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Jan
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«Wolkige Aussichten für 2009»


Was bringt das Jahr 2009 für Computernutzer? Neben neuen Betriebssystemen von Microsoft und Apple wird "Cloud Computing" immer wichtiger. Auch Spieler kommen auf ihre Kosten: Die erfolgreiche Simulation "Sims" geht in die dritte Runde. Und in der Schweiz startet das von mir entwickelte Social Network swissmen.com

2008 war das Jahr des Netbooks und der Social Networks. Beide Megatrends werden sich fortsetzen. Was 2009 sonst noch bringen wird, steht in den Wolken - und das im wahrsten Sinne des Wortes: Zu den wichtigsten Trends gehört das "Cloud Computing". Dies bedeutet, dass digitale Anwendungen nicht mehr auf irgendwelchen Geräten laufen, sondern im Netz. Cloud Computing macht bereits 13 Prozent des globalen Software-Geschäfts aus.




Der Umzug ins Web hat bereits 2008 die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Den Takt gibt Google an. Der Marktführer bei der Online-Werbung hat nicht nur Textverarbeitung und Tabellenkalkulation als Internet-Programme eingeführt, sondern auch zahllose weitere Web-Anwendungen bis hin zu Angeboten, die manchem Eigenheimbesitzer schlaflose Nächte bereiten: Im Frühjahr 2009 wird es bei den Google Maps die "Street View" auch für die ersten drei Städte in Deutschland geben, mit detaillierten Ansichten von Hausfassaden. Und Konkurrent Microsoft bringt "Windows Azure".

Microsoft wird zusehends verdrängt. Nach dem Flop von Windows Vista warten die meisten Nutzer auf Windows 7, das bereits jetzt als zeitlimitierter Download verfügbar ist und Ende 2009 kommt. Windows 7 ist tatsächlich schnell, schlank und schön. Viele Nutzer wollen direkt von XP auf das bessere Windows 7 umsteigen - ohne Umweg über Vista. Und der neue Browser Internet Explorer 8, den es jetzt als Beta zum Testen gibt, ist gut. Nie so gut wie Firefox, doch brauchbar - im Gegensatz zum Internet Explorer 7. Und schon gar nicht zu vergleichen mit dem abgrundtief miesen IE6, vor dem sogar Google warnt. Wer noch mit IE6 surft, ist selbst schuld. Dieser Schrottbrowser wird gar nicht mehr unterstützt.

In der Linux-Welt setzt sich Ubuntu durch. Diese Software ist auch deswegen interessant, weil ein Milliardär dahinter steckt und die Entwickler finanziert. - Ein gutes Beispiel dafür, was jetzt im zweiten Boom abläuft: Nicht nur die grossen Firmen, auch die vermögenden Privatleute investieren. Diese Art von Investoren sieht man bei neuen Social Network Projekten. Denn dort geht es um einen Riesenkuchen mit der Möglichkeit, Milliarden zu verdienen. Viele Reiche in der Welt haben begriffen, dass sie mit Webprojekten mehr Geld verdienen könnten als mit Aktien oder Immobilien - beide stürzten bekanntlich ab. Den ersten Web-Boom vor 2000 hatten sie verpasst, jetzt machen sie den zweiten ("Web 2.0") mit. Also buttern sie ihre Millionen in Websites, Social Networks, Blog-Software oder Betriebssysteme. Wie bei Ubuntu.

Apple bringt das neue Mac OS "Snow Leopard". Aber die schwere Krankheit von Apple CEO Steve Jobs könnte dazu führen, dass Apple einen Teil seines Kultstatus verlieren wird. Notabene würde wohl auch die SVP ohne Blocher viele ihrer "Fans" verlieren. Immerhin hat Apple mit der Neuauflage seines iPhones die Marktführung bei den Smartphones übernommen. Im neuen Jahr darf man gespannt sein, wie sich das Apple-Handy gegen die aufkommende Konkurrenz mit dem Google-Betriebssystem Android schlagen wird.

2008 war das Jahr, in dem erstmals mehr mobile Computer verkauft wurden als Desktop-Geräte. Dazu trugen die kleinen Netbooks, UMPC's und "Netvertibles" bei. Im neuen Jahr wird sich diese Entwicklung fortsetzen, 2009 ist das Jahr der Kleincomputer. Viele Leute kaufen sich für 250 Franken ein Compüterchen mitsamt Internet Anschluss, mehr brauchen sie gar nicht. Erstaunlich, dass sich dieses Konzept nun doch durchsetzt, wenn man bedenkt wie viele gross angekündigte Produkte vom Markt abgelehnt wurden: Tablet PC's, Thin Clients, Videotelefonie, Touchscreen PC usw. Aber die Netbooks werden akzeptiert. Und falls endlich ein Hersteller die grandiose Idee umsetzen würde, in solche Mini-PC's einen TV-Empfänger einzubauen, dann wären die Kistchen jahrelang ein Renner. Auch Notebooks schneiden in der Wirtschaftskrise sehr viel besser ab: Ihr Absatz soll noch einmal um 15,2 Prozent steigen, während bei Desktops und Servern rezessionsbedingt ein Minus von 6,7 Prozent prognostiziert wird.

Auch bei den Schnittstellen tut sich was: USB 3.0 soll Daten bis zu zehnmal so schnell übertragen wie der jetzige Standard 2.0. Und: USB soll irgendwann in naher Zukunft auch ein drahtloser Standard werden, die Entwicklung wird derzeit unter dem Namen USB wireless vorangetrieben. Was die Besitzer von Laptops, viel Peripherie und ständig überfüllten Steckplätzen und Hubs besonders freuen dürfte.

Bei den Computerspielen steht Ende Februar ein erster Höhepunkt an, wenn die dritte Generation der Sims erscheint. Die auch bei Mädchen und Frauen beliebte Alltagssimulation soll noch komplexer werden als bisher. Und das süchtig machende Gewaltspiel "World of Warcraft" mit seinen 12 Millionen Spielern sorgt immer noch dafür, dass Menschen ihr Leben verlieren weil sie in einer Kunstwelt aufgehen - oder vergessen etwas zu essen. Und nur noch spielen.

Fernseher werden dünn, LG bringt ein zweieinhalb Zentimeter flaches Gerät. Andere neue Modelle können Tiefe (3D) darstellen, TV und Games werden bald dreidimensional. Auch wird sich der sensationelle "LaserVue" gut verkaufen. Bezüglich Farbqualität, Brillanz und Schärfe übertrifft er alle bisherigen TV-Geräte. Ist aber noch teuer. Und das öde Fernsehprogramm wird dadurch leider keinen Deut besser. Theoretisch ginge es auch andersrum: Statt Bilder vom Monitor ins Hirn überträgt man vom Hirn auf den Monitor - denn im Jahr 2008 gelang es Wissenschaftlern, Bilder im menschlichen Hirn auf einem Monitor sichtbar zu machen. Dieses Brain-Hacking funktioniert bald auch mit Träumen.

Bei den Mainstream-Websites ist immer mehr Konzentration zu beobachten. Der Eroberungskampf im wachsenden Territorium "Web" verläuft immer mehr so, dass ganz wenige Anbieter komplette Bereiche dominieren: Fotos sind auf Flickr, Videos sind auf YouTube, Musik ist auf iTunes, Bücher und CD's auf Amazon, Auktionen auf eBay, Search und Maps auf Google, B2B auf Alibaba, Microblogging auf Twitter, und so weiter. Der Kuchen mit den Milliardenumsätzen ist bald verteilt, die grossen Stücke haben sich einzelne Anbieter geschnappt und für die meistens viel zu spät kommenden Konkurrenten verbleiben die Krümel.

Auch solche "Krümel" können sich lukrativ entwickeln. Gerade bei den SN's zeigt sich, dass zielgruppenspezifische und lokal fokussierte Sites Erfolg haben können. Die Liste der 150 bekanntesten deutschen Social Networks zeigt, dass zum Ende des Jahres 2008 nur gerade 4 nicht mehr existierten. Was nichts über die Langfristigkeit aussagt. Schon im ersten Web-Boom vor 10 Jahren wusste man, dass nur 3 Prozent aller Internetfirmen überleben und dass mindestens die Hälfte des Budgets für ein Web-Projekt in dessen Werbung gesteckt werden muss. Solche Grundregeln publizierte ich früher in meinen Zeitungsartikeln (Druckauflage 160k) und heutige Web-Unternehmer sind sich dessen bewusst, bevor sie ihre Business-Ideen umsetzen. Schliesslich hatte man 10 Jahre Zeit um aus dummen Fehlern anderer zu lernen. Und aus schnellen Veränderungen, wie dieser bekannte und bereits wieder veraltete Cartoon zeigt:



Doch zurück zu den Wolken: In Zürcher Restaurants gilt ein totales Rauchverbot ab 1. Juli 2009. Was aber hat das mit Computing zu tun? Na ja, man hat den PC-Freaks jahrelang gepredigt "geht mal öfter an die frische Luft".



⦿ Posted on 2. January 2009 at 08:24     ▶ 2216 Views     ≡ Category: Web Development
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