wobei im entstehenden Transferraum viel Wind um Zahlen gemacht wird, die oftmals wenig mit der eigenen Firma zu tun haben. In keinem anderen Wirtschaftsfeld ist die Pseudo-Information, die paranoide Blindheit und der "Hype" dermassen tragisch, und übertrifft sogar die Y2K-Hysterie mit all ihren Nebeneffekten. Während Forrester Research behauptet, nur 3 Prozent der E-Tailers (Internet-Unternehmen wie Amazon.com) würden bis Ende 2001 überleben, erfolgen gleichzeitig die ersten desillusionierenden Börsencrashs (nicht ganz so schlimm wie 1929 und 1973) bzw. Konsolidierungen in den völlig überhitzten Neuen Märkten. Und trotzdem werfen viele Grossfirmen, Medienhäuser, Wirtschaftsstrategen und Politiker all ihren Zukunftsglauben und extrem viel Kapital in die wirtschaftliche und soziologische (?) Wunderwaffe Internet. Interessant ist hier zum Beispiel, dass Politiker früher grosse Angst vor dem unkontrollierbaren Internet hatten, es jedoch jetzt in seinen versteckten Möglichkeiten begreifen und dessen Vorteile mit Bildungsoffensive und anderen Schlagwörtern predigen. Mit der Umwandlung des Netzes in einen lobbygesteuerten Wirtschaftsraum und mit der Einführung von gesetzlich geregelten Content-Filtern entsteht zunehmend die Möglichkeit, den Informationsfluss unter staatlicher Kontrolle zu halten und die Meinungsbildung in der Bevölkerung zu manipulieren. Auch die Internet Access Provider sind immer mehr Beschränkungen und Richtlinien unterworfen, und wie immer gilt die Regel, dass mit wachsendem Geldfluss die Politik als Patron der Wirtschaft das Geschehen aus dem Hintergrund steuert. Das Web ist politisch nutzbar als Instrumentarium zu einer neuen Gesellschaft mit zufrieden surfenden Bürgern, welche transparent ihre Daten- und Lebensprofile im Web hinterlassen, und schliesslich wird jeder Einzelne direkt angesprochen: Personalisierte Massenkommunikation. Eigentlich müsste es demnach auch weniger Werbung geben (denn jeder sucht sich ja selber das Gewünschte aus), aber stattdessen gibt es immer mehr Werbung. Für die Anbieterfirmen eine Möglichkeit, bisher unerreichte Zielgruppen und Länder ebenfalls anzusprechen. Der Witz bei der Sache ist, dass so genanntes Target-Marketing aufgrund der weltweiten Netzstruktur gar nicht begrenzt werden kann. Man hat grosse E-Commerce Unternehmen befragt, worüber sie sich am meisten gewundert hätten: Am meisten darüber, dass statt der erwarteten geografischen Konzentration die Web-Kundschaft aus sämtlichen Ländern kam. Zweitens darüber, dass die Planung und Realisation des E-Projektes viel zeitaufwendiger und teurer wurde als geplant. Drittens darüber, dass erst mit Begleitwerbung (Print, TV) eine brauchbare Kundenbasis geschaffen werden konnte. Gemäss einer Studie von IDC haben 60 Prozent aller Unternehmen in Europa einen Zugang zum Internet. Bei den Grossfirmen haben 54 Prozent eine Website, bei den KMU (die allgemein viel später auf den Zug aufgesprungen sind) rund 35 Prozent. Die Studie kommt aber auch zum Schluss, dass bereits 100'000 Firmen in Europa vom Internet "leben", d.h. erfolgreich und kostendeckend darüber verkaufen, und die Branchenanteile sind hier 30 Prozent Einzelhändler, 27 Prozent Banken, 20 Prozent Versicherungen sowie der Rest der Branchen, die ihre Angebote via Web verkaufen können, von Software und Abos und Beratungen bis zu Erotik. Lediglich 12% der kleineren und mittleren Unternehmen (KMUs) in Europa haben wirklich eine E-Business-Strategie, so eine Umfrage der englischen Phillips Group. 40% haben noch nicht einmal Strategie für ihre Website-Entwicklung. Die ganzen Zahlen bringen Ihnen wenig. Erst mal müssen Sie Ihre Firma als einzelnes Gebilde in Zusammenhang bringen und wissen, in welche Welt Sie damit neu eindringen. Und es ist eine grosse Welt: Wo früher multinationale Mischkonzerne die weltweit grössten Firmen waren, wurden diese Plätze bald einmal von Microsoft eingenommen, oder von Cisco als führendem Anbieter von Internet-Vernetzung (aktuell die grössten sind General Electric, Cisco, Intel, Microsoft). Vor fünfzig Jahren hatte diejenige Firma am meisten Erfolg, die die besten Maschinen baute. Heute hat diejenige Erfolg, die mit Informationen am besten umgehen kann. Und die einflussreichsten Köpfe der Wirtschaft waren früher Auto- und Bankenbosse, dann Bill Gates als Abräumer im Softwaremarkt und jetzt Jeff Bezos (gemäss "Time" Magazine) als Abräumer im E-Commerce-Markt. Von der Industrie zur PC-Software zum Internet, wechselnde Spitzen einer wirtschaftlichen Evolution. Bloss dass man bei Software noch halbwegs mitreden konnte, beim Internet jedoch hilflos den smarten Webgods und Informationsarchitekten ausgeliefert ist. Denn hier geht es nicht mehr ums Surfen (das ja wirklich jeder kann und damit den Erfolg des Internets begründet), sondern um brauchbare Strategien in einem hochdynamischen Technomarkt, der vielleicht gar nicht zur eigenen, oft traditionsbehafteten Firmenkultur passt. Das Umdenken muss von Ihnen aus passieren, nicht von der Expertenseite die das gar nicht nötig hat. Zu einem erfolgreichen Firmenstart ins Internet gehört gleichzeitig eine interne Schulung, und genau da hapert es in der Bereitschaft der meisten Manager. Sehen Sie das Internet einfach als Erweiterung Ihres gegenwärtigen Territoriums: Dieses besteht aus Firmensitz und Aussenstellen, vielleicht aus Netzwerken mit Geschäftspartnern und Zwischenhändlern sowie einem Medienraum, in welchem Ihre Aktivitäten beworben werden. Das Internet kommt einfach als weiterer Raum hinzu, und diesen muss man erst kennen lernen. Aber was tun Sie eigentlich mit diesem neuen Raum? Als Manager haben sie erst mal für verschiedene Grundlagen zu sorgen: Projektvorgabe - Mitarbeiterschulung - Projektüberwachung und -Kontrolle. Auch eine langfristige Beziehung zu einem echten "E-Insider" ist hier eine strategisch sinnvolle Entscheidung, denn immer wieder tauchen neue Fragen auf. Auf einen Satz gebracht: Je "wissender" und aktueller die Internet-Entscheidungen aus Ihrer Chefetage heraus getroffen werden, desto mehr hat Ihre Firma einen langfristigen Wettbewerbsvorteil. Ja aber.. was passiert denn, wenn Sie nichts von alledem tun und sich einen feuchten Kehricht um die ganze digitale Geschäftlimacherei kümmern? Ganz einfach, Sie verlieren einen Teil der Marktanteile, die Sie im Moment noch halten. Denn Ihre Kunden sind mit grosser Wahrscheinlichkeit auch schon auf dem Internet (sofern Ihre Firma nicht zufällig einsame Karibikinseln verkauft) und gehen zu Ihrer Konkurrenz, wo sie schneller und unabhängig von Ort und Tageszeit bedient werden. Digital eben, und "digitalis" bedeutet ja ursprünglich Finger, mit dem die Kundschaft dann auf Sie zeigt: Wo bleibt Ihre Homepage? Diese brauchen Sie vor allem, damit Sie mitreden können. Viele Aspekte des Kundenverhaltens sind aktuell im Wandel begriffen, und nur mit Ihren eigenen Erfahrungen in diesem Bereich können Sie auf diese veränderten Kundenbedürfnisse eingehen. Unter der Adresse www.cluetrain.com finden Sie 95 Thesen dazu. In der Wirtschaft der kommenden Dekaden steht der Kunde und seine Bedürfnisse im Zentrum. Der Kunde will jederzeit, von jedem Standort aus und mit einem bewiesenen Zusatznutzen bedient werden, denn die gesamte Konkurrenz ist jetzt gleichzeitig überblickbar. Die Macht geht vom Anbieter zum Kunden. Denn letzerer kann bei Unzufriedenheiten problemlos in 5000 Newsgroups gleichzeitig "hinein-posten", dass bei Ihrer Firma irgendwas klemmt. Die Nutzerbasis des Webs ist sogar so stark und kann sich derart schnell vernetzen (wie man im Falle von toywar.com sehen konnte), dass sie gewaltige Solidaritätseffekte erzeugen und führende E-Tailers zugrunde richten kann. Keep clients happy because the net communicates. Allgemein gesagt, wer die Mechanismen von "Community" und deren unglaubliche Kraft nicht begreift, sollte erst noch dazulernen bevor er mit grossen Plänen aufs Web geht. Ein einziger massenkommunizierender Kunde oder ein negativer Artikel (Newsgroups oder Print) kann sich wie ein Buschfeuer verbreiten und Ihre gesamten E-Values, nämlich Kundenbasis, Investitionen und allenfalls Börsenkurs, innert Monatsfrist vernichten. "Bad News" verbreiten sich auf dem Internet aufgrund der einfachen Multiplikation und der vernetzten Communities innert Minuten und können überall mit "Mirrors" sofort gespiegelt werden, und dies grenzenlos über die ganze Welt. Das Image eines Web-Angebots ist wichtiger geworden als das Produkt. In den USA hat man erkannt, dass Imagebildung und Kommunikationsleistung von Unternehmen in der heutigen Zeit die wichtigsten Faktoren im Wettbewerb darstellen. Auf dem Internet hilft Ihnen die Mund-zu-Mund Werbung Ihrer Kunden, sowie kompromisslose Betreuung von unzufriedenen Kunden, und begleitend dazu die entsprechende Medienarbeit oder "Propaganda". Der Begriff Propaganda bedeutet, in Menschen bewusst verzerrte Bilder zu erzeugen. Das Internet bietet sich leider aufgrund seiner Intransparenz dazu an - aber seien Sie vorsichtig und widmen Sie sich auch den kritischen Fragen und Problemen wie z.B. den Datenschutz-Richtlinien (siehe dazu www.privacyratings.org). Vertrauen und Sicherheitsgefühl werden in virtuellen Geschäften zu Schlüsselerfolgsfaktoren. Dies mit einem sofortigen Erfolgserlebnis und kombiniert mit einem unterhaltenden Einkaufserlebnis, das neuerdings auch nicht mehr langweilig sein darf. Bis zum nächsten Laden muss man nicht mehr ins Auto springen und anstehen, sondern man klickt einfach und ist schon da (oder "drin", wie man heute sagt). Statt nun minutenlang alle Regale nach dem gewünschten Produkt abzuklappern, hat man eine Suchfunktion, mit welcher man den ganzen Laden in wenigen Sekunden durchsucht hat. Und statt auf die Verkäuferin zu warten, klickt man einfach nochmals und erhält Details zu den Produkten, Zahlungsmöglichkeiten, Lieferkonditionen und so fort. Es war nie einfacher. Die Geschäftsprozesse, Produkte und Marketingstrategien werden um diesen Anspruch herum aufgebaut. Man sollte sich jedoch als Firma nicht mit dem Internet befassen, ohne dabei die Benutzer und Benutzerinnen kennen zu lernen und sich entsprechende Gedanken zu machen, die durchaus soziologische oder politische Aspekte beinhalten mögen. Denn das Internet bleibt ein Medium für Menschen. Auch Ihre Kunden kämpfen aktuell (genau wie Ihre Firma) mit dem "Phänomen Internet". Verschiedene Wissenschafter gehen davon aus, dass die Entwicklung des Menschen inskünftig weniger von seinem Leistungsausweis oder Bankkonto, sondern von seinem digitalen Vernetzungsgrad abhängen wird. Chancengleichheit ist laut den Vorstellungen der Wissenschafter in der allseits erwarteten "Informationsgesellschaft" nur noch über Bildung zu erreichen - Bildung, die zum Teil nur noch über das digitale Netz zur Verfügung steht. Das Netz bietet vielen Menschen die Möglichkeit - über ihren Horizont hinaus - sich neuen Wissensgebieten zuzuwenden. Wer bei diesem Aufholprozess zurückbleibt, wird Nachteile haben. Die menschliche Chancengleichheit wird damit mehr denn je in Frage gestellt. Die wichtigste "Currency" der Zukunft wird nicht mehr das Geld sein, sondern die Information bzw. deren Beschaffung, Verarbeitung und Vernetzung. Es erfolgt eine Teilung in so genannte "Digital Have's" und "Digital Have-Not's". Dies führt schliesslich zum "Digital Divide" (Digitale Kluft), der den bisherigen soziologischen Spaltungsfaktor Geld ablösen wird, jedoch in seinen Implikationen vielfach schwerwiegender ist. Dies sei den Politikern überlassen, welche das Problem zunehmend erkennen. Auch Bill Clinton befasst sich momentan intensivst mit dieser Problematik, wie man in den News nachlesen konnte. Um solche Dinge besser zu verstehen, müsste man sich beispielsweise mit der Klage gegen das New Yorker Internet-Unternehmen kozmo.com befassen, welches im Vorwurf steht, ausschliesslich "weisse" Stadtbezirke zu beliefern. Bei amerikanischen Studenten entstehen gemäss Studien grosse Nachteile bei der Festlegung des eigenen Marktwertes für diejenigen, die keine E-Mail haben. Oder bei der Job- Wohnungs- und manchmal sogar Partnersuche für jene, die keine Internet-Vernetzung haben. Auf der anderen Seite erwarten wir grundlegende soziologische Veränderungen: In wenigen Jahren, so wissen es die Demagogen, haben wir in der Schweiz 50 Prozent ältere Menschen und 30 Prozent so genannte Ausländer. Dass diese Situation eintreten wird, ist unbestritten. Das Internet als Geburtshelfer in eine grenzenlose Zukunft des kommunikativen Austausches erhält hier ganz neue Aspekte und man begreift, dass man die Wirtschaft, die Kultur und die Politik nicht getrennt betrachten darf. Das Internet in seiner Wortbedeutung beinhaltet viele der Schlüsselfaktoren, welche zur allgemeinen Problemlösung beitragen könnten. Ob dies stattfindet ist zentral für die Welt (nicht nur fürs Business) und die Mechanismen sind sehr subtil. Aber das führt hier zu weit und wird in meinem Buch "Digital Divide - surfen oder schwimmen in der Informationsgesellschaft" (ca. 450 Seiten, Frühjahr 2001, Verlagsangebot vorhanden) ausführlicher und mit Beispielen aus der ganzen Welt behandelt. Auch im Marketing findet ein Paradigmenwechsel statt, vom alten System des Massenmarketings hin zum individuellen Kundenmarketing (one-to-one Marketing). Mit den entsprechenden Techniken und Tools lässt sich dieses realisieren und mit dem Gesamtmarketing sinnvoll koordinieren. Auf dem Internet haben Sie nicht mehr ein Ladengeschäft voller Leute, sondern können jeden einzelnen "Surfer" ansprechen und via Webserver individuell und teilweise vollautomatisiert bedienen. Und anschliessend sein Verhalten automatisch auswerten lassen und für gezielte "After Sales"-Aktionen weiterverwenden. Gemäss dem US-Insitut ActivMedia sind die weltweit umsatzstärksten E-Commerce Sites aktuell: 1. Dell, 2. Charles Schwab, 3. Gateway, 4. Amazon und 5. AOL. Natürlich ist das Pionierland USA hier führend, aber viele Experten sagen Europa gute Chancen voraus, mit den USA bald gleichzuziehen oder sogar zu überholen. Die Schweizer liegen gemäss der kürzlich veröffentlichten Studie des "Pan European Internet Monitor" europaweit auf Platz 3 beim Online-Shopping. In Europa wird am meisten in Schweden online eingekauft, dann folgt Dänemark und drittens bereits die Schweiz. Als qualitätsbewusstes und dienstleistungsorientiertes Land, das vor allem durch konsequente Vertrauensbildung erfolgreich wurde, haben wir hier sämtliche Voraussetzungen. Die gesamte Direktwerbung, Bedienung und Kundenbindung kann vom Computer erledigt werden. Es braucht nur noch die hellen Köpfe, welche am Anfang die entsprechenden Modelle und Ablaufprozesse entwerfen, und anschliessend web-technisch umsetzen. Dann läuft es weitgehend von selber und Sie können sich um die Strategien kümmern statt um einzelne Kunden. So sieht das perfekte Szenario aus, aber bis dahin ist es ein weiter und teurer Weg. 4. Sizing: Wie gross wird das E-Ding? Dieser Aspekt ist abgesehen von Kostenüberlegungen nicht allzu wichtig. Denn jede Homepage ist von Haus aus "under construction" und soll eigentlich mit dem primären Ziel aufgeschaltet werden, sich den Bedürfnissen laufend anzupassen. Wo früher eine Handvoll Seiten als "virtuelle Firmenbroschüre" genügte, hat heute jede mittelgrosse Website mehr als 500 Seiten, und oft laufen noch verschiedenste Datenbanken und Applikationen im Hintergrund mit. Die Website der UBS enthält beispielsweise rund 3200 Einzelseiten. Aber die Grösse ist nicht so wichtig, Sie müssen vor allem eine Website haben, um damit aktiv Erfahrungen sammeln zu können. Mit einer Website schaffen Sie einen dauerhaften Anschluss Ihrer Firma an die Zukunft. In der Realität dürfen Sie dabei nicht über drei Jahre vorausplanen, aber müssen trotzdem langfristig denken. Halten Sie das Web-Angebot so einfach wie möglich und so komplex wie nötig, und vor allem skalierbar, das heisst ausbaufähig. 5. Naming: Wie heisst das E-Ding? Der Domainname ist mitunter wesentlich für den Erfolg einer neuen Website. Es muss auch keineswegs der Firmenname sein, denn zu viele Namen sind schon weg. Es könnte auch ein geeigneter Oberbegriff sein, der nebenbei auch das Auffinden per Suchmaschine erleichtert. Wenn Sie eine Firma Müller AG im Holzbau haben und die Domain ist schon von einer anderen Firma desselben Namens besetzt, dann probieren Sie einfach www.holzbau.ch. In vielen Fällen und angesichts der masslosen Überflutung mit Adressen ist auch zu überlegen, das Webangebot gleich unter mehreren Domains laufen zu lassen, was kostenmässig keine grosse Rolle spielt. Oder ersteigern Sie eine wirklich attraktive Domain, wobei die bisher höchstbezahlten Namen wie business.com (US$ 7,5 Mio) wohl kaum in Frage kommen. Die gesamte Palette von möglichen ".com" Domains ist ausverkauft, und das bedeutet fast jedes brauchbare Wort im Lexikon. Zusätzliche Domain-Typen wie ".shop" und ".banc" sind jedoch bereits bewilligt worden und werden voraussichtlich ab November 2000 erhältlich, das heisst reservierbar sein. Oder ersteigern Sie bei www.namen.ch eine gute Schweizer Domain, denn auch hierzulande sind die guten Domains schon lange weg. 6. Budgeting: Was kostet das E-Ding? Europäische Unternehmen investieren im Durchschnitt 4 Prozent ihrer Einkünfte in die Einrichtung und den Unterhalt ihrer Webpräsenz. Im Durchschnitt geben deutsche Firmen etwa 80,000 Mark für ihre Webpräsenz aus, in der Schweiz einiges weniger und etwa 40,000.- Franken. Wir reden hier nicht von der 5-Seiten Homepage, sondern von ganzheitlich geplanten und strategisch umgesetzten E-Commerce Projekten. Andere geben inzwischen durchaus 5- 10 Millionen für ein wettbewerbsfähiges E-Business Projekt oder ein grosses Portal aus. Oder zum Beispiel Winterthur Versicherungen mit Web-Projekten für 500 Millionen oder der französische Detailhandelsriese Carrefour mit 1 Milliarde Euro. Die neuen Webprojekte sind viel umfangreicher und gehen tief in die Strukturen einer Firma hinein. Parallelprojekte im Consulting- und Marketingbereich sind die Regel geworden. Die Komplexität des gesamten Projekts ist oftmals so hoch, dass nur noch mit Teams von über 20 Experten oder mit bis zu drei vernetzten Agenturen gleichzeitig an einem Projekt gearbeitet werden kann, und dies aufgrund der Konkurrenzsituation auch noch in viel kürzerer Zeit. Dazu sagt der CEO der grössten Schweizer Web-Agentur "namics": "In den vergangenen Jahren haben sich die Budgets unserer Kunden um den Faktor zehn vergrössert. Wer also 1997 30'000 Franken in eine Website investiert hat, gab ein Jahr später 300'000 und letztes Jahr drei Millionen aus." Firmen in den USA schlagen noch viel dickere Brieftaschen auf, und die immer heisser umworbenen Webdesigner können endlich richtig reich werden, wenn sie echte Experten sind und von solchen hat es zuwenig (extremer Personalmangel in der IT-Branche). Webdesigners der alten Generation mussten das bisschen HTML und die Grafik beherrschen, die heute gesuchten Leute kommen gleich mit MBA und internationalen Marketing- und Business-Diplomen daher. Der Internet-Boom ist seit Anfang 2000 zum echten Megaboom geworden und ohne externe Spezialisten läuft hier gar nichts mehr. So genannte "Corporate E-Commerce Berater" gibt es erst wenige, und diese müssen erst mal bezahlt werden. Dies mag anfangen bei Fr. 300.- Stundenlohn und hört oben irgendwo im Nebel auf. Wo man früher bloss ein paar Webcracks brauchte, holen sich heute viele Firmen erst mal einen Unternehmensberater mit E-Kompetenz ins Haus. Gemäss einer Studie werden bei einem E-Commerce Projekt zu 61% die Web-Agenturen konsultiert, zu 26% IT-Berater und 6% Management-Berater. Weil Internet (und jetzt vor allem E-Business) immer mehr mit Unternehmensberatung zu tun hat, schaffen sich die Web-Agenturen zusätzliche Kompetenz in diesen Bereichen und stellen eigene Berater ein oder errichten strategische Verbindungen. Auch von der Seite der Consulting-Häuser erfolgt ein Zusammenwachsen mit dem E-Business Bereich, so z.B. bei KPMG (mit mysap.com) oder bei anderen international tätigen Firmen wie Arthur Anderson. Unternehmen wie pixelpark.com oder logica.com setzen ebenfalls stark auf E-Business Dienstleistungen, welche auf Grundlagen der traditionellen Unternehmensberatung basieren. Dies beantwortet dann auch die Kostenfrage. Dann brauchen Sie noch ein paar Webdesigner (120.- bis 180.- pro Stunde), ein paar Programmierer für rund 200.-, und für das ultimative Multimedia-Intro vielleicht noch einen Flashdesigner, für den man im Falle von amerikanischen "Stars" bereits 400-500 Dollar die Stunde liegenlässt (Quelle: Macromedia/Internet Expo 2000). Und schliesslich noch den Anwalt zur Sicherung der Privacy Policy und der ganzen rechtlichen Aspekte, und diesen dürfen Sie auch noch zum Nachtessen ins Ritz einladen. Denken Sie auch immer an die versteckten Folgekosten, vor allem für die Pflege und Aktualisierung der Website, denn diese können bis zur Hälfte des Gesamtbudgets betragen, sowie an die Kosten für die Promotion, auch hier je nach Projekt bis zu 50 Prozent je nach Werbemedium. Und statt jetzt das Sparschwein zu plündern, denken Sie einfach daran, was es ihr Unternehmen kosten kann, NICHT aufs Internet zu gehen. Denken Sie an die Einsparungen, welche die Website mittel- und langfristig bieten wird, und nutzen Sie diese auch. Zum Beispiel zur Entlastung des Kundendienstes durch automatische Beantwortung der immer gleichen Fragen. Zum Beispiel durch vollautomatisierte Bestellvorgänge oder Downloads von wichtigen Informationen bis hin zu ortungebundenen Datenbanken, Einsparungen beim Katalogdruck und Firmenbroschüren. Oder Einsparungen bei Flugtickets, weil man für die Meetings der Filialleiter jetzt nur noch Videoconferencing verwendet und weniger reisen muss. Oder beim Verkaufspersonal, da ein Grossteil der Verkaufsargumentation und des Kundendienstes virtuell abgewickelt werden kann. Das Internet hat zur Bildung von neuen und veränderten Geschäftsmodellen geführt: Es erlaubt in einzigartiger Weise die direkte Verknüpfung des Endkunden mit den Produzenten in weitgehend automatisierbarer Weise. Durch die Ausschaltung eines Zwischenhandels erhöht sich der Spielraum für die Preisgestaltung, und der Produzent erhält Einblick in seine eigentlichen Kundenbestände. Es entstehen "virtuelle" Distributoren, welche die Bündelung der Käuferinteressen digital verwirklichen und sich mittels geschickter Allianzen branchenübergreifend und innert Monaten zu echten Konkurrenten entwickeln. Kunden können während eines einzelnen Einkaufsvorganges (einer einzigen Surftour) aus einer grossen Zahl von konkurrierenden Produkten auszuwählen, ohne dabei das Haus zu verlassen. Statt bei Auto-Occasionen oder Immobilien mit rhetorischen Verblendungen zu Fehlkäufen verführt zu werden, hat der Kunde jetzt einen objektiven Überblick und ist auch weniger unter Zeitstress. Das früher über den Verkaufserfolg entscheidende Personal für die direkte Kundenbetreuung wird zunehmend ersetzt durch Mitarbeiter an den Hotlines und in den Call-Centers, welche direkt mit der Internet-Plattform vernetzt sind. Den klassischen Verkäufer braucht es hier nicht mehr. Das Internet ist bereits für viele Firmen zu einem personellen Rationalisierungsinstrument geworden, womit aber gleichzeitig auch Spezialisten-Arbeitsplätze geschaffen wurden. Insgesamt wurden gemäss der neuen Studie "Swiss Internet Economy" vom Institut für Wirtschaftsinformatik Bern bereits 10'000 neue Arbeitsplätze durch das Internet geschaffen. 7. Inhouse: Was wir selber machen. Es ist klargeworden, dass Internet eine Managementaufgabe sein muss. Denn ein Internet-Projekt beinhaltet lebenswichtige Faktoren wie Wachstumsstrategie, Reagieren auf die Konkurrenz, Public Relations und Corporate Communications, also wie Ihre Firma gegen aussen wirkt. Weil die Wichtigkeit dieser Aspekte zunehmend erkannt wird, engagieren sich viele Firmen gleich eigene Webmaster, E-Marketing-Spezialisten und Projektleiter, dies wird jedoch von Tag zu Tag schwieriger. Auch bei vielen professionellen Web-Firmen herrscht ein ganz extremer Mangel an Fachkräften. Die echten Spezialisten sind längst weg vom freien Markt, man kriegt nur noch Bewerbungen von unterqualifizierten Leuten. Mit dem E-Commerce entsteht ein wirtschaftlicher Megaboom mit einem Mini-Kontingent von Fachleuten auf dem Arbeitsmarkt. Dieses Problem ist sogar in vielen Ländern wie z.B. Deutschland zum dringenden Politikum geworden. Wer macht die ganze Arbeit, die aktuell und in den nächsten paar Jahren gemacht werden muss? Der weltweit führende Suchdienst "Inktomi" veröffentlichte als Ergebnis einer Studie, dass zum Anfang des Jahres 2000 rund 1 Milliarde Web-Seiten auf dem Internet angeboten wurden. Die neueste Studie von "Cyveillance" im Juni 2000 spricht bereits von 2 Milliarden Webpages. AltaVista und Excite haben ihren ehemalig schwachen 15%-Anteil von indexierten Seiten inzwischen erhöht und konzentrieren je zirka 250 Millionen Web-Seiten in ihren Datenbanken. Jedenfalls kommt man in den Hochrechnungen zum Schluss, dass es bis in drei Jahren 13 Milliarden einzelne Seiten auf dem World Wide Web geben wird. Die meisten dieser Seiten sind ein Mischaufwand aus Planung, Konsensfindung, Texterstellung, Grafikdesign, Programmierung, Multimedia, Aufschaltung und Aktualisierung. Diese Seiten müssen auch in zehn Jahren noch von richtigen Menschen erstellt werden, und dies umso mehr als es originelle und kreative Umsetzungen mit neuen Multimedia-Formaten braucht. Die wachsende Anzahl von verschiedenen "Empfangsgeräten" für das Internet erfordert die parallele Bereitstellung für Web-Browser, WAP-Handys, Web-TV und viele andere web-fähige Geräte (Web Appliances) der nahen Zukunft. All dies multipliziert den riesigen Arbeitsaufwand, der für die Realisierung der Schnittstellen zur "New Economy" notwendig sein wird. Aber um mit der Nachfrage zeitlich mithalten zu können, fehlen genügend geschulte Leute. Es erfolgt bei vielen Firmen ein Outsourcing des ganzen E-Business, und heute typischerweise nach Indien, Polen und in andere Billiglohnländer, wobei deren Software-Entwicklungen oftmals Weltspitze sind - eine Schweizer Grossbank lässt ihre E-Programme in Russland entwickeln. Deutschland versucht, mittels einer "GreenCard"-Aktion 25'000 indische IT-Fachleute ins Land zu bringen. Allerdings haben sich dafür erst 700 angemeldet, weil die USA attraktivere Arbeitsplätze als Deutschland bietet und sogar Indien selbst neuerdings über Fachkräftemangel klagt. Im Internet-Pionierland USA fehlen gemäss der amerikanischen ITA (Organisation der Informations-Technologie) rund 1.6 Millionen Computerexperten. In der Schweiz wollen die zehn grössten schweizerischen Web-Agenturen im laufenden Jahr 600 Leute anheuern, finden jedoch kaum welche. Die abzuarbeitenden Projekte türmen sich immer mehr, und für die frühere Schnellbleiche "on the job" ist keine Zeit mehr. Gemäss Bundesamt für Statistik fehlen 25'000 IT- und Web-Experten in der Schweiz. Jetzt werden fieberhaft neue Ausbildungsplätze geschaffen, aber bis die Leute ausgebildet sind werden zuviele Marktchancen verpasst. Schweizerische Web-Quereinsteiger mit Talent haben goldene Zeiten und erhalten ausländische Jobangebote, sogar mit Flugticket und Beteiligungsangeboten. Und gleichzeitig erfolgen drei grundlegende Veränderungen bei den E-Projekten: 1. Der Zeitfaktor, das heisst die Projekte müssen heute in einem Bruchteil der Zeit realisiert sein, 2. Das Jobprofil, das heisst "normale" Webdesigner kommen kaum mehr mit bei grossen und hochkomplexen E-Projekten und 3. Die Kundenparanoia, jetzt glaubt wirklich jede Firma den Zug zu verpassen. Noch vor einem halben Jahr was das alles anders. 8. Outsourcing: Was die Agentur macht. Etliche Internet-Agenturen laufen inzwischen so gut, dass diese absolut nicht mehr scharf auf Ihr Projekt sind. Es gibt Agenturen, die in den letzten Wochen kurzerhand die Preise verzehnfacht haben, oder mühsame Kunden einfach vor die Türe stellen. So zum Beispiel in einem 40 Mio Dollar Projekt in den USA, das aufgrund von "mangelnder Kundenkooperation" beendet wurde. Beispiele von rausgeworfenen Kunden sind auch drugstore.com, etoys.com, buy.com oder planetrx.com, und dies ungeachtet der profitablen Millionenbudgets. Oder wie es Tom Bedecarre, Leiter einer grossen amerikanischen Web-Agentur ausdrückt: "Früher hätte man lange gezögert, einen Kunden rauszuwerfen. Heute haben wir die Lobby voller Leute, die uns anheuern wollen. Warum die Zeit mit etwas vergeuden, das nicht zusammenpasst?" Die Agenturen haben es nicht mehr nötig, in fruchtlosen Meetings für eine Firma eine konsensfähige Web-Strategie auszuarbeiten, sondern sind mit ihren Gedanken lieber beim eigenen IPO, sprich Börsengang. Der Megaboom hat begonnen, aber nicht primär für die Kundenfirmen sondern für die Web-Agenturen. Amerikanische Kunden stellen fest, dass sie vielleicht im falschen Geschäft, aber in jedem Falle am kürzeren Hebel sind. Auch kriegt eine Agentur bei einem Web-Projekt in der Regel so viel Insiderwissen zugeschaufelt, dass man sich als Kunde rein aus Sicherheitsgründen kaum noch zu reklamieren getraut... In der Schweiz haben wir (teilweise) noch andere Zustände, und ohne Problem finden Sie hierzulande viele Agenturen die sich um Ihr Projekt reissen. Verzeichnisse von Web-Agenturen finden Sie bei www.greg.ch/swb oder auf unserer neuen Verzeichnisplattform www.webservices111.ch. Stützen Sie sich bei Ihrer Wahl nicht auf die tollen Agenturen-Homepages (Eigenpräsentationen), sondern ausschliesslich auf die fertiggestellten Referenzarbeiten, und holen Sie rechtzeitig mindestens drei verschiedene Angebote ein. Dann machen Sie Briefings und Meetings mit den Agenturen, und Sie werden bereits einen wichtigen Unterschied feststellen: Die eine Sorte Agentur zeigt Ihnen während drei unvergesslichen Stunden die beeindruckendsten Beispiele und effektvollsten Techniken. Die andere Sorte Agentur wird Sie stattdessen ausführlich befragen, was Ihr Geschäft ist, wie Sie es fokussieren und bewerben, wer Ihre Kunden sind und warum. Geben Sie den Zuschlag prinzipiell der zweiten Sorte. Eine gute Web-Agentur betreibt keine "Cyber-Magie", sondern gezielte Unternehmensberatung in einem EDV-gestützten Marketingbereich. Eine gute Web-Agentur beeindruckt Sie nicht mit toller Photoshop-Grafik, 3D oder Flash-Animationen, sondern mit ihrem fundierten Verständnis im Bereich der strategischen Positionierung, Konkurrenzanalyse, und Integration des Web-Projekts in den bestehenden Marketingmix. Das Denken ist für den Web-Erfolg wichtiger als das Schauen, und eine Agentur muss beides besser können als Sie. Oder zumindest diesen Eindruck machen. Suchen Sie also niemals "die kreativste", sondern statt dessen "die intelligenteste" Web-Agentur. Diese zeigt eine sehr hohe Kommunikationsleistung, erreicht beweisbar die verschiedensten Benutzergruppen über das Internet, und kann daneben auch noch ansprechend designen. Von diesen Web-Agenturen gibt es sehr wenige, während es jedoch an jeder Ecke einen weiteren "coolen Webdesigner" gibt. Fragen Sie ihn also ganz einfach nach seinem IQ. Ausserdem haben neueste User-Tests ergeben, dass die meisten Besucher im visuell überladenen Web die schönen Grafiken kaum noch wahrnehmen, sondern sich sofort auf den Content, also auf den Text stürzen. Guter Text ist vielerorts wichtiger geworden als gute Grafik. Menschen werden zwar von Bildern angezogen, aber sie lassen sich nur mit Sprache überzeugen. Für eine neue Kundenbeziehung muss zuerst ein argumentativer Lernprozess im Kopf ablaufen, das geht über den Text und nicht über die Grafik. Aber genauso wie die hässlichsten Homepages von Nur-Programmierern gemacht sind, gibt es viele Webdesigner, die zwar gut designen können aber speziell schwach in der textlichen Umsetzung sind. Viele beherrschen weder perfektes Deutsch noch perfektes Englisch oder gar die hohe Kunst des Werbetextens, wie dies auf vielen Schweizer Webdesigner-Pages demonstriert wird. Viele nennen sich zwar grossartig "WebPublisher", liefern aber keinerlei Leistungsnachweis im Bereich Publishing... Entscheiden Sie also aufgrund der gezeigten Fachkompetenz, der Qualität der Kommunikation, der Sorgfalt in der Ausführung, des gezeigten Projektverständnisses, des vorgeschlagenen Zeitplans und natürlich auch der Kosten, die in der Schweiz auch bei professionellen Agenturen durchaus um den Faktor zehn differieren mögen. In vielen Fällen ist dies aber immer noch der günstigere Weg, als ein Grossprojekt mit internen Leuten durchziehen zu wollen. Die Wissensbildung in diesen Gebieten ist sehr zeitaufwendig, Korrekturen und auch Computerschulungen sind teuer. Ohne das nötige und vor allem vollständige Fachwissen wird Ihr E-Business Projekt zum Flickwerk, das schliesslich doch auswärts gegeben wird und am Ende viel mehr kostet. Diese Erfahrung mussten leider schon sehr viele Schweizer Firmen machen. 9. Integration: Was Ihre Mitarbeiter machen Nicht vergessen sollte man hier auch den Einfluss gegen innen. Die meisten Mitarbeiter sind stolz auf "ihre" Firmenwebsite, und das Zugehörigkeitsgefühl zu einem Unternehmen steigt deutlich, wenn Mitarbeiter die Website auch aus der Privatsphäre von zuhause aus besuchen. Die Umstellung der Geschäftsprozesse einer Firma kann jedoch nur mit der Bereitschaft der Mitarbeiter erreicht werden. Für viele wirkt die Einführung von E-Business anfangs bedrohlich, sie bringen es in Verbindung mit Rationalisierung oder Gefährdung von Arbeitsplätzen. Um internen Blockierungen entgegenzuwirken, gibt es verschiedene erprobte Methoden: Geben Sie den Mitarbeitern gleich eine eigene Mini-Homepage, auf der sich jeder beteiligen und austauschen kann. Gerade bei älteren Mitarbeitern ist ein spielerisches Kennenlernen des Mediums und eine aktive Beteiligung die beste Taktik. Dies ist eine Methode, die schon bei mancher Firma zur internen Akzeptanz und schliesslich auch zum Gelingen einer grösseren Umstellung beigetragen hat. Auf der anderen Seite haben Sie auch Leute, die absolut gierig auf das Internet am Arbeitsplatz sind. Manche Leute wandern heutzutage sogar ab, wenn in ihrer Firma das Internet restriktiv gehandhabt wird. Es ist spannender, in einer anderen Firma zu arbeiten die modern ist und wo "etwas passiert", denn ohne Internet ist das Geschäftsklima oft ganz anders. So haben Sie mit zwei gegensätzlichen Personalproblemen gleichzeitig zu tun. Und wenn Sie das Internet schliesslich für alle verfügbar machen, wird wieder zuviel Arbeitszeit "versurft" oder man holt sich unerwünschte Viren und Programme ins Haus. Dann erlassen Sie eben Regelungen und überwachen das Ganze, das haben andere Firmen auch einigermassen geschafft. Früher oder später kommt man als Firma nicht am Internet vorbei. 10. Controlling: Wer die Nachbetreuung macht Wenn das Projekt fertiggestellt ist, bestimmen Sie jemanden im Betrieb, der für das Internet-Angebot und vor allem für ein regelmässiges Reporting an Sie verantwortlich ist. - Aber wen, wenn nicht sich selber? Die Sekretärin kommt vielleicht besser draus, der Stift surft ständig zuhause, die EDV-Abteilung wäre auch noch geeignet, aber dies alles ist falsch. Der einzige Ort, wo das Reporting über die Internet-Präsenz erfolgen sollte, ist dort wo der direkte Kundenkontakt gepflegt wird: In der Verkaufsabteilung. Denn die Webpräsenz ist kein reines EDV-Projekt, sondern vor allem Teil des Verkaufs und Kundendienstes. Nur so kriegen Sie das wichtige Feedback direkt über die richtigen Kanäle. Planung ohne Umsetzung: Die Fallen beim E-Projekt Wenn Sie ein E-Business Szenario entwickeln, so ist immer die aktuelle Wettbewerbssituation Ihrer Firma als Ausgangslage zu betrachten. Womit werben Sie, wo verkaufen Sie am besten, wer sind Ihre Kunden, wie viele davon haben Internet und wozu verwenden sie es? Und ganz wichtig, wie ist Ihre Konkurrenz wohl bei ihren Projekten vorgegangen und welcher Mitbewerber hat mit welchem Konzept am meisten Erfolg? Das sind zwar wichtige Fragen, aber als Einsteiger sind Sie kaum in der Lage, die nötigen Recherchen im Internet durchzuführen und die Antworten darauf zu finden. So lassen sich viele Chefs auf ein Ratespiel ein. Ein Manager muss ständig aufgrund von "halben" Informationen entscheiden können, aber genau diese Vorgehensweise kann bei Internet-Plänen verheerend sein. Und einfach jemanden zu bestimmen, der intern "das Internet" übernehmen soll, ist genauso gefährlich und wird früher oder später mit Folgekosten oder Korrektur-Aktionen teuer bezahlt. Die Analyse und Planung ist zwar halbwegs gelungen, aber es scheitert schlicht an der Umsetzung. Und vor allem daran, dass kein Marketing- und Promotionsplan gemacht wird, dass man die Konkurrenz auf dem Web nicht studiert, dass die Vernetzung mit Online-Partnern zuwenig fokussiert betrieben wird, dass die Verkaufsabteilung zuwenig stark eingebunden wird, und die Nachbetreuung zuwenig geplant, budgetiert und umgesetzt wird. Aber die Fehler aufzuzählen ist immer einfach und zeigt vor allem, dass das Ganze nicht so simpel ist. Die meisten Internet-Projekte beruhen auf Hypothesen. Es wäre doch toll, und man könnte doch, und so soll es eines Tages sein. Die praktische Umsetzung scheitert meistens an Inkonsequenz im Umgang mit dem neuen Medium, an lückenhaftem Wissen auf der Managementebene oder an internen Widerständen, vor allem bei KMU. Man hat vielleicht eine grosse Website, aber keiner ist für die hereinkommenden E-Mails zuständig. Alles ist vernetzt aber der Lagerist schreibt die Bestellungen immer noch auf Kohlepapier. Tonnenweise Werbebroschüren gehen raus, aber die URL darauf wurde leider vergessen. Oder auch sehr typisch: Der Chef kann die Web-Adresse nicht auswendig und fragt jedes Mal bei der Sekretärin nach. Das sind keine Erfindungen, sondern echte Zustände im aktuellen Jahr (wobei mit Managern natürlich immer auch Frauen gemeint sind). In der Regel fängt man auf dem Internet vorsichtig an, das gilt besonders für Schweizer KMU. Man baut erst mal eine Tür statt das ganze Haus. Mit der ersten Homepage will man "erste Erfahrungen" sammeln und falls niemand kommt, hat logischerweise der Webdesigner versagt und man lässt die Internet-Pläne diskret versanden. Das ist völlig falsch. Mit einem guten Gesamtkonzept, das auch eine starke Promotion beinhaltet, haben Sie vielleicht mehr Erfolg als Sie zu träumen wagen. Aber wenn die Party tatsächlich beginnt, das Konzept voll einschlägt und sich Erfolge einstellen, ist man wieder unvorbereitet und hat keine Fachleute, um dem Ansturm effizient zu begegnen. Die so genannte Skalierbarkeit von Web-Angeboten wird hier allzu oft ausser acht gelassen. Was auch immer ins Web gestellt wird, muss sich innert nützlicher Frist durchsetzen oder redimensionieren lassen, kleiner oder grösser je nach Entwicklung und Saison. Machen Sie lieber einen kleineren Auftritt und stecken Sie die andere Hälfte des Geldes in eine wirksame Promotion: Langsam erfolgt eine Sättigung der Benutzerschaft und es ist schwierig geworden, nur mit einem guten Webauftritt überhaupt noch Leute zu erreichen. Klassische Werbe-Agenturen haben oft Mühe mit dem Internet. Die Internet-Werbung hat andere Gesetze als die der traditionellen Werbung. Man braucht hier ein echtes "Feeling" für das Medium, man muss die Konsumenten ernst nehmen und gleichzeitig unterhalten. Man muss spüren und verstehen, was die Leute ins Netz zieht. Dieses Gespür kann nur erreichen, wer sich tausende von Stunden auf allen "Levels" des Webs herumtreibt und mit anderen Benutzern kommuniziert. Der wahre Puls des Internet (Net Vibe) ist spürbar in Newsgroups und Chatrooms, und für eine nach klassischen Konsumentenmustern denkende Werbe-Agentur schwer zu verstehen. Die spezialisierten "Web-Agenturen" sind in der Internetkommunikation viel weiter als die Werbe-Agenturen. Dazu sagt der Chef der grossen Schweizer Web-Agentur Futurecom: "Die klassischen Werbeagenturen haben sich die letzten dreissig Jahre zu sehr auf image-bildende Massnahmen konzentriert und zu wenig dialogorientiert gedacht. Im Internet, dem interaktiven Medium par excellence, fehlt dieses Wissen jetzt." Der Aufbau eines auf Massenerfolg getrimmten E-Commerce Projekts sieht so aus, dass die begleitende Promotion bereits vor dem Launch der Website beginnt. Mit Zeitungsinseraten, Wettbewerben, interaktiven Spielen und TV-Spots wird massiv auf das neue Internet-Angebot hingewiesen. Die Bekanntmachung des neuen Namens und Logos (=der Brand) ist zentral und funktioniert im Internet-Zeitalter auch mit ungewöhnlich "exotischen" Wortschöpfungen wie zum Beispiel ricardo.de, texxas.de oder askthebuilder.com. Die "Brand equity», das heisst der entstehende Wert der digitalen Marke, erhält in Verbindung mit dem intellektuellen Kapital eine zentrale Bedeutung und läuft den traditionellen Produktionsfaktoren wie Maschinen, Gebäude oder auch Finanzierung den Rang ab. Die Projektleiter bleiben dabei immer fokussiert auf die möglichst rasche Ausweitung der Kundenbasis. Es gilt, möglichst schnell eine kritische Mindestgrösse zu erreichen, um dann von der sich beschleunigenden Wachstumsspirale profitieren zu können. Das dabei entstehende "Netzwerk" wird dabei wichtiger als das Produkt. Hohe Marketingkosten, die die Verluste in die Höhe treiben, werden deshalb in der Regel von den schnell auftauchenden (nach kürzlichem Börsengeschüttel vorsichtiger gewordenen) Venture Capitalists als positives Signal gewertet. E-Commerce Projekte, welche die kritische Grösse nicht erreichen, verschwinden schnell und lautlos. Die Online-Medien und auch Printmedien haben mit entsprechenden Meldungen (oder bewusster Ignoranz in Einzelfällen) hier ein gewichtiges Zünglein an der Waage vieler grosser E-Projekte. Obwohl das ganze Internet-Business intransparent und extrem wechselhaft bleibt, wird dennoch jedes noch so kleine Mediensignal gehört und sofort überbewertet (siehe Kursverläufe Infineon, Day Interactive, Fantastic Corp. etc.). Aber was kann eigentlich sonst schief gehen? Zum Beispiel Absturz des Webservers zu jeder beliebigen Tag- und Nachtzeit. Hacking und "Denial of Service" Attacken und andere Zwischenfälle im dunklen Wald der Chips und leise surrenden Leitungen. Da haben die Bosse der grossen E-Tailers nun festgestellt, dass die Gelderzeugungsmaschine Internet mit all ihren verschlüsselten "secure Servers" genauso anfällig auf Angriffe ist wie ein normales Ladengeschäft mit einem Molotov-Cocktail. Oder dass ein einfacher E-Shop plötzlich zum Fiasko wird: Die Kunden haben zwar bereits bezahlt aber der Server gab gerade seinen digitalen Geist auf und hat´s nicht weitergeleitet. Technisch gesehen haben Sie niemals die volle Kontrolle, weder über die Connection noch über den Provider oder das Internet an sich, wie man bei Amazon, Ebay und anderen Websites schon schmerzlich festgestellt hat. Damit muss man leben. Die andere Gefahr kommt von den Kunden selber. Zum Beispiel wenn Sie im gedruckten Katalog CHF 100.- als Verkaufspreis angeben, aber auf der nicht aktualisierten Website nur den halben Preis. Das ist alles schon passiert und kann böse Klagen geben. Nicht dass Sie jetzt den Anwalt brauchen, aber so manche haben schon gestaunt, als "falsche" Inhalte auf dem eigenen Web auftauchten, und wer ist dann haftbar? Als Herausgeber Sie. Wenn Sie illegal kopierte Designermode oder falsche Preisschilder in Ihrem Schaufenster haben, ist nicht der Dekorateur haftbar sondern der Ladenbesitzer. Oder zum Beispiel die "Privacy Policies", momentan das ganz grosse Thema in den USA: Yahoo wurde auf viele Millionen verklagt von einer Lady in Texas, welche beanstandete dass man sich nicht an die auf der Website veröffentlichten Datenschutzbestimmungen halte. Brauchen Sie jetzt vor dem Aufschalten Ihrer Website erst noch den Anwalt beizuziehen, wie dies bei vielen amerikanischen Grossprojekten bereits der Regelfall ist? Aber wie es ein Internet-Mogul kürzlich auf den Punkt brachte: "Es gibt keine Privatsphäre auf dem Internet. Finden Sie sich damit ab." Viele Projekte scheitern also daran, dass man die Umsetzung nur teilweise durchzieht oder wesentliche Aspekte übersieht. Oder aber daran, dass man die Seite der Benutzer vergessen hat. Erfolgsfaktor Nummer Eins: The other side of the screen. Auf der anderen Seite Ihres Bildschirms sieht alles anders aus. Ein Besucher Ihrer Website weiss nichts von all Ihren Strategien und erlebt nur wenige Faktoren, die da sind: Look and Feel, Funktionalität, Geschwindigkeit, Textqualität, Unterhaltungswert und Nutzen. Die Website lässt sich mit einer Person vergleichen, die je nachdem freundlich oder mühsam ist, gerne Auskunft gibt oder lediglich Augenwischerei betreibt. Welchen Charakter hat Ihre Website? Machen Sie diese zu einer eigenständigen "Persönlichkeit", die nach aussen positiv wirkt, dem Besucher auf halbem Weg entgegenkommt und nach innen zugänglich ist. Eine Website ersetzt in vielen Fällen den persönlichen Erstkontakt mit einem Kundenberater, und soll eine ähnliche Wirkung haben. Hier kommt die "Corporate Identity" ins Spiel, die auch im Netz zum Leben erweckt werden soll. Wieso kommen Leute auf Ihre Website? Wenn man sich einige Sites betrachtet, müsste die Antwort lauten: "Benutzer ist extrem gelangweilt und möchte gerne eine halbe Minute lang auf einen leeren Bildschirm starren, um danach ein paar sinnlose Animationen zu betrachten.". Das Internet ist nicht nur ein gäbiges "Publishing-Tool" mit dem man viel Wind machen kann, sondern es soll gezielt eingesetzt werden. Benutzer kommen auf eine Website, weil sie Fragen haben. Und sie bezahlen dafür, mit ihren Online-Gebühren, ihrer Zeit und der Bewegung ihrer Hände, die sie zum Durchforsten Ihres Angebots benutzen. Als Anbieter sollten wir ihnen also etwas geben, das sie dafür entschädigt. Falls Sie die Erwartungen der Web-Besucher vorausahnen und diese zu einer logisch agierenden Website verdichten können, haben Sie einen guten Web-Auftritt. Der Begriff "Auftritt" ist hierzulande geläufig, aber wieder einmal fragwürdig: Ein Auftritt besteht doch darin, eine Show ablaufen zu lassen und dann den Applaus entgegenzunehmen, wobei das Publikum (buchstäblich) keine Rolle spielt. Ein "Angebot" hingegen wäre schon eher etwas, bei dem die Leute wiederholt zurückkommen und profitieren können. Also wird im Idealfall eine Website als Angebot im Sinne des Benutzers erstellt, Computerwissenschaftler bezeichnen dies als "user modeling". Eine Website ist auch eine Kontaktschnittstelle und die E-Mail Adresse sollte immer auf der ersten Seite stehen, aber viele grosse Firmen haben nicht einmal einen einzigen Link dazu. Es gibt allerorten Tips zum "kommerziell erfolgreichen" Webdesign. Umfragen bei grossen E-Tailers haben jedoch ergeben, dass ästhetische Faktoren, technische Vielfalt und Vielfältigkeit zum Selbstzweck (Featuritis) wenig erfolgsrelevant sind. Zu den "Erfolgselementen" gehört die Publikation von Presseartikeln über das Unternehmen, das einfache Handling der Website oder des Produktkatalogs, persönlicher Kundendienst und Hotlines, das Publizieren von verständlichen AGB's und Privacy Policies, allenfalls die Customizability (Anpassbarkeit der Website durch den Benutzer), sowie die Bezahlungsmöglichkeit mit Kreditkarten. Diese Faktoren erhöhen das Vertrauenspotenzial und führen zu mehr Online-Verkauf. Ausschlaggebend ist vielerorts ganz einfach die Höhe des Werbebudgets für Online-begleitende Promotion (Print, TV etc.) und die strategische Verzahnung des Web-Projekts mit der internen Verkaufs- und Marketingabteilung (nicht nur mit der EDV-Abteilung). Rollenspiele für Ihre Website Testen Sie Ihre Website mit Rollenspielen. Es ist ein Unterschied, ob Sie als Kunde, Geschäftspartner, Angestellter, oder als Konkurrent draufkommen. Versetzen Sie sich in jede einzelne Rolle und analysieren Sie dann, was Ihre Website vermittelt. Die besten Rollen sind dabei diejenigen des Konkurrenten, der meint eine viel bessere Website zu haben und bei Ihnen nachschaut was alles klemmt, oder die Rolle eines verärgerten Kunden, der gerade ein defektes Produkt gekauft hat und jetzt reklamieren will. Wie macht sich die Website in diesem Falle? Werden beide Personen von der Kompetenz und dem guten Willen Ihres Unternehmens überzeugt? Denn in den meisten Fällen setzt man ausschliesslich die positive Grundhaltung voraus, betrachtet die eigene Homepage in ihrem ganzen Gefunkel und Glanz und denkt sich nichts Böses dabei. Betrachten Sie Ihre Homepage immer auch mit den Augen der hämisch lachenden Konkurrenz. Nur dann sehen Sie, ob der so genannte Superauftritt auch einem negativ eingestellten Publikum standhalten kann. Und Intros? Ein "Entry Tunnel" oder eine "Splash Page", das heisst eine vorgeschaltete Einstiegsseite, versinnbildlicht irgendwie dass die Besucher das erste Mal auf Ihre Seite kommen und danach nie wieder. Natürlich weckt es Aufmerksamkeit, aber schauen Sie sich wieder einmal yahoo.com an: Alle Informationen sind sofort zugänglich und die Message lautet ganz eindeutig: Sie kennen Yahoo, waren schon einmal hier und kommen morgen wieder. Ein Intro dagegen ist wie ein Türsteher vor dem Hotel, der Sie erst mal in allen Sprachen begrüsst und Ihnen mit Zimmerkatalogen vor der Nase herumwedelt. Dieselbe haben Sie spätestens beim fünften Mal voll, und möchten lieber direkt hereingelassen werden. Denn dort wo Information und Nutzen vermittelt werden soll, braucht es den direkten Einstieg ohne allzu viel Geplänkel. Nach dem Website-Launch: Weben Sie wohl. (13 Strategien für das Überleben im Cyberspace) 1.) Promotion: Die Kosten einer Website setzen sich aus Einrichtung, Pflege und Promotion zusammen. Es ist jedoch fatal mit der Promotion den wichtigsten und oftmals sogar grössten Budgetposten zu vergessen, denn viele Firmen geben bis zur Hälfte ihres Web-Budgets für die Werbung aus. Eine Domain hat schliesslich diesen Namen, damit Sie damit dominieren können oder wie der Brite sagt: Rule your Kingdom. Aber was dominiert, ist auch bei teuren Projekten meist nur die Konkurrenz, die zu Tausenden und bereits seit Jahren auf dem Web die Ehrenplätze reserviert hat. Hier hilft nur noch massive Printwerbung oder je nach Budget sogar TV-Werbung. Und vergessen Sie nicht die Benachrichtigung der entsprechenden Newsgroups. Von vielen Leuten unbenutzt, findet man in den Newsgroups die echten Profis und ein grosser Teil der Kommunikation bezüglich neuer Dinge auf dem Web findet hier statt: www.dejanews.com 2.) Firmeninformation: Ihre Website ist ein perfektes Medium für Corporate Communications. Also für Geschäftsberichte, Pressemitteilungen, Hintergrundinfos und Anlegerinformationen. Journalisten, welche etwas über Sie schreiben wollen, können sich ab Ihrer Website bedienen und finden hier zugleich die hochauflösenden Firmenlogos und Konterfeis Ihres Vorstandes. Damit vermeiden Sie falsche Zitate oder Umsatzzahlen, die ansonsten geschäftsschädigend publiziert werden könnten. Vor allem börsenkotierte Unternehmen sollten darauf achten, keine veralteten Kennzahlen auf ihrer Website zu haben sondern diese geflissentlich zu aktualisieren. 3.) Behalten Sie die Kontrolle. Sie wollen informiert sein, wenn irgend jemand etwas auf Ihrer Website ändert? Dies ist vor allem dann unerlässlich, wenn viele verschiedene Leute intern oder extern Zugriff auf die Inhalte Ihrer Homepage haben. Damit Sie nicht ständig mit Ihrer Web-Agentur telefonieren müssen, lassen Sie doch ein Programm wie "Netmind" (www.netmind.com) die wichtigsten Seiten indexieren, und so erhalten Sie jedes mal eine E-Mail, wenn etwas verändert wird. 4.) Stellen Sie Stellen ins Netz. Nichts ist leichter, als offene Stellen auf der eigenen Website zu publizieren. Sie sparen sich damit den Inseratdruck und die teure Personalagentur, und potenzielle Bewerber können sich im gleichen Zug über Ihre Firma informieren. Ein komplettes Bewerbungsdossier ist mit wenigen Mausklicks eingereicht, und muss bei Ablehnen nicht einmal zurückgesandt werden. Fast jede zweite Firma mit einer Website informiert auf dieser auch über offene Stellen. Nutzen Sie diese Möglichkeit, denn hier können echte Kosten gespart werden. Eine Vakanz ist innert Minuten aufgeschaltet und kann jederzeit aktuell gehalten oder nach Besetzung entfernt werden. 5.) Lernen Sie Ihre Besucher kennen Machen Sie eine "Clickstream-Analyse" der Besucherbewegungen, und erstellen Sie ein Flussdiagramm für den typischen Weg durch Ihre Website (am besten mit www.webfeedback.ch). Und fragen Sie sich, weshalb die Besucher immer beim Flash-Game und nie im Online-Shop landen. Dann ändern Sie die Reihenfolge. Testen und überwachen Sie gezielt, wie sich zum Beispiel eine andere Anordnung der Menupunkte auf das Besucherverhalten auswirkt. Gemäss Untersuchungen wird in einer Auswahl von zehn Menupunkten meistens der zweite von oben zuerst angeklickt. Man will nicht das Erstbeste nehmen aber auch nichts verpassen, und deshalb klickt man auf das Zweite. Frauen klicken dagegen eher auf den ersten Punkt, Männer wollen besonders clever sein und nehmen sich den zweiten vor - wir schmunzeln auch über dieses Phänomen. Falls jedoch irgendwo "News" steht, wird das ganze Prinzip umgekippt, denn keiner will etwas verpassen und man klickt bevorzugt auf News. Mit solch einfachen User-Beobachtungen können Sie schon vieles steuern. Setzen Sie Prioritäten und weisen Sie die Besucher klar darauf hin, was diese alles auf Ihrer Website tun können. Und scheuen Sie sich auch nicht, wieder einmal "klicken Sie hier" zu sagen, statt alles nur dezent zu unterstreichen und zu hoffen, dass sich irgend jemand für das Unterstrichene interessiert. Frauen haben ein komplett anderes Surfverhalten im Internet, und jeder dritte Web-Kontakt auf dem europäischen Internet ist eine Frau (in den USA sogar 49,8 Prozent gemäss dem Marktforschungsinstitut WebSideStory). Dieses äusserst wichtige Zielpublikum wird jedoch bei der Erstellung von Websites oft vergessen. Es gibt Trendforscher, die behaupten bis im Jahr 2005 seien mehr Frauen auf dem Netz als Männer (60 zu 40 Prozent) - ganz einfach weil das Netz mit vielschichtigen Kommunikationsformen zu tun hat, ebenso auch mit Vertrauensbildung, Community Building und (Kunden-)Betreuung, und Frauen da gewisse Verständnisvorteile und Affinitäten haben. Frauen sind im allgemeinen auch weniger leicht zu beeindrucken, surfen "praktischer" und gehen rationaler vor als Männer, dies haben viele Tests ergeben. Männer sehen das Internet als faszinierende Action-Plattform und lassen sich leichter blenden durch fetzige Layouts und Effekte. Frauen hingegen wollen erst einen klaren Nutzen oder Preisvorteil sehen und nutzen das Internet für sinnvolle und sozial bereichernde Tätigkeiten wie zum Beispiel neue Freunde zu gewinnen durch E-Mails und das Verschicken von Glückwunschkarten beim weiblichen Spitzenreiter www.bluemountain.com. Die Männer dagegen landen erst mal auf PC-Sites, Sport, Börse und Erotik, oder erfinden sogar kuriose und "typisch männliche" Kombinationen wie www.sexystocks.de. Hauptsächliche Wunschfaktoren bei männlichen Internet-Angeboten sind Selbstbestätigung und Action (auch Komplexität), bei weiblichen sind es soziale Vernetzungsmöglichkeiten und sinnvolle Information. Ob eine Website breitbandig stimmig ist, fällt Männern weniger auf und wichtige Details werden übersehen. Lassen Sie Ihre Website immer von einer kritischen Frau testen. Wir meinen das völlig ernst, denn einige amerikanische Webfirmen haben dies als Methode entdeckt, die viele Fehler aufzeigt welche vom berühmten "Kind im Manne" aufgrund des ausgeprägteren Spieltriebs und der technischen Faszination gar nie bemerkt werden. Viele Online-Shops wären dadurch erfolgreicher geworden. Die Benutzer sind älter geworden. Womit wir nicht etwa "dümmer" meinen, sondern im Gegensatz kritischer. Das Durchschnittsalter hat sich von einstmals 25 auf 35 erhöht. Die Nutzerpyramide geht in die Breite und erreicht immer mehr ganz normale Durchschnittsbürger. Gleichzeitig wird der ganze E-Commerce-Talk immer spezialisierter, selbstgefälliger und komplexer. Viele der technisch weniger interessierten oder gebildeten Benutzer holen diesen Wissensrückstand nie mehr auf, und falls doch, ist schon wieder etwas Neues auf dem Netz. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa nutzen vor allem Menschen mit geringem Bildungsgrad das Internet kaum. Unter Abiturienten seien immerhin 44 Prozent im Netz, bei Menschen mit Hauptschulabschluss sind es nur 8 Prozent. Von den Selbständigen nutzen 41 Prozent das Internet, bei den Arbeitern nur 12 Prozent. Das Internet als Massenmedium zu bezeichnen, trifft deshalb nur bedingt zu. Die wichtigste Qualität für die Website eines Vermarkters ist die sogenannte "Bindungskraft", was den Grad bezeichnet, mit dem eine Website einen Benutzer nicht mehr frei lässt (auch "Stickyness" genannt). Der interaktive Medienraum eröffnet dem Direktvermarkter die Möglichkeit, seine Angebote in Echtzeit auf die Benutzer auszurichten. Die neuen Websites gestalten sich selbständig auf der Grundlage des Benutzerverhaltens um. User-Tracking oder Cookies helfen beim nächsten Besuch, diejenigen Bedingungen wieder herzustellen welche zu dem besten Verbraucherverhalten geführt haben. Lassen Sie sich von Ihren Web-Gurus solche Systeme einbauen, aber weisen Sie die Kundschaft klar darauf hin. Und halten Sie den Eingang zu Ihrem Angebot so schnell und einfach wie möglich: Machen Sie lieber einfache Links statt aufwendige Buttons, die endlos lange laden. Dann sieht ein Besucher sofort, welche Abteilungen die Website hat und wohin er als nächstes gehen kann. Laut einer Studie der GVU (Georgia Tech's Graphics, Visualization & Usability Center) verlassen 50% der grundsätzlich kaufwilligen Besucher eine Website, wenn diese zu langsam reagiert. Und obwohl manche Webdesigner-Homepage geradezu leer aussehen würde ohne die faszinierend animierten Buttons, dienen diese Knöpfe ja nur dem Weitertransport in die jeweiligen Seiten - welche die Hauptsache sein sollten. Für etliche Leute hat sogar der Rahmen drumherum, nämlich der Browser, bereits zuviele Buttons. Statt sich auf den Fensterinhalt zu konzentrieren, fühlt man ständig die Präsenz der vielen Schaltflächen auf dem Schirm. Das lenkt ab. Wie angenehm wäre es da, in den Seiten selbst keine zusätzlichen Knopfleisten aufzutürmen, sondern einfache Links. So war ja das Web einmal gedacht. Damit wäre auch klar zu unterscheiden, wo man schaltet (im Browser) und wo man surft (in den Seiten). Ganz zu schweigen vom Vorteil, dass ein Menu-Link jederzeit ersetzt werden kann, aber ein neuer Menu-Button zuerst das Grafikprogramm und den dazugehörigen Designer benötigt. 7.) Bleiben Sie aktuell Auch ist es sinnvoll, immer wieder etwas Neues aufzuschalten, vielleicht auf einem Menupunkt "Neues", denn wir wissen alle: Jeder schaufenstert gerne und betreibt window-shopping, wobei wir nicht etwas kaufen wollen sondern uns einfach umschauen. Dieselben Regeln gelten auf der Zürcher Bahnhofstrasse wie auf dem Internet, und jede Saison ein neues Schaufenster zu zeigen, zieht viele Leute an und macht sie zu potenziellen Kunden. Im schnellebigen Internet-Umfeld - eine durchschnittliche Einzelseite bleibt 46 Tage online - ist «Time to Market» ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Und das Aktualisieren: Auch Ihr neues Vehikel auf der Datenautobahn muss immer wieder in die Garage oder zum Service. Für kleinere Updates müssen Sie jedoch nicht jedes mal die teure Agentur oder den Web-Guru bemühen. Falls Sie nämlich beim Projekt darauf geachtet haben, sich alles dokumentieren zu lassen, können Sie diese Dokumentation den meisten Fachleuten in die Hand drücken und schon wird korrekt weitergearbeitet. Natürlich basiert vieles auf Spezialwissen, aber Insider kennen sich mit so manchen Web-Technologien aus. Anders präsentiert sich die Sachlage, wenn Sie selber keine Information über die verwendeten Techniken erhalten haben (z.B. bei Datenbanken) und auch sonst nichts haben ausser das fertige Produkt. Dann sind Sie vielleicht angewiesen auf die Original-Entwickler. Verlangen Sie deshalb komplette Dokumentationen zu jedem Web-Projekt. Damit können Sie bei kleineren Nacharbeiten auch jemand anderen beauftragen, der sicher dankbar um einen Nebenjob ist. Kompetente und günstige Leute findet man meistens in Studentenkreisen oder zum Beispiel auch bei der SIZ (www.siz.ch) unter den Kursteilnehmern für die Diplome "WebPublisher SIZ" oder "WebMaster SIZ". Und haben Sie eigentlich Backups? Ach wozu denn, man hat ja auch kein zweites Herz. Aber es ist empfehlenswert, einen Backup zu haben, vor allem wenn der Webdesigner wieder einmal etwas vermurkst hat. Es gibt zu viele Firmen, die keinen Backup ihrer Website haben und ob der Provider einen hat, ist immer fraglich. Und falls die Supersite von einer Web-Agentur gemacht wurde welche sich schon längst aufgelöst hat, entsteht hier ein riesiger finanzieller Schaden. Ist alles schon passiert. 8.) Werden Sie international. Kommen Sie aus der Beobachter-Rolle heraus und werden Sie selber zum globalen Internet-Player, denn dies ist einfach: Übersetzen Sie das Ganze in Englisch und schalten Sie es auf eine zusätzliche internationale (z.B. .com) Domain. Der Schweizer Heimmarkt mit knapp 2 Millionen Benutzern ist relativ klein, dagegen haben andere Länder vielfach grössere Zielgruppen, welche Sie ebenfalls erreichen können. Deutschland (19 Mio) oder die USA (135 Mio) haben vielfach grössere Nutzergruppen und es wäre eine Verschwendung von Möglichkeiten, endlich auf dem globalen Netz zu sein und ausschliesslich die Schweiz erreichen zu wollen. Oftmals kommen die interessantesten Neukunden und Kontakte aus fremden Ländern, und es können neue Partnerschaften und interkontinentale Allianzen gebildet werden. Denn auf dem Internet ist der ganze Atlas nur ein Punkt. 9.) Erweitern Sie Ihr Netz. Halten Sie Ihr Internet-Angebot flexibel und offen. Plötzlich kommen neue Entwicklungen, die man schnell integrieren muss. Falls Sie Filialen haben, stellen Sie diese am besten in entsprechende Unterseiten oder geben Sie ihnen eigene Verzeichnisse auf Ihrer Website, oder geben Sie ihnen gleich eine eigene Domain unter Wiederverwertung des Grundlayouts. Oder geben Sie Ihrem E-Commerce eine persönliche Komponente: Als Turbo-Booster für den Verkauf hat sich dabei ein neues Tool erwiesen, das nach alten Prinzipien arbeitet: Nämlich wenn Sie ratlos im Laden stehen, sich nicht zwischen diesem oder jenem Paar Schuhe entscheiden können und endlich jemand auftaucht mit der Frage "Kann ich Ihnen helfen?". Genau diesen fehlenden Teil im E-Commerce ersetzt das Live-Advisor System "Humanclick" (www.humanclick.com), das wir für absolut sehenswert halten. Benutzer können direkt mit dem Website-Betreiber kommunizieren, und beide Seiten werden vom System aktuell informiert. Die technische Idee ist natürlich nicht neu, aber die einfache Umsetzung und Anwendung für jeden Website-Besitzer dürfte dem E-Commerce zu einem weiteren Quantensprung verhelfen. Dahinter wartet jedoch bereits die nächste, wirklich interessante Stufe: Die Bots. Denn Bots sind die Zukunft des personalisierten E-Commerce. Multimedial animierte Cyber-Robots, die halbwegs menschlich aussehen und nie müde werden, werden Sie durch den ganzen Kaufprozess führen, Ihnen Hilfen anbieten, die neuesten Produkte vorstellen und all Ihre Fragen geduldig beantworten. Schauen Sie mal bei www.net-tissimo.ch rein und lassen Sie sich vom virtuellen Butler bedienen. Oder bei www.artficiallife.com und www.vperson.com. Jemand hat dann behauptet, dass E-Commerce und E-Marketing damit endlich "menschlich" würden, aber der hat wohl etwas verwechselt. Spass macht es trotzdem. 10.) Betreiben Sie E-Mail Management Tests haben gezeigt, dass viele grosse Websites ihre E-Mails überhaupt nicht beantworten. Sorgen Sie dafür, dass jede Kundenanfrage nach 24 Stunden beantwortet ist. Hier hat sich als Faustregel durchgesetzt, dass eine Nichtbeantwortung einer E-Mail nach einem Tag bereits als Beleidigung oder wissentliche Ignoranz gilt. Vermeiden Sie auch HTML-Formatierungen sondern schreiben Sie in Normaltext, und vergessen Sie nicht, möglichst jeder E-Mail die Adresse und Telefonnummer mitzugeben. Mit der Aufkommen von E-Mail Aktivitäten in Ihrer Firma lässt es sich auch kaum vermeiden, dass man mit Werbemails "gespammt" wird. "Spam" war ursprünglich Spiced Ham, eine amerikanische Fleisch-Pampe in Dosen und wenig appetitlich, dieses Produkt wurde dann von der Komikertruppe Monty Python in einem TV-Sketch veralbert und danach in den Internet-Newsgroups als Begriff für unerwünschte Werbung verwendet. Gegen Spam gibt es nur das probate Mittel, mindestens eine fiktive E-Mail Adresse einzurichten, diese mit dem Mailprogramm gleich wieder herauszufiltern und bei allen Bestellungen oder Anmeldungen, bei denen man keine Rückantwort braucht, diese "leere" Adresse anzugeben. Hüten Sie sich auch davor, auf irgendwelche "Unsubscribe"-Aufforderungen mit Beantwortungen zu reagieren. Dies ist nämlich das Signal für die Spammer-Firma, dass Ihre Adresse gültig ist und die Nachrichten wirklich gelesen werden: Das Resultat ist, dass Sie umso mehr Spam bekommen. 11.) Transportieren Sie das E-Ding Als sehr wirksam erwiesen hat sich zum Beispiel das Versenden einer attraktiven Postkarte mit einem Screenshot der neuen Website. Oder machen sie eine Pressemitteilung auf www.pressnet.ch und schicken sie diese auch an unseren neuen Newspartner www.newsbyte.ch. Von diesen Wissensquellen aus verlaufen viele interessante Kanäle. Oder zum Beispiel in der Quartierzeitung. Schauen Sie nach ob Ihr Gewerbeverein eine Homepage hat und tragen Sie sich dort ein, desgleichen in speziellen Online-Verzeichnissen für Ihre Branche. Binden Sie die aus dem Website-Traffic gewonnenen Daten (z.B. alle E-Mail Adressen aus Anfragen) in Ihre Kundendatenbank ein und schreiben Sie einen monatlichen Newsletter an Ihre Kundschaft. Und was machen Sie sonst mit Ihrer Website? Zusätzlich zu deren Präsenz im Web kann man sie auch in Festform verteilen. Brennen Sie die komplette Website auf eine CD, kleben Ihr Logo drauf und geben Sie diese jedem Aussendienstmitarbeiter für seinen Laptop. Und fügen Sie gleich noch einen Browser hinzu, möglichst gleichzeitig für Windows und Mac. Und schon haben Ihre Leute die Website ständig dabei, und diese läuft auf jedem beliebigen Computer der beim Kunden stehen mag. Vor allem wenn die Website aus Hunderten von Seiten besteht und nützliche Detailinformationen enthält. Sogar manche Datenbank, die mit der Website verknüpft ist, lässt sich in aktueller Form gleich mit auf die CD brennen. Es ist erstaunlich, wie viele Aussendienstmitarbeiter immer noch mit ihrer Laptop/Handy Kombination herumreisen, nur um dann festzustellen dass beim Kunden vielleicht keine Internetverbindung möglich ist. 12.) Rechnen Sie langfristig mit Erfolgen Die Verfügbarkeit und Schnelligkeit des Internet wird rasant vervielfacht, und wenn Sie heute nur 5 Prozent Ihres Umsatzes über das Netz abwickeln, wird es übermorgen das Dreifache sein: Machbar wird dies durch die zu erwartenden Backbone-Bandbreiten von 155MB in den nächsten Jahren, Mobile Computing und auch die sozialen Entwicklungen wie das "Cocooning" (Konsumenten ziehen sich mehr in ihren "Kokon" zurück und shoppen oder arbeiten von zuhause aus), sowie dem Boom der Freizeitindustrie mit kürzeren Arbeitszeiten. Der neuste Trend sind sogenannte «Value added»-Websites, also Internet-Seiten, die über das eigentliche Produktangebot hinaus jedem Kunden und jeder Kundin zusätzliche Dienste anbieten. Diese Dienste gehen vom Börsenangebot bis hin zu der Möglichkeit, direkt in den Dienstleistungsprozess einer Firma hineinzusehen und am Bildschirm zu verfolgen, wie ein Auftrag abgewickelt wird. Das Konsumverhalten ist anders geworden, viele wollen zusätzlich zum Produkt einen Mehrwert, in Form von Zusatzleistungen, Fun-Factor oder Nutzen in irgendeiner Form. Ein Web-Angebot kann diesen Mehrwert vermitteln, wenn es richtig aufgebaut und gepflegt wird. Sie müssen den Leuten etwas bieten. Dabei spielt die grafische Intensität zwar eine Rolle, aber nicht die entscheidende: Das Vertrauen in Ihre Firma kommt nur über Nutzen oder über Wissensvermittlung zustande. 13.) Lernen Sie das Wording Machen Sie sich mit dem ganzen "E-Vokabular" vertraut. Da gibt es neue Verfahren und Begriffe, zum Beispiel CRM (Customer Relationship Management als umfassende elektronische Verwaltung von Kundenbeziehungen), oder SCM (Supply Chain Management als umfassende Abwicklung von Lager-, Bestell- und Lieferprozessen), oder E-Procurement (elektronische Beschaffung und Automation von grossen Bestellungen an die Lieferanten). Und was sich die moderne Industrie sonst noch ausdenken mag, um Ihr Geschäft möglichst high-techig und konkurrenzfähig zu machen. – Doch wundern Sie sich bei aller E-Intelligence nicht über die neue Sprache, denn bald haben wir den digitalen Buchstabensalat für die Internet-Zukunft beisammen: M-Commerce auf dem D-Netz für den E-Trade der X-Generation von morgen, während es immer mehr alte Menschen in unserer Gesellschaft gibt die das nie verstehen werden. Aber wir können Sie ja kurz anmailen oder pagen und Sie per Bluetooth-Handy via Call-Center so lange briefen, bis Sie überWAPpen! Falls Sie sich solches ersparen wollen: Managen Sie Ihren Cyberspace.

  ≡ Publiziert 28. März 2000 um 12:00     👁 11060 Views



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«Wenn die Flut kommt»


Wenn die Flut kommt Eine Glosse über Tiefsurfer und Hochstapler. Erschienen im Jahr 2000 in der Zeitung "Webanzeiger" in Druckauflage 160'000 und hier lediglich als Archiv und Suchmaschinen-Futter publiziert. "Atmen Sie ruhig, keine Panik. Wir ersaufen alle im Daten-Ozean, Männer und Webfreaks zuerst. Bitte surfen sie zur nächsten Ecke, holen tief Luft und klicken ein paarmal hart. Dann werden Sie gleich weitergeleitet." Willkommen im Internet, jetzt erhältlich in der Version 2000, und als Erbe des letzten Jahrtausends erfolgreich hinübergerettet: Orientierungslose Vielsurfer werden heutzutage nicht mehr von hübschen Baywatch-Girls gerettet, sondern von der Bannerwerbung, und von allen Seiten umwoben. Unsere Erwartungen an das Internet sind ja gewaltig. Was jedoch das Internet von uns, den Benutzern, erwartet, raubt uns fast den Atem und den wohlverdienten Feierabend. Hier noch schnell geklickt, da noch ein paar Takte gechatet, ein paar MP3-Files "gedownt" und schon ist die Benutzerseele wieder glücklich, etwas "aktiv" getan zu haben. Aktiv wollen wir ja alle sein, weg von der passiven Einheitsaufnahme und hin zur aktiven Informationssuche, zum aktiven Waschmittel und zum Active-X, und neuerdings sogar dem aktiven Alter, das durchs Internet wieder jung wird: Auch die Senioren, durch gezielte Werbung ins späte Internet-Fieber versetzt, tanzen neuerdings im Dreivierteltakt um das goldene Kalb. Und bald gibt es nichts mehr, was nicht durch ein paar schnelle Klickereien sichtbar, erlebbar oder bestellbar gemacht werden könnte. Shopping ist angesagt. Aber alle reden vom Internetshopping, das nicht so recht klappen will. Der Shop, der 365 Tage offen hat, rund um die Uhr, wäre doch ein Traum: Mal einen Monat nur im Bett zu bleiben, samt Laptop, Champagner vom Feinkostladen, die frische Bettwäsche vom Home-Service, alles virtuell geliefert. Und mit dem neuesten Handy ge"WAP"pnet, lässt man sich das Badewasser via Satellit einlaufen. Das grosse Erwachen Nachdem wir das Millenium also mit helvetischem Anstand hinter uns gebracht haben, sehen wir uns erstaunt in der Landschaft um. Wo ist jetzt die langerwartete Zukunft? Wohlstand für alle? Feriencamps auf dem Mars? Internetzugang für alle fingernägelkauenden Bundesbeamten? Der vernetzte Kühlschrank mit Sensoren für schimmelgefährdete Joghurts ist genauso eine Illusion geblieben wie der Browser, der mir meine Emails vorliest und den echten Briefkasten gleich mit leert. Stattdessen gibt es nur Schreckensmeldungen über sich selbständig machende Kreditkartennummern, Diskussionen über Shareholder-Value bei Internetfirmen und neue Telefontarife, die eigentlich so neu gar nicht sind, weil bereits von anderen vorgelegt. Soweit die liebe IT-Industrie sich an diesem Milleniumsbug nicht totgestossen hat, und das ist schwer anzunehmen, floriert das Geschäft jetzt erst recht. Denn jetzt werden die Anschaffungen gemacht, die bisher vertagt worden sind, jetzt ist alles geprüft und für gut befunden. Wir warten lieber ab. In den letzten Monaten haben sich zu viele Propheten getäuscht. Jeder Manager, der etwas auf sich hält, will mit seiner Firma ins Netz, die Aktienkurse der "dot.com" Internetfirmen schiessen in den Himmel, und die ganze Schweiz surft kollektiv dem Morgenrot entgegen. Dass das Internet eigentlich mehr Lebensqualität für den Durchschnittskonsumenten bieten soll, glauben nur noch die Webagenturen. Aus dem einstigen Science-Net ist ein Commerce-Net entstanden, das unsere kühnsten Erwartungen zwar übertrifft, aber eigentlich nicht erfüllt. Es hat sich nichts geändert, und gerade deshalb wird die Frage täglich grösser: Wo bleibt die Zukunft? Jeder spielt mit Dingen, die er vor einem Jahr nicht brauchte weil es sie noch nicht gab, und fummelt nervös am neugekauften "Cool Tool" herum. Die Cyber-Gadgets ersetzen wirkungsvoll die früheren Kultobjekte und gehören bereits zum heutigen Sozialprestige. Wer keine Email oder Homepage hat, ist eigentlich schon ein Hanswurst in der modernen Welt, und endgültig irgendwo in den historischen Tiefen des Vor-Milleniums steckengeblieben. Von allen Seiten werden wir mit den neuesten Prognosen von Forrester Research, Gartner Group und WEMF erschlagen. Zahlen gefällig? Täglich gehen 7 Millionen ofenfrischer Webseiten ins Netz, und bis 2005 soll bereits 37 Prozents des Handels über das Internet abgewickelt werden. Es gibt momentan über 2,2 Millionen Websites, das sind komplette Homepages mit Unterseiten, und alles nur für Sie. Dem gegenüber steht die Anzahl der Computermäuse, die Sie gleichzeitig bedienen können. Aber mit der freigebliebenen Hand kann sich ja immer noch am Kopf kratzen, wer wieder einmal in den Strudel einer Suchmaschine geraten ist. Von der Suchmaschine zur Fluchmaschine Das Internet ist so etwas wie die grösste Bibliothek der Welt, aber dummerweise liegen alle Bücher am Boden. Soll hier noch einer seinen Weg zum gewünschten Produkt in den Gefilden des E-Commerce finden, man findet ja bald seine eigene Homepage nicht mehr. Das Internet ist weder katalogisiert noch zentral organisiert, und niemand hat einen vollständigen Überblick, wo welche Information verfügbar ist und wie sie gefunden werden kann. Nur etwa 15 Prozent der inzwischen über 2 Milliarden erreichbaren Web-Seiten sind überhaupt in den Suchmaschinen erfasst. Dagegen wirkt selbst ein Telefonbuch einer Schweizer Kleinstadt mit durchschnittlich 30'000 Einträgen wie ein simpler Taschenkalender. Um nun eine bestimmte Thematik oder ein Produkt zu finden, müssten wir, aufs Web übertragen, sämtliche Teilnehmer aus dem Telefonbuch anrufen (und natürlich würden wir dabei über einen der neuen Schweizer Telefonanbieter gehen). Dort bekämen wir zu hören, dass man gerade beim Einrichten oder Umziehen sei, jetzt Müller statt Stirnimann heisse, und technisch gesehen gar keinen Anschluss hat. Dann ruft man arglos die auf dem Bildschirm angezeigte Nummer 404 an (document not found), aber auch da meldet sich keiner und man verlässt den unwirtlichen Cyberspace schliesslich per Knopfdruck. Beim Telefon gäbe es wenigstens das Fräulein von der Auskunft, beim Internet nur die Suchmaschinen, und auch von diesen gibt es inzwischen über 2700. Suchen Sie die mal. Beim nächsten Versuch will man endlich die neueste Clapton-CD im Netz der Netze kaufen, klickt jedoch versehentlich auf das nächstbeste Banner (dem man das nicht ansieht, denn es hat sich perfiderweise als Scrollfenster getarnt), macht an der nächsten Ecke noch kurz beim Wettbewerb mit und schwupps, hat man sich einen Satz gebrauchter Autoteppiche bei einer Online-Auktion ersteigert, zwar schön aber gänzlich unnütz. Und eigentlich wollte man ganz "gezielt" surfen. Das sind dann Shoppingerlebnisse der dritten Art. Die Topologie des Cyberspace ist zwar bis in die letzte Pore des Erdenballs verkabelt, vernetzt und mit allerlei Hinweissschildern versehen, aber ein Verkehrsnetz funktioniert ja auch nicht, wenn ständig einer die Strassenschilder ändert. Zuviele Baustellen, zuviele tote Links und zuviele Links auf externe Homepages erfüllen die geweckten Hoffnungen bei weitem nicht. Was überhaupt noch zu einer Website gehört und was nicht, erschliesst sich dem geneigten Besucher nur noch nach versuchsweisem Anklicken: Der "Back" Button des Browsers ist zum meistbenutzen Navigationsinstrument geworden. Die Tätigkeit des "Suchens" verkommt zunehmend zu einer des "Sammelns", die Bookmarks türmen sich wie seinerzeit der Turm zu Babel und repräsentieren zwar viele Websites, die man aber nie besucht weil bereits neue da sind, und die alten gibt es vielleicht schon nicht mehr. Es braucht neue Steuerinstrumente für die Untiefen des Datenozeans. Der Netscape Navigator, einst ein zuverlässiger Freund in den Webfluten, lässt einen heutzutage immer öfter in den Treibsand laufen, und auch AltaVista hat den versprochenen Blick von oben verloren und liefert nur noch verschämte Zufallstreffer. Kein Wunder also, dass man das Web vor lauter Adressen nicht mehr sieht, denn ab einer gewissen Grösse ist jede Transparenz dahin. Der Internet-Benutzer des neuen Jahrtausends braucht wieder zuverlässige Lotsen, selbsterklärende Angebote und intelligente Suchsysteme im Dienste des Benutzers. Stattdessen gibt es immer neue Anbieter, die irgendwo auf dieser Welt aus dem Ei schlüpfen. E-Yuppies: Smarte junge Männer machen Tellerwäscherkarriere. Die Maschen des Netzes werden immer feiner verwoben, weisen hier und da ein paar Löcher auf, fangen weiterhin die kleinen Fische, aber immer mehr schlüpfen gelangweilt durch. Die grossen Anbieter hingegen werden fett und staunen in letzter Zeit, dass sich immer mehr Aktionäre fragen, wo das Geld eigentlich verdient wird. Denn wer möchte, kann im Web sogar Geld verdienen. Und in den Elfenbeintürmen der Start-Ups und "dot.com" Firmen strecken die grünschnäbligen Internet-Strategen, die oftmals nur Teenager mit abgebrochenem Studium sind, ihre Köpfe zusammen und kopieren die Methoden der Konkurrenz. Plötzlich werden ganz neue, seltsame Formen des Verkaufens sichtbar. Geben statt nehmen. Free Downloads und firmengesteuerte Online-Communities statt Kundendienst. Auktionieren und Datensammlerei. Und werben was das Zeug hält, man nennt das Aufbau der Kundenbindung. Firmen wie Amazon oder Ebay machen keine Gewinne, sondern Umsatz. Und bauen gleichzeitig die Kundenbasis auf, mit Abonnenten und registrierten E-mail Besitzern, überhaupt der wichtigste Rohstoff der Web-Maschinerie. Nun ist das Spiel einfach geworden, und wird von jedem Internet Start-Up kopiert: Mit steigendem Umsatz geht die Firma an die Börse, wird dort in schwindelerregende Höhen gehypert, und mit der attraktiven Kundenbasis werden potenzielle Käuferfirmen angezogen. Schliesslich wird die Firma gewinnbringend verhökert, aus zwei mach eins, und dann weiter an den nächsten. Der reinste Wirtschaftskannibalismus. Tausende von überbewerteten Verlustfirmen, die nur vom seligen Glauben der Aktionäre leben und darauf warten, sich gegenseitig aufzufressen. Jede Geschäftsidee wird sofort kopiert, internationalisert, auf mannigfaltigen Websites gespiegelt, und die Farben oder Namen jeweils leicht abgeändert. Heute noch schnell die Corporate Identity erstellt, noch am selben Tag findet man dasselbe Angebot auch in der Nebenabteilung im richtigen Outfit. Ob Sie sich noch beim selben Anbieter befinden oder bereits beim entsprechenden Joint-Venture, das letzte Nacht beim Italiener um die Ecke gegründet wurde, wer weiss das schon und wen kümmert's. Auch Ihrer Kreditkarte ist das eigentlich wurscht. Es gibt immer mehr Shops, immer mehr Angebote werden erweitert - das ist doch toll. Genausogut könnte man behaupten, die URL's würden endlich länger. Und jeder Online-Anbieter behauptet von sich, "jawohl, das Vergnügen ist ganz auf unserer Seite". Ob deren (Web-)Seite wirklich hält was sie verspricht, ist ein ganz anderes Thema. Und wieso sollten wir uns das alles antun? Ganz einfach: Es gibt uns das Gefühl, unabhängig zu sein. Damit kommen wir zum berühmten One-to-One Marketing: Eins zu eins soll dem Kunden begegnet werden, aber man begegnet ihm neuerdings tausend zu eins. Das Internet wird zur grössten Kopiermaschine für Verkaufsideen, und zum Perpetuum Mobile einer digitalen Wirtschaft: Selbsterhaltend und sich gegenseitig unterstützend, setzt sich langsam der professionelle Einheitsbrei durch. Aber die Aktionäre werden langsam unruhig auf ihren heissen Portfolios, die den Staub der Vergänglichkeit ansetzen, und wollen endlich Gewinne sehen. Die Crashpropheten der Börse, noch vor Jahren begeisterte Lakaien der explosiven Start-Ups, Spin-Offs und E-Tailers, warnen zunehmend und raten zur Zurückhaltung. Weil die Notierungen vieler Unternehmen völlig absurd in die Stratosphäre gestiegen sind, dürfte das Pendel bald und wuchtig zurückschwingen. Erst soll man die Versprechen einlösen, und schwarze Zahlen statt masslose Expansion vorweisen. Aber die Internet-Firmen haben natürlich eine gute Erklärung für das ganze Vorgehen parat: Einerseits werde das Geschäft teurer, andererseits würden die Margen sinken, aus diesem Grund brauche es mehr Volumen. Um die Ertragslage werde man sich schon irgendwann kümmern. Derweil wundert sich die Kundschaft, mit man mit solchen Dumpingpreisen Geld verdienen kann, aber dies geschieht eben über den Aktienkurs und via Fusionitis, und von solchen Dingen hat man als Durschnittsbenutzer keine Ahnung. Am meisten Geld aber, so weiss es ein bekannter Unternehmensberater, verdient man immer noch damit, den Leuten zu erklären wie sie im Internet Geld verdienen können. Spieglein, Spieglein... Es ist alles eine Frage der Perspektive. Wer eine Homepage hat, der hat irgendwie das Gefühl, seine sei die einzige. Und dass alle anderen (in der Schweiz aktuell über 108'000 Domain-Betreiber) genauso denken, kommt ihm gar nicht erst in den Kopf. Verträumt wird darüber nachgedacht, wie die zahlungskräftigen Besucher schon am Eingang Schlange stehen. Und die eigene Homepage wird am meisten angeklickt, statt dass man einmal schaut was die Konkurrenz in der Zwischenzeit so alles getrieben hat. Die ist nämlich schon weiter. Denn es gibt auch echte Vorteile, die man nur nutzen muss. Das Internet macht es zum Beispiel möglich, dass Einkäufe innert Minuten abgewickelt werden, ohne überflüssige Autofahrten, Parkplatzsorgen und die berühmte vergessene Brieftasche. Einfach ankreuzen, absenden, und es wird garantiert, dass das Buch in zwei Tagen geliefert wird. Das liebt der Mensch, da ist die Technik sinnvoll und überzeugt endlich auch die Frauen vom bisher fragwürdigen Zweck des heimischen PC's, einst das Lieblingsspielzeug der Männerwelt. Und auf Anbieterseite ist das Konzept noch ein Stück genialer: In Minutenschnelle ist das neue Angebot aufgeschaltet, die Preise an die aktuellen Wechselkurse angepasst, und der neue "Top Seller" Artikel gemäss der Besucherauswertung automatisch als "Teaser" auf die Frontseite verschoben. Viele Kosten des traditionellen Detailhandels, vom Katalogdruck bis zum Verkaufspersonal und den Einkaufstaschen, fallen hier weg. Der Kundendienst muss nicht mehr dieselben Fragen nach den Öffnungszeiten beantworten, sondern kann sich darauf beschränken, die Web-Adresse verständlich ins Telefon zu buchstabieren. Für den allmonatlichen Wettbewerb und das Rundschreiben an die Kundschaft wird nicht mehr die Werbeagentur in Beschlag genommen, sondern der hausinterne Webdesigner, der dieses ohne Druckkosten und Verteilaktionen in der Mittagspause erledigt. Dabei kauft er online noch ein paar tausend Email-Adressen für die gewünschten Regionen und Zielgruppen ein, lässt das Mailprogramm rattern und kann danach noch eine Weltumrundung lang surfen, derweil der Chef noch beim Kaffee sitzt. Die ganze Aktion geschieht lautlos und virtuell, und man hat sich den Drucker, "Die Post" und viel Zeit gespart. Nach uns die Sintflut: Vom Y2K ins B2B. Der Business-to-Business Bereich beruht auf der Annahme, dass die Profiteure nicht nur von den Kunden, sondern auch voneinander profitieren können. Die äusseren Begrenzungen grösserer Homepages werden verwischt, und die Grenzen zwischen "Home" oder bereits "Elsewhere" sind kaum mehr erkennbar. Vielmehr sind die neuen Monstergebilde nach allen (Web)Seiten offen, und natürlich nur zu denjenigen Seiten, die Geld bringen durch so genannte reziproke Links. Eine Partnerschaft mit einem Web-Konkurrenten bildet hier eine gewinnbringende Grundlage für den gemeinsamen Kundenfang. Klick du meins, so klick ich deins, eine Hand wäscht die andere, und wir sind auf dem Web ja nur einen Mausklick voneinander entfernt. Bis dann Siemens, ehemals auch für Waschmaschinen zuständig, die Banners mit ihrem Programm "WebWasher" ruckzuck vom geneigten Auge entfernte, auf dass sie in die ewigen Webgründe verschwänden. Solches gefällt der Industrie natürlich gar nicht, und die Website-Betreiber fragten sich, wozu sie eigentlich so viel Geld für Bannerwerbung ausgegeben hatten. Mediengiganten und Venture Capitalists vom Silicon Valley bis ins Zürcher Oberland investieren ihre Millionen in eine smarte digitale Zukunft, die nur dann ins Laufen kommt, wenn alle anderen auch mitmachen. Gegenseitig werden die Websites der "dot.com" Firmen verlinkt, verbannert und schliesslich verfusioniert, bis das Netz in seinen Grundfesten wackelt und den vertrauensseligen Benutzern um Augen und Ohren fliegt. Eine Kettenreaktion auf Kosten der Übersichtlichkeit. Wer sich heute auf einer einheimischen Homepage eine CD bestellt, kriegt die Bestätigung von einem deutschen Server, die CD aus England, und die darauffolgende "post-purchase" Werbung vielleicht aus Japan, aber alles mit demselben Etikett. Der Gipfel der Zusammenrottung nennt sich dann "Portal": Was hier so religiös tönt, ist eine universelle Eingangspforte ins virtuelle Wunderland: Egal ob Wetter, News, Sport, Aktienkurse oder Suchmaschine, alles ist zusammengepfercht auf einer einzigen Startseite. Beim Eingang kann man gleich noch seinen Provider wechseln oder die neueste Software herunterladen. Dass es hinter dem nächsten Link noch eine ganze Kette von "Mini-Malls" (Shops) gibt, bringt dann den gewünschten Umsatz. Ein richtiges kleines Dorf im Global Village, und alle grösseren Websites der Schweiz setzen auf diese Zukunftsstrategie und gehen in die Breite statt in die Tiefe. Das Entscheidende aber ist doch: das Internet ist in erster Linie ein globales Informationssystem und kein Flohmarkt. Die andere Strategie setzt auf Aktualität. In letzter Zeit entstand der Begriff "Web-Events", das wären also zeitlich festgelegte Anlässe vom Promi-Chat bis zur Auktion. Nun hat die Idee eines Webkalenders in der deutschen Plattform www.texxas.de einen ersten Boden gefunden, und jetzt muss man endlich nicht mehr "spontan" surfen, sondern kann dieses sogar planen. Ein guter Grund, sich vorzeitig aus dem Büro abzumelden mit dem Hinweis, es laufe zuhause etwas im Internet. Und das Konzept der "RealNames" beruht in etwa darauf, dass man seine Markennamen separat und gegen Bezahlung eintragen lassen kann, damit dann beim Eingeben des eigenen Suchbegriffs nicht die endlose Rolle der Möchtegern-Konkurrenz abgespult wird. Auch dies nur ein hilfloser Versuch im grossen und nicht zusammenpassenden Puzzle namens Internet. everybody goes surfing Nun sind wir Schweizer ja immer gerne bereit, internationale Entwicklungen, wenn auch immer mit einer gewissen Verzögerung, anzunehmen und mit unserer berühmten Innovationskraft und dem gründlichen Blick fürs Detail zu adaptieren: Der Schweizer erwacht früh, aber steht spät auf, und die Zeichen der Zeit stehen deutlich auf Wachstum. Eine Untersuchung von IBM beziffert den Rückstand der Schweiz hinter den USA auf rund 14 Monate und gab auch Deutschland, Grossbritannien und Skandinavien einen Vorsprung gegenüber der Schweiz. Die Schweiz ist also wieder mal dabei, einen wesentlichen Innovationsschub zu verpassen, aber tut was sie kann: Heute ist der Prozent-Anteil der Internet-Nutzer in der Schweiz immerhin 2,3 mal höher als noch vor zwei Jahren. Betrachtet man die vier hauptsächlichen Nutzungsmotive, so ist der Zugriff auf Artikel aus der Presse das meistverbreitete. Dabei stellt man fest, dass das Internet heute fast die Hälfte der Erwerbstätigen und gut vier von zehn Gutverdienenden erreicht. Der typische Internet-Benutzer ist bereits beruflich mit dem Computer vertraut. Vielleicht gerade deshalb stellt das technisch begründete Misstrauen die Anbieter vor neue Herausforderungen. Es surfen 1,8 Millionen SchweizerInnen im Internet, und doch ist bei der letzten Auswertung eine deutliche Verlangsamung des Wachstums festzustellen. Der "noise level", das heisst das Grundrauschen des Webs, ist deutlich gestiegen, und wer sich als Anbieter noch über das Mittelmass erheben will, muss tüchtig aufstocken. Sowohl in der Werbung (begleitet von massiver Offline-, sprich Printwerbung) wie auch im Verständnis dessen, was die Benutzer eigentlich vom Internet erwarten. Es ist ja auch nicht so, dass das Internet jetzt alles vom TV bis zum Radio und den Printmedien ersetzt und verwoben hat, sondern dass alles gleichzeitig, nebeneinander und übereinander, seinen Teil von der Aufmerksamkeit des einzelnen Menschen abverlangt. Der Witz bei der Sache ist, dass die menschliche Aufmerksamkeit eine relativ feste Grösse ist. Sie können nicht mehr aufnehmen als Sie bereits tun, und gemäss Studien in den USA sinkt der "Attention-Span" ständig. Dementsprechend müssten die Angebote greifbarer, klarer und übersichtlicher werden, denn der schwächste Teil eines Computersystems ist immer der User und der ist menschlich. Es wäre also eine Aufgabe derjenigen Leute, welche die "Mensch-Maschine" Schnittstellen entwerfen, darauf zu achten, daß Fehler nicht gemacht werden können. Dass aber Suchmaschinen ihren Dienst nur noch mürrisch verrichten und die Monster-Websites mit all ihren Banners zusätzliche Konfusion erzeugen, liegt eben nicht an den Benutzern, sondern an den rasenden Expansionsgelüsten von allem, was auf dem Web einen Nährboden findet. So entsteht bei vielen Benutzern die berühmte Bannerallergie, und so mancher User stellt fest, dass die beim Surfen hinterlassenen Spuren flugs in Werbe-Mails und unerwünschten Angeboten resultieren, welche man weniger leicht los wird als einen Sack voller Flöhe. Wo gehts hier zum Internet? Inmitten des E-Commerce-Tumults fragt man sich, wohin sich das Web als Nächstes entwickeln wird. Es soll künftig Daten und Hinweise enthalten, die von Computer-Programmen gelesen werden können. Suchmaschinen für Suchmaschinen sozusagen, und auf die Gewohnheiten des Benutzers zugeschnitten. So muss man nicht mehr alles selbst suchen, sondern kann seine persönlichen "Web Agents" surfen lassen. Die werden dann nicht mehr so eine schrecklich lange Liste liefern wie die Suchmaschinen heute, aber je nach Hersteller noch mehr Werbung. Keine Sorge. Das Web wird noch lange existieren, in vielen verschienden Formen und Geräten, aber wir werden nicht mehr viel darüber sprechen – ähnlich, wie wir jetzt nicht allzu viel über Elektrizität reden. Man merkt es nur noch, wenn die Rechnung kommt. Wir werden uns nicht mehr über die neue Technik wundern, sondern bloss noch über die Inhalte. Und wir werden gelernt haben, uns in der Auswahl aus dem Web zu beschränken. Heute verwechseln die Leute noch Informationsmenge und -qualität. Das Web bietet Zugang zu allem und jedem. Aber wer nicht die genaue Adresse weiss, verliert sich sofort, und somit auch Zeit, Nerven und nicht zuletzt die Kauflust. Gleichzeitig sind wir halt nicht alle Wunderkinder oder haben den biomechanischen Cyberchip eingebaut. Berichte von den chronisch überlasteten Hotlines vermelden zum Beispiel, dass jemand anruft mit der Frage, wo sich denn der "any" Button befände, wo doch auf der Website ganz klar geschrieben steht: "click any button to continue". Oder man fragt nach, wie man wohl den Browser dazu bewegen könne, sich mit dem Anrufbeantworter zu verbinden, denn ersterer besetze ständig die Telefonleitung. Computerbenutzer verlieren zunehmend die Nerven im Umgang mit den Rechnern, lautet das Ergebnis einer Umfrage in Großbritannien. Immerhin 67 Prozent der Anwender gaben an, bei der Arbeit am Rechner frustriert zu sein. Einerseits wollen die Kunden das System nach ihren Bedürfnissen anpassen, andererseits will sich niemand mit dem System befassen. Wir verstehen nicht einmal die Lizenzbestimmungen, die wir bei der Installation eines simplen Web-Browsers akzeptieren sollen. Es ist zur Gewohnheit geworden, einfach blind zu klicken, Hauptsache es geht irgendwie weiter. Diese Technik machen sich auch die Banners zunutze, denn Banners funktionieren ja nicht deshalb, dass sie uns überzeugen dass die aktuell angezeigte Website schlechter sei als diejenige hinter dem Banner, sondern weil sie uns das Gefühl geben, uns endlich weiterzubewegen. Das E-Jahrtausend Das "E" wird zum Zauberbuchstaben der neuen Ära. Email hat nichts mehr mit Keramik zu tun, sondern mit dem Briefversand ohne klebrige Zunge, E-Commerce mit dem Verkauf ohne Schlangestehen, und auch die E-manzipation, die Frauen mögen den Kalauer verzeihen, kommt hier endlich auf den Geschmack und hält Einzug in die ehemals männlich besetzten Bastionen der Technik- und Informatikfreaks. Europa schaut neidisch auf die USA. Auch Bill Clinton, seit kurzem auch weltmännischer Wanderer auf Schweizer Böden, weiss offensichtlich, wie man die Medien nutzt und steuert. So predigt er aus seinem Oval Office die totale Vernetzung der USA und den Intenet-Zugang für jeden einzelnen Bürger: Uncle Sam wants you to surf. Mit der Jahrtausendwende bricht also, und man kann es fast nicht mehr hören, ein neues Zeitalter an. Höchste Zeit aber, einmal nachzufragen -welches- Zeitalter denn eigentlich ausklingt? Der Zufall der Geschichte will es, dass vor 600 Jahren Johannes Gutenberg im deutschen Mainz das Licht der Welt erblickte. Und mit ihm, das heisst fünfzig Jahre später, eine grossartige Entdeckung: der Buchdruck. Bahnbrechend an Gutenbergs Erfindung war nicht etwa die Drucktechnik selber. Bereits mehrere hundert Jahre vor Gutenberg wurden Buchstaben oder Ornamente in Holzplatten geritzt und damit Stoffe oder Pergamente bedruckt. Der Genius von Gutenberg bestand vielmehr darin, dass er die Wörter in einzelne Lettern aufteilte, diese in Blei goss und so mehrfach verwendbar machte. Eine bestechend einfache Idee! Trotzdem mussten einige Jahrhunderte ins Land streichen, bis gedruckte Texte zur Massenware wurden. Noch bis ins 17. Jahrhundert konnten sich nur die Superreichen Bücher leisten. Diese kosteten auf heutige Verhältnisse umgerechnet gut und gerne ein paar tausend Franken. Erst im Laufe der Industrialisierung im 18. und im 19. Jahrhundert wurden Druckerzeugnisse in Form von Flugblättern und Zeitungen auch zum allgemeinen Volksgut. Genauso wie der Buchdruck die Basis für die westliche Zivilisation schuf, wird auch das Internet eine neue Gesellschaftsform einläuten, da sind sich die Cyberpropheten einig. Wer Druck macht, gewinnt. Auf dem Web scheint alles Schall und Rauch, aber Sie wissen es selber: Wenn etwas wirklich Wichtiges auf dem Netz gefunden wird (von der aktuellen Händlerliste bis zum Stellenangebot), dann wird es nicht mehr bis an alle Browserkanten durchsurft, sondern erstmal ausgedruckt. Der Buchstabenwert steigt anscheinend mit dem Ausdrucken, denn auf dem Netz verflüchtigt sich ja alles so schnell in die rein virtuelle Substanz, die vielleicht morgen schon nicht mehr da ist. Untersuchungen ergaben, dass man auf einer Homepage schon auf der dritten Seite nicht mehr weiss, wo man eigentlich herkommt, und die Angaben sind nicht wirklich fassbar, bis man sie eben druckt. Hier greift ein neues Medium ein, nämlich das bewährte alte Printmedium. Ja, eine richtige alte Zeitung nach Gutenbergs Vorbild. Nicht in HTML geschrieben sondern auf echtem Papier, nicht browserabhängig, ganz und gar ohne Plug-Ins, und sogar beidhändig bedienbar. Der Stromverbrauch ist niedrig und mit einer Response-Zeit von weniger als einer Sekunde (je nach Zeit die Sie zum Umblättern benötigen) halten sie damit gleich eine Vielzahl von Homepage-Informationen in den Händen. Also Online-Produkte in "Festform", sozusagen. (An dieser Stelle hatte ich für die Zeitung die Überleitung zur Verkaufsargumentation WA / iEX ...Diese braucht es hier nicht, also geht es gleich mit dem Schluss des Artikels weiter. GL) Vollmond voraus. Merken Sie's? Die Schweiz ist ganz von alleine zu einem Teil des globalen Dorfes geworden, obwohl sich die Classe Politique standhaft gegen die EU wehrt. Und manchmal fragt man sich still und leise, ob das ganze Internet-Menetekel wirklich nötig ist, und wohin es uns noch tragen wird, hinein in die Stuben oder hinaus in die Welt der grossen Versprechungen. Das sind die Stunden vor der Nacht, wenn wieder gesurft wird an den heimatlichen Gestaden der Limmat, des Rheins, und der Aare. Derweil liegen die Anbieter auf der Lauer. Aber wer von morgens bis abends rund um die Welt nach Kunden fischt, sollte auch das Netz in Ordnung halten. Zuviele Knoten und Löcher lassen viele Kunden einfach durch die Maschen schlüpfen. Die grossen Anbieter schwimmen stromaufwärts, die Internet Start-Ups werden mit Umsatz gemästet und aufgeblasen bis das Gummiboot mit der Aufschrift "Shareholder Value" platzt. Der Umgang mit der Informationsflut auf unserer kleinen Insel wird unsere Medien, den Handel und die Politik prägen, und soziologisch wie wirtschaftlich schwer abschätzbare Effekte hervorrufen. Es genügt nicht mehr, aufs Geratewohl hin alles anzubieten, am Handy unentwegt zu "kommunizieren" oder mit dem Internet die innere Langeweile zu betrügen. Es muss wieder nachgedacht und gehandelt werden, und mit "handeln" meinen wir hier ausnahmsweise nicht "Online-Trading". Sondern zu wissen, was für Benutzer und Wirtschaft sinnvoll ist und dann die Segel danach zu richten auf dem Weg in eine gemeinsame Zukunft, these are the days. Und wenn schliesslich mehr oder minder berühmte Leute im Fernsehen freudestrahlend verkünden, sie seien "drin", dann heisst das noch nicht, dass sie auch drauskommen. Nach wenigen Metern sind sie bereits Strandgut. Es braucht neue Wege und Denkweisen, um mit dieser Flut fertigzuwerden. Seien dies bessere Suchmaschinen, bessere Interfaces oder bessere Anbieter. Erst dann wird das Internet zu einem Massenmedium, das nicht nur aus Masse besteht sondern vor allem ein brauchbares Medium ist. Bleiben Sie erstmal drin. Und atmen Sie ruhig durch, wenn die Flut kommt. "Wenn die Flut kommt" ist erschienen in der Zeitung "Webanzeiger", monatliches Periodikum für die Schweizer Wirtschaft (Auflage 160'000) anlässlich der Internet Expo 2000, Verlag Webanzeiger AG. Konzept/Recherche und 3D-Illustration von Greg Lemmenmeier (www.greg.ch)

  ≡ Publiziert 13. Februar 2000 um 12:00     👁 9567 Views



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«Swiss Webdesign Business»


Swiss Webdesign BusinessDieser Artikel erschien im Jahr 1999 in der Zeitung 'Webanzeiger', Druckauflage 160000. Er ist hier lediglich noch als Archiv und Suchmaschinen-Futter publiziert. Die Schweiz im Internet, Stand Februar 2000: Über 1,8 Mio. SchweizerInnen haben Internetzugang, die 20-40jährigen gutverdienenden Männer bilden die grösste Nutzergruppe, der Anteil der Frauen hat 33% erreicht und die Senioren werden gerade als neue Zielgruppe entdeckt. Es gibt 230 Access Providers und Telefongesellschaften, die den Zugang zum Netz der Netze anbieten. Rund 150000 Domains mit ".ch" Endung sind registriert bzw. gehamstert, davon stellen 108676 das aktive Schweizer Webangebot dar. Die Provider überbieten einander mit kostenlosen Internet-Zugängen und Surf-Centers, und die Telefongebühren sinken konkurrenzbedingt. Die Software-Tools zur Erstellung von Homepages sind billig und täglich gehen weltweit 1,5 Millionen neue Seiten ins Netz. Es gibt momentan zirka 2,2 Millionen Websites, 800 Millionen einzelne Web-Seiten sind erreichbar, und davon sind nur 15 Prozent überhaupt in den grossen Suchmaschinen erfasst. Dies alles ist erst ein Anfang und bildet die grösste Universalplattform der Menschheit für Kommunikation, Information, Kommerz und Unterhaltung (in dieser Reihenfolge). An allen Ecken steht "Under Construction" und die ganze Welt zeigt den sprichwörtlichen Schweizer Fleiss, während das Schweizer Web als Gesamtheit einen quantitativen und qualitativen Rückstand von 1-2 Jahren auf die USA oder Deutschland hat und man neidvoll zur Konkurrenz blickt. Seitens der Schweizer Kundenfirmen werden immer grössere und anspruchsvollere Auftritte projektiert und in etwa 35% der Fälle an externe Web-Agenturen vergeben. Frühere Schätzungen zum Umsatz 1999 bei Web-Agenturen gingen von CHF 250 Mio aus (Quelle: Europemedia). Die neuesten Zahlen sind deutlich höher und besagen, dass die Schweizerischen Web-Agenturen für 1999 einen Umsatz von rund CHF 500 Mio erwirtschaften (gemäss Umfrage Herbst 99 des Instituts für Wirtschaftsinformatik). In dieser Zahl eingeschlossen sind weitere Dienstleistungen, die neben den reinen "Web-Auftritten" verkauft werden, so zum Beispiel Hardware (Netzwerktechnik), Software und Schulung. Dies ergibt schätzungsweise ein Marktvolumen von jährlich CHF 350 Mio. im Bereich Webdesign und entspricht in jedem Falle einer massiven Steigerung von 70% gegenüber dem Vorjahr 1998. Etwa 200 Webdesign-Agenturen teilen sich diesen Kuchen und buhlen darum, das noch zu webende Schweizer Web gegen Bezahlung codieren und stylen zu dürfen. Für diesen neuen Markt wird hier versucht, eine Übersicht zu gewinnen, die Rahmenbedingungen aufzuzeigen und die wichtigsten Vertreter der Branche kurz vorzustellen. [ hier gehts direkt zum erhaltenen Feedback ] Die einheimischen Firmen begreifen, dass Kundenpflege ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg ist und das Internet dabei eine wichtige Rolle spielt. Eine eigene Website erhöht die Firmenpräsenz und Kundenbindung, erschliesst neue regionale und internationale Märkte (z.B. im Bereich Business-to-Business) und wirkt sich auf Geschäftspartner und Mitarbeiter positiv als Identifikationsfaktor aus. Als zweite Stufe sieht man die Vorteile des E-Commerce, wo mit schlanken Vertriebsmodellen und tiefen Werbekosten optimal verkauft wird: Der Kunde sucht gezielt nach Produkten und Dienstleistungen, und das Sammeln und Auswerten von Besucherdaten ermöglicht gezielte Strategien im Sinne eines Real-Time-Marketings und eine dynamische Anpassung des Angebots. Ein fast perfektes Konzept, auf das man lange gewartet hat. Die Risiken sind gering, es ist ein interessantes neues Gebiet, und das Ganze macht sogar Spass. Der eigene Internet-Auftritt wird jedoch oft hinausgezögert, denn auf den Direktionsetagen herrscht Kompetenzgerangel und man stützt sich auf zufällige Kontakte und Empfehlungen. Die Nachfrage nach Web-Spezialisten steigt rasant, während das Angebot an echten Experten knapp ist und durch die europaweiten personellen Engpässe im EDV-Bereich noch erschwert wird. Es fehlen europaweit insgesamt 350´000 Fachkräfte in der Computerbranche, was durch den Millenium Bug noch verschärft wurde und sich erst langsam wieder bessert. Leute mit Internet-Wissen sind begehrt, es sind oftmals junge Vielsurfer die sich einfach genügend auskennen, denn Umschulungen von echten EDV- und Werbeprofis sind zeitaufwendig und oft auch nicht von diesen erwünscht. Viel Geduld und Enthusiasmus sind Voraussetzung, denn das sich Herumschlagen mit HTML, Texten, Scannern, Grafiken und unzuverlässigen Browser-Systemen ist nicht jedermanns Sache. Webdesign-Agenturen stellen laufend neue Leute ein und heizen einen nationalen Gold-Rush an, der bei einigen Agenturen zu extremen Zuwachsraten führt, und bei weniger erfolgreichen Mitbewerbern zur Desillusionierung. Es bildet sich ein intransparenter Markt mit einer willkürlichen Preisstruktur, der teilweise von mangelnder Information auf Kundenseite lebt und stark konkurrenzierend betrieben wird. Wie entstehen Webdesign-Agenturen? Sie werden meist alleine oder zu zweit von initiativen Privatpersonen gegründet, welche aus verschiedensten beruflichen Backgrounds kommen, zum Beispiel aus Informatik, Marketing oder Graphik, und es finden sich viele Netzwerktechniker, Akademiker und HWV-Absolventen bei den mutigen Gründern. Der Aufbau einer Web-Agentur hat im Gegensatz zu anderen Branchen den Vorteil, dass es für die Infrastruktur und den Betrieb lediglich ein paar PC´s mit Internetzugang und ein Telefon braucht und man bei Bedarf noch ein Büro mietet. Die Investitionskosten sind gering und es braucht keinerlei Lager oder Fahrzeuge, kein Verkaufspersonal und keine teuren Maschinen, wobei die PC´s ja meist schon vorhanden sind. Die Software zur Erbringung der Dienstleistung (Homepage-Kreation) ist teilweise gratis, das "Produkt" wird als Datenbytes via Server oder e-mail ausgeliefert, und von der Werbung bis zum Auftragseingang über die Projektabwicklung und die Bezahlung kann eigentlich alles über das Internet abgewickelt werden. Ein echt virtuelles Geschäft mit tiefen laufenden Kosten (Online-Gebühren, Büromiete, PC-Kosten) und je nach Geschick der Agentur mit sehr hohen Nettoeinnahmen. Die Firmennamen bestehen oft aus zweiteiligen Wortschöpfungen, wobei fast jede beliebige "Würfelkombination" aus zwei Trendbegriffen funktioniert (man kombiniert Cyber, Media, Com, Data, Digi, Solution, Design, Creation, Future, Digital, Vision, Web, Net etc.). Fast alle Agenturen mit solchen einfach zu merkenden Namen haben Erfolg, und diese zweiteiligen Wortkombinationen sind längst vergriffen. Die Auftragsgewinnung erfolgt meist durch Empfehlungen bestehender Kunden, über direkte Briefwerbung, über die eigene Homepage und über teure Hochglanzprospekte, seltener über Web-Banners, Massenfax oder Massen-emails. Im Durchschnitt werden ca. 6,5% des Umsatzes für Werbung eingesetzt. Webdesign-Agenturen bedienen häufig nur "lokale" Kundschaft innerhalb des eigenen Kantons, und potentielle Kunden sehen sich zuerst in der Nachbarschaft nach einer brauchbaren Web-Schmiede um. Erstellte Referenzen in einer bestimmten Branche führen meist zu weiteren Aufträgen im selben Segment, wodurch bei kleineren Agenturen eine Branchenspezialisierung erfolgt. In vielen Fällen wird die Kundenaquisition durch ein bereits bestehendes Kontaktnetz erleichtert. Bei Kundenbesuchen und Präsentationen wird teils aufwendige Technik verwendet, vom Laptop mit Prototyp-Homepage ab CD und Powerpoint-Slideshow, bis zur Leinwand-Präsentation mit Beamer und Flussdiagrammen auf grossformatigen Schautafeln. Die Qualität der gedruckten, oft 10-seitigen Offerten ist wichtig, da die Kunden immer noch ein starkes Vertrauen zu "nicht-virtuellem" Papier haben. Bei Kundenbesuchen und Meetings zeigen sich die Repräsentanten grösserer Agenturen durchwegs business-like mit Anzug und gepflegtem Ausdruck, man gibt sich als Vertreter der High-Tech-Industrie mit einem Schuss der Allüren von Art Directors und Werbern, und dem Kunden wird seine eigene Inkompetenz in Sachen Internet subtil bewiesen, oder es wird geschickt mit dem Kunden "fraternisiert" bis zum erfolgreichen Abschluss. Von Webdesignern wird übrigens auffallend oft die Farbe Schwarz getragen, offenbar eine Mode die sich bei vielen als Erkennungsmerkmal durchgesetzt hat und auch bei Werbern zu sehen ist. Als Berufsbezeichnung gibt es alle möglichen Varianten. Zum Beispiel "Webdesigner", "Web Publisher", "Web Developer", "Webmaster" (in den USA bereits wieder verpönt weil sexistisch und politically incorrect), "Mediamatiker" (neu), "Interactive Media Designer", "New Media Producer" und etliche andere. Der personelle Frauenanteil liegt bei 22 Prozent (gemäss Umfrage IWI bei über 100 Agenturen Herbst 1999). Auch international sind viele preisgekrönte Arbeiten, vor allem Web-Communities und herausragende persönliche Sites, von Frauen gemacht. Im Management der Agenturen und im Verkaufsbereich sind dagegen fast ausschliesslich Männer vertreten, da die Branche trotz allem als "EDV-Branche" funktioniert und gegen aussen hin auch so kommuniziert sein will. Die Altersgruppe fängt an bei etwa 18 und ist bei den Chefs grösserer Agenturen typischerweise 35-45. Etwa 20 Prozent der Agenturen beschäftigen Lehrlinge. Der Umsatz pro Mitarbeiter(in) liegt im Durchschnitt bei 172´000 CHF/MA, die Wertschöpfung bei 141´000 CHF/MA (Quelle: IWI). Der Erfolg der Agentur ist direkt abhängig von den vorweisbaren Referenzen, der allgemeinen Vertrauenswürdigkeit und Flexibilität, und in ganz entscheidendem Masse von den kommunikativen Fähigkeiten der Kundenbetreuer. Dies beinhaltet im speziellen die Fähigkeit, sich in die Vorstellungswelt anderer hineinzuversetzen und Informationen und visuelle Botschaften in überzeugender Weise zu präsentieren, sowie die persönliche Überzeugungskraft. Falls ein geschäftlicher Erfolg eintritt, werden typischerweise nach einem halben Jahr zusätzliche Mitarbeiter (z.B. Programmierer, Datenbankexperten, Sekretärin) eingestellt und nach etwa 1 Jahr erfolgt die Gründung zur GmbH. Die Agenturen leben meist nicht ausschliesslich vom Webdesign (Creative Design, Programming, Content Creation und Content Management) sondern betreiben nebenbei Schulung, machen Teilarbeiten oder sind mit eigenem Webserver als Hosting-Provider oder Access-Provider tätig. Die Firmen verfolgen nebenbei ihre eigenen Projekte und bauen Web-Plattformen, Applikationen, Suchdienste und allgemeine Angebote auf, aus denen sie Werbeeinnahmen und zusätzliche Bekanntheit erzielen. Grossprojekte von führenden Schweizer Unternehmen sind begehrt und werden ähnlich einem Architekturwettbewerb gleichzeitig bei 3-10 Agenturen unterbreitet. Die Preise gehen von wenigen tausend Franken für kleine (5-20 Seiten) Homepages bis eine Million für Grossbanken, Grosskonzerne, Städteplattformen und ähnliches. Datenbanklösungen und E-Commerce Applikationen (Shops) sind relativ teuer aber werden momentan rasch billiger. Es sei angemerkt, dass es weltweit etwa 1000 Grossfirmen gibt, welche für ihr Internet-Angebot über eine Million bezahlt haben. In den USA gibt es bereits über 20 "Mega-Agenturen" (z.B. sapient.com, cks.com, iab.com), welche sich nur noch mit Accounts (Etats) von typischerweise 500K befassen. Hierzulande wird erst langsam bemerkt, dass der Markt explodiert und dass durch Schaffung von mehr Angebot (untermauert durch gute Referenz-Auftritte) automatisch mehr neidvolle Nachfrage erzeugt wird. Natürlich kann man eine kleine Homepage inzwischen selber machen, jedoch ist es ähnlich wie bei den Kleidern oder beim Essen: Man lässt es sich gerne etwas kosten, sich einen Massanzug bzw. ein auswärtiges Menu zu leisten, oder zu einem teuren Fotografen zu gehen obwohl man zuhause selber eine Instamatic-Kamera hätte. Wir leben in einem Zeitalter, wo es für jede Tätigkeit Spezialisten gibt. Der Unterschied wird jedoch nicht immer bemerkt und was ein guter Internet-Auftritt ist, darüber streitet man sich. Internet erfordert eine extrem zeitaufwendige und vielschichtige Wissensbildung. Ein Grossteil des Wissens kann man sich nirgends aneignen, ausser in hunderten Stunden Praxis auf dem Internet. Verschiedene Teilbereiche wie Programmierung, Datenbanken oder E-Commerce bleiben den Privaten meist verschlossen. Nur professionelle Dienstleister haben genügend Erfahrung in allen Teilbereichen, kennen die Tricks und die besten Quellen für jede erdenkliche Aufgabe. Die traditionellen Werbeagenturen vermögen hier oft auch nicht mitzuhalten, denn das Internet hat eigene Kommunikationsregeln die es erst zu lernen gilt. Immer öfter bilden Werbeagenturen eine eigene Abteilung für Neue Medien, der grösste Teil des Geschäfts geht jedoch nach wie vor an spezialisierte Firmen. Wenn wir von Homepages sprechen, ist damit ein breitbandiges Spektrum von möglichen Varianten gemeint. Diese gehen von der einfachen Umsetzung einer Firmenbroschüre (nur Text, Photos und Grafik), über multimediale Präsentationen (mit Animation, Audio und Video), über Datenbanken (Informationen sind durchsuchbar, selektierbar und dynamisch abrufbar), bis hin zu hochkomplexen, aber für die Benutzer relativ einfach zu bedienenden Systemen wie z.B. CD-Bestellungen oder personalisierter Börsenhandel via Internet. Arbeitsvorgänge, die früher ganze Hierarchiestrukturen von Dienstleistern beschäftigten, erfahren durch das Web eine Automatisierung, die im Extremfall nur noch aus der Kommunikation zwischen Kunde und Webserver besteht. Das Internet verbreitet sich rascher als jede Kommunikationstechnologie zuvor. Bis 50 Millionen "Benutzer" erreicht waren, brauchte das Medium Radio 35 Jahre, das Fernsehen 13 Jahre, und das Internet lediglich 4 Jahre. Das Volumen der versandten E-Mails beträgt heute schon das Zehnfache der Briefpost. Die Telekommunikationsgebühren werden tiefer sinken. Sogenannte Set-top-Boxen für den heimischen Fernseher sind schon seit zwei Jahren serienreif, und Handys mit Internet-Anbindung werden seit einem Jahr angeboten. Das Surfen erfolgt vermehrt mobil, via Laptop und Handy, wobei sich dies fast jeder leisten kann und zuhause zusätzlich das Internet im Fernseher haben wird. Auf Anbieterseite wird dies finanziert über Supportkosten und Werbung. Die eigentliche Internet-Benutzung wird fast kostenlos werden, während erwartet wird dass einzelne Websites (deren Besuch ja momentan kostenlos ist) mittels Micropayment oder Pay-per-Click bei jeder Benutzung zu bezahlen sind. Das Internet ist zwar ein in jeder Beziehung beispielloses Computerphänomen, sieht aber nicht nach "Computer" aus und wirkt auf Anhieb vertraut. Die Websites erinnern an bekannte Formen wie Zeitung, Buch und Fernsehen, wobei die volle Internationalität und Mehrsprachigkeit geboten wird und jede Website eine andere Navigationsstruktur und Gestaltung hat (also fast ein eigener "TV-Channel" ist). Die vielbeschworene "Interaktivität" können wir bei den meisten Websites jedoch gleich vergessen, denn auch das Lesen eines Lexikons, das Umblättern von Buchseiten oder der Umgang mit der Textverarbeitung ist genauso "interaktiv" wie das "browsen" (=stöbern in) einer Website. Ausnahmen bilden wenige "echt interaktive" Websites, wo man z.B. einkauft, bei Auktionen mitsteigert, Aktien handelt, Spiele spielt, oder wo das Besucherverhalten per Datenbankscripts weiterverarbeitet wird und die Inhalte dementsprechend (sogenannt "dynamisch") angezeigt werden. Der überwiegende Teil des Webs ist also keineswegs "interaktiv", denn es werden lediglich Seiten angewählt und angezeigt, wie dies auch beim Buchlesen geschieht. Sonst passiert da im Grunde nichts Interaktives, und daran ändern auch ein paar aufleuchtende Buttons nichts. Im Kern aber, so scheint der Grundkonsens zu lauten, ist das Netz ein Medium wie alle anderen auch. Genau das ist es aber nicht, und die üblichen Versuche, das Internet auf den bequemen Begriff zu bringen, dokumentieren nur ein Missverständnis. Weil das Netz als alter Bekannter daherkommt, wähnen wir uns nach anfänglicher Scheu vor der Technik in der Sicherheit unserer bewährten Medienkompetenz und vergessen dabei, dass das Internet weder eine Redaktion noch eine Verwaltung oder eine Kontrolle kennt. Bevor eine Zeitung am Kiosk liegt, muss sie eine ganze Reihe finanzieller, organisatorischer und rechtlicher Hürden nehmen. Schon durch ihre blosse Existenz beweist sie die Einhaltung elementarer redaktioneller Regeln. Im Internet braucht es bloss einen PC, um auf diesem "Medium" (eben ein falscher Begriff in Anbetracht unserer Vorstellung der anderen Medien) zu publizieren. Umso mehr sind die Web-Agenturen dazu angehalten, die ihnen anvertrauten Inhalte seriös umzusetzen. Auch dies wieder eine Erklärung, weshalb es Webdesign-Agenturen braucht, die genügend wissen was Information eigentlich ist, und wie man sie richtig (inhaltlich, fachlich und zielgruppengerecht) umsetzt, denn dies kann eben nicht jeder. Ansonsten gilt die Grundregel: "Always know the source" oder "A Website is only an Interface". Ein guter Ansatz zur Verbesserung dieser Zustände wäre vielleicht, wenn jeder Website eine vollständige Information darüber beigefügt würde, wer hier publiziert, wie der berufliche Background aussieht, was gezeigt wird, und für wen. Die Branche der Neuen Medien wächst inzwischen, von vielen in ihrer Grösse und Dynamik gänzlich unbemerkt, zu einem eigenen Dienstleistungs- und Publikationsmarkt heran, ähnlich den riesigen und lukrativen Printmedien oder des Fernsehens. Doch während in diesen Branchen ein "Publizierender" zumindest die Rechtschreibung beherrschen muss oder sonstige Qualifikationen vorzuweisen hat, fehlen diese Filter beim Massenmedium Internet. Es ist auch das erste Massenmedium, das nicht bloss "für", sondern auch "von" der Masse gemacht wird, wie dies die vielen privaten Homepages belegen. Das Internet deshalb als demokratisch zu bezeichnen (wie dies oft und gerne getan wird) ist schon wieder falsch, denn niemand hat ein Mitbestimmungsrecht über die Integration oder Nicht-Integration einer Homepage ins Web. Das Web hätte in diesem Falle sicherlich nur einen Bruchteil seiner momentanen Grösse. Früher war die Welt noch in Ordnung: Der Grafiker kümmerte sich um die Gestaltung, der Programmierer um die Funktionalität, und der Werber um die Werbung. Für jede Disziplin brauchte es das entsprechende Neigungsprofil und eine fundierte Ausbildung. In der Web-Entwicklung erfolgt eine totale Durchmischung dieser Disziplinen und führt (angesichts der sichtbaren Resultate auf dem Web) zur schlichten Erkenntnis, dass Grafiker nichts von Funktionalitäten verstehen, Webdesigner nicht werbetexten können, und Programmierer keinen Sinn für visuelle Gestaltung haben. Dank Werkzeugen wie Frontpage wird hier jeder zum Multitasker, was die erwähnten Berufszweige (und das Web an sich) relativ stark abwertet. Im Bereich der professionellen "Homepage-Macher" tummeln sich einerseits grosse Firmen (Web-Agenturen) mit hochkarätigen Spezialisten, und andererseits kleine Bastler und von Illusionen verblendete Jungfirmengründer, und bilden so einen punkto Heterogenität mit nichts zu vergleichenden Dienstleistungsmarkt. Für die Kundschaft ist dies ein Risiko, ein Glücksspiel und eine Qual, je nachdem an wen sie gerät. Via Internet kann sich jeder als Grossagentur präsentieren, obwohl die Firma vielleicht aus der Besenkammer heraus operiert. Andererseits können Grossagenturen beliebig überrissene Preise mit dem Hinweis auf ihre teure Infrastruktur und ihre Personalkosten rechtfertigen, während dieselbe Dienstleistung bei einem Ein-Mann-Unternehmen vielleicht nur einen Bruchteil kosten würde und in der Qualität sowie in der individuellen Beratung (oft ein Schwachpunkt bei Grossagenturen) sogar durchaus besser sein kann. Mit Beratung ist hier ein ganz wesentlicher und für den Kunden oft entscheidender Aspekt gemeint: Eine "richtige" Beratung kann zum Beispiel bedeuten, dass der Kunde während eines Projektes so viel Nebenwissen vermittelt bekommt, dass er anschliessend in der Lage ist, das Internet besser zu begreifen, die Strategien der Konkurrenz auf dem Web zu verstehen, selber effektives Marketing zu betreiben, und den eigenen Web-Auftritt selbständig aktualisieren und verwalten zu können. Viele Agenturen haben daran kein Interesse, denn dies sind in der Regel Dienstleistungen, welche nach dem eigentlichen Web-Auftritt separat verkauft werden. Ob also lediglich ein Web-Auftritt verkauft wird oder der Kunde zu seinem eigenen Nutzen ins Projekt miteinbezogen wird, ist ein gewichtiger Unterschied. Solche Auswirkungen kann der Kunde jedoch beim Projektstart nicht abschätzen, und der Offertenpreis mag das eine oder andere Modell beinhalten und lässt sich kaum in eine Relation zum eigentlichen Arbeitsaufwand seitens der Agentur bringen. So unterschreiben die meisten Kunden mit einer Mischung aus Unkenntnis hinsichtlich der Dienstleistung, der Konkurrenz, des Nutzens und des realen Gegenwertes, sprich Arbeitsaufwand. Sämtliche Wirtschaftsexperten schütteln hier erstaunt den Kopf, denn dies widerspricht allen Regeln der Marktwirtschaft: Der "richtige" Preis einer Homepage ist einfach derjenige, welcher vom Anbieter genannt und vom Kunden bezahlt wird. Ein Markt definiert sich als gesamtheitliche Kombination von Angebot und Nachfrage innerhalb eines bestimmten Wirtschaftszweiges. Das Angebot "Webdesign Schweiz" ist hier aber nicht bekannt, nicht wirklich zu quantifizieren oder zu qualifizieren, und aufgrund der Informationsstruktur des Internets kaum zu überblicken. Man könnte also fast sagen, dass es gar keinen Markt gibt, sondern sich dieser nur situativ zwischen Kunde und Anbieter abspielt. Die inneren Gründe für dieses Phänomen bilden der Umstand, dass ein Kunde sich nur schwerlich Informationen oder vergleichende Studien beschaffen kann (schon eine Suchmaschine zu bedienen ist für Einsteiger schwer genug), zweitens die schlechte Überprüfbarkeit der meist "grossartigen" Werbe-Informationen, drittens die Tatsache, dass für dieselben Dienstleistungen verschiedene Begriffe und Angebotsstrukturen verwendet werden, und viertens die innerbetriebliche Entscheidungsstruktur bei der Kundenfirma, wo jeder ein Web-Spezialist zu sein glaubt und mitentscheiden will, obwohl man vielleicht keine Ahnung hat. Über allem steht die Hauptproblematik, dass keiner den "Wert" einer Website definieren kann. Hier gibt es zwar sofort Protest aus den Reihen der gutbezahlten Profis, aber nehmen wir einfach eine superteure Website, die mit "cutting-edge" Funktionen und Interface-Effekten vollgestopft ist. Was hier so teuer ist, führt bei vielen Besuchern zur lapidaren Feststellung, es sei alles überladen und unruhig, und man hätte lieber eine einfache und für jeden "verständliche" Website. Die wäre dann aber zu billig, aus Sicht der Agentur. Oder eine Firma gibt viel Geld aus für ein "Design-Werk", das so richtig nach Cyberspace aussieht und jeden Webdesigner zum Erblassen bringt, während aber sämtliche BesucherInnen verstört das Weite suchen. Die Entscheider (decision-makers) bei einem Homepage-Projekt sitzen in der Regel in der Geschäftsleitung und verstehen nichts von Design und Internet, das ist auch nicht ihr Job. So entstehen zufällige Entscheidungen, die auf zuwenig Information beruhen, und "Information" sei hier gemeint als anwendbares Wissen in einem Gesamtzusammenhang. Das Wissen ist zwar irgendwie vorhanden, aber es fehlt der Gesamtzusammenhang im Hinblick auf Leistungen, Qualitätsmerkmale, und Nutzenvergleich. Überdies fehlt jeglicher Konsumentenschutz, und das Resultat sehen Sie aktuell auf dem Web, gleich hier um die Ecke. Die Schweiz ist ein Land, in dem die Wirtschaft besonders stark aus KMU´s besteht (Klein- und Mittelbetriebe mit 2 bis 250 Mitarbeitern). 99,3% aller Betriebe in der Schweiz sind Klein- und Mittelbetriebe, 300 000 Betriebe existieren, 150 000 davon sind Einmann(frau)-Betriebe. Sie sind das Herz der Schweizer Wirtschaft. Eine Studie über die Nutzung bei KMU in der Schweiz zeigt, dass etwa 38´000 dieser Firmen eine Website haben. Die meisten beschränken sich auf mehr oder weniger schöne Präsentationen (bestehend aus Text, Grafik, Photos, Animation) und sind für weiterführende Anwendungen in der Planungsphase (Datenbanken, Multimedia, Intranet-Anbindung, CRM, E-Commerce). Lediglich 3% der Unternehmen machen extensiv von den Möglichkeiten der Internet-Technik Gebrauch. Der Bereich E-Commerce ist eindeutig der wichtigste Wachstumsbereich, aber auch Multimedia (Flash, Audio, Video) ist immer mehr gefragt. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern fallen bei Schweizer Kleinfirmen die vielen schlecht gemachten Websites auf. Da wird vielerorts drauflosgebastelt und Grundregeln der Werbung oder Gestaltung werden einfach ignoriert, Hauptsache man hat eine Homepage. Dass ein Internet-Auftritt heute einen wesentlichen Teil des Firmenimages bildet, haben noch nicht alle begriffen und basteln lieber selber etwas, statt dies den Profis zu überlassen. Gemäss einer Umfrage der "Bilanz" stellen Firmen mit einer Webpräsenz im Schnitt 10 Prozent Umsatzzuwachs nach dem ersten Jahr fest. Dies mag überraschend hoch erscheinen, ist aber nachzulesen in der Bilanz und beinhaltet eben auch etliche Firmen, welche sehr hohe Umsatzzuwächse über grosse Internet-Angebote erzielt haben. Für die meisten anderen Firmen zeigt sich ein Resultat aus erhöhter Firmenpräsenz, besserer Kundeninformation, Erweiterung der Zielgruppen und Verbesserung des allgemeinen Images durch eine moderne und kundenorientierte Kommunikationspolitik. Dies allein beweist die Wichtigkeit derjenigen Leute und Firmen, welche die schweizerischen Internet-Auftritte gestalten. Es existieren mittlerweile in der Schweiz rund 200 Webdesign-Agenturen, davon etwa 10 mit einem gewissen Bekanntheitsgrad. Die grösseren sind typischerweise seit 4 Jahren aktiv, stark expandierend, in der Mehrzahl bereits als AG oder noch als GmbH tätig. Geographisch besteht eine Konzentration im Raum Basel-Bern und im Raum Zürich-Winterthur, aber auch im Raum St. Gallen und Aarau. Die kleineren Agenturen haben etwa 10 Mitarbeiter, die grössere Kategorie etwa 40-60. Oft arbeitet man zusätzlich mit Partnerfirmen, Freelancern und Sub-Contractors, beispielsweise bei Aufträgen für Programmierung, CGI, Java, Datenbanklösungen, E-Commerce, Grafik, CD-ROM, Fotografie, Video und andere anspruchsvolle Arbeiten, so dass eigentlich kaum je "alles" von der eigenen Firma stammt. Während die führenden Köpfe (meist 2) ihren Platz behalten, wechseln die Angestellten oder frei mitarbeitenden Webdesigner ständig und gehen nach einem halben Jahr wieder zu einer anderen Agentur oder machen sich selbständig, wobei oft zwei Designer gleichzeitig kündigen und zusammen eine neue Agentur aufbauen. Fast alle professionellen Webdesigner haben bereits bei mehreren Firmen gearbeitet, und die meisten betreiben typischerweise Hobbies wie Musikmachen, Reisen und Sportarten wie Surfen, Snowboarden oder Extremsportarten. Die geschäftliche Steuerung der grösseren Agenturen erfolgt oft aus dem Hintergrund durch bekannte Art Directors aus traditionellen Werbeagenturen, welche irgendwie mit der Webdesign-Agentur verbunden sind und die Kontaktnetze geschickt und profitabel erweitern, was gewisse Doppelreferenzen erklärt. Auch einige der grossen Internet-Provider sind im Webdesign-Business aktiv und haben eigene (meist sehr teure) Web Factories, so z.B. Internet Access, The Blue Window oder Goldnet - es geht in diesem Exkurs jedoch vorwiegend um Agenturen, die hauptsächlich Web-Auftritte und verwandte Dienstleistungen anbieten. Einige Agenturen sind überlastet und kämpfen mit monatelangen Verzögerungen und fast alle  suchen neue MitarbeiterInnen (teils via Homepage und Stellenbüros), vorwiegend in den Bereichen Web-Engineering / Programmierung, Datenbankentwicklung, aber auch Webdesigner, Projektleiter und Marketingplaner zur Bewältigung der laufenden Projekte. Die eigenen Auftritte der Agenturen zeigen, dass bei wachsendem Erfolg die Eigenpräsentation immer neutraler wird und sich bei den Marktleadern sogar in einem extremen Understatement (Minimal-Design) der eigenen Homepage ausdrückt, was dann natürlich wieder als progressiv und schick gilt, getreu dem Motto "wer so viel zu zeigen hat wie wir, zeigt eben wenig". Andererseits ermöglicht ein solcher Stil der Agentur eine branchenneutrale Erscheinung gegen aussen und vermeidet Kundenrivalitäten oder stilistische Fehler. Handgezeichnete Elemente (Illustrationen) sind in Mode und finden sich als "non-tech" Gestaltungselemente speziell bei erfolgreichen Firmen. Auch atmosphärisch gut wirkende "Business-Fotos" werden immer öfter verwendet, andere wiederum setzen auf plakatives Layout und postmodernes "Cyber-Design", oder einfach auf ein paar gute Werbesprüche. Weniger erfolgreiche Mitbewerber zeigen sich dementsprechend im eigenen Auftritt aufwendiger, technischer, und lassen viel Cyber-Feuerwerk steigen. Daraus ein Geheimrezept herauszulesen wäre unsinnig, da bekanntlich erst die Kombination aus vorweisbaren Referenzen und projektbezogenen Fähigkeiten der Firma als Verkaufsargumentation wirkt, aber nicht unbedingt das CI welches per Homepage vermittelt wird (auch wenn dieses für den ersten Eindruck verantwortlich ist). Es fällt auf, dass erfolgreiche Firmen meist auf kindliche Spielereien verzichten und die Texte sehr pragmatisch sind, wobei der berühmte "Hype" des Internet bewusst verbal vermieden wird um so den Kunden eine seriöse Vertrauensbasis zu vermitteln. Dies ist denn auch ein Erfolgsrezept für grössere Aufträge, zusammen mit der Erkenntnis dass man eine Anzahl typisch schweizerischer Firmen und Marken in der Referenzliste haben muss. Textlich ähneln sich die werbetechnischen Argumentationen der Firmen sehr, man erzählt vielversprechend und grossmundig von der kostengünstigen Permanentwerbung, vom E-Commerce, und vom neuen Kommunikationszeitalter als Chance für rezessionsgeplagte Schweizer Firmen, und weist schliesslich noch auf die Konkurrenz hin, welche schon viel weiter ist mit ihrer Internet-Präsenz. Etwa 90% der Agenturen-Homepages sind ausschliesslich in Deutsch, einige zusätzlich in Französisch oder Englisch. Etwa 80% der Homepages sind mit Frames gestaltet, während je nach Agentur ein Grossteil der Referenz-Sites ohne Frames erstellt wurde. Hierzu ist zu bemerken, dass in der Schweiz deutlich  mehr mit Frames gearbeitet wird als in den USA, was bekanntlich Vor- und Nachteile hat. Zur Kompatibilität mit verschiedenen Bildschirmgrössen ist zu sagen, dass etliche Agenturen-Homepages sichtlich für 1024x768 Auflösungen entwickelt wurden und zum Teil nicht einmal korrekt auf 800x600 Pixels laufen, ganz zu schweigen von 640x480. Gemäss einer aktuellen Studie von StatMarket surfen 55% der User mit 800x600, 23% mit 1024x768 und 14% mit 640x480, wobei die meisten Leute mit einem "modernen" oder im letzten Jahr gekauften PC auf der höheren Auflösung surfen. Die meisten der grossen Agenturen berücksichtigen diesen Punkt, aber nicht alle. Bei den gezeigten Kunden- und Arbeitsreferenzen wird durchwegs "vorgetäuscht", das heisst man gibt z.B. eine Grossbank an, bei welcher jedoch bei genauerem Nachschauen (oder persönlichem Nachfragen) nicht etwa die Homepage gemacht wurde, sondern lediglich Teilarbeiten im Intranet oder in der Schulung. Jede Firma bemüht sich, die begehrtesten Referenzen irgendwie auf die eigene Liste zu bringen, was auch bald einmal möglich ist wenn man sich vergegenwärtigt dass z.B. eine Grossbank ständig hunderte von verschiedenen Dienstleistern gleichzeitig in Anspruch nimmt. Bei eigentlichen Grossprojekten sind oft bis zu drei Agenturen in  abgegrenzten Arbeitsbereichen tätig. Auffallend ist, dass bei den Referenzen erfolgreicher Agenturen ausschliesslich einheimische Unternehmen und Marken zu finden sind, während bei ausländischen Kollegen durchaus auch internationale Projekte angenommen und realisiert werden. Arbeiten für ausländische, in der Schweiz ansässige Unternehmen werden selten vorgezeigt. So wird seitens der schweizerischen Webdesign-Agenturen das Internet nicht als länderübergreifende Plattform für Auftragsarbeiten genutzt und man bestellt wieder einmal nur den eigenen Garten. Darin zeigt sich, dass sich auch im Bereich der globalen Vernetzung unsere kulturellen Eigenarten durchsetzen. Preisangaben werden entweder nur auf Anfrage (per Online-Formular oder e-mail) gemacht, oder es werden Beispielpakete angegeben bzw. ein Stundensatz (Durchschnitt Fr. 150.- pro Stunde). Meist wird mit Anzahlungen von 30% gearbeitet. Für das Vorkonzept (Offerte) werden meist zwei alternative Vorschläge erstellt und mit Screenshots illustriert oder gleich zur Ansicht auf das Web gestellt, und in einigen Fällen sogar separat verrechnet (z.B. Fr. 3´000.- bei einem Kunden, welcher den Vorschlag ablehnte aber trotzdem die Offerte bezahlen musste). Oft werden bei erfolgreicher Auftragserteilung die Offertenkosten von den Gesamtkosten wieder abgezogen. Hinweis: Bei den folgenden Preisbeispielen soll nicht vergessen werden, dass die grösseren der Agenturen auch sehr umfangreiche Projekte realisieren (bis hunderte von Seiten mit integrierten Lösungen). Erst im direkten Preisvergleich mit solchen Grossprojekten wären die realen Preisniveaus ersichtlich. Solche Informationen sind in der Regel nicht verfügbar und werden auch nicht auf simples Anfragen hin preisgegeben. Wir beschränken uns deshalb auf Kostenbeispiele für einen ganz normalen Erstauftritt für einen Klein- bis Mittelbetrieb, vom Konzept bis zur Aufschaltung. Preisdurchschnitt für eine Hompepage von etwa 5 Web-Seiten mit Photos (geliefert), Text (geliefert), Layout (selbsterstellt), Online Formular und Domain-Installation:                     ca.  Fr. 5´500.- Gemäss dem Test der bekannten Zeitung "Online PC" Anfang 1999 bei 170 Schweizer Webdesign-Agenturen (für eine 5-Seiten Homepage für ein Restaurant mit ein paar kleinen Extraleistungen) lag das Gros der Offerten zwischen Fr. 4´000.- und Fr. 7´000.-.Im oberen Preissegment werden für kleine HP´s (5 bis 10 Seiten) durchaus Preise um Fr. 8´000.- bis sogar 11´000.- verlangt, mit einer Spitze bei Fr. 19´800.-. E-Commerce Lösungen sind erhätlich um Fr. 14´000..- ausser sie werden von der Firma selber konfiguriert oder über einen der neuen Billiganbieter bezogen. Datenbanklösungen werden typischerweise ab Fr. 20´000.- bis 50´000.- verkauft. Daneben gibt es wie überall extreme Fälle, wie z.B. eine Homepage bei welcher nur die Frontgraphik 50K kostete, oder eine Multimedia-Produktion von wenigen Minuten für 300K (konkrete Beispiele). Manche Leute leisten sich eben diesen Luxus, wohl einfach weil sie die Konkurrenz nicht angeschaut haben. Gleichzeitig gibt es junge Internet-Enthusiasten welche solche Projekte gratis machen, und teilweise sogar gut, wobei hier aber keine Zuverlässigkeit vorhanden ist. Eine grafisch überwältigende Homepage eines jungen Hobby-Designers sagt noch nichts über seine Fähigkeit, auch externe Branchen, Themen und Inhalte umsetzen zu können. "Webdesign" ist eine Dienstleistung aber verkommt allzu häufig zum Ego-Trip. Das Niveau der Selbstverliebtheit ist schnell erreicht (auf dem Web generell), und es ist ein weiter Weg bis zur echten Qualität und Kundenzufriedenheit wenn einer langfristig als professioneller Entwickler arbeiten will. Dazu braucht es Erfahrung, visuelle und sprachliche Kultur, Vielseitigkeit, vernetztes Denken, wirtschaftliches Verständnis, Selbstdisziplin, gutes Englisch, Organisationsfähigkeiten, kommunikative Fähigkeiten und ein hohes Mass an Allgemeinbildung. Der nötige Schliff dazu kommt erst mit einem gewissen Alter, denn es braucht einen "weiten Horizont", um sich immer wieder mit den neuen Themen und Branchen zu befassen und diese richtig darstellen zu können. Der von jüngeren Webdesignern oft angestrebte "Fun-Factor" von Homepages war früher einmal wichtiger als heute, denn das Nutzerprofil des Internets hat sich immer mehr verschoben, von jungen Studenten zu gestandenden (und kritischen) Geschäftsleuten, und selbst unsere Grosseltern surfen jetzt mit. Deswegen müsste Webdesign zunehmend mehr "Aha-Effekte" als "Wow-Effekte" bieten, oder im Idealfall sogar beides, und gleichzeitig allen Altersgruppen etwas bieten können. Gefragt ist ein ausgewogener Mix aus Information, Design, aus sehenswerten und lesenswerten Inhalten, und das Ganze dann möglichst zweisprachig weil ja die meisten internationalen Besucher nur Englisch verstehen. Viele Firmen erliegen hier einem weitverbreiteten Irrtum und stützen sich auf die grafisch-visuelle Selbstpräsentation eines Designers oder einer Agentur, während die eigene Branche vielleicht ganz anders darzustellen ist als die relativ dankbare Welt des Internets. Denn die Internet-Thematik sieht sowieso interessant aus. Die Beurteilung müsste vielmehr anhand der fertiggestellten Aufträge erfolgen, denn nur da ist ersichtlich, wie fremde und vielleicht schwierige Themen umgesetzt wurden. Um für die eigene Firma und Branche die richtige Zielgruppenansprache und Tonalität zu finden, braucht es Kommunikationstalente mit guter Auffassungsgabe und keine Photoshop-Cracks. Die grafischen Fähigkeiten sind zwar wichtig, aber das kommunikative Konzept und das Projektverständnis sind ausschlaggebend für den Erfolg einer Website. Der Erfolg wird von den Website-Besuchern bestimmt, und nicht vom Applaus aus den Reihen der Kundenfirma bei der Projektabnahme. Mit wachsender Erfahrung designt man zuerst für sich selber, dann für die Kundenfirmen, und schliesslich für die Zielgruppen. Dieser Prozess dauert mindestens einige Jahre und ist für eine Kundenfirma ein wertvoller Aspekt bei der Wahl eines Web-Designers. Bei der Wahl einer Agentur sollte auch immer nachgefragt werden, welche Leute im Hintergrund die eigentliche Arbeit machen, und ob zwischen Agentur-Managern und Designers ein Altersunterschied von über zwanzig Jahren besteht, wie dies oft wegen der tiefen Personalkosten der Fall ist. Viele Firmen-Homepages werden daher von jungen Leuten erarbeitet, die noch keine Minute ihres Lebens ausserhalb eines Ateliers in einem richtigen Betrieb (sprich in der Wirtschaft) gearbeitet haben und auch sonst nicht weit über ihren Cyber-Horizont hinausblicken. So entstehen die uns allen bekannten "Zerrbilder" und Firmen-Homepages, die eigentlich ein seriöses Unternehmen repräsentieren sollten, aber daherkommen wie eine Mischung aus Clipart und Nintendo. Wiederum andere Firmen machen ihre Website selber und haben interne Abteilungen, in denen genügend Fachwissen vorhanden ist (oder oft nur scheinbar, was sich dann in den Resultaten zeigt). Und schliesslich gibt es die uns allen bekannten Fälle von teuer produzierten, "professionell" erstellten Auftritten, die jedoch beim Publikum auf Ablehnung stossen und völlig geschmacklos gemacht sind, wobei weder das Zielpublikum noch der Kunde profitiert sondern ausschliesslich die Agentur. Es ist also dasselbe wie in der Werbung, wo manchmal Millionenbudgets verschleudert wurden für eine Kampagne, die ohne Erfolg blieb und sogar kontraproduktiv ist. Entsprechende  Beispiele finden sich zuhauf in der entsprechenden Fachliteratur im Bereich Branding und Werbung. Man hat also grundsätzlich mit "Kreativen" zu tun und dies ist eben immer ein Risiko und erfordert subjektive Entscheidungen seitens der Firmen, zumal sich das eigene Web-Projekt schwer an bereits existierenden Auftritten abschätzen  lässt und jeder Auftritt eine Individuallösung darstellt. Dann gibt es noch Auftritte, welche schlicht überflüssig sind (es gibt Betriebe  die wirklich keine Homepage brauchen), und die weder ein Informationsbedürfnis abdecken noch sonst eine sinnvolle Aufgabe erfüllen. Solche Arbeiten werden schlussendlich nur vom Management angeschaut, aber haben keinerlei Publikum sondern erfüllen lediglich eine zweckentfremdete Prestige-Funktion. Auch bei solchen Projekten sind die Web-Agenturen natürlich gerne tätig, solange die Kasse stimmt und der Kunde Freude daran hat. Nach Abschluss eines Web-Projekts hat der Kunde meist keinen eigenen Einfluss auf seine Homepage (ausser wo dies speziell arrangiert und technisch gelöst ist) und muss für jede gewünschte Änderung einen neuen Auftrag bei der Agentur einreichen, der dann meist keine hohe Priorität erhält und zu langen Wartezeiten führt. Zusätzlich wird das Logo der Agentur mehr oder weniger prominent auf der Kunden-Homepage platziert und manchmal sogar die ganze HP unter das eigene Copyright gestellt, womit sich die Agentur die Erhaltung der Referenz sichert und kundenseitige Basteleien verhindert. Viele Kunden entscheiden sich nach etwa 1,5 Jahren für ein komplettes oder partielles Redesign (einen "ganz anderen" Auftritt), wobei dann meist eine andere Agentur zum Zuge kommt. So expandiert der Markt in alle Richtungen und auch neue Bewerber kriegen ihre Chance. Bei einigen Agenturen zeigen sich explosive Expansionsraten mit einer jährlichen Vervierfachung von Umsatz und Personal. Führende Web-Agenturen expandieren so bald als möglich international, d.h. sie bauen typischerweise Zweigstellen in Deutschland (Frankfurt, Berlin, München und Hamburg), in England (London) oder in den USA (New York und Los Angeles) auf. So können sie der Kundschaft eine bessere Vernetzung bieten, wie dies im Rahmen der zunehmenden Globalisierung von Marketingkampagnen auch bei traditionellen Werbeagenturen geboten wird. Nach den kürzlich erfolgten schweizerischen Markteintritten von "Super Agencies" wie der amerikanischen USWeb/CKS und des IAB Internet Advertising Bureau, der weltweit tätigen Real Media (realmedia.com) sowie der führenden deutschen Newmedia-Agentur Pixelpark ist die Atmosphäre bei schweizerischen Branchenleadern gespannt. Auch der Grosskonzern Bertelsmann spielt eine wachsende Rolle in der Schweiz, und dies gleich in verschiedensten Bereichen vom Internet-Buchhandel bis zum Online-Fernsehen. Es wird erwartet, dass ein Teil der schweizerischen Web-Grossprojekte von international tätigen, strategisch geschickt operierenden Agenturen übernommen wird. Immer mehr Projekte sind nur noch mit einer Expertenstaffel von über 20 Mitarbeitern zu bewältigen, und die geforderten Zeiten zur Realisation eines Grossprojekts sinken ständig. Ob sich die weltbekannte "Swiss Quality" (die zwar gut aber oft langsam ist) wohl auch im Web-Bereich eine Marktposition erkämpfen kann? Erhalten wir mit dem von den USA geschenkten und in Deutschland schon viel besser etablierten Internet auch bald deren Entwicklerfirmen, die den hiesigen Markt schnell und gewieft durchdringen? Kaum jemanden interessiert es noch, dass das World Wide Web ausgerechnet in der Schweiz, nämlich 1989 am Genfer CERN, erfunden wurde. Was als idealistische Vision eines weltweiten, offenen Netzwerks begann, ist heute ein knallhartes Business. Und sobald es um lukratives Business geht, wird immer auch weltweit darum gekämpft. Dass das Internet eben keine Grenzen hat und die Konkurrenz auf anderen Kontinenten ein wachsendes Interesse an den investitionsfreudigen Schweizer Kundenfirmen hat, merken langsam auch die hiesigen Web-Agenturen, und expandieren ihrerseits international. Ein Wettlauf mit der Zeit, denn wir sind zwar qualitätsbewusst und sorgfältig, die Amis beispielsweise treten jedoch ganz anders auf: Sie sind schneller, risikofreudiger und unkomplizierter, so zu beobachten in der blitzschnellen Zusammenstellung von ad-hoc Teams, die von einer Agentur rekrutiert und per Flugzeug irgendwo hinbeordert werden, um kurz einmal ein paar tausend Webseiten zusammen zu produzieren und danach schon wieder in anderen Projekten zu sein. Die für jedes Grossprojekt so wichtige Zusammenarbeit mit neuen Leuten gelingt ihnen schneller und reibungsloser, denn dies haben alle dortigen IT-Workers längst gelernt. Vielleicht haben sie auch bloss den kulturellen Vorteil, dass sie aus allem ein Spiel oder eine Show machen können, und das Ganze nicht so verbissen sehen. Damit sehen sie weniger die Probleme als die Solutions, und machen damit gleichzeitig das beste Business. Dies entspricht der schnellebigen Dynamik des Internets, während die vorsichtige und schweizerische Wesensart eher Mühe hat, sich von heute auf morgen auf eine komplett neue Situation einzustellen oder neue Trends mit der nötigen Unbefangenheit umzusetzen. Oder anders ausgedrückt, "we start with the meetings while they start with the project!" Unser Vorteil liegt also eindeutig in der Qualität, doch gerade da, wie bereits erwähnt, gibt es auffallend viele schlecht gemachte Beispiele im Schweizer Web. Die echten Profis sind hier also immer mehr gefragt, und auch dass die Kundschaft endlich die Unterschiede sieht. Viel Öffentlichkeitsarbeit wird noch nötig sein, denn das Image der "Webdesigner" ist je nach Wissensstand miserabel, indifferent oder geradezu übermenschlich, und sowohl die Industrie wie auch die Bevölkerung sollten endlich ein richtiges Bild vermittelt bekommen. Das Interesse daran wäre ausgeprägt vorhanden, denn eigentlich will jeder einmal sehen "was das für Leute sind, die das Web machen". Es sind in der Regel weder Grafiker noch Werber oder gar Internet-Freaks, sondern meist Quereinsteiger mit einem interessanten Lebenslauf. Einen Ansatz dazu bildete die Rundschau-Produktion von SRF1 (mit Porträt über mich), welche für Insider wenig zeigte aber doch einige Einblicke vermitteln konnte. Oder zum Beispiel diese Übersicht, die sicher noch ähnliche Arbeiten nach sich ziehen wird. Wie bei allen Phänomenen und Erfindungen, die zu schnell wachsen und von Profitdenken noch gepusht werden, besteht beim Internet ein dringender Nachholbedarf zu den Fragen "was ist sinnvoll" und "wer kann wirklich damit umgehen". Während viele Kundenfirmen sich noch an ihrer ersten Homepage erfreuen und mit einem drehenden Globus schon zufrieden sind, profitieren andere Firmen bereits massgeblich vom Internet und bauen die Möglichkeiten (B2B, B2C) in ihr Business-Modell ein. Überall werden Seminare und Beratungen angeboten, und der Druck für Spätzünder wächst mit jedem Monat. Das Resultat ist: Alle sind "auf" dem Internet, aber nur wenige sind ein Teil davon. Gleichzeitig werden im neuen Jahr weitere Fusionen und Takeovers zwischen schweizerischen Web-Agenturen erwartet, sowie einige Übernahmen durch ausländische Agenturen und Medienunternehmen. Verschiedene Bestrebungen zur Bildung von Branchenverbänden (auch eine Art Schutz gegen aussen) sind im Moment im Gange, laufen jedoch aufgrund der hohen Dynamik des Marktes und der aufgeheizten Konkurrenzsituation nur zögernd an. Nach dem Jahrtausendwechsel hat die Thematik der Internet-Entwicklung noch zusätzlichen Boost erhalten, da viele traditionelle EDV-Anwendungen allmählich auf das Web ausgelagert werden (Stichwort Distributed Networking), und da fehlen bekanntlich die Spezialisten bzw. sind noch immer in "Y2K" Projekten beschäftigt. Viele Firmen beauftragten anlässlich dieser Feuerwehrübungen gleich eine komplette Neu-Programmierung oder Erweiterung ihrer Systeme, wodurch die personellen Engpässe im IT-Bereich zwar jetzt geringer, aber noch lange nicht gelöst sind. Das allgemeine Vertrauen in die Notwendigkeit und Zuverlässigkeit von Computern und Internet-Lösungen ist wieder gestiegen, und der eigentliche Web-Boom in der Schweiz wird auf Frühling 2000 erwartet. Neue Technologien wie WAP, mobile Computing und Web-TV sorgen für steigende Akzeptanz und Nachfrage bei der Kundschaft. Im Bereich der Web-Entwicklung hat es mehr als genug Business. Wer also ein Web-Worker werden will, sollte morgen damit anfangen: Gemäss einer kürzlichen Umfrage von FACTS hat der Berufsstand der Mediamatiker, vom Webdesigner bis zum Multimedia-Producer, die grösste Attraktivität und finanzielle Entwicklungsperspektive sämtlicher (!) existierenden Berufe. Ob dann die Kundschaft einen realen Gegenwert für ihr Geld bekommt, steht auf einem anderen Blatt, und Blätter gibt es bekanntlich bald nicht mehr sondern Abermillionen von Homepages. Der Wildwuchs des Internets wird nicht etwa eingedämmt und kanalisiert, sondern kurzerhand zum Big Business erklärt. Entlang der Datenautobahn wird gebaut wie verrückt und jeder versucht seinen Claim möglichst schnell abzustecken. Das Resultat ist eine Szenerie, wie wenn man durch die lichtüberfluteten Strassen von Las Vegas fährt: An jeder Ecke läuft ein anderes Spiel, und jedes Haus braucht seine eigene Leuchtreklame. Unter diesen Gegebenheiten bildet sich Webdesign in der Schweiz zu einem interessanten Wachstumsmarkt zwischen Informatik, Werbung und Telekommunikation, welcher viele neue Jobs und Berufsbilder erzeugt. Die Möglichkeiten zur Selbständigkeit und Firmengründung in diesem Bereich sind intakt und vielversprechend, wobei aber auch ständig Flops produziert werden und in vielen Fällen enttäuschte Kunden von Agentur zu Agentur springen. Es wird einige Jahre dauern, bis sich einheitliche Rahmenbedingungen und funktionierende Konkurrenzmechanismen gebildet haben, während der Markt weiterhin explosiv wächst. [ HINWEIS: Hier hatte ich eine umfangreiche Aufstellung der wichtigsten 100 Webdesign-Agenturen der Schweiz, beginnend mit den Big Players. Inklusive deren Hauptkunden und Preisniveaus. Diese Aufstellung war bald danach nicht mehr aktuell, weil viele Webagenturen eingingen oder neu starteten... ] Feedback zum Artikel "Swiss Webdesign Business" von Greg Lemmenmeier (www.greg.ch) Hoi Greg Ich find Dein ''Swiss Webdesign Business''-Beitrag spitze... - Jürg Keller, Core Technology AG, www.core.ch Der Artikel Swiss Webdesign Business ist wirklich super - informativ und auf dem neuesten Stand. - Monika Zöchling, Altdorf Zuerst einmal 1 dickes Kompliment zur Site "Swiss Webdesign Business" - Ihre Arbeit ist Gold Wert (und trotzdem einfach so ganz gratis übers Web zu kriegen - genial!). - Cyrill Locher, Marmotta Multimedia AG, Schiers Zuerst Gratulation über Ihren Bericht, er ist wirklich sehr interessant und umfassend. Auch unsere Konkurrenz ist sehr umfassend dargestellt. - Jürg Unterweger, RTK Online Services AG Ihr Artikel über Web Design Firmen in der Schweiz ist ausgezeichnet. Sie erleichtern damit die Suche nach einem geeigneten Partner ungemein. Ganz herzlichen Dank dafür. - Alexander Bischof, swissinvest.com ag Eine sehr interessante Studie, welche Sie hier veröffentlichen. Fast gar eine Anleitung für jene, die in diesen Markt einsteigen wollen. - Peter Waldburger, upcom ag Für Ihren ausgezeichneten Artikel im Webanzeiger möchte ich Ihnen herzlich gratulieren. Etwas vom Besten was ich über die Branche gelesen habe. - Fredi Schneider, ACADIA AG Medien & Kommunikation So sind wir auf Ihre Marktstudie aufmerksam gemacht worden: Gratulation, sie ist fantastisch und nimmt uns für den Bereich Webdesign alle Arbeit ab. - Markus Schaer, Redaktion CASH / Ringier www.cash.ch Mit grossem Interesse haben wir Ihre Analyse zum "Swiss Web Design" gelesen und dabei einiges über die Konkurrenz gelernt! - Martin Bauer, DIGIVISION AG Super Sache Deine SWB-Seite!! - Marco Zaugg, unik. Neue Medien GmbH das ist ja super, dein überblick über die schweizer szene... - Marky Goldstein, CEO, www.rosa.com Ich schau jeweils von Zeit zu Zeit wieder bei Ihrem Ueberblick über die Internetagenturen der Schweiz rein. Gerade die Einleitung ist äussert interessant und zeigt immer wieder neue Trends auf. - Bernhard Wyss, CIMP Group GmbH Mit Freude habe ich gesehen, dass Du Dein Swiss Web Design Business weiter ausgebaut hast. Ich wurde von einer Fachzeitschrift für einen Artikel der Schweizer Internet-Agenturen-Szene angefragt, der zur IEx 2000 erscheinen soll. Hättest Du Interesse mir bei der Erstellung des Artikels behilflich zu sein (natürlich mit Erwähnung als Co-Autor)? Liebe Grüsse - Gian-Franco Salvato, aseantic media AG, www.aseantic.ch Ich habe Ihre Studie mit grossem Interesse gelesen! Die Liste der Schweizer Webagenturen wird uns in Zukunft sehr nützlich sein und einige Zeitersparnis bringen. - Stephan Handschin, UNIC Internet Consulting GmbH www.unic.ch Ihre SWB-Übersicht hat mir sehr gefallen. Ich habe mir auch erlaubt, die Adresse in meinem neusten Buch (Internet -- auch für meine Firma?) zu zitieren... - David Rosenthal, lic. iur., www.insider.ch Ich, junger Student (22, systèmes d''information et de communication) bin zufällig auf Ihre Website über den Schweizer Webdesign-Markt gestossen (http://www.greg.ch/swb/) und habe das gefunden, wonach ich lange gesucht habe: Ein erstes brauchbares Verzeichnis und eine Analyse, die interessant zum Lesen war und darüber hinaus cool und spassig daherkam. - Dominik Vogel Die Zusammenstellung der Web-Design Firmen ist auch eine Super Sache. Sowas hat schon lange gefehlt. - Andreas Neuenschwander / www.andi.ch Erstmal Gratulation für Deine SWB-Aufbereitung. Der Nagel ist auf dem Kopf getroffen :) - Tommaso Porzio, Visioprint Services Um diese Studie auch in der Schweiz replizieren zu können, wäre ich Ihnen für ein Kurzinterview zu Randzeiten dankbar. - Daniel Michlig, Universität Bern, Institut für Wirtschaftsinformatik, www.unibe.ch Mit grossem Interesse haben wir Ihre Zusammenstellung "Swiss Webdesign Business" gelesen. Kompliment für die umfassende und aktuelle Zusammenstellung! - Bruno Rambaldi, Futurecom Interactive AG, Zürich, www.futurecom.ch Bei der Arbeit an einer eigenen Marktstudie bin ich auf Ihre Arbeit gestossen, zu der ich Ihnen herzlich gratulieren möchte. - David Meili Nicht schlecht, Dein Artikel. Gut, dass da einer die Rüben sortiert. Meines Erachtens sind viele Schweizer Webdesigner sehr printlastig und selbstverherrlichend (statt selbstsicher). - schau mal bei uns rein: www.wedoso.com Deine Meinung interessiert uns. - Zeno Davatz herzliche gratulation deine swb-seite ist aus unserer sicht wirklich gelungen und eine der besten übersichten im schweizer web-dschungel... - roman bottlang, DACHCOM® digital ag Ich habe Deine Studie entdeckt und gleich einen Link auf meiner HP gesetzt. Zwar gehören wir "nur" zur Gilde der Hobby-Designer, aber diese Studie hat mir viele interessante Aspekte gezeigt, die wir (hoffentlich) auch anwenden können und werden. - H-J. Lenzi, www.lenzi.com Für einen Artikel über Schweizer Internet Agenuren bin ich am Zusammentragen von Hintergrundmaterial und Zahlen. Dabei bin ich auf Deinen Artikel SWISS WEBDESIGN BUSINESS gestossen. Kompliment! Eine wirklich interessante Zusammenstellung. - Michael Genova Durch den Hinweis eines unserer langjährigen Kunden sind wir auf Ihre Studie über Webdesign-Agenturen in der Schweiz gestossen. Mit grossem Interesse haben wir sie gelesen und beurteilen sie als sehr kompetent (unser Geschäftsführer, Herr Juan Meier, lässt ein Kompliment an Sie ausrichten). - Annelies Kilchenmann, Marketing, MacGuffin, Zürich Mit Interesse habe ich Ihren Bericht: Swiss Web Design Business - eine Übersicht gelesen. Ich arbeite an der EB Wolfbach, einer kantonalen Weiterbildungsinstitution, im Bereich Web Publishing. Zugleich bin ich Mitglied der Prüfungskommission Web Publisher SIZ. Ich interessiere mich für die gedruckte Version Ihres Aufsatzes. Wie komme ich dazu, was kostet die Broschüre? - Andreas Hediger, www.eb-wolfbach.ch Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem hervorragenden Artikel. Sie kennen den Schweizer Markt wirklich sehr gut und haben ihn treffend skizziert. - Gian-Franco Salvato, Managing Director, aseantic media ag, Basel Es wuerde uns ausserordentlich freuen, wenn auch wir in Ihr Verzeichnis Swiss Webdesign Business aufgenommen werden koennten. - Christa Nussbaumer, Kreativ Team Trichtisal Greg Lemmenmeier hat eine umfangreiche Zusammenstellung der Web Designer publiziert unter "Swiss Webdesign Business". Anscheinend kann man diese Liste auch per E-Mail bei Ihnen anfordern. Wir führen gesamtschweizerisch WebPublisher SIZ und WebMaster SIZ Prüfungen durch und möchten gerne diese Firmen anschreiben, um Experten für die mündlichen Prüfungen zu rekrutieren. - Brigitte Steffen, Genossenschaft Schweizerisches Informatik-Zertifikat SIZ www.siz.ch bin gerade über deine homepage gestolpert, nice infos you got! die zusammenstellung der webdesign-firmen gibt ja ziemlich was her... wollte nur kurz anfragen, wie man in deine database an webdesignern kommt, wir fehlen nämlich noch ;O) - Thierry Pulver, Dreamlab Inc., Bern Ich habe mich eben durch Ihre Seite durchgelesen. Sie enthält interessante Zahlen. Schauen Sie sich doch mal unsere Seite an und beurteilen Sie, ob wir es verdienen auch aufgelistet zu werden. - Felix Kuhn, Transmission IS Habe eben den Artikel über das Swiss Web Design Business gelesen - interessant! - Lisa Jans-Ladner, Redaktion Swissonline www.sol.ch Herzliche Gratulation!!! Mit grossem Interesse habe ich die von Ihnen verfasste Studie über Schweizer Webagenturen gelesen. Gerne würde ich näheres zu Ihrer Studie erfahren. Haben Sie diese in eigener Regie gemacht, gibt es eine Folgeuntersuchung, werden die Angaben zu den Agenturen auf Ihrer Seite periodisch angepasst, wie war die Reaktion der Medien auf die Studie... Ich bin der Ansicht, dass es genau solche Studien heute braucht, teils um auf das Medium Internet aufmerksam zu machen, teils auch um Aufklärung unter der Kundschaft zu betreiben. - Reto Baumgartner, Geschäftsführer, MySign GmbH, Aarau

  ≡ Publiziert 2. Dezember 1999 um 12:00     👁 23515 Views







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